18/06/2023
Vor meinem bevorstehenden Urlaub möchte ich Euch noch von meinem Herzenshund „Ayla“ erzählen und warum man manchmal an (kleine) Wunder glauben darf 😊
Ayla lebt jetzt seit ca. 12,5 Jahren bei meiner Familie – genauso alt ist sie auch. Vor 3 Wochen begleitete ich meine Mama und Ayla in die Tierklinik, da sie sehr mäkelig fraß und eine unförmige Körperzunahme zeigte – eine sogenannte Aszites oder auch Bauchwassersucht.
Ansonsten war sie altersentsprechend gut drauf und zeigte keinerlei Schmerz, sodass wir von einem behandelbaren Herzproblem ausgingen – eine sehr häufige Ursache für eine Aszites.
Nach vielen Untersuchungen stellte sich jedoch heraus, dass sie etwa 700ml blutige Flüssigkeit im Bauchraum hatte. Nach langer Rücksprache mit der Tierärztin entschieden wir uns, sie „operieren“ zu lassen, um herauszufinden was in ihr vorging und wo sich die Blutung befindet, um ihr entgegenzuwirken. Wir ließen Ayla also dort und fuhren schweren Herzens Heim, um nicht viel später aus dem OP heraus angerufen zu werden, dass Ayla viele knotige Veränderungen im Bauchraum und an verschiedenen Organen hat und ein metastasierender Prozess vermutet wird. Die Blutung sei nicht ausfindig zu machen, so die Ärztin, vermutlich weil es „nur“ etwas tropfte. Eine Nachricht, die einem den Boden unter den Füßen wegreißt und die schier unmögliche Entscheidung abverlangt: Nochmal wach werden lassen oder in Narkose einschläfern?
Horror, sind wir doch mit einem recht fitten, scheinbar schmerzfreien und für einen Shi-Tzu gar nicht so alten Hund in die Klinik gegangen.
Aber: Einfach Aufgeben war keine Option!
Nicht so. Nicht in dem zuvor guten Zustand. Und solange Ayla nicht zeigt, dass sie bereit ist zu gehen, erst recht nicht.
Alle unsere Hunde durften zuhause gehen, die langjährigen Hundekumpels sich verabschieden.
Sie entfernten also die 700ml-Flüssigkeit, nähten sie zu und so konnten wir sie einige Stunden später nach Hause holen.
Da ich weiß, was die Naturheilkunde alles zu bieten hat und weil ich sehr gerne an Wunder glaube, erstellte ich direkt einen Futterplan zum Kochen, damit sie vielleicht wieder lieber frisst und wir den Inhalt bestimmen und anpassen können. Und ich erstellte einen Therapieplan bestehend aus einer speziellen Enzymtherapie.
Von der Klinik gab es nur 2 Mittel für die ersten Tage: gegen mögliche Entzündungen und gegen den Schmerz von der OP. Sie rieten dazu, sie bei Verschlechterung zeitnah einschläfern zu lassen. Bei der Diagnose gingen sie vermutlich davon aus, dass sie nicht mehr lange bei uns sein wird.
Nach den 2 Tagen starteten wir die alternative Unterstützung.
Ich sehe Euch vor meinem geistigen Auge vom Hocker fallen, wenn ich Euch jetzt sage, dass es Ayla seit gut 2 Wochen besser geht, als viele Jahre zuvor (sie hatte vor 5 Jahren einen Rückenmarksinfarkt und ist allgemein ein sehr sensibler Hund). Sie frisst gerade unwahrscheinlich gern, läuft große Runden mit und kriegt nach wie vor ihre 5-Minuten mit ihren Hundekumpels. Sie ist viel offener geworden und genießt die Extrazuwendung!
Von einer erneuten Aszites bisher keine Spur! 😊
Nur das Universum weiß, wann wir unser kleines Herzensmädchen gehen lassen müssen, aber eins ist sicher:
Wir haben bis jetzt schon 3 wundervolle Wochen geschenkt bekommen, die uns so niemand wegnehmen kann!
Es hat sich gelohnt, nicht aufzugeben…
… und an ein kleines Wunder zu glauben!