Nadi's HundeUni

Nadi's HundeUni Wenn dein Alltag mit Hund zur Herausforderung wird – von Chaos zu Klarheit, Schritt für Schritt. Klar im Plan. Fair im Umgang.

Spürbar im Alltag.
➡️ www.nadis-hundeuni.de

📸 UPDATE ZUM FOTEWALK AM SAMSTAG:11.07.2026 - NEUE UHRZEIT!​Wegen der angekündigten Hitze starten wir am Samstag erst um...
09/07/2026

📸 UPDATE ZUM FOTEWALK AM SAMSTAG:
11.07.2026 - NEUE UHRZEIT!

​Wegen der angekündigten Hitze starten wir am Samstag erst um 18:30 Uhr. Das ist für die Hunde und uns Menschen deutlich entspannter – und das Abendlicht sorgt ganz nebenbei für richtig geniale, starke Bilder. 🌅

​FÜR ALLE, DIE UNSEREN FOTEWALK NOCH NICHT KENNEN:

​Viele stellen sich unter einem Hundeshooting vor, dass der Hund wie eine Statue dasitzen muss, während man daneben steht und gefühlt zum zehnten Mal genervt „Bleiiiiiiiib...“ sagt.

​Wir wollen aber keine solchen steifen Bilder, sondern Bilder, auf denen man die ganz eigene Art eures Hundes sieht!

​Der Quatschkopf darf seinen Charme versprühen, der Wirbelwind darf kontrolliert flitzen und das Sensibelchen bekommt den Raum, den es braucht, ohne sich verbiegen zu müssen. 🐾💥

​Am Ende sollen nämlich Bilder entstehen, die euch total begeistern und bei denen ihr sagt: „Ja. Das ist einfach mein Hund.“ 😅

​➡️ KURZ ZUM ABLAUF:

Während ein Team fotografiert wird, sitzt der Rest nicht einfach gelangweilt herum, sondern wir nutzen die Zeit sinnvoll und bereiten die nächsten Situationen in aller Ruhe vor – mal über den Rückruf, mal mit einem Trick oder aus einer lockeren Bewegung heraus. So sind die Hunde beschäftigt und es entsteht kein Frust durch langes Warten.

​Wer am Samstagabend dabei sein möchte, kann sich heute noch anmelden.

​Alle Infos findet ihr hier: https://nadis-hundeuni.de/training-trifft-fotografie/

Lust auf einen entspannten Nachmittag im Wald, ein bisschen Training und eine tolle Zeit mit deinem Hund? 🐾📸​Am 11.07. u...
24/06/2026

Lust auf einen entspannten Nachmittag im Wald, ein bisschen Training und eine tolle Zeit mit deinem Hund? 🐾📸

​Am 11.07. und 25.07. findet unser „Fotowalk mit Lernerlebnis“ im Raum Allersberg statt.

​Während jeweils ein Team fotografiert wird, verbringen wir die Zeit mit den anderen Hunden nicht mit Warten, sondern mit kleinen Übungen und Beschäftigung.

So machen wir uns gemeinsam eine richtig gute Zeit und ganz nebenbei entstehen wunderschöne Erinnerungen an euren Hund. ❤️

​Das erwartet euch:
🐾 Training in der Kleingruppe
📸 Ein exklusives Fotoshooting
🖼️ Professionelle Bildauswahl und 2 Bilder inklusive

​Damit alles entspannt bleibt, sind pro Termin maximal 6 Teams dabei.

​📍 Raum Allersberg
📅 11.07. & 25.07.

​Alle Infos und die Anmeldung findet ihr hier:
https://nadis-hundeuni.de/training-trifft-fotografie/

​Wir freuen uns auf euch!

23/06/2026

„Wir haben ihn gerettet, der sollte jetzt mal dankbar sein.“

Den Satz hört man im Tierschutz ständig. Die meisten meinen das gar nicht böse. Man freut sich auf den Hund, hat alles vorbereitet und hofft einfach, dass jetzt alles schön wird.

Aber oft sieht es im Alltag ganz anders aus: Der Hund kommt überhaupt nicht zur Ruhe, bellt ohne Ende, läuft unruhig hin und her oder friert komplett ein. Und da kommt dann schnell Frust auf.

Nur... Hunde kennen keine Dankbarkeit im menschlichen Sinn. Der Hund zieht nicht ein, sieht das neue Körbchen und denkt nicht: „Super, danke für die Rettung, ab jetzt mache ich alles, was du willst.“

Natürlich gibt es Hunde, bei denen der Wechsel völlig unkompliziert wirkt. Die kommen an, legen sich hin und können entspannt alles erkunden.

Andere stehen dagegen komplett neben sich. Neue Menschen, neue Gerüche, neue Geräusche – alles prasselt gleichzeitig auf sie ein.

Und wenn ein Hund dann am Rad dreht oder sich zurückzieht, hat das nichts mit Sturheit, „Rangordnung“ oder Grenzen austesten zu tun. Dem Hund ist in dem Moment einfach alles zu viel.

Starker Stress erschwert Lernen. Wenn ein Hund völlig mit seiner neuen Welt beschäftigt ist, haben Ruhe, Sicherheit und Management erstmal Vorrang. Bevor wir erwarten, dass alles sofort klappt, muss das Nervensystem überhaupt erstmal runterfahren.

Im Video siehst du Mandy in ihren ersten Tagen bei uns. Sie war alles andere als entspannt. Heute ist sie ein völlig anderer Hund.

Wie war das bei eurem Hund am Anfang?

Coole Socke oder wandelndes Nervenbündel?

22/05/2026

Ich verstehe inzwischen wirklich, warum so viele Hundehalter komplett verunsichert sind.

Wie geht’s euch damit?

Viele Probleme im Training entstehen nicht, weil der Hund „nicht hört“, sondern weil sich bestimmte Abläufe im Alltag ei...
04/05/2026

Viele Probleme im Training entstehen nicht, weil der Hund „nicht hört“, sondern weil sich bestimmte Abläufe im Alltag einschleichen.

Ein typisches Beispiel:
Ein Signal wird mehrmals gesagt, bis der Hund reagiert.

Am Anfang ruhig, dann nochmal, und irgendwann wird die Stimme schärfer – und plötzlich klappt es.
Was dabei oft übersehen wird:

➡️ Der Hund hat in dem Moment nicht das Signal gelernt, sondern die Veränderung im Verhalten des Menschen. Er reagiert nicht auf das Wort, sondern auf den Druck, der entsteht.

Ähnlich ist es draußen.
Im Garten funktioniert vieles problemlos, aber draußen plötzlich nicht mehr.

➡️ Das wird schnell als Ungehorsam oder Sturheit eingeordnet, dabei fehlt oft einfach die Übung unter genau den Bedingungen, unter denen es später funktionieren soll.

Und dann gibt es noch diese Erwartungen im Alltag.

Drinnen soll der Hund möglichst ruhig irgendwo weit weg liegen und sich möglichst nicht bewegen. Und bitte unter keinen Umständen - ohne vorherige Erlaubnis - aufstehen.

➡️ Draußen aber soll er sich dann von selbst orientieren, in der Nähe bleiben und „funktionieren“. Und zwar immer. Ohne auch nur mit Vorfreude einem besonders gut riechenden Grashalm entgegenzuspringen.

Vielleicht macht man es sich oft einfach unnötig schwer.

Und sucht den Fehler zu schnell beim Hund.

⚠️ DAS MÄRCHEN VON DER HARMLOSEN KORREKTUR ⚠️Man sieht eigentlich immer wieder das gleiche Bild: Ein Hund flippt bei ein...
03/05/2026

⚠️ DAS MÄRCHEN VON DER HARMLOSEN KORREKTUR ⚠️

Man sieht eigentlich immer wieder das gleiche Bild: Ein Hund flippt bei einer Begegnung völlig aus, weil er vielleicht einfach nur Schiss vor dem Artgenossen da vorne hat. Und der Mensch am anderen Ende der Leine fängt dann an, ihn „anzustupsen“, zu boxen oder mit der Wasserflasche zu hantieren.

Wenn man dann mal nachfragt, heißt es meistens: „Ich korrigiere ihn ja nur kurz.“

Übrigens, ich kann dieses Wort „Korrektur“ einfach nicht mehr hören. Das ist für mich nämlich einfach nur ein schönes Wort für eine eigentlich hässliche Sache – die positive Strafe.

​Klar, es sieht im ersten Moment so aus, als würde es helfen. Aber schauen wir uns das Ganze mal ohne die rosarote Brille an.

Würde dein Hund sich wirklich nur kurz erschrecken, wie wir uns das ja gerne einreden, dann würde er vielleicht kurz zusammenzucken, sich einmal schütteln und im nächsten Moment sofort weiterpöbeln. Das wäre die logische Folge, denn die ursprüngliche Emotion und die Angst vor dem anderen Hund sind in seinem Kopf ja noch genau die gleichen – und für ihn wesentlich bedeutsamer als so ein kleiner Schreckreiz.

​Wenn dein Hund aber genau in diesem Moment komplett aufhört, den Blick abwendet oder gar nicht erst nachsetzt, dann haben wir eine ganz andere Wirkung. Dann war das kein harmloses Erschrecken mehr. Dann war der Reiz durch dich so heftig, dass er die Angst vor dem anderen Hund komplett verdrängt hat. Er hört nicht auf, weil er irgendwas „gelernt“ hat, sondern weil die Bedrohung durch dich gerade einfach größer ist.

Er wechselt nicht in die Entspannung, sondern versucht nur noch, den Stress mit dir zu vermeiden. Das ist reines Meideverhalten.

​Und mal ehrlich: Auch dieses „ich stups ihn ja nur kurz an, damit er mich wieder wahrnimmt“ ist ein Trugschluss. Wenn ich Gewalt oder Erschrecken brauche, um die Aufmerksamkeit meines Hundes zu bekommen, dann habe ich vorher im Training schon den Anschluss verloren.

​Einen verlässlichen Partner und eine echte Orientierung bekommt man nämlich sicher nicht über den billigen Weg der Einschüchterung. Das hat auch nichts mit „Schmusestunde“ zu tun, sondern mit fundiertem Training, das die Ursache anpackt.

Außerdem ist es ein viel schöneres Gefühl, wenn der Hund lernt, Situationen wirklich neu zu bewerten und gelassen zu bleiben – und zwar weil er sich sicher fühlt und nicht, weil er die nächste Maßregelung fürchtet.

Wer seinen Hund als Partner und nicht als Feind sieht, arbeitet an der Basis, statt nur die Gefühle unter dem Deckel zu halten, bis das Fass irgendwann eben doch überläuft.

Bis dahin, Nadi.

Der häufigste Trainingsfehler, den ich in meiner Hundeschule sehe:Erwünschtes Verhalten bleibt unbeachtet.Du stehst irge...
02/02/2026

Der häufigste Trainingsfehler, den ich in meiner Hundeschule sehe:

Erwünschtes Verhalten bleibt unbeachtet.

Du stehst irgendwo, unterhältst dich mit jemandem, dein Hund ist dabei. Er setzt sich hin. Einfach so. Kein Kommando, kein Druck. Für dich ist das angenehm. Du kannst reden, alles ist ruhig, es passt gerade. Also machst du nichts weiter. Und das ist menschlich. Da denkt niemand: „Oh, jetzt müsste ich aber trainieren.“

Der Hund sitzt also da, wartet, hält das aus. Eine Weile. Irgendwann wird es ihm zu langweilig, zu anstrengend oder einfach zu viel. Er steht auf, fängt an zu ziehen oder wird unruhig.

Und erst dann passiert etwas. Dann reagierst du. Dann sprichst du ihn an. Dann greifst du ein.

Und genau hier entsteht dieses verdammte Missverständnis zwischen Mensch und Hund.

Für den Hund war das Sitzen vorher nämlich keine richtige Information. Nicht falsch, aber eben auch nicht wichtig. Es war einfach etwas, das passiert ist, ohne dass es irgendeinen Unterschied gemacht hat. Er hat nicht gelernt: Das war gut. Sondern eher: Das war egal.

Und so geht es im Alltag ständig weiter. Der Hund läuft locker neben dir – für dich völlig normal, also kein Kommentar. Der Hund schaut dich an – nett, aber gerade nicht relevant. Der Hund ist ein paar Meter vor dir, bleibt aber bei dir, hört auf dich – läuft ja, also weiter.

Das Problem ist nicht, dass du das nicht siehst. Das Problem ist, dass der Hund daraus nichts lernen kann. Für ihn fehlt der Zusammenhang: Wenn ich das mache, passiert etwas Positives.

Dann kommen Situationen, die schwerer sind. Mehr Ablenkung, mehr Reize, mehr Spannung. Und plötzlich soll der Hund genau dieses Verhalten zeigen, das vorher immer einfach nur mitlief. Aber ganz im Ernst, warum sollte er? Für ihn hatte es bisher ja keinen Wert.

Und wenn es dann nicht klappt, wird eingegriffen, manchmal auch „korrigiert“. Das ist btw positive Strafe. Und diese kann zwar Verhalten unterbrechen, aber es zeigt dem Hund nicht, welches Verhalten sich wirklich lohnt. Und genau das hätte er vorher gebraucht.

Viele Hunde müssten gar nicht erst andere Lösungen ausprobieren, wenn sie früh genug gelernt hätten: Ruhig bleiben lohnt sich. Orientierung lohnt sich. Warten lohnt sich. Nicht irgendwann, sondern genau dann, wenn sie es zeigen.

Und das ist kein Vorwurf. Das übersieht fast jeder am Anfang. Weil gutes Verhalten still und unscheinbar ist. Weil es nicht nervt. Und weil man froh ist, dass es gerade läuft.

Und jetzt Hand aufs Herz...

Wo zeigt dein Hund im Alltag schon genau das, was du dir wünschst – und du merkst erst im Nachhinein, dass du eigentlich hättest reagieren können?

Welpenabgabe – warum die 8-Wochen-Diskussion am Kern vorbeigehtImmer wieder liest man die Aussage, Welpen müssten spätes...
25/01/2026

Welpenabgabe – warum die 8-Wochen-Diskussion am Kern vorbeigeht

Immer wieder liest man die Aussage, Welpen müssten spätestens mit 8 Wochen abgegeben werden, sonst drohten später Probleme im neuen Zuhause

Diese Argumentation greift aber zu kurz. Denn Entwicklung lässt sich nicht an einem Datum festmachen.

Entscheidend ist nicht, wann ein Welpe abgegeben wird, sondern was in dieser Zeit passiert – davor und danach.

Schaut man sich nämlich, was rund um die 8. Woche häufig zusammenkommt, wird schnell klar, wo das eigentliche Thema liegt:

Impfung, Tierarzt- und Kontrolltermine, fremde Menschen, viel Handling, viel Unruhe. Und oft kurz darauf die Trennung von den Wurfgeschwistern, der Mutter und den vertrauten Menschen.

Das sind keine Kleinigkeiten. Das sind mehrere tiefgreifende Veränderungen innerhalb weniger Tage.

Der Körper arbeitet, das Immunsystem reagiert, das Nervensystem ist gefordert. Wenn ein Welpe genau aus dieser Phase heraus abgegeben wird, fehlt häufig etwas Entscheidendes:

Zeit, um diese Reize überhaupt erst zu verarbeiten.
Nicht, weil „8 Wochen falsch“ wären. Sondern weil zu viel auf einmal passiert.

Und was dabei fast immer ausgeblendet wird, ist Folgendes: Was passiert im neuen Zuhause?

Viele Welpen kommen aus einem sozialen, strukturierten Umfeld und landen plötzlich in einer völlig anderen Realität. Andere Abläufe, andere Erwartungen, andere Regeln.

Und sehr oft landet der Welpe früh in einer Box.

Nicht aus pädagogischen Gründen,
sondern weil es praktisch ist.
Weil es empfohlen wurde.
Weil der Hund „nicht stören soll“.
Weil man putzen will.
Oder weil man glaubt, er müsse so „runterkommen“.

Faktisch heißt das:
Der Welpe wird eingeschränkt, weil das Umfeld überfordert ist oder einen schnellen, bequemen Lösungsweg sucht.

Das ist kein sanfter Übergang.
Das ist eine massive Veränderung in einer Phase, in der der Hund eigentlich Orientierung, Anleitung und Regulation bräuchte.

Auch hier gilt:
Die sensible Phase endet nicht plötzlich an einem bestimmten Punkt. Sie läuft fließend aus. Was zählt, ist nicht das Alter, sondern wie der Welpe mit Veränderungen umgeht – und ob er dabei begleitet wird.

Ein erfahrener, gut arbeitender Züchter kann in dieser Phase oft mehr leisten als neue Halter:
klare Abläufe, bekannte Umgebung, Beobachtung von Stress, rechtzeitiges Gegensteuern.

Das ist keine Wertung, sondern eine Tatsache.
Deshalb kann es – bei entsprechender Aufzucht – sinnvoll sein, wenn ein Welpe etwas länger dort bleibt, wo Stabilität vorhanden ist,
statt mitten in einer ohnehin belastenden Phase zusätzlich alles zu wechseln.

Genauso klar ist aber auch:
Ein späterer Abgabetermin allein macht noch keinen guten Start. Entscheidend ist die Qualität dessen, was passiert.

Fazit:
Nicht das Abgabealter entscheidet über spätere Stabilität.

Entscheidend ist, wie viele Veränderungen in kurzer Zeit auf den Welpen einwirken, ob Übergänge begleitet oder einfach organisiert werden und in welchem Zustand der Hund ins neue Zuhause kommt.

Alles andere ist zu simpel gedacht.

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Man kann sich Gewalt auch schönreden.Ich lese in letzter Zeit immer wieder diese Texte, in denen erzählt wird, moderne T...
17/01/2026

Man kann sich Gewalt auch schönreden.

Ich lese in letzter Zeit immer wieder diese Texte, in denen erzählt wird, moderne Trainer hätten keine Ahnung, würden nur mit Keksen werfen, alles schönreden – und am Ende seien die Hunde deshalb heute alle kaputt und würden im Tierheim landen.

Und ganz ehrlich: Das hat mit dem, was ich jeden Tag sehe, einfach so gar nichts zu tun.

Ich lebe und arbeite mit unsicheren Hunden, mit Tierschutzhunden, mit Schäferhunden aus der Arbeitslinie, mit Herdenschutzhunden und deren Mischungen. Also genau mit den Hunden, bei denen immer wieder gesagt wird: „Die brauchen eine harte Hand.“

Und ich kenne bis heute keinen einzigen Hund, der durch fairen, klaren, gewaltfreien Aufbau ausgerastet ist. Keinen.

Was ich aber sehr wohl kenne, sind viele Hunde, die nach Druck, Einschüchterung oder Gewalt immer "schlimmer" geworden sind. Die nicht ruhiger, sondern unsicherer wurden. Die nicht klarer, sondern explosiver oder ganz klein geworden sind.

Aber, ja, es gibt viele neue Trainer. Und ja, darunter sind auch welche, die kaum eigene Hundeerfahrung haben und trotzdem meinen, sie könnten jetzt alle anleiten. Das finde ich genauso problematisch.

Es gibt auch Trainer, die sich mit einer Rasse auskennen und dann glauben, alle Hunde gleich behandeln zu können – egal ob Angsthund, Arbeitslinie oder Tierschutzhund. Auch das geht schief.

Aber: Es gibt genauso alte Trainer, die nie eine richtige Ausbildung gemacht haben. Die einfach irgendwie durchgewinkt wurden, weil „das haben wir schon immer so gemacht“. Und auch das kann einfach Mist sein.

Deshalb sage ich: Erfahrung ersetzt keine Fachlichkeit und ein Zertifikat ersetzt keine Praxis. Beides allein reicht einfach nicht aus.

Und. Ich sehe jeden Tag, dass Hunde nicht stabil werden, weil man sie klein macht, sondern, wenn sie verstanden werden. Wenn man ihnen zeigt, was richtig ist – nicht nur, was falsch ist. Wenn man klar ist, verlässlich ist, fair ist. Ohne Angst als Werkzeug.

Diese Geschichten von „Keks-Trainern oder Wattebauschwerfern, die Hunde kaputtmachen“, lenken vor allem von einem großen Ziel ab: und zwar, dass Angst, Druck und Gewalt Hunde nicht sicherer machen, sondern unsicherer. Dass man damit Probleme nicht löst, sondern oft erst richtig baut.

Übrigens. Ich suche immer noch diese Watte, von der alle reden. 😉

Silvester. Böller. Hunde.Es gibt Hunde, die haben damit kein Problem.Es gibt Hunde, bei denen Vorbereitung hilft.Trainin...
28/12/2025

Silvester. Böller. Hunde.

Es gibt Hunde, die haben damit kein Problem.

Es gibt Hunde, bei denen Vorbereitung hilft.
Training, Management, Gewöhnung –
das greift. Und das ist gut so.

Und dann gibt es Hunde, bei denen all das nichts verändert. Nicht, weil du etwas falsch gemacht hast. Nicht, weil du zu wenig trainiert hast. Sondern weil ihr Nervensystem das gerade nicht verarbeiten kann.

Denn Silvester ist nicht nur der Ton.
Es ist der Geruch von Pulver. Die Lichtblitze. Die Erschütterungen. Die Unberechenbarkeit – überall, gleichzeitig.

Letztens habe ich gesehen, wie jemand mit Luftballons trainiert hat. Luftballons zerstochen –
als „gute Silvestervorbereitung“. Viele haben das gefeiert.

Der Vergleich dazu wäre aber folgender:
Jemand hat eine Spinnenphobie. Und man wirft ihm regelmäßig drei, vier, fünf Plastikspinnen auf den Schoß. Alle paar Tage wieder.

Und an Tag X sind es plötzlich echte Spinnen. Viele. Überall. In einem Ausmaß, das nichts mehr mit dem Training zu tun hat.

Niemand würde ernsthaft sagen:
„Du hattest doch Übung.“
Genau das ist Silvester für viele Hunde.

Braunes Rauschen hilft nicht jedem. Musik überdeckt keinen inneren Alarm. Und wer schon wirklich panische Hunde hatte, weiß:

Die besten Leckerli kommen da nicht mehr an, weil der Hund nicht kann. Dann ist Silvester auch keine Trainingssituation. Sondern eine Begleitsituation.

Was dann helfen kann und wichtig ist:
– Hund angeleint lassen, auch im Garten
– Keine unnötigen Gassirunden, wenn es unberechenbar wird
– Fenster, Türen, Lichtblitze möglichst abschirmen
– Einen festen Rückzugsort bieten
– Selbst ruhig und berechenbar bleiben
– Nähe zulassen, wenn der Hund sie sucht

Kein „Da musst du durch“.
Kein Ignorieren.
Kein weiteres Wegtrainieren.

Manche Situationen sind keine Übung. Sie sind Beziehung. Und manchmal ist das Beste, was wir tun können, einfach da zu sein.

Adresse

Göggelsbucher Westring 16
Allersberg
90584

Öffnungszeiten

Montag 08:30 - 18:00
Dienstag 08:30 - 18:00
Mittwoch 08:30 - 18:00
Donnerstag 08:30 - 18:00
Freitag 08:30 - 18:00
Samstag 09:00 - 12:00

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