Hundehort und Hundesalon Bonnie&Clyde Thurgau

Hundehort und Hundesalon Bonnie&Clyde Thurgau Schweizer Hundehort mit FBA-Zertifizierung und Veterinärs-Bewilligung für Tages- und Ferienhunde mit Familienanschluss. Friseur ist für Horthunde geöffnet.

Tipps und Tricks für Dich und Deine Fellnasen Willkommen im Schweizer Hundehort und Hundesalon Thurgau, Deinem vertrauenswürdigen Hundeparadies mit FBA-Zertifizierung und Veterinärs-Bewilligung. Ferienfreude für Alle: Entspannt wissen, dass auch Dein Liebling geniesst. Hier bekommst Du Tages- und Ferienbetreuung für Hunde aller Größen. Hier fühlt sich Dein Vierbeiner rundum wohl und sicher aufgeho

ben. Der Hundesalon steht allen Tages- und Ferienhunden offen und bietet professionelle Pflege und Verwöhnprogramme. Vertraue auf meine Expertise und gib Deinen Hund in liebevolle und erfahrene Hände. Besuche den Hundehort und Hundesalon Bonnie & Clyde am Bodensee und erlebe eine Betreuung, die den höchsten Ansprüchen gerecht wird.

22/05/2026

Er isch so verwirrt 😂❤️

❤️❤️
20/05/2026

❤️❤️

Es geht um die neue Regelung, dass man statt mit 5 Hunden pro Person über die Grenze darf - neu nur noch mit 5 Hunden PR...
30/04/2026

Es geht um die neue Regelung, dass man statt mit 5 Hunden pro Person über die Grenze darf - neu nur noch mit 5 Hunden PRO Auto über die Grenze darf.

Hier die Petition für alle Mehrhundehalter, bitte fleissig teilen!

Ermögliche Reisen mit mehr als 5 Hunden ohne Auflagen

2 Jahre Shelby! Erst 2 Jahre? Ich hatte das Gefühl, sie sei schon mind. 5 Jahre hier?!Shelby ist der coolste, netteste u...
21/04/2026

2 Jahre Shelby! Erst 2 Jahre? Ich hatte das Gefühl, sie sei schon mind. 5 Jahre hier?!

Shelby ist der coolste, netteste und unkomplizierteste Hund, den ich jemals direkt aus einem Auslands-Tierheim adoptierte.

Und wie viel Sonne will einem Hund aus der Seele scheinen ❤️🥰?

4 Monate Mercurio 🥳.. und WIEVIEL Fell kann ein Hund verlieren🧐??Es fühlt sich viel länger an. Am 20.12.25 kam der klein...
19/04/2026

4 Monate Mercurio 🥳.. und WIEVIEL Fell kann ein Hund verlieren🧐??

Es fühlt sich viel länger an. Am 20.12.25 kam der kleine, überwuschelige, komplette Angsthund bei mir an 😶‍🌫️.

Wer hätte gedacht, dass der kleine Kerl innert kürzester Zeit mein Schatten und neben Palota zum Komplettliebling wird, weil er einfach ein Charmbolzen auf 4 Pfoten ist 🥰.

Und wie kann ein weisser Hund so dermassen abhaaren! Und dann kleben die noch abartig ÜBERALL 😆! Unser Staubsauger-Roboter hat also 5 Hunde easy peasy inkl. ne Menge Horthunde überlebt - doch Mercurios Fell bringt ihn komplett an Anschlag 😂.

Auf bitte 100 Jahre mit dem kleinen - "fast-nicht-mehr-wuschel" und meine anderen tollen Puschelöhrchen!😍

03/04/2026

I ha so Angst gha dass en Hund an Haag chunnt 😂.

27/03/2026

Wunderschöner Spaziergang mit ner coolen Truppe ❤️

👍👍👍👍👍
07/02/2026

👍👍👍👍👍

Augen auf beim Hundekauf!
Diesen Satz hören meine Kunden sehr häufig von mir.
Was ich damit zum Ausdruck bringen möchte, ist folgendes. Niemand wird dazu gezwungen, einen bestimmten Hund zu kaufen, adoptieren oder zu übernehmen. Natürlich gibt es manchmal seltsame Umstände, wie man zu seinem Hund kommt. Jedoch ist es eine „bewusste“ Entscheidung, die getroffen wird. Nun häufen sich dennoch die Fälle, in denen dann die Leute komplett überfordert mit dieser bewussten Entscheidung dastehen.

Dazu ein paar typische Aussagen und die Hundeauswahl dazu:

Ja, aber wenn der losgeht, kann ich den nicht halten!
Hovawart

„Wenn er nicht möchte, kann ich machen, was ich will!
Akita Inu

Der muss aber mit zur Arbeit ins Büro, sonst funktioniert das nicht!
Angsthund

Der muss sich aber mit allen anderen Hunden verstehen!
Herdenschutzhund

Wenn er nicht bis in 2 Wochen, nach meinem Urlaub alleine bleiben kann, muss ich ihn wieder zurück geben.
Direkt Adoption Auslandstierschutz

Ich trau mich das aber nicht ihm wegzunehmen, da hat er mich schon mal angeknurrt.
Terrier

Ich möchte aber nicht, dass der aggressives Verhalten zeigt!
Rottweiler (in der Regel natürlich ein Rüde)

Ich wollte aber einen Hund, den ich überall entspannt mitnehmen kann!
Malinois

Ich habe ja selber Angst. Wie soll ich ihm dann Schutz und Sicherheit geben?
Unsicherer Tierschutzmischling Rumänien

Ich bin eher der antiautoritäre Typ und möchte den Hund einfach Hund sein lassen.
Deutscher Schäferhund x Herder

Ich bin psychisch sehr angeschlagen und dachte, der Hund hilft mir da wieder raus.
Traumatisierter Tierschutzhund

Wir wollten einfach nur einen Hund für die Kinder und nicht eine zusätzliche Aufgabe, denn dazu habe ich nun wirklich keine Zeit mehr übrig!“
Labrador

Nein, Maulkorb kommt nicht in Frage. Was denken denn da die Nachbarn!
Übernahme Hund nach Beißvorfall

Wenn man sich wirklich für einen Hund bewusst entscheidet, dann gehört auch dazu, dass man sich erst mal seiner selbst bewusst wird. Was kann ich als Mensch physisch und psychisch leisten? Wie sieht mein Leben aus? Habe ich im Notfall einen Plan B ? Was möchte ich mit dem Hund tun?
Dann sollte man sich Gedanken machen, was der Hund dazu mitbringen muss. Es geht nicht darum, welchen Hund ich schön finde. Es geht nicht darum, welcher Hund besonders niedlich ausschaut. Es geht nicht darum, dass ich vor 20 Jahren schon diese Rasse hatte. Es geht nicht darum was für ein Hund die beste Freundin hat. Es geht darum, dass ihr ein Lebewesen in eure Verantwortlichkeit nehmt. Das muss man leisten können und der Hund sollte deshalb auch anhand dieser Kriterien ausgewählt werden. Es ist auch nicht empfehlenswert nur auf Vermittlungstexte oder auf das zu hören, was Züchter bestimmte Rassen sagen. Es gibt tolle Vereine, die wirklich ehrlich Hunde beschreiben und auch bei der Auswahl des neuen Zuhauses sehr genau hinschauen und nachfragen. Es gibt auch wirklich verantwortungsvolle Züchter, denen es am Herzen liegt, dass der Hund dort hinkommt, wo er wirklich in seinen Anlagen richtig aufgehoben ist und der Mensch diese Rasse auch händeln kann. Jedoch ist dies immer noch leider eher die Ausnahme. Dies muss ich ganz klar sagen. Ich komme oftmals nicht aus dem Kopf schütteln raus wenn ich sehe was für Leute welche Hunde vermittelt und/oder verkauft bekommen. Was am Ende bleibt, sind dann unglückliche Menschen mit ihren unglücklichen Hunden. Im besten Fall „nur“ unglücklich, im schlimmsten Fall schwer verletzte Menschen, Euthanasie des Hundes oder Tod durch Unfälle, da der Angsthund z.Bsp. nicht verantwortungsbewusst genug gesichert wurde. Die Tierheime quellen über und etliche können schon mittlerweile keine Hunde mehr aufnehmen. Dies alles müsste nicht sein! Manchmal ist es Selbstüberschätzung, was ich im speziellen sehr häufig gerade bei mir in der Hundeschule zum Beispiel mit Rottweilern erlebe. Die wenigsten Halter sind sich darüber bewusst, was diese Hunde an mentaler Stärke von ihrem Hundehalter verlangen und brauchen. In der Regel läuft es bis zehn Monaten irgendwie noch machbar gut ab (in den Augen der Hundehalter) und dann, wenn diese Hunde ins Erwachsenenalter wechseln, kommt das böse Erwachen. Es gibt einige Rassen, die bei nicht adäquater Führung eine doch sehr hohe Tendenz dahingehend haben ihren Frust, Ärger oder einfach nur Unmut am Halter auszulassen. Ja und dann nimmt das ganze seinen Lauf, denn spätestens mit 1,5 oder 2 Jahren wird der „Schmuseweiler“ zur Gefahr für einen selber und das Umfeld. Es ist ein grundsätzliches Problem und hier den Rottweiler aufzuführen, hat natürlich auch damit zu tun, dass ich vier Rüden habe und darunter auch welche, die genau aus diesen Gründen bei mir gelandet sind. Fast täglich bekomme ich Anfragen, ob ich nicht noch einen Platz hätte oder wüsste, da sich mal wieder einer quer durch die Familie getackert hat oder eben den Nachbarshund um die Ecke gebracht hat. Es sind wirklich tolle Hunde, wenn man sie führen kann, wenn man sich ihren Anlagen bewusst ist. Wobei ich hier auch noch anmerken möchte, dass es sehr auffällig ist, dass ein eigentlich souveräner, ausgeglichener, selbstbewusster Hund mittlerweile nur noch selten zu sehen ist. Die Entwicklung der Zucht gerade bei diesen Hunden gefällt mir persönlich gar nicht. Aktuell sehe ich sehr hoch im Trieb stehende, stark auf Bewegungsreize reagierende und dazu noch unsicher gelagerte Hunde doch sehr häufig. Aber dies nur als Randbemerkung. So, nun ist der Text doch länger geworden wie eigentlich gewollt und ich könnte tatsächlich noch seitenweise weitere Ausführungen dazu machen. Ich bitte euch darum wählt die Hunde nicht nach ihrer Optik aus, wählt die Hunde nicht aus Mitleid aus, wählt die Hunde nicht als Statussymbol aus. Seid ehrlich zu euch und hinterfragt euch selber. Wo liegen wirklich eure Bedürfnisse bei der Anschaffung eines Hundes und wo liegen die Bedürfnisse des Hundes, der angeschafft werden soll? Damit würde vielen Menschen, den Hunden und eurem Umfeld, einiges erspart bleiben. Wenn hier nicht ganz klar ein Umdenken stattfindet, werden sich immer mehr Vorfälle häufen, immer mehr Rassen auf irgendwelche Listen platziert werden, bald schon auch das letzte Tierheim in Deutschland voll sein und letztendlich auch die Euthanasie von gesunden Hunden völlig normal werden. Wir sind hierzu gerade leider schon auf dem besten Weg.

Drum bellts... und sind mega loyal 😍
24/01/2026

Drum bellts... und sind mega loyal 😍

Der Wolfsspitz hat es nicht leicht. Vor allem die Mini-Variante. Mit der spitzen Schnauze und dem vielen Fell wollen viele Menschen ihn unbedingt anfassen. Und das passiert so häufig, dass nicht wenige Hunde irgendwann eskalieren und auch beißen.

Denn der Wolfsspitz ist für das genaue Gegenteil gezüchtet: Wachen. Grenzen setzen. Fremde fernhalten.

Der Wolfsspitz war nie dafür gedacht, nur hübsch auszusehen. Er hatte einen Job. Einen echten. Und zwar nicht irgendwo im Wald, sondern mitten im Leben: in Häfen, auf Höfen, auf Booten, auf engen Kanälen, wo ständig fremde Menschen vorbeikommen.

In den Niederlanden nennt man ihn bis heute Keeshond. Und diese Geschichte ist kein Marketing, sondern richtig spannend: Der Keeshond war ein „Barge Dog“ – ein Hund der Binnenschiffe. Er lebte mit den Leuten auf dem Boot, bewachte nachts das Schiff, schlief tagsüber zwischen Waren und Kindern und musste vor allem eines können: unterscheiden.

Was ist normal.
Was ist fremd.
Was gehört dazu.
Und was nicht.

Und wenn du mit einem Wolfsspitz zusammenlebst, merkst du das nach fünf Minuten: Das sind keine simplen „Befehlsabholer“. Das sind Beobachter. Die analysieren. Und sie sind unfassbar schnell darin, Muster zu erkennen.

Manchmal wirkt es fast so, als würde der Wolfsspitz dich erziehen – und nicht andersrum.

Du kannst einen Wolfsspitz nicht einfach mit „Sitz“ beeindrucken. Er ist kein Hund, der darauf wartet, dass du ihm sagst, was er zu tun hat. Er schaut eher:
„Spannend. Und warum sollte ich das tun?“

Das klingt frech, ist aber eigentlich ein Kompliment. Denn dieser Hund wurde nicht dafür gezüchtet, stumpf zu funktionieren. Er wurde gezüchtet, mitzudenken, weil er in einer Welt lebte, in der dauernd etwas passierte.

Und jetzt kommt der Teil, den viele Menschen nicht verstehen: Wolfsspitze sind nicht „laut“. Sie sind meldebereit.

Sie bellen nicht, weil sie nervös sind. Sie bellen, weil sie es sollen. Das ist ihre ursprüngliche Aufgabe: melden, wenn etwas nicht stimmt. Wenn du auf einem Boot lebst oder auf einem Hof am Rand eines Dorfes, ist das keine Marotte – das ist Sicherheit.

Das Problem entsteht erst, wenn Menschen das missinterpretieren und anfangen, dagegen anzuschreien oder emotional zu werden. Denn dann lernt der Wolfsspitz nicht: „Oh, ich soll leise sein“, sondern:
„Okay. Alarm bestätigt. Mensch ist auch aufgeregt. Dann ist es wirklich wichtig.“

Wer einen Wolfsspitz will, braucht keine Dominanznummer. Der braucht etwas viel Schwierigeres: Ruhe. Und klare Grenzen.

Denn diese Hunde haben Würde. Sie wollen nicht, dass jeder Fremde sie anfasst. Sie sind nicht begeistert davon, wenn man ihnen ständig in die Bubble greift. Und sie sind auch keine Fans von Chaos-Begegnungen mit fremden Hunden, die frontal reinknallen.

Sie sind sozial, ja. Aber nicht beliebig.

Und jetzt kommt etwas, was viele unterschätzen: die Leine.

Wolfsspitze sind körperlich sensibel, aber mental extrem präsent. Halsbanddruck und Dauerzug machen aus diesem ansonsten gelassenen Hund plötzlich einen angespannten. Der Körper geht hoch, der Blick wird eng, die Spannung steigt. Und in dieser Spannung entstehen dann diese Momente, wo Menschen sagen:
„Der ist so aufgeregt, ich kann ihn kaum halten.“

Er ist nicht „aufgeregt“. Er ist im Wächtermodus. Und du hast ihn unbewusst da reingeschoben.

Darum funktionieren Wolfsspitze am besten, wenn die Führung logisch ist: kein Dauerzug, kein Druck am Hals, klarer Radius, klare Signale. Und wenn er meldet oder sich hochfährt: ruhig zu dir drehen, Sitz, Blickkontakt, weiter. Nicht reden. Nicht diskutieren. Nicht verhandeln.

So lernen sie sehr schnell das, was sie eigentlich wollen:
„Ich muss mich nicht kümmern. Mein Mensch hat’s im Griff.“

Und dann passiert das, was Wolfsspitz-Fans so lieben: Dieser Hund wird weich. Nicht unterwürfig. Nicht anbiedernd. Sondern weich.

Du bekommst einen plüschigen Schatten, der überall dabei ist. Loyal, humorvoll, menschenbezogen – aber eben nicht wie ein Labrador, sondern wie ein alter Seemann: aufmerksam, würdevoll, mit klarer Meinung.

Und das ist das eigentlich Verrückte am Wolfsspitz:

Er ist kein Hund, der dir blind folgt. Er ist der Hund, der dich erst mal testet. Der sich denkt:
„Na gut… ich schau mir das hier mal an.“

Und wenn du dich bewährst, bekommst du etwas, das man nicht kaufen kann: Treue ohne Anbiederung. Nähe ohne Klammern. Aufmerksamkeit ohne Theater.

Der Wolfsspitz ist wie ein kluger Mitbewohner, der dich jeden Tag ein bisschen erzieht – und dich gleichzeitig so sehr liebt, dass er abends wie selbstverständlich neben dir liegt, als wäre das die logischste Sache der Welt.

Und dann sitzt du da, schaust dieses Fellmonster an und denkst:
„Wie kann ein Hund so würdevoll sein… und gleichzeitig so ein Kasper?“

www.der-hundegefaehrte.de

22/01/2026

Rettung um jeden Preis - warum Hunde Menschen töten

Wie damals beim Staffordshire Rüden Chico polarisiert nun auch der „Fall Sam“ - tausende Menschen haben eine Petition für seine Rettung unterzeichnet -

doch wir finden, wieder wird nur laut „retten“ gerufen, ohne über die Konsequenzen (für das Tier) zu sprechen.

Ist das wirklich Tierschutz?
Eine Rettung um JEDEN Preis?

Während für einen Wolf der Abschuss gefordert wird, wenn er nur in die Nähe menschlicher Siedlungen kommt, wird für einen Hund, der einen Menschen tötete, eine Rettungspetition gestartet.
Wo sind wir Menschen falsch abgebogen?

Oder sehen nur wir - in der täglichen Tierheimarbeit - das wirkliche Leid der „geretteten“ Hunde?

Wir wollen - nein wir müssen, und zwar gemeinsam - fachlich einordnen, warum Hunde (ihre) Menschen töten.
Ja, sie tun es, und fast nie, weil sie misshandelt wurden.

Da das Thema aber so gewaltig ist, werden wir es aufteilen, es passt leider nur allzu gut zu unserem aktuellen Thema „Aggressionsverhalten“
- wir werden also gemeinsam schauen, warum
Hunde töten, warum Misshandlung nicht der Grund ist (Selbstschutzaggression), warum die Genetik eben doch eine Rolle spielt, was sich ändern muss und was der Hund von der Rettung hat.

Mit dieser, eigentlich wichtigsten Frage starten wir hier auch:
Rettung um jeden Preis?

Diese entscheidende Frage stellt nämlich seltsamerweise fast niemand:

WIE soll dieser Hund leben?
Und für wen?

Ein Hund hat (s)einen Menschen getötet.
Tot gebissen. Ein Fakt den man aushalten muss .

Warum es sich hierbei nicht um einen „Rettungsversuch“ eines kollabierten Menschen handelt, sondern um eine gezielte Eskalation, werden wir im zweiten Teil einordnen- vorab:
Hunde wissen sehr genau, wann und wie stark ihre Zähne verletzen.

Solch ein Hund - also ein Hund, der einen Menschen getötet hat, sollte kein politisches Statement und auch kein „Rettungsprojekt“ sein.
Wir sollten, nein müssen ihn sehen was er wirklich ist:
ein potenziell gefährliches Tier, dessen zukünftiges Leben definitiv extrem eingeschränkt (Zwinger), dauerhaft kontrolliert, sozial isoliert (!) und rechtlich stark reglementiert sein wird!
Für immer!

Alle tierlieben Menschen sollten sich hier also erstmal fragen, ist DAS lebenswert?

Oder wisst ihr einfach nicht wie es sich als gefährlich festgestellter Hund so lebt?

Nun wir haben leider das perfekte Beispiel:
Malinois Mischling Timm.
Der vor vielen Jahren aus Rumänien eingeführt wurde, von einem Verein, der mit dem Slogan „WIR retten jeden!“ wirbt.

Nachdem Timm sein Frauchen im Rahmen einer Selbstschutzaggression am Arm stark verletzte, musste er zurück und kam zu uns.
Ungeprüft, also nach Aktenlage, wurde er von Amtsmitarbeitern ohne ausreichende Sachkunde als gefährlich festgestellt.
Das heißt - in Niedersachsen: „gefährlich“ für immer.

Timm hat nie die Chance das Gegenteil zu beweisen. Seine Haltung und vor allem seine Vermittlung ist mit schier unüberwindbaren Hürden verbunden.
Die Folge: die Tierheime sind voll.
Voll mit Hunden die „gefährlich“ sind.
Und eigentlich auch nicht. Eher gefährlich WERDEN, nach 10 Jahren Einzelhaft im Tierheim.
Denn Timm, der hat niemanden getötet, er hat sich verteidigt.
Gefährlich festgestellt wird Hund in Niedersachsen schnell. Da reicht ein Vorfall. Zum Beispiel eine kleine arttypische Auseinandersetzung auf der Hundewiese.
Amtsveterinäre sind nämlich keine Ethologen.
Das heißt, die Bewertung erfolgt rechtlich, nicht verhaltensbiologisch.

Richtig schlimm wird es, wenn du als Halter nicht mehr geeignet bist, weil du die Auflagen für gefährlich festgestellte Hunde nicht erfüllen kannst, dann wird dein Hund beschlagnahmt und sitzt … ja, im überfüllten Tierheim, (fast) ohne Chance auf eine erneute Vermittlung.

Für Timm hieß das die letzten 8 Jahre bei uns sein. Keine Familie. Kein Happy End. Ein Leben im Zwinger.
Aber zum Glück bei uns, denn das bedeutete 2 Hektar Freilauf (auch ohne Maulkorb), mit seiner Bezugsperson und mit sozialkompetenten Artgenossen und nur nachts Einzelzwinger.

Im normalen Tierheim sieht das aber leider fast immer anders aus: geflieste Einzelzwinger, ein oder zwei Stunden allein im kleinen Auslauf, kaum oder gar kein Hundekontakt, Gassigänger sind eher schwierig, da gefährlich festgestellt und natürlich immer und ständig mit Maulkorb gesichert. Auch wenn der blutige Stellen hinterlässt.
Und das über Jahre.
Keine Bezugsperson. Keine Familie.
Keine arttypische Bedürfnisbefriedigung.
Tierheim ist halt eigentlich temporär.

Dafür viel Stress. Lärm. Frust. Stereotypien. Kälte.
Denn, was oft unterschätzt wird:
Zwinger sind nicht geheizt, zumindest nicht so wie deine Wohnung - bei AmBully Sam handelt es sich nun auch noch um einen sehr kälteempfindlichen Hund, der früher vermutlich (wie fast alle Staffis) eingekuschelt unter der Decke im Bett oder auf dem Sofa schlafen konnte. Nun, ein Tierheim-Zwinger ist nicht mehr so schön warm, vor allem im Winter. Und es kommt im Winter - ja in deutschen Tierheimen! - oft zu Erfrierungen, zum Beispiel an den Ohrrändern.
Nicht nur ein Winter. Oder zwei. Sondern viele.

Ist das wirklich Tierschutz?
Ist das lebenswert?

Unser Timm hatte ja noch etwas Glück. Doch solche Plätze sind begrenzt und IMMER voll. Denn, ein verwahrtes Hundeleben dauert eben auch mal 12 Jahre oder mehr an -

Tierwohl spielt bei den Behörden keine Rolle - es geht nur um die Einhaltung des Gesetzes, um Gefahrenabwehr -
und so wurde Timm nach 8 Jahren bei uns ohne Vermittlungschance bei einem Hundeführer untergebracht, ein Zwinger - mit Schieber, der ihn in einen kleinen Außenbereich lässt, und Isolation.
Auf Kosten des Steuerzahlers übrigens. 600€ im Monat. Mindestens.
Timm ist einer von ihnen. Von Hunderten in Niedersachsen.
Einer, nach denen niemand fragt, obwohl er niemanden getötet hat.

Wer fragt nach Timm?

Oder nach Nala, unserer OEB Hündin? Siehe Foto.
Sie hat das Baby ihrer Familie „nur fast“ getötet, wer fragt nach ihr?
Wer interessiert sich für sie?
Auch sie vergammelt seit vier Jahren bei uns im Zwinger.
Dabei ist sie nicht mal gefährlich festgestellt.

DAS ist die Realität hinter dem Wort „retten“.
So könnte Sams Leben für die nächsten Jahre, vielleicht ein ganzes Jahrzehnt aussehen.

Verantwortung endet nicht bei Mitgefühl -
denn ein Hund, der einen Menschen getötet hat, kann das wieder tun – unabhängig von der Ursache.
Wer übernimmt hier die Verantwortung?
Wer vermittelt einen solchen Hund, vor allem an welche Menschen?
Oder ist lebenswert sicher verwahrt zu sein?

Warum ist der Aufschrei bei Hunden wie Chico oder Sam so groß?
Ist das nicht eine zweifelhafte Doppelmoral?

Ist das Aufschreien hier nicht eher ausschließlich zu dem Zweck, sich selber „besser zu fühlen“?

Also, wer ein „Retten um jeden Preis“ fordert, muss auch sagen, was genau er retten will …

Wir hoffen sehr für Sam, dass in seinem Sinne entschieden wird.

Tierschutz bedeutet nicht, Leben um jeden Preis zu verlängern.
Tierschutz bedeutet, Verantwortung für Sicherheit, Lebensqualität und Realität zu übernehmen –
auch wenn die Entscheidung unbequem ist.

Ganz sicher sind wir nicht pauschal für eine Euthanasie - wir möchten nur einmal aufzeigen, was „retten“ bedeutet.

Das macht uns nämlich große Sorgen, das niemand fragt - „Wie lebt Sam zukünftig?“
Auch bei Chico nicht, der zwei Menschen getötet hat.

Mit Sorge beobachten wir auch die große (unüberlegte) Bereitschaft diesen Hund (wie damals bei Chico) aufzunehmen -
fangt bei den Timms und Nalas dieser Welt an.
Lernt etwas über das Aggressionsverhalten.
Warum Hunde töten können und es manchmal tun.

Dieses „Wegreden“ der Gefährlichkeit - "Ein Hund tötet seinen Besitzer nicht“ , “Ein Hund kommt nie gefährlich zur Welt!“ - das ist die eigentliche Gefahr, denn das führt zu falschen Entscheidungen, falschen Erwartungen und letztlich zu weiterem Leid.

Solche Aussagen zeigen, dass noch viel Aufklärung nötig ist, über Genetik und Rasse, über Aggressionsverhalten, über Struktur und Regeln, und über ein gewaltiges Beuteverhalten, das wir unseren Hunden gezielt angezüchtet haben und nun scheinbar nicht wissen, wie wir damit umgehen können …

Leben um jeden Preis ist kein Tierschutz.

Seit Jahren fordern wir eine Gesetzesänderung in Niedersachsen - mittlerweile müsste nämlich auch in der Politik und den Veterinärbehörden angekommen sein, dass Hunde keine Reizreaktions-Maschinen sind - das heißt eine dauerhafte Feststellung der Gefährlichkeit ist aus verhaltensbiologischer Sicht absoluter Unsinn und unbedingt tierschutzwidrig.
Wir wissen mittlerweile, dass das Verhalten der Besitzer selbstverständlich dafür verantwortlich ist, wie Hund sich verhält -
schaut euch als Beispiel mal die Hunde bei uns an, die hier mit Struktur und Sicherheit absolut sozialkompetent sind, sich bei ihren Besitzern aber ausnahmslos unverträglich (mit Beiß-Vorfällen) zeigten.

Das Gesetz muss also dringend überarbeitet werden.
Eine Gefährlichkeitsfeststellung darf nicht lebenslang gelten, sondern muss bei Besitzerwechsel oder Tierheimabgabe neu bewertet und regelmäßig überprüft werden.

Nur DANN macht eine Rettung für Hunde wie Sam überhaupt Sinn - nur dann ist Leben wirklich lebenswert - denn nur dann hat der Hund Aussicht auf eine sichere und tierschutzgerechte Zukunft.
Alles andere ist Verwahrung, auf Kosten der Tiere, der Tierheime, und des Staates.

Also fang nicht bei Sam an, sondern beim Gesetz.

Und: beim Umgang mit Hunden wie Sam.
Bei Hunden, denen wir Menschen ein extremes Beutefangverhalten angezüchtet haben - fragt euch, wozu Hunde das im 21. Jahrhundert noch brauchen - abgesehen bei Mali und Co, und auch die fliegen uns doch gerade ganz gewaltig um die Ohren …

Nein.
Rettung um jeden Preis ist kein Tierschutz.

Über das wirklich furchtbare Niedersächsische Hundegesetz hat unser Bloggerhund Pitbull Franz auch schon einen langen, sehr traurigen Post gemacht, schaut mal hier: Franz’ Blog: Auf die Spritze fertig los - Die Wahrheit über das Niedersächsische Hundegesetz


Aktuell sind übrigens endlich Pläne für eine Gesetzesänderung im Gespräch -
für viele Hunde und ihre Familien leider zu spät.
Aber ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung!


Teil 2 : Warum Hunde (ihre) Menschen töten und warum Genetik dabei eine Rolle spielt


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