13/05/2026
Management bedeutet nicht, dass Training gescheitert ist.
Management bedeutet einfach:
Ich regle eine Situation so, dass sie für alle machbar bleibt — weil wir im Training noch nicht am Ziel sind. Und dafür muss sich niemand schämen.
Im Gegenteil: Gute Managementstrategien helfen oft überhaupt erst dabei, Stress zu senken, damit Lernen möglich wird.
Warum ich hier Management nutze?
Ganz einfach:
In der HuTa habe ich zwei Hunde, die sich nicht besonders mögen. Fred trägt deshalb manchmal einen Maulkorb. Aber ich möchte nicht, dass er den ganzen Tag damit herumlaufen muss — also trenne ich die beiden räumlich.
Gerade am Nachmittag können die zwei sich oft nicht mehr so gut beherrschen. Die Nerven liegen schneller blank, Reize werden schwerer verarbeitet und Konflikte entstehen leichter.
Deshalb üben wir vormittags das friedliche Beisammensein.
Und am Nachmittag — wenn ich merke, dass die Stimmung kippt oder die Spannung steigt — gehe ich bewusst ins Management.
Das Problem ist nämlich:
Lenny versucht jedes Mal mit durch das Tor zu huschen, wenn ich rübergehe. Dadurch entsteht eine enge Situation am Zaun, in der die beiden trotz Trennung direkt aufeinander treffen könnten.
Und anstatt mir den Alltag unnötig schwer zu machen oder ständig Situationen „aushalten“ zu müssen, nutze ich einfach diese zwei Stühle, um über den Zaun zu klettern.
Manchmal ist Management nicht spektakulär.
Aber es macht Training fair, sicher und alltagstauglich. 🖤