05/05/2026
Jedes Jahr im Mai findet die „Strangles Awareness Week“ statt, um das Bewusstsein für Druse (Strangles = Englisch für Druse) als weltweit bei Pferden vorkommende Infektionskrankheit zu stärken. Passend dazu versorgen wir euch mit den wichtigsten Fakten zu dieser gefürchteten Erkrankung! Während der Strangles Awareness Week (04.-10.05.2026) bieten wir zusätzlich zwei Informationsabende an, einen für Tierärzt*innen und einen für Pferdehalter*innen:
https://www.pferdeklinik-aschheim.de/muenchen-bayern-2/ 🩺🐴
Weiter geht es mit unseren „7 wichtigen Fakten zur Druse“:
Fakt 4: 10% aller erkrankten Pferde erkranken schwer oder mit Komplikationen
Ein Großteil der Pferde, die an Druse erkranken, zeigen die „klassischen“ Symptome wie Fieber, Husten, Nasenausfluss und eine Abszedierung der Kopflymphknoten.
10% der betroffenen Tiere erkranken jedoch schwer oder mit Komplikationen. Es kann beispielsweise zu einer sogenannten „metastatischen Druse“ kommen, bei der es zu einer Abszedierung von Lymphknoten an anderen Körperstellen als im Bereich des Kopfes kommen kann, z.B. in der Bauchhöhle oder sogar im Gehirn. Dies wird meist erst spät erkannt und kann permanentes Fieber und starke Schmerzen verursachen und sogar bis zum Tod führen.
Eine weitere lebensbedrohliche Komplikation ist die Vaskulitis, auch unter Purpura haemorrhagica oder Petechialfieber bekannt. Dabei kommt es durch eine Gefäßentzündung zur Ausbildung von schmerzhaften Ödemen. Auch chronische Ansammlungen von eitrigem Material in den Luftsäcken (Empyeme), müssen oft mit viel Aufwand behandelt werden. All diese Komplikationen führen zu einem hohen Leidensdruck bei Pferd und Besitzer:in. Deshalb wird ein unkontrollierten „Durchseuchen“ von Betrieben während eines Ausbruchsgeschehens nicht empfohlen, denn je weniger Pferde insgesamt erkranken, desto weniger Pferde entwickeln einen schweren Verlauf der Erkrankung.
Foto: Druseabszess im Gehirn (CT-Aufnahme)