02/09/2026
Zwei Hündinnen, eine Diskussion und ziemlich viel Meinung.
Hila (Malinois) und Enja (Neufundländer) kennen sich gut. Sie sehen sich eher als Rivalinen statt als Freundinnen. Die beiden sind hormonell ungefähr auf demselben Stand.
Was ihr hier seht, ist definitiv kein Spiel. Die beiden provozieren sich gegenseitig, testen Grenzen und handeln immer wieder aus: Wie nah darf ich kommen? Wie viel Raum darf ich einnehmen? Wann weichst du? Und kannst du deine Grenze durchsetzen?
Hila wird vor allem dann vehementer, wenn Enja mit ihrem Vorderkörper in ihren Raum kommt oder sich über sie dreht. Ihre Ansage kommt bei Enja durchaus an; teilweise ist sie sogar etwas beeindruckt.
Entscheidend ist aber, was danach passiert: Enja geht nicht aus der Situation raus. Sie kommt wieder. Und Hila genauso. Beide eröffnen die Interaktion immer wieder neu.
Genau deshalb ist es fatal Hundekommunikation anhand eines einzelnen Moments zu beurteilen. Ein deutliches Abweisen, Knurren oder körperliches Begrenzen erzählt noch nicht, ob eine Interaktion problematisch ist. Dafür muss ich anschauen, was davor passiert ist, wie der andere Hund darauf reagiert und was danach passiert.
Und Akay? Der macht aus meiner Sicht eine ziemlich gute Entscheidung: kurz abchecken, feststellen, dass ihn das alles nichts angeht >> und wieder gehen 🙌🐾
Ich lasse Hila und Enja diese Diskussion immer mal wieder miteinander führen. Irgendwann beende ich es aber, denn die beiden würden sich ständig weiter provozieren und piesacken - bis es irgendwann kippt.
Wie hättet ihr die Situation eingeschätzt, wenn ihr nur das Video ohne Erklärung gesehen hättet?