Hundeschule Focus-Canis

Hundeschule Focus-Canis Wir sind eine kleine Hundeschule im Raum Aarau / Olten, welche nach modernen, artgerechten Gesichtspunkten Hunde und ihre Halter schulen.

Der gefährliche Merle-Trend mittlerweile bei allen Rassen ‼️
14/05/2026

Der gefährliche Merle-Trend mittlerweile bei allen Rassen ‼️

Bitte schreibt nicht „Oh, wie süß“. Oder auch nur denken. Diese beiden Hunde sind nicht niedlich, sondern bemitleidenswert. Sie sind das traurige Ergebnis eines aktuellen Modetrends. Dackel sind gerade sehr beliebt. Und für diejenigen, die das ganz Besondere wollen, muss es ein „Merle-Dackel” sein, mit dem man aufgrund seiner genetisch bedingten, auffälligen Fellzeichnung noch mehr Aufmerksamkeit bekommt.
Die absolute Krönung der Schöpfung sind die „Doppel-Merle-Dackel”. Sie entstehen, wenn zwei Dackel mit dem Merle-Gen miteinander verpaart werden. Dieser Gendefekt kann zu massiven gesundheitlichen Schäden wie Taubheit, Blindheit und Missbildungen der Augen führen. In Deutschland ist diese Verpaarung verboten, da sie als tierschutzwidrige Qualzucht gilt.
Aber wo Geld zu verdienen ist, gibt es auch immer Menschen, die dafür über Leichen gehen.
Vor einigen Tagen wurden zwei dieser Doppel-Merle-Dackel vor unserem Tierheim ausgesetzt. Vermutlich, weil sie missgebildet und damit unverkäuflich sind.
Die gerade einmal fünf Wochen alten Hunde sind blind und sitzen bei uns unter der Rotlichtlampe, weil sie viel zu früh von ihrer Mutter entrissen wurden.
Wir kümmern uns intensiv um sie und müssen dann schauen, wie wir ihnen helfen können. Ob wir operativ noch etwas retten können? Das können wir erst beurteilen, wenn sie etwas größer sind.
Es ist schwer, so etwas zu ertragen.
P.S. Bitte in den Kommentaren nicht ausfallend werden, davon haben die beiden armen Hunde nichts.
Falls ihr helfen möchtet: [email protected]

Hoopers-Seminar in Grenchen!Auch Anfänger willkommen.
05/05/2026

Hoopers-Seminar in Grenchen!
Auch Anfänger willkommen.

Grundsätze für den Umgang mit dem Hund
02/05/2026

Grundsätze für den Umgang mit dem Hund

Natural Dogmanship richtig erklärt
27/04/2026

Natural Dogmanship richtig erklärt

👉 Der Futterbeutel und die Geschichte von der gemeinsamen Jagd

🐶Mensch und Hund gehen gemeinsam auf die Jagd. Der Hund findet die vom Menschen versteckte Beute, welche auch von diesem verwaltet wird. Der Mensch ist der Rudelchef und verteilt die Ressourcen nach getaner Arbeit. Die Beute wird erst vertilgt, wenn alle Futterbeutel erjagt wurden. Schliesslich frisst der Wolf auch keine Leckerlis einfach mal so zwischendurch.

🐶Diese Art von Beschäftigung suggeriert, dass Mensch und Hund dieselben Ziele verfolgen: Beute aufspüren, zerlegen und fressen. Die Kernaussage: Hunde sind soziale Beutegreifer und machen folglich gerne gemeinsam Beute mit ihrem Menschen.

🐶Eine kleine Einordnung
Der Mensch ist weder ein Beutegreifer noch ein Canis familiaris. Er verwaltet die Beute, weil er als Mensch das Sagen hat. Punkt.

🐶Beschäftigung oder Bedürfnis?
Aus meiner Sicht ist diese Art der gemeinsamen Aktivität nicht mehr als eine Beschäftigung unter vielen Möglichkeiten, gemeinsam etwas zu tun. Und ich stelle durchaus in Frage, ob der Hund tatsächlich so viel Freude an der Futterbeutelgeschichte hat, wie oft behauptet wird. Zumal er nie genau weiss, wann, wieviel und ob er überhaupt etwas zum Fressen bekommt.

🐶Diese Methode suggeriert, dass Hunde intrinsisch motiviert nach Nahrung suchen, respektive diese artgerecht erjagen. Ganz anders als die armen Hunde, die rein extrinsisch motiviert durchs Leben gehen, weil sie ihr Fressen im Napf serviert bekommen und Leckerlis als „Bestechung“ eingesetzt werden.

🐶Der Wolf-Vergleich
Kein Wolf frisst aus einem Napf. Genau. Und kein Wolf schläft in einem orthopädischen Hundebett. Genauso wenig wird ein Wolf im Auto zum Tierarzt gefahren, wenn er Bauchschmerzen hat.

🐶Ein Blick in die Lerntheorie
Was sagt die Lerntheorie dazu? Werfen wir einen Blick auf die operante Konditionierung. Der Hund zeigt ein bestimmtes Verhalten und wird dafür belohnt oder bestraft.

Der Futterbeutel jagende Hund stöbert nach dem Beutel, findet ihn und muss ihn wieder abgeben. Genau hier findet eine negative Strafe statt: Etwas Angenehmes, nämlich der Zugang zur Beute, wird ihm entzogen.

Erst nachdem mehrere Beutel gefunden wurden, folgt zeitlich verzögert die positive Verstärkung in Form des Futterteilens mit dem Menschen. Wobei ich mich an dieser Stelle tatsächlich frage, ob sich der Mensch konsequenterweise auch ein Häppchen gönnt.

🐶Wo bleibt die intrinsische Motivation?
Nun meine Frage: Wo bleibt hier die intrinsische Motivation? Und wo ist der Unterschied dazu, wenn der Mensch seinen Hund für erwünschtes Verhalten verstärkt?

Die Begründung, dass Beutejagen eine Beschäftigung aus dem natürlichen, angeborenen Jagdverhalten des Beutegreifers ist, finde ich doch sehr weit hergeholt. Die einzige intrinsische Motivation, diese Dinger zu suchen, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit der Hunger im zentralen Nervensystem des Hundes.

Auch das Öffnen des Reissverschlusses am Futterbeutel durch den Menschen hat genauso wenig mit dem Aufbrechen und Fressen einer Beute zu tun, wie das Öffnen einer Futterdose mit dem Dosenöffner.

🐶Bestechung oder Lernen?
Das Argument, dass Menschen Hunde mit Leckerlis „bestechen“, ist aus meiner Sicht eine undifferenzierte und nicht haltbare Behauptung. Bestechung ist ein rein menschliches Konzept. Und liesse sich genauso gut auf die Fütterung über den Futterbeutel anwenden.

Der Hund zeigt ein Verhalten – findet und bringt den Beutel – und wird dafür belohnt, wenn auch verzögert. Bestechung? Oder etwa nicht?
Der Hund kommt auf Signal zum Menschen und erhält eine Belohnung. Bestechung?

Nein. Beides ist operante Konditionierung. Auslöser – Verhalten – Konsequenz.

🐶Einseitige Wahrheiten
Methoden sind oft sehr einseitig ausgerichtet. Sie bedienen sich einzelner Aspekte, die dann als besonders „natürlich“ oder „richtig“ dargestellt werden.

Aus meiner Sicht geht es nicht darum, welche Methode sich besser anfühlt. Sondern darum, fachlich korrekt zu benennen, was wir tatsächlich tun und die Inhalte auf lerntheoretische und motivationspsychologische Grundpfeiler zu stellen.

👉 In diesem Sinne:
«Fachlichkeit schlägt jedes schöne Narrativ, da kann die Methode noch so überzeugend daherkommen.»

26/03/2026

🌲 Ab dem 1. April bis zum 31. Juli gilt in den Wäldern des Kantons Solothurn eine generelle Leinenpflicht zum Schutz von Jungtieren und Bodenbrütern während der sensiblen Brut- und Setzzeit.

Warum ist das wichtig?
🐦 Bodenbrüter-Nester sind besonders gefährdet.
🦌 Jungtiere von Hasen und Rehen brauchen Schutz.
🐕‍🦺 Wildtiere sollen ungestört aufwachsen können.

💚 Bitte halten Sie Ihre Hunde an der Leine – auch an Waldrändern und in Hecken! Das Amt für Wald, Jagd und Fischerei dankt für Ihre Rücksichtnahme!

💡 Tipp: Mit Schleppleinen bleibt Bewegungsfreiheit erhalten.

Sie hatten heute viel Spass im Schnüffelkurs! 🥰Es hat noch freie Plätze für alle Hunde, die gerne schnüffeln. Jeweils am...
20/03/2026

Sie hatten heute viel Spass im Schnüffelkurs! 🥰

Es hat noch freie Plätze für alle Hunde, die gerne schnüffeln. Jeweils am Freitag um 14:30 Uhr. Region Aarau/Olten.

Auf Focus-Canis.ch gibt es noch weitere coole Kurs-Angebote. Schau‘ doch mal rein!

18/03/2026

Eine kleine Verhaltensanalyse-Aufgabe für euch:

Seht ihr 3 Verhaltensweisen, die darauf hindeuten, dass sich diese Hündin mit der Annäherung von mir mit meiner Handykamera nicht wohl fühlt?

Erkennt und achtet man diese feinen Signale als Mensch, kann man oft verhindern, dass ein Hund irgendwann doch bellend und schnappend nach vorne schnellen muss, um verstanden zu werden.

07/02/2026

Wer von euch übt auch für die Wendekelle-Challenge? Zeigt her eure Videos! 🤩

Cooper hat die Physik dahinter noch nicht ganz verstanden… 😅

Hundeschul-Programm 2026Etwas für dich dabei?Mehr unter www.Focus-Canis.ch
31/01/2026

Hundeschul-Programm 2026

Etwas für dich dabei?
Mehr unter www.Focus-Canis.ch

13/01/2026

Leine oder Geschirr. Und jetzt mal ehrlich.

Wenn dein Hund nur am Halsband „brav“ läuft, dann ist er nicht gut erzogen, sondern gut angepasst. Angepasst an Druck, an Unbehagen, an die Angst, dass Bewegung Konsequenzen hat. Das fühlt sich für viele Menschen nach Kontrolle an, ist aber in Wahrheit nur Stille auf Kosten des Hundes.

Das Geschirr ist nicht das Problem. Es nimmt nur den Schmerz aus der Gleichung. Und genau da wird es für viele unbequem. Denn plötzlich zeigt sich, ob der Hund wirklich Orientierung hat oder ob vorher nur der Druck geregelt hat. Wenn er dann zieht, ist das kein Rückschritt, sondern Ehrlichkeit.

Ziehen hat nichts mit Gurten zu tun. Es ist Emotion. Frust, Überforderung, fehlende Klarheit. Wer das nicht trainiert, sondern über den Hals reguliert, betreibt Symptombekämpfung. Kurzfristig ruhig, langfristig teuer bezahlt.

Führung heißt nicht, den Hund klein zu halten. Führung heißt, Verantwortung zu übernehmen, bevor der Hund sie tragen muss. Ein gut sitzendes Geschirr ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Fairness. Es schützt, während wir arbeiten. Punkt.

Wenn dein Hund nur dann funktioniert, wenn es unangenehm wird, dann ist nicht der Hund das Thema. Dann ist es das Training.

08/01/2026

Adresse

Meiermattweg 17
Olten
CH-4655

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