Wolfsgefährten

Wolfsgefährten bedürfnisorientierte, artgerechte, intrinsisch motivierte hundeerziehungsberatung in thun & st.gallen

Der Futterbeutel #2: Der Hund jagt – was geschieht im Körper?Jagd ist weit mehr als Bewegung. Während einer Jagd verände...
08/08/2026

Der Futterbeutel
#2: Der Hund jagt – was geschieht im Körper?

Jagd ist weit mehr als Bewegung. Während einer Jagd verändert sich der gesamte Organismus des Hundes – Schritt für Schritt.

Bereits vor der eigentlichen Jagd steigt der Cortisolspiegel leicht an. Der Hund wird wacher, seine Erwartungshaltung nimmt zu und der Körper bereitet sich auf die bevorstehende Aktivität vor. Eigentlich ab dann, wenn ihr gemeinsam das Haus verlasst..

Beginnt die Jagd, übernehmen Adrenalin und Noradrenalin. Sie steigern Konzentration, Reaktionsgeschwindigkeit und Leistungsfähigkeit. Gleichzeitig wird Dopamin ausgeschüttet – die Vorfreude auf den Jagderfolg wächst.

Der entscheidende Moment kommt jedoch erst nach der erfolgreichen Jagd.

Hat der Hund seine Beute gemacht und darf sie fressen, endet der Jagdzyklus. Die aktivierenden Hormone werden wieder abgebaut, während unter anderem Leptin und Serotonin ansteigen. Der Hund wird satt, entspannt und kann innerlich abschliessen. Mit zunehmender Ruhe steigt später auch die Ausschüttung von Melatonin – der Körper wechselt in den Erholungsmodus.

Genau deshalb ist eine vollständige Jagd biologisch ein Kreislauf. Sie beginnt mit Aktivierung und endet mit Ruhe. Während andere Aktivitäten, wie beispielsweise das Ballspiel auf das wir noch zu sprechen kommen, eben keinen hormonellen Abschluss finden, führt diese Form der Ersatzjagd zu echter Ausgeglichenheit.

Bei Natural Dogmanship® versuchen wir, diesen natürlichen Ablauf in unserer Ersatzjagd möglichst vollständig abzubilden. Denn nachhaltige Zufriedenheit entsteht nicht allein durch Bewegung und jede Form der Aktivität – sondern dadurch, dass ein natürliches Verhaltensmuster zu Ende geführt werden kann.

Am Donnerstag, 13.08., gehts weiter mit: Warum nicht jede Aktivität jagdlich sinnvoll ist..

Der Futterbeutel  #1: Warum überhaupt? Der Hund ist ein Beutegreifer. Über Jahrtausende war sein Überleben davon abhängi...
03/08/2026

Der Futterbeutel
#1: Warum überhaupt?

Der Hund ist ein Beutegreifer. Über Jahrtausende war sein Überleben davon abhängig, Beute zu finden, zu erlegen und zu fressen. Genau deshalb gehört das Jagdverhalten bis heute zu seinem natürlichen Verhaltensrepertoire – unabhängig davon, ob unser Hund jemals Wild jagen wird oder nicht.

Bei Natural Dogmanship® betrachten wir dieses Jagdverhalten nicht als Problem, sondern als Bedürfnis. Natürlich soll unser Hund heute keine Rehe oder Hasen jagen. Das bedeutet aber nicht, dass sein Bedürfnis nach jagdlicher Aktivität verschwunden ist. Deshalb sprechen wir von Ersatzjagd.

Mit dem Futterbeutel schaffen wir eine Möglichkeit, dieses Bedürfnis gemeinsam mit unserem Hund auszuleben. Der Hund sucht, macht Beute und gelangt anschliessend an seine Nahrung. Seine Bewegung erhält dadurch einen Sinn: Er ist nicht einfach unterwegs, um Kilometer zu sammeln oder Energie loszuwerden, sondern weil er einer Aufgabe nachgeht, die seinem natürlichen Verhaltensrepertoire entspricht.

Wichtig: Mit dem Beutel dürfen zwar artspezifische Fähigkeiten ausgelebt werden, der Beutel selber erinnert aber weder in Haptik, Optik noch Olfaktorik an echte Beute. Daher: Keine Beutel mit Fellbesatz. Ebenfalls verzichten wir auf die bunt eingefärbten Beutel von diversen Anbietern, Farbstoffe gehören nicht in den Organismus des Hundes.

Interessant ist, dass dieser Gedanke sogar im Schweizer Tierschutzrecht verankert ist. In der Tierschutzverordnung (TSchV), Art. 4 Abs. 2 heisst es:

„Den Tieren ist die mit der Nahrungsaufnahme verbundene arttypische Beschäftigung zu ermöglichen.“

Das Gesetz macht damit deutlich, dass Fütterung weit mehr ist als das Hinstellen eines Napfes. Tiere sollen ihre artspezifischen Verhaltensweisen im Zusammenhang mit der Futterbeschaffung ausleben können.

Der Beutel ist also weit mehr als nur Beschäftigung...

Am Samstag, 08.08., gehts weiter mit: "Der Hund jagt - was geschieht im Körper?"

es ist soweit... 🤍in den vergangenen wochen haben wir mit viel herzblut an unserem neuen jahresprogramm gearbeitet. dabe...
03/08/2026

es ist soweit... 🤍

in den vergangenen wochen haben wir mit viel herzblut an unserem neuen jahresprogramm gearbeitet. dabei ist ein abwechslungsreiches angebot entstanden – mit praxisworkshops, spannenden thementagen, jagdabenteuern und etwas ganz neuem:

ab september bieten wir regelmässig webinare an.

unsere webinare richten sich an alle, die ihren hund nicht nur trainieren, sondern ihn wirklich verstehen möchten. gemeinsam tauchen wir in spannende themen rund um verhalten, bedürfnisse, bindung, jagdverhalten und die philosophie von natural dogmanship ein. natürlich wird auch genügend zeit für fragen und den gemeinsamen austausch bleiben.

und das ist noch nicht alles...

ab morgen, dem 04.08., ist unser das programm für september bis dezember online!

freut euch auf neue workshops, spannende events, fortbildungen und unsere neuen webinare. ab morgen findet ihr alle termine sowie die möglichkeit zur anmeldung direkt auf unserer homepage.

wir freuen uns riesig auf ein weiteres jahr voller gemeinsamer abenteuer, spannender erkenntnisse und vieler besonderer momente mit euch und euren hunden.

mir fröied üs! ❤

Gratulation - Klappe die Zweite!Auch Manuela hat in der letzten Woche ihr erstes und auch gleich ihr zweites Einzeltrain...
02/08/2026

Gratulation - Klappe die Zweite!

Auch Manuela hat in der letzten Woche ihr erstes und auch gleich ihr zweites Einzeltraining absolviert 🥳 Ein ganz anderer Fall als bei Nicole; eine Familie, die einen erwachsenen Galgo aus dem Tierschutz adoptiert hat, und vor allem im Bereich Ersatzjagd Inputs wollte. Grossartig!

Danke Manuela für deinen tollen Einsatz ❤

der futterbeutel - mehr als nur aufbewahrungsbehälter..man kann es als glück oder pech sehen aber: mein freund ist kein ...
02/08/2026

der futterbeutel - mehr als nur aufbewahrungsbehälter..

man kann es als glück oder pech sehen aber: mein freund ist kein hundemensch. er liebt tiere, keine frage, und er hat einen wundervollen umgang mit meinen vierbeinern, aber er ist kein "hündeler". entsprechend unbekannt war ihm natürlich auch natural dogmanship® bis er mich fand - was ich persönlich als riesigen vorteil erachte. denn: mit kaum jemandem kann ich mich so frei austauschen wie mit ihm, denn er ist nicht vorbelastet durch paradigmen einer erziehungsphilosophie, sondern stellt meistens einfach die wichtigste frage überhaupt: "warum?"

daher starten wir morgen eine neue serie, da ich immer wieder feststelle, dass der futterbeutel in vielen fällen nicht nur falsch, sondern manchmal regelrecht fahrlässig verwendet wird. dabei ist es nicht so, dass es die menschen nicht gut meinen - sie wissen es oft einfach nicht besser. tja - jetzt wird euch geholfen ;-) in den nächsten wochen werden mehrere beiträge erscheinen, die die grundlegenden fakten über den futterbeutel erörtern und hoffentlich klarheit bringen, wie dieser korrekt eingesetzt wird.. folgen lohnt sich :-)

21/07/2026

Warum zwei Hunde niemals gleich lernen werden..

In der Hundeerziehung wird oft so getan, als wären Hunde leere Gefässe. Man bringt ihnen Sitz, Platz, Fuss und Rückruf bei – und wenn das Training nicht funktioniert, muss eben mehr geübt, konsequenter gearbeitet oder besser belohnt werden.

Doch genau dort beginnt für mich ein Denkfehler, denn ein Hund ist kein leeres Blatt Papier. Er bringt bereits einen ganzen Rucksack mit, wenn er zu uns kommt...

Da wäre zunächst die Genetik. Sie entscheidet nicht nur darüber, wie ein Hund aussieht, sondern auch darüber, welche Bedürfnisse er mitbringt. Ein Hütehund beobachtet seine Umwelt anders als ein Solitärjäger. Ein Vorstehhund erlebt Bewegung anders als ein Molosser.

Doch Genetik allein erklärt einen Hund nicht.

Dazu kommt die Prägung. Wie hat der Hund seine ersten Lebenswochen erlebt? Hat er gelernt, dass Menschen Orientierung geben? Durfte er seine Umwelt neugierig entdecken? Wurde Sicherheit von aussen vermittelt oder musste er sie sich selbst schaffen? Aus diesen Erfahrungen entwickelt sich unter anderem der Bindungstyp. Ein Hund mit einer sicheren Bindung kann Verantwortung leichter abgeben und sich an seinem Menschen orientieren. Andere Hunde kontrollieren lieber selbst, schwanken zwischen Nähe und Distanz oder haben gelernt, dass sie sich letztlich nur auf sich selbst verlassen können.

Doch selbst zwei Hunde mit ähnlicher Genetik und ähnlicher Bindung können völlig unterschiedlich handeln.

Warum? Weil sie unterschiedliche Persönlichkeiten besitzen.

Es gibt Hunde, die gerne diskutieren, ausprobieren und eigene Lösungen entwickeln. Andere lieben klare Strukturen, möchten Verantwortung abgeben und arbeiten regelkonform mit ihrem Menschen zusammen. Wieder andere beobachten erst lange, bevor sie handeln, oder orientieren sich stark an den Emotionen ihres Gegenübers.

Schliesslich kommt noch die Erziehung dazu. Sie entscheidet nicht darüber, wer der Hund ist, aber darüber wie dieser Hund gelernt hat, mit seinen Anlagen umzugehen.

Erziehung formt also niemals die Persönlichkeit. Sie baut immer auf dem auf, was bereits vorhanden ist. Genau deshalb wird es nie den einen Trainingsplan geben, der für alle Hunde gleich gut funktioniert.

June ist eine achtjährige Vizsla-Mix-Hündin und ehemalige Strassenhündin. Sie ist eine optimistische Opportunistin und arbeitet gerne mit mir zusammen – wenn sie den Sinn darin erkennt. Gleichzeitig bringt sie viel Eigeninitiative mit. Sie hinterfragt, probiert aus und möchte zuerst selbst herausfinden, ob ihre Lösung vielleicht doch funktioniert. Erst wenn sie merkt, dass sie damit nicht weiterkommt, wird mein Vorschlag interessant. Gut erkennbar: Beim Wienerli-Tabu beginnt June sofort mit ihrer Fiddle about Strategie, diskutiert, probiert weiter,...

Nox ist eine fünfjährige Malinoishündin aus dem Schutzdienst. Sie ist (so unfassbar das für mich auch ist) eine vertrauensvolle Soziale. Klare Strukturen, Regeln und Zusammenarbeit geben ihr Sicherheit. Sie entwickelt nur selten eigene Lösungswege, weil sie Verantwortung gerne an ihren Menschen abgibt und sich in einer gemeinsamen Aufgabe wohlfühlt. Bei ihr reicht beim Wienerli-Tabu bereits ein Blick, mehr ist nicht nötig, regelkonform wie sie ist, würde sie mein "Nein" nie anzweifeln.

Genau deshalb würde ich mit beiden Hündinnen niemals identisch arbeiten.

Für mich beginnt gute Hundeerziehung deshalb nicht bei der Frage:

„Wie trainiere ich dieses Verhalten?“

Sondern bei der Frage:

„Wer ist dieser Hund eigentlich?“

Denn erst wenn ich verstehe, welche Genetik, welche Prägung, welcher Bindungstyp und welche Persönlichkeit vor mir stehen, kann ich entscheiden, welcher Weg für genau diesen Hund Sinn macht. Hundetrainer die Einheitsbrei vermitteln, sind somit in meinen Augen wertlos - sorry, not sorry..

rockstar!nicole hat gestern ihre erste bedarfsabklärung alleine durchgeführt und zwar bei einem gar nicht so einfachen k...
17/07/2026

rockstar!
nicole hat gestern ihre erste bedarfsabklärung alleine durchgeführt und zwar bei einem gar nicht so einfachen kunden: einem schäferhund mit bereits mehreren registrierten beissvorfällen. aaaaber: mit einer sehr kooperativen, motivierten besitzerin, die den mut hat, eine neue perspektive einzunehmen.

tolles feedback, tolles team, tolle kunden!

14/07/2026

Dein Hund braucht nicht mehr Bewegung. Er braucht einen Grund dafür.

„Der Hund muss sich mal richtig auspowern.“ Also wird gerannt, geworfen, gejoggt, Fahrrad gefahren und kilometerweit spaziert. In der Hoffnung, dass der Hund danach endlich müde und zufrieden ist.

Das Problem? Bewegung allein befriedigt kein Bedürfnis.

Im Gegenteil: Bewegen wir einen Hund immer schneller, länger und intensiver, ohne seiner Aktivität eine Bedeutung zu geben, trainieren wir vor allem eines – einen Hund, der immer mehr leisten kann und immer mehr Aktivität braucht, um überhaupt müde zu werden. Der Hund hat kein isoliertes Bedürfnis nach Bewegung. Er hat das Bedürfnis, etwas zu tun...

Natürlich bewegen sich die meisten Hunde gerne, Rennen kann Spass machen, Geschwindigkeit kann sich gut anfühlen und gemeinsam unterwegs zu sein ebenfalls.
Aber Bewegung bekommt für den Hund einen anderen Wert, wenn sie mit einer Aufgabe verbunden ist. Nicht einfach laufen – sondern ein Gebiet absuchen. Nicht einfach einem Ball hinterherrennen – sondern gemeinsam verfolgen, hetzen und Beute machen. Nicht einfach zehn Kilometer spazieren – sondern unterwegs Spuren verfolgen, suchen, beobachten und gemeinsam Entscheidungen treffen. Nicht einfach Hindernisse überwinden – sondern den eigenen Körper einsetzen, um etwas zu erreichen. Sinnhafte Bewegung hat eine Richtung, eine Aufgabe und auch ein Ziel.

Ein Hund, der einfach nur müde gemacht wird, braucht morgen möglicherweise noch mehr Bewegung. Ein Hund, der eine für ihn bedeutsame Aufgabe erfüllen durfte, kann dagegen zufrieden sein, obwohl er körperlich vielleicht deutlich weniger geleistet hat.

Deshalb sollten wir uns weniger fragen:

„Wie viel Bewegung braucht mein Hund?“

Und häufiger:

„Wofür möchte mein Hund sich eigentlich bewegen?“

Denn Ruhe entsteht nicht zwingend dort, wo keine Energie mehr übrig ist. Ruhe entsteht dort, wo ein Bedürfnis erfüllt wurde.

Gleich zwei tolle Workshops erwarten euch in Kürze, die kaum unterschiedlicher sein könnten.. 25.07., 09:30-17:00: Nähe,...
13/07/2026

Gleich zwei tolle Workshops erwarten euch in Kürze, die kaum unterschiedlicher sein könnten..

25.07., 09:30-17:00: Nähe, die eng macht – zwischen Liebe & Freiheit

Manche Mensch-Hund-Teams sind so eng miteinander verbunden, dass kaum noch Raum für Eigenständigkeit bleibt. Der Hund sucht ständig Nähe, verteidigt seinen Menschen und findet ohne ihn nur schwer zur Ruhe. Viele unserer Alltagsprobleme, zum Beispiel bei Hundebegegnungen, beim Alleinebleiben oder im Zusammenhang mit fremden Menschen, entspringen genau dieser übersteigerten Bindung.

In diesem Workshop schauen wir uns an, wann aus Verbindung Abhängigkeit wird, warum echte Sicherheit auch Distanz aushalten kann und wie wir unserem Hund mehr Eigenständigkeit ermöglichen können, ohne dabei Beziehung zu verlieren.

Ein Workshop für alle, die sich eine Beziehung wünschen, die trägt, ohne festzuhalten – und Nähe zulässt, ohne einzuengen.

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26.07., 09:30-17:00: Energie ohne Ende! – Bewegung will Bedeutung

Manche Hunde scheinen Bewegung zu LIEBEN. In diesem Workshop beschäftigen wir uns damit, wie Aktivität sinnvoll gestaltet werden kann, sodass Bewegung nicht einfach Energie verbraucht, sondern Bedürfnisse erfüllt, Orientierung schafft und die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Hund stärkt.

Im Mittelpunkt stehen verschiedene Formen sinnvoller Beschäftigung: Flächensuche, Markieren, Einweisen, Hetzen, Jagility,.... Wir schauen uns an, welche Aktivität zu welchem Hund passt, welche Fähigkeiten dabei angesprochen werden und wie Beschäftigung so gestaltet werden kann, dass sie nicht noch mehr Erregung erzeugt, sondern dem Hund eine klare Aufgabe und seiner Energie eine sinnvolle Richtung gibt. Ein praxisorientierter Workshop für alle, die ihren Hund nicht einfach müde machen, sondern verstehen möchten, welche Form von Aktivität ihm wirklich guttut.

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19/06/2026

abschalten - eine oft für zu selbstverständlich angenommene fähigkeit..

hunde sind beutegreifer, sie sind genetisch dazu gemacht, sensibel auf reize, bewegungen und geräusche zu reagieren. naturgemäss könnte ein reiz nämlich eine potenzielle gefahr oder beute darstellen. durch zucht haben wir diese reizaffinität abgeschwächt oder - wie in nox fall - verstärkt, je nach dem, wie der hund eben unterwegs sein sollte. während der berner sennenhund gerne gechillt auf dem hof den tag verschlafen soll und nur ab und zu mal wuffen, wenn jemand fremdes vorbei spaziert, wollte man beim malinois nun mal etwas anderes. der berner sennenhund ist quasi ein landrover defender - drehmomentstark, beschleunigt eher langsam, ist souverän und kraftvoll, verzeiht fehler.. der mali.. nun ja.. der mali ist eher ein nissan gt-r: von 0 auf 100 in 2.7 sekunden, explosiv, verbrennt unmengen an sprit und verzeiht nichts. für nichtkenner: der bernersennenhund hat jede menge kraft, fährt ausdauernd und entspannt - er muss nicht der schnellste sein, seine stärke liegt in der ruhe und gelassenheit. der malinois ist eher ein formel-1-wagen mit strassenzulassung; faszinierend leistungsfähig, wer aber die lenkung und das gaspedal nicht beherrscht, landet schnell im graben.

ich mag meinen nissan gt-r - der zeitweise eher an einen fiat multipla erinnert. sie ist in vielen sachen toll & wunderbar, aber in einer sache ist sie nicht so herausragend: abschalten. herunter fahren wenn um sie herum "die welt passiert" ist sehr schwierig, insbesondere am wasser - tja, leider ist nun mal sommer..

"abschalttraining" läuft nicht über kommandos oder zwang. natürlich kann ich von nox verlangen, dass sie sich hinlegt - tut sie, aber im kopf ist sie noch genau so on fire wie stehend. eine körperposition ändert nicht zwangsläufig etwas daran ob man herunter fährt oder nicht, es gibt einige dinge die man im liegen tun kann, die so gar nichts mit abschalten zu tun haben. abschalttraining bedeutet, nach (!) einer sinnvollen aktivität und nach dem fressen (serotonin schiesst ein, unser aller hormonelles beruhigungsmittel), die umwelt mit genügend abstand zu beobachten und nichts zu tun. einfach nur zu verarbeiten und auf sich wirken lassen - bis der hund von sich aus zur ruhe kommt. im video gut zu sehen wie schwer ihr das fällt, weiter vorne werfen kinder steine ins wasser.

dein hund hat mühe damit, herunterzufahren? dann mach genau das. nichts. nicht "mehr action" führt zu "mehr ruhe" - dein hund ist zwar vielleicht körperlich kaputt nach einer 20km jogging tour, allerdings hat das nichts damit zu tun, dass er gelernt hat reize besser zu verarbeiten oder gar in ihrer anwesenheit herunter zu fahren.

abschalten - tut übrigens auch uns menschen gut.. :-)

Adresse

Pfandernstrasse
Thun

Öffnungszeiten

Montag 09:00 - 17:00
Dienstag 09:00 - 17:00
Mittwoch 09:00 - 17:00
Donnerstag 09:00 - 17:00
Freitag 09:00 - 17:00
Samstag 09:00 - 17:00

Telefon

+41798122906

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