19/04/2022
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Gebärmutterentzündungen bei Hündinnen sind im Alter von über 8 Jahren einer der häufigsten Notfälle in der Kleintierpraxis.
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Die Leitsymptome dieser als Pyometra bezeichneten Entzündung sind: starkes Durstgefühl,Lethargie,schlechter Appetit und vaginaler Ausfluß. Häufig sind schon Monate vor einer Gebärmutterentzündung Anzeichen eines hormonellen Ungleichgewichts gegeben, z.B. können eine sehr lange oder aber auch unregelmäßige Läufigkeit, sowie ein komplettes Ausbleiben des Östrus beobachtet werden.
Eine besonderere Gefahr stellt die „geschlossene“ Form der Pyometra
dar. Hierbei kann das eitrige Sekret nicht über die Scheide nach außen ( Vaginalfloor) abfließen und verbleibt somit im Uterus.
Die v-förmigen Gebärmutterampullen, wie sie hier in Bild vier zu sehen sind, schwellen immer weiter an und können sogar platzen.
Durch eine Ultraschalluntersuchung kann der Tierarzt in diesen Fällen die Diagnose stellen.
Eine Operation mit Entfernung der Gebärmutter ist bis heute unumgänglich. Ein Einsatz von Antibiotika kann eine Besserung herbeiführen. Diese ist aber immer nur von kurzer Dauer, weil der Eiterherd im Körper nicht vollständig eliminiert werden kann. Die Ursache der Eiteransammlung besteht darüber hinaus durch die hormonellen Schwankungen, die von den Eierstöcken ausgehen.
Im dritten Bild sieht man am oberen Rand die Harnblase (gelb markiert) darunter verläuft die Gebärmutter (lila markiert).
Diese zeigt einen stark ungleichmäßigen Charakter. Neben der dunkel gezeichneten Flüssigkeitsfüllung (Eiter) kann in diesem Bild auch eine starke Vergrößerung der Wandung wahrgenommen werden(weiße Linie).
Neben der Gebärmutterentzündung hatte sich in diesem Fall ein zystischer Tumor ausgebildet.
Dieser ist in Bild fünf lila markiert und befindet sich auf Höhe des Muttermundes.
Am vorderen Ende der v-förmigen Ampullen der Gebärmutter befinden sich die Eierstöcke.