Bea Koti, Mensch-Hund-Coaching

Bea Koti, Mensch-Hund-Coaching Meine Einzel-Coachings sind das Erfolgsrezept für ein gelingendes Zusammenleben mit deinem Vierbeiner

03/09/2026
02/09/2026

👉 Ernährungsinitiative: Abstimmung in der CH

In der Schweiz stimmen wir am 27. September über die sogenannte Ernährungsinitiative ab.

Zurzeit hängen viele Bauern Plakate auf mit der Aufschrift: «Vegan-Zwang»

☝️Darum geht es tatsächlich:

🌱 Der Netto-Selbstversorgungsgrad soll von heute ungefähr 45 auf mindestens 70 Prozent steigen.

🌱 In der Schweiz sollen mehr pflanzliche Lebensmittel für Menschen und weniger Futtermittel für Nutztiere produziert werden.

🌱 Der Bund soll eine stärker pflanzenbasierte Ernährung fördern.

🌱 Landwirtschaftliche Subventionen, Forschung und Beratung sollen entsprechend ausgerichtet werden.

🌱 Trinkwasser, Grundwasser, Bodenfruchtbarkeit und Biodiversität sollen besser geschützt werden.

🌱 Die festgelegten Höchstwerte für Stickstoff und Phosphor sollen eingehalten werden.

🌱 Die gesetzlichen Grundlagen sollen innerhalb von fünf Jahren geschaffen und die Ziele innerhalb von zehn Jahren erreicht werden.

🌱 Landwirtschaftliche Betriebe sollen beim Umbau finanziell unterstützt werden.

☝️❗️Die Initiative verbietet weder Fleisch noch Milch oder Eier und verlangt auch keine vegane Ernährung.

Sie würde jedoch zu einem deutlichen Umbau der Landwirtschaft und vermutlich zu einer Reduktion der Produktion und des Konsums tierischer Lebensmittel führen.

Wie genau diese Ziele umgesetzt würden, müsste das Parlament nach einer Annahme erst gesetzlich festlegen.

❗️🌱 Der Begriff «Vegan-Zwang» ist deshalb eine stark zugespitzte Kampagnenbotschaft. Man darf die Initiative kritisch beurteilen.

👉 Eine ehrliche Diskussion über die tatsächlichen Inhaltewäre jedoch sinnvoller als ein angebliches Fleischverbot, das gar nicht im Initiativtext steht.

🌱 Und man darf sich auch ohne oder gerade wegen so einer Kampagne vegan ernähren.

Ich wünsche mir, dass Kampagnen bei den Fakten bleiben!

Herzlich! 🧡
Bea 😃

02/09/2026

🤔 Damit man den Praxiskurs besteht, einen Vorkurs machen?

Ich verstehe die Welt nicht mehr. Da wird ein neues Kursobligatorium erschaffen, mit der Vorgabe, dass der Hund erst ab dem 6. Lebensmonat teilnehmen darf.

🤔 Also in einer sensiblen Entwicklungsphase, der Pubertät, wird der junge Hund zu einem Gruppenkurs gebracht, wo alle anderen Hunde mit hoher Wahrscheinlichkeit auch Pubertiere sind.

🤔 Die Menschen oft selber noch unerfahren, sollen dann mit dem Hund gemeinsam Sinnvolles für den Alltag lernen UND die Lernziele erreichen!

🤔 Offenbar doch nicht so gut umsetzbar. Deshalb werden jetzt Vorbereitungskurse kreiert, damit man vorbereitet in den Praxiskurs geht UND besteht oder auch nicht.

Wären wir also fast beim vorherigen, aus meiner Sicht viel besseren Ausbildungskonzept gelandet.

🤔 Dass die Ausbildungsqualität der Fachpersonen zudem ein sehr breites Spektrum aufweist, kommt noch dazu. Bezüglich Methoden ist von aversiv bis bedürfnisorientiert alles zu finden.

🤔 Vorher war eine jährliche Weiterbildungspflicht vorgeschrieben. Das fällt mit dem neuen Gesetz weg. Bestehen der Prüfungen und danach liegt es im eigenen Ermessen, sich laufend fachlich zu verbessern Egal ob aversiv oder freundlich Tier und Mensch gegenüber!

Was genau wurde jetzt optimiert mit dem neuen Gesetz? Höchstens die Qualitätsminderung der AusbildnerInnen in eine ungewollte Richtung.

Nachdenklich!🤔
Bea

01/09/2026

🐄🐶🐂🐕🐮🐩 Speziesismus auf unserer Wanderung

Während die einen auf den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestquadratmetern gehalten werden, geniessen die anderen eine schöne Wanderung.

😒 Die gesetzlichen Mindestanforderungen in der CH sind erfüllt, wenn:

🐮 Gruppenhaltung: Kälber von 2 Wochen bis 4 Monaten müssen grundsätzlich mit anderen Kälbern zusammen gehalten werden.

🐮 Genügend Platz: Der eingestreute Liegebereich muss je nach Alter/Gewicht eine bestimmte Mindestfläche haben, z. B. bei Jungtieren bis 200 kg rund 1,8 m² pro Tier.

🐮 Liegefläche: ausreichend und geeignet eingestreut, sodass die Tiere trocken und weich liegen können.

🐮 Wasser: Kälber müssen jederzeit Zugang zu Wasser haben.

🐮 Raufutter: Ab zwei Wochen müssen Heu, Mais oder anderes geeignetes Raufutter zur freien Verfügung stehen. Stroh als Einstreu allein genügt nicht.

🐮 Futter: Alle Tiere müssen ausreichend Zugang zu Futter haben.

🐮 Keine dauernde Anbindung: Kälber bis vier Monate dürfen nicht angebunden gehalten werden.

❗️Und nun kommt das Krasse
Bei dieser Gruppenhaltung besteht grundsätzlich keine Vorschrift, dass die Kälber auf die Weide oder täglich ins Freie müssen. Die grüne Wiese direkt vor dem Stall ändert daran leider nichts.

🤔 Sorry, aber in welcher Welt leben wir eigentlich? Da wird einem Hund mehr Auslauf gesetzlich verordnet als einem genauso bewegungsfreudigen Kalb.

Und das nur, weil das Präfix anders heisst: NUTZtier anstatt HAUStier!

Und ja, gleich werden wieder ein paar Menschen meine Seite verlassen. 🙈🙉🙊. Ich kann das leider nicht unkommentiert lassen und wegschauen!

https://beakoti.ch/index.php?view=article&id=390:wie-die-milch-in-die-tuete-kommt-oder-von-der-qual-der-milchkuehe-und-deren-kaelber&catid=8&highlight=WyJrXHUwMGZjaGUiXQ==

Sehr nachdenklich!🤔
Bea

01/09/2026

🐶😀 3 Varianten, wie dein Hund auf deine andere Körperseite wechselt!

Das geht alles ohne ziehen an der Leine und ohne Körperblock. Auch wenn du vor deinem Hund wechselst, passiert das freundlich und ohne zu blocken.

👉 Probier gerne alle Varianten aus.

Herzlich!
Bea

👉 Wenn der Welpe zum Erziehungsprojekt wird🐶Emma zieht bald einKlein Emma wird in zwei Wochen bei Fiona einziehen. Fiona...
31/08/2026

👉 Wenn der Welpe zum Erziehungsprojekt wird

🐶Emma zieht bald ein
Klein Emma wird in zwei Wochen bei Fiona einziehen. Fiona steckt mitten in den Vorbereitungen auf ihr neues Familienmitglied. Sie liest Fachbücher, abonniert Welpenkanäle im Internet und verschlingt jeden Beitrag über Welpenerziehung auf Social Media. Sie googelt Welpengruppen und geht dort vorbei, um sich selber einen ersten Eindruck zu verschaffen.

🐶 Listen werden erstellt
Sie fertigt Listen an. Was soll Emma zuerst lernen? Was darf sie und was nicht? Welche Signale möchte sie für welches Verhalten verwenden, damit kein Durcheinander entsteht? Und natürlich braucht es auch einen Plan für all die Dinge, die Emma nicht darf und dafür, wie ein Verbot dann aussehen soll.

Bei den Erziehungsmethoden wird es allerdings schwieriger. Je mehr Fiona liest, desto unübersichtlicher wird es. Von bedürfnisorientiert bis aversiv ist so ziemlich alles dabei. Und alle scheinen genau zu wissen, wie es richtig geht.

🐶 Das Bild vom perfekt erzogenen Welpen
In diesen Wochen der Vorbereitung entsteht in Fionas Kopf langsam das Bild eines super erzogenen Welpen. Wenn sie sich gut vorbereitet, die richtigen Regeln aufstellt und all die Anweisungen befolgt, müsste das doch eigentlich zu schaffen sein.

Gleichzeitig macht sich noch ein anderes Gefühl breit. Die Angst, zu versagen und dieser grossen Aufgabe nicht gewachsen zu sein.

🐶Aus dem kleinen Welpen wird plötzlich ein Riesenprojekt.
Fiona möchte alles richtig machen und hat gleichzeitig immer mehr Angst, etwas falsch zu machen. Irgendwann fühlt sie sich von all den Informationen, Regeln und Anforderungen so überfordert, dass sie das Ganze am liebsten rückgängig machen würde.

👉 Und jetzt vergessen wir das alles einmal!
An dieser Stelle verlassen wir Fionas Vorstellungen von der perfekten Welpenerziehung. Denn vieles von dem, was über Welpenerziehung geschrieben, gezeigt und gepredigt wird, geht an den Bedürfnissen eines Welpen und manchmal auch ziemlich weit an der Realität vorbei.

Die wichtigsten Übungen für einen Welpen sind nicht Sitz, Platz, Fuss, Aus, Warten, Lass es und Hier. Natürlich darf ein junger Hund solche Dinge lernen. Aber sie sind am Anfang ganz sicher nicht das Wichtigste.

Ein Welpe braucht auch keine Welpengruppe, in der er unter die Pfoten der anderen Welpen gerät. Er braucht keine Dressurstunde, in der eine Übung nach der anderen abgearbeitet wird. Er muss nicht durch einen Tunnel rennen, auf einer Kiste sitzen oder über eine Wackelbrücke tapsen, nur weil irgendwo steht, dass Welpen möglichst viel kennenlernen sollen.
Was dein Welpe tatsächlich von dir braucht

🐶 Was dein Welpe wirklich braucht
Was dein Welpe braucht, ist ein Lernumfeld, in dem er in seinem Tempo Erfahrungen machen darf. Er braucht Sicherheit, Ruhe, gute Erfahrungen und einen Menschen, an dem er sich orientieren kann.

Und vor allem braucht er Feedback! Denn dein Welpe zeigt dir den ganzen Tag Verhalten, von dem du später gerne mehr hättest. Er schaut nach dir. Er kommt freiwillig mit. Er wartet einen kurzen Moment. Er lässt etwas liegen. Er bleibt stehen, statt irgendwo hinzustürmen. Er legt sich hin und kommt zur Ruhe. Er orientiert sich in einer schwierigen Situation an dir.

Du als Mensch bist gefordert, diese vielen kleinen, tollen Verhaltensweisen überhaupt zu sehen und deinem Welpen zu zeigen: Genau das gefällt mir. Genau davon möchte ich mehr.

Mit einem herzlichen Lob, einer Belohnung, mit Aufmerksamkeit oder mit etwas, das deinem Welpen in diesem Moment wichtig ist. Und nicht mit tausend und einem Signal in der Hoffnung, dass dein Welpe irgendwie versteht, was du von ihm möchtest.

🐶 Ein Welpe darf Welpe sein
Dein Welpe muss nach ein paar Wochen nicht funktionieren. Er darf Dinge noch nicht können. Er darf müde und überfordert sein, Unsinn machen, ausprobieren und Fehler machen. Er darf Zeit brauchen, um diese für ihn komplett neue Welt kennenzulernen.

Möglicherweise wäre deshalb eine der wichtigsten Vorbereitungen auf einen Welpen, einen Teil der Listen wieder zur Seite zu legen. Und erst einmal neugierig zu sein auf dieses kleine Wesen, das da bei dir einzieht. Dann fällt ein grosser Teil des Stresses bei dir und deinem Welpen weg.

👉In diesem Sinne:
«Zeige deinem Welpen die Welt, in die er hineinwachsen darf, anstatt ihn zu dressieren.»

31/08/2026

👉 Weshalb und wann ich eine 2m - Bandleine am Brustgeschirr situativ sinnvoll finde:

- Bei Welpen und Junghunden, als verlängerter Arm, falls die Situation mal erfordert, schnell reagieren zu müssen. Ich möchte nicht nach den Welpen grabschen.

- Auf diese Art und Weise lernt der junge Hund, dass eine Leine dran keine Einschränkung bedeutet, der Spass nicht immer fertig ist, wenn die Leine dran kommt.

- Ich kann die Leine beiläufig aufnehmen, ein paar Schritte mit meinem Welpen oder Junghund an der Leine gehen und einfach wieder loslassen.

- Auf Wanderungen, wenn uns jemand entgegen kommt mit angeleintem Hund. Dann kann ich sehr entspannt und ohne Hektik einfach die Leine aufnehmen.

- Ach ja, und wenn wir dann halt eine kleine Dummyübung einbauen und diese 2m Leine noch dran ist, weil wir gerade durch eine Kuhweide spaziert sind, spielt das für Wendy überhaupt keinr Rolle. Und für mich auch nicht. I

Das sind mal die wichtigsten Gründe.

Herzlich!🧡
Bea mit Wendy🐶 und Panda 🙏🖤🧡

30/08/2026

Bei Panda und dem Verlust sein
Teil 2/2

Im verlustorientierten Prozess nehme ich mir Zeit, mich an Panda und unser gemeinsames Leben zu erinnern und um sie zu weinen. Da dürfen auch Fragen sein: Hätte ich es früher merken sollen? Habe ich zu spät reagiert?

Unzählige schöne Erinnerungen tauchen auf. Erinnerungen an gemeinsame Erlebnisse, an unsere täglichen Spaziergänge und an all die lustigen Geschichten und Situationen mit Panda. Über sie zu sprechen, über unsere gemeinsame Zeit zu schreiben und Fotos oder Videos anzuschauen, gehört für mich dazu. Ebenso das Vermissen ihrer körperlichen Nähe, ihrer vertrauten Geräusche und unserer gewohnten Abläufe. Auch ihre lange Leidensgeschichte mit der chronischen Otitis gehört zu Pandas Geschichte und damit zu meinen Erinnerungen an sie.

Sich dem Leben wieder zuwenden

Im wiederherstellungsorientierten Prozess wende ich mich ganz bewusst meinem Alltag zu. Ich geniesse das Zusammensein mit Wendy und unsere gemeinsamen Unternehmungen. Wenn ich arbeite, kann ich ganz im Hier und Jetzt sein und mich auf mein Gegenüber konzentrieren. Ich getraue mich, wieder in die Zukunft zu denken und dabei auch Freude zu empfinden. Ich befasse mich mit dem geplanten Familienzuwachs auf vier Pfoten und freue mich auf diese Zeit.

Wendy und ich teilen gerade etwas sehr Wertvolles miteinander: diese besonders intensive Nähe.

Wenn der Schmerz sich verändert

Der Schmerz über den Verlust eines geliebten Familienmitglieds bleibt ein Teil der eigenen Geschichte. Er ist manchmal leiser und kann einen dann wieder mit grosser Vehemenz treffen. Was mir hilft, ist das Wissen und die Erfahrung, dass dieser Schmerz sich mit der Zeit verändert. Er verschwindet nicht einfach, aber neben ihm darf eine tiefe Dankbarkeit für die gemeinsam gelebte Zeit entstehen.

In diesem Sinne:

«Alles hat seine Zeit, die Trauer und die Zuversicht.»

30/08/2026

Was mir in meiner Trauer um Panda hilft / Teil 1/2

Zwischen Gefühl und Beobachterrolle

In den vergangenen Tagen habe ich viel darüber nachgedacht, was mir im Umgang mit meiner Trauer um Panda hilft. Ich merke, dass es für mich wichtig ist, zwischen der emotionalen und der kognitiven Ebene zu wechseln. Ich pendle hin und her, gebe meinen Gefühlen Raum und wechsle dann wieder in die Beobachterrolle. Dabei geht es mir nicht darum, den Schmerz wegzuschieben. Der Wechsel auf die kognitive Ebene verschafft mir zwischendurch etwas Abstand und macht die Trauer für mich tragbarer.

Als Ergotherapeutin im Fachbereich Psychiatrie setze ich mich intensiv mit Prozessen im Alltag auseinander, sowohl auf der Handlungsebene als auch auf der emotionalen und der kognitiven Ebene. Ich habe nach einem Trauermodell gesucht, das für mich stimmig ist und mir einen Rahmen gibt, um mit meinem Schmerz und meiner Trauer umzugehen.

Trauer als pendelnde Bewegung

Für mich ist das Dual-Prozess-Modell von Margaret Stroebe und Henk Schut sehr passend. Es beschreibt Trauer nicht als geraden Weg und nicht als Abfolge festgelegter Phasen, sondern als Bewegung zwischen zwei unterschiedlichen Ausrichtungen.

Der zentrale Gedanke des Modells ist das Pendeln. Der trauernde Mensch bewegt sich immer wieder zwischen Verlustorientierung und Wiederherstellungsorientierung.

An einem Morgen kann die Sehnsucht überwältigend sein. Später beschäftigt man sich mit etwas anderem, lacht oder erlebt einen schönen Moment. Danach kann die Trauer erneut zurückkehren. Dieses Hin und Her ist wichtig, damit man nicht vollständig in der Trauer versinkt, den Schmerz aber auch nicht übergeht oder wegdrückt. Es braucht beides: Zeiten, in denen wir uns der Trauer zuwenden, und Zeiten, in denen wir uns im veränderten Alltag zurechtfinden.

TEIL 2/2 folgt

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