02/06/2026
In letzter Zeit sehe ich täglich sehr viele Beiträge von Hundetrainern über die vier Quadranten der Lerntheorie.
Ja, als Hundetrainer sollten wir diese Dinge verstehen. Aber ist es wirklich notwendig, unseren Kunden alles so kompliziert zu erklären?
Wäre es nicht viel einfacher, verständlicher und auch logischer zu sagen: Der Hund bekommt entweder Lob oder eine Korrektur. Und eine Korrektur kann für jeden Hund etwas anderes sein. Denn was für den einen Hund eine Belohnung ist, kann für den anderen unangenehm sein.
Um das herauszufinden, muss ich mich mit meinem Hund beschäftigen. Ich muss seinen Charakter kennenlernen, seine Bedürfnisse verstehen und eine Beziehung zu ihm aufbauen.
Man kann mit Fachbegriffen um sich werfen. Oder man kann Dinge so erklären, dass sie jeder versteht. Man kann sie nicht nur erklären, sondern auch leben.
Denn Hunde brauchen meiner Meinung nach nicht in erster Linie Training – sie brauchen Orientierung.
Kein Mensch sagt, man müsse sein Kind trainieren. Dabei ist es auch beim Kind möglich von z.b positiver Strafe oder negativer Verstärkung zu sprechen. Trotzdem reden wir bei Kindern über Beziehung, Orientierung und Erziehung.
Vielleicht sollten wir auch bei Hunden wieder mehr über Beziehung und Erziehung sprechen – und etwas weniger über Training und Fachbegriffe …