31/08/2026
Erster Nachweis des West-Nil-Virus bei einem Pferd in der Schweiz
Auf einem Betrieb in Kaisten im Kanton Aargau ist bei einem Pferd das West-Nil-Virus (WNV) nachgewiesen worden. Es ist der erste dokumentierte Fall bei einem Pferd in der Schweiz.
Das Tier zeigt keine klinischen Symptome mehr und hat die Erkrankung überstanden. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) beobachtet die Tiergesundheitslage und stimmt sich mit den beteiligten Stellen ab.
Für die Ausbreitung des Virus spielen infizierte Pferde keine Rolle: Sie sind – wie der Mensch – Fehlwirte. Die Übertragung erfolgt über Stechmücken, das Reservoir bilden Wildvögel. Eine Weitergabe vom Pferd auf andere Pferde oder auf den Menschen findet nicht statt.
Einzuordnen ist der Fall daher weniger als akuter Krisenfall, sondern als Ereignis mit Ansagecharakter: Für die kommenden Mückensaisons rücken Vektorenschutz im Stall, aufmerksame neurologische Befunderhebung und die Impfoption stärker in den Blick. Tierärztinnen und Tierärzte sollten WNV bei unklaren zentralnervösen Symptomen künftig auch hierzulande differenzialdiagnostisch mitdenken.
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