Hundezentrum Le-Na

Hundezentrum Le-Na - Spazier- und Fahrdienst
- Hunde- und Welpentraining
- Erziehung und Beschäftigung

24/05/2026

07/05/2026

Cookie & Quando - eine Liebesgeschichte

02/04/2026

Das Gesicht hinter dem Hundezentrum Le-Na

27/03/2026

🐩💥 DAS DOODLE-DILEMMA: MEHR ALS NUR EIN KUSCHELTEDDY? 💥🐩

In der Tierarztpraxis Ullmann sehen wir sie täglich: Labradoodles, Cockapoos, Goldendoodles – die „Designer-Dogs“ mit den Knopfaugen und dem flauschigen Fell. Sie gelten als die perfekten Familienhunde, allergikerfreundlich und „einfach zu erziehen“. Doch eine aktuelle britische Studie mit fast 10.000 Hunden lässt jetzt eine Bombe platzen und rüttelt an diesem Image.

Die Daten belegen: Doodle-Rassen zeigen statistisch gesehen häufiger aggressives Verhalten als ihre reinrassigen Eltern (Pudel, Labrador oder Cocker Spaniel). 📉😲🩺

Warum ist das so? Und was bedeutet das für euch als Halter? Wir werfen einen ehrlichen, tierärztlichen Blick auf das Phänomen „Doodle“.

🧬 1. Das Genetik-Lotto: Wenn Welten aufeinanderprallen
Viele denken: „Mische zwei tolle Rassen, und du bekommst das Beste von beiden.“ Die Biologie funktioniert aber nicht wie ein Wunschkonzert.

Unvorhersehbarkeit: Wenn man zwei verschiedene Rassen kreuzt, ist das Ergebnis genetisch extrem instabil. Man kann den sanften Charakter des Labradors bekommen – oder eben die Jagdleidenschaft des Cockers gepaart mit der hohen Reaktivität und Intelligenz des Pudels.

Fehlende Selektion: Seriöse Züchter von Rassehunden selektieren seit Jahrzehnten auf Wesensfestigkeit. Bei vielen Doodle-„Vermehrern“ geht es primär um die Optik und den schnellen Verkauf. Das Ergebnis? Hunde, die mit ihrer Umwelt oft überfordert sind.

🧤 2. Der Faktor Schmerz: Filz macht aggressiv!
Das ist ein Punkt, den wir in der Praxis oft unterschätzen sehen. Das Fell vieler Doodles ist eine Katastrophe: Es haart nicht, aber es verfilzt bis auf die Haut.

Dauerschmerz: Verfilzungen ziehen bei jeder Bewegung an der Haut. Stellen Sie sich vor, jemand würde Ihnen den ganzen Tag fest an den Haaren ziehen.

Abwehrverhalten: Wenn ein Hund Schmerzen hat, wird er „zickig“. Wenn dann ein Kind nach ihm greift oder der Tierarzt ihn untersuchen will, schnappt er zu. Das ist kein „böses“ Wesen, sondern oft ein Hilfeschrei! 🦷💊

🧸 3. Das „Teddybär-Syndrom“ (Erziehungsfehler)
Doodles werden oft als „Anfängerhunde, die keine Erziehung brauchen“ verkauft.

Unterschätzte Power: Ein Pudel ist ein hochintelligenter Arbeitshund, kein Stofftier! Wenn diese Hunde geistig nicht ausgelastet werden, suchen sie sich eigene Jobs – und die bestehen oft aus Bell-Attacken, Ressourcenverteidigung oder Frust-Aggression.

Mangelnde Grenzen: Weil sie so süß aussehen, wird ihnen oft zu viel durchgelassen, bis sie im Erwachsenenalter entscheiden, dass sie das Sagen im Haus haben.

⚖️ Das Fazit der Tierarztpraxis Ullmann
Wir lieben jeden Hund, egal ob Mischling, Rassehund oder Doodle. Aber wir warnen davor, sich von der Optik blenden zu lassen.

Unsere Tipps:

Kein „Blindkauf“: Schaut euch die Elterntiere genau an. Sind sie wesensfest?

Pflege ernst nehmen: Wer einen Doodle will, muss die Fellpflege (und die Kosten dafür!) ab Tag 1 einplanen. Ein schmerzfreier Hund ist ein entspannter Hund.

Training von Anfang an: Unterschätzt die Intelligenz dieser Hunde nicht. Sie brauchen Führung, keine Vermenschlichung.

💬 Jetzt seid ihr dran!
Habt ihr einen Doodle? Wie erlebt ihr euren Schatz im Alltag – als sanften Riesen oder als kleine Herausforderung? 🐩✨

Schreibt uns eure Erfahrungen sachlich in die Kommentare! 👇 Wir sind gespannt auf eure Berichte aus erster Hand.

📢 Teilen & Aufklären: Damit der „Doodle-Hype“ durch echtes Wissen ersetzt wird!

Herzliche Grüße,
Ihr Team der Tierarztpraxis Ullmann 🐾🩺🛡️

17/02/2026

Brauchen GEBRAUCHSHUNDE tatsächlich spezielle Auslastung oder reicht eine gute soziale Struktur und das reine „Dabeisein“?
Heute Morgen bin ich über einen Post gestolpert, der mich doch ein wenig sprachlos macht.
Wenn Hundetrainer behaupten, Hunde bräuchten keine besondere Auslastung, wenn sie sich am Begriff Gebrauchshund stören oder genetische Anlagen als quasi nicht real darstellen, entsteht ein Bild vom Hund, das mit seiner Realität nur bedingt vereinbar ist.

Der Begriff Gebrauchshund ist kein Modewort, sondern beschreibt Hunde, die über viele Generationen hinweg gezielt für bestimmte Aufgaben selektiert wurden. Hütehunde, Jagdhunde, Schutz- und Diensthunde oder Zughunde tragen Eigenschaften in sich, die nicht zufällig entstanden sind.
Hohe Reizempfänglichkeit, ausgeprägter Arbeitswille, schnelle Erregbarkeit, Ausdauer und spezifische Verhaltenssequenzen wie Hüten, Jagen oder Bewachen.
Diese Anlagen verschwinden nicht dadurch, dass ein Hund heute als Familienhund lebt.
Natürlich ist eine stabile soziale Struktur essenziell. Bindung, klare Kommunikation und emotionale Sicherheit sind die Basis für jedes harmonische Zusammenleben. Doch soziale Stabilität ersetzt nicht automatisch die Befriedigung rassespezifischer Bedürfnisse. Interessant ist, welche Hunde besagte Trainer selber führen und natürlich habe ich deshalb auch ein wenig Verständnis für ihre Aussagen. Denn sie können es sich nicht im Ansatz vorstellen was so ein GEBRAUCHSHUND mitbringt.
Ein Hund kann eng eingebunden sein und dennoch unterfordert sein. Mentale Auslastung, kontrollierte körperliche Arbeit und Aufgaben, die an die genetischen Dispositionen anknüpfen, tragen wesentlich zur inneren Balance bei. Fehlen diese Elemente dauerhaft, zeigen sich nicht selten Übererregung, Frustration, stereotype Verhaltensweisen oder unerwünschte Selbstbeschäftigung.

Wenn zudem die Botschaft verbreitet wird, jeder Hund sei allein durch Nähe und soziale Einbindung glücklich, wird die Anschaffung bestimmter Rassen schnell unterschätzt. Gebrauchshunde werden nach Optik oder Trend gewählt, ohne die Konsequenzen zu bedenken. Treten dann ernsthafte Verhaltensprobleme auf, stehen Halter überfordert da und nicht selten endet dies in der Abgabe des Hundes. Dass gerade leistungsstarke Hunde überproportional häufig in Tierheimen landen, ist kein Zufall, sondern oft das Ergebnis fehlender Auseinandersetzung mit ihren spezifischen Bedürfnissen.

Das bedeutet nicht, dass jeder Hund aus einer Arbeitslinie täglich Hochleistungssport betreiben muss. Individuen unterscheiden sich, und es gibt durchaus Hunde, die mit moderater, aber sinnvoller Beschäftigung zufrieden sind. Entscheidend ist jedoch die Anerkennung, dass genetische Dispositionen real sind und Verhalten beeinflussen. Sie vollständig zu ignorieren oder als irrelevant darzustellen, wird weder dem Hund noch dem Halter gerecht.

Gebrauchshunde sind keine Problemhunde. Sie sind spezialisierte Hunde mit Eigenschaften, die ursprünglich gewollt und gefördert wurden. Wer diese Anlagen versteht und in angemessener Form berücksichtigt, schafft die Grundlage für ein stabiles Zusammenleben. Werden sie hingegen ignoriert, braucht man sich über die aktuellen Entwicklungen zunehmende Überforderung, wachsende Problemfälle und steigende Abgabezahlen nicht zu wundern.
Natürlich findet es viel Zustimmung, wenn man so etwas schreibt denn wie unkompliziert erscheint Hundehaltung plötzlich, wenn angeblich jeder Hund, unabhängig von Rasse, Linie oder Veranlagung, allein durch Nähe und eine gute soziale Struktur zufrieden ist. Dann spielt es scheinbar keine Rolle mehr, welchen Hund man sich anschafft. Alles wirkt einfach, niederschwellig und für jeden machbar.

Doch sich mit genau diesem einen Hund wirklich auseinanderzusetzen, ihn seiner Veranlagung entsprechend zu arbeiten, seine Anlagen zu erkennen, zu fordern und gezielt zu fördern, um ihm echte innere Zufriedenheit zu ermöglichen das setzt Wissen, Erfahrung und Können voraus und zwar nicht nur beim Hundehalter, sondern ebenso beim Trainer. Es erfordert Fachkenntnis über Rassemerkmale, Belastbarkeit, Erregungslagen und sinnvolle Auslastungsformen. Es bedeutet, genauer hinzusehen, differenziert zu denken und Verantwortung zu übernehmen.
Wenn man selbst noch nie mit einem echten Gebrauchshund gelebt oder gearbeitet hat, ist vieles davon schwer greifbar. Das ist nachvollziehbar. Bestimmte Dynamiken, Intensitäten und Bedürfnisse erschließen sich oft erst in der praktischen Erfahrung. Doch gerade deshalb sollte man vorsichtig sein, pauschale Botschaften in die Welt zu setzen, die genetische Anlagen relativieren oder negieren. Solche Aussagen können verheerende Auswirkungen haben, weil sie Erwartungen formen und Entscheidungen beeinflussen.

Wer zweifelt oder es nicht glauben kann, darf gerne den direkten Austausch mit mir suchen und erleben, was ein wirklicher Gebrauchshund ist und was ihn ausmacht. Vielleicht erweitert genau diese Erfahrung die Perspektive auf diese besonderen Hunde und führt zu mehr Differenzierung, Respekt und Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit ihnen.

06/02/2026

Auslandshunde klauen uns den Mops?

Ach, ein herrliches Thema und ich sehe mich schon beim Schreiben des ersten Satzes wieder die Hater bei Facebook blockieren.
Die Frage danach, ob wir Hunde nicht mehr züchten dürfen, weil es ja genug Hunde aus dem Tierschutz gibt, oder ob die bösen Tierschutzhunde uns die Tierheime voll machen, während der arme deutsche Hund auf der Straße sitzt.
Gleich mal vorneweg:
Wie viele Probleme dieser Welt wäre es schön, wenn es einfache Antworten gäbe, aber es ist nun mal komplexer und da hilft auch kein Schimpfen und Aufstampfen. Man muss sich leider die Mühe machen es differenzierter zu sehen.

Fangen wir mal bei der Hundezucht an.
Nein. Das Hunde gezüchtet werden hat nichts damit zu tun, dass im Ausland die Tötungsstationen überquellen. Und selbst wenn jeder Mensch in Deutschland der einen Hund hat jetzt sofort einen Hund aus dem Auslandstierschutz nehmen würde, dann wäre das Problem immer noch da und ein einem halben Jahr wieder genauso groß wie heute. Alle Leute hier hätten dann nämlich einen Hund und in den nächsten ungefähr fünfzehn Jahren wäre der Pool an Straßenhunden wieder dreimal so groß wie jetzt.
Das Problem der Überpopulation in anderen Ländern ist politisch.
Klar, kann man da einen Hund herholen. Mein einer Hund kommt übrigens aus Griechenland aus dem Tierschutz, mein erster Fiffi aus Spanien von der Straße. Und ein weiterer aus einem deutschen Haushalt aus dem er ins Tierheim ziehen sollte. Klar, kann man das gerne machen!
Und für diesen einen Hund ist das (eventuell!) auch eine super Hilfe. Aber es löst das Problem nicht im Ansatz. Für den Tierschutz brauchen wir vor allem Aufklärung und Hilfe vor Ort. Projekte zur Sterilisation und vor allem Hilfe für die Menschen!
Denn da, wo die Hundezahl auf der Straße explodiert, geht es meistens auch den Menschen schlecht und wer grade damit beschäftigt ist zu überleben kann sich um Luxusprobleme wie Hunde auf der Straße nicht kümmern.
Für alle die jetzt aufheulen wie böse die Menschen im Ausland sind, wann habt Ihr Euch hier das letzte Mal für Stadttauben eingesetzt?
Was das damit zu tun hat?
Stadttauben sind verwilderte Haustiere, genau wie Hunde. Wir haben sie erschaffen und gezüchtet für Messengerdienste und als Fleischlieferant. Und die, die draußen alles voll ka**en sind entflogene oder ausgesetzte Haustiere. Genau wie die Hunde im Ausland.
Und hast Du schon mal um eine überfahrene Taube geweint, oder heimlich Futter in der Innenstadt ausgestreut?
Ziehst Du los und tauscht Taubeneier gegen Holzeier, damit die Population eingedämmt wird?
Falls ja: danke! Cooler Job!
Falls nein: Wirf also bitte nie mehr Menschen in anderen Ländern vor, dass sie sich nicht darum kümmern, wenn verwilderte Haustiere alles voll ka**en.

Tierschutz ist toll und Menschschutz und Umweltschutz gehört dazu und ist nicht davon trennbar. Menschen müssen fair bezahlt werden, nicht von Krieg und Klimawandel bedroht sein und nicht unter der Ausbeutung anderer Staaten leiden, damit sie Zeit, Energie und Geld haben um sich um Straßentiere zu kümmern. Wer gütig zu anderen sein soll muss Güte erfahren! Wenn Du also etwas für diese Tiere tun möchtest, dann hilft alles, was die Welt friedlicher, fairer, sicherer und gesünder macht.
Und nebenbei hilft es Projekte zu unterstützen die vor Ort arbeiten. Und wenn Du magst und es in Dein Leben passt, dann hol Dir einen Hund aus dem Tierschutz, suche eine gute Organisation, die Dich ehrlich berät und einen passenden Hund für Dich rausgibt.
Zucht hat aber mit diesem Problem nichts zu tun.

An Zucht kann man eine Menge herummeckern. Inzestverpaarungen, genetische Verarmung und Qualzuchtmerkmale. Außerdem das immer weiter herunterreduzieren auf die Optik und das in den Hintergrund drängen von Fähigkeiten und Charakterzügen. Ja, das ist ein Problem, auch bei den Zuchtverbänden und den sogenannten „seriösen“ Zuchten. Hat aber nichts mit vollen Tierheimen zu tun.
Grundsätzlich ist die Idee sich einen Hund mit bestimmten Merkmalen holen zu wollen sehr nachvollziehbar. Je nachdem wie das Zusammenleben aussehen soll, ist es einfach schlau eine Rasse zu wählen die vielen Generationen auf bestimmte Fähigkeiten gezüchtet wird, wenn man diese Fähigkeiten unbedingt braucht. Nicht jeder Mensch kann einfach irgendeinen Hund nehmen und dann schon irgendwie damit leben.
Wer seinen Hund für eine Arbeit braucht und damit meine ich auch das Mitnehmen zu einer Arbeit, der tut gut darin die statistische Wahrscheinlichkeit, dass der Hund da rein passt auf ein Maximum zu erhöhen. Und ich persönlich finde es auch vollkommen vertretbar, wenn man seinen Hund auch hübsch finden möchte. Das sollte nicht der Hauptgrund sein, aber mal ehrlich, wer sucht sich denn einen Hund aus den er hässlich findet oder dessen Fell-Struktur er nicht gern anfasst?
Für gute Zucht gibt es also durchaus gute Argumente, auch wenn sicherlich nicht jeder Mensch einen Hund aus einer Zucht braucht.
Wo wir nun geklärt haben, dass Zuchthunde nicht die Jobs…ääh..Zuhause von Tierschutzhunden klauen noch mal zu den Hunden im Tierheim. Auch da kursieren immer wieder Gerüchte.
Im Tierheim sitzen selten Rassehunde aus einer „echten“ Zucht, also nicht einer vom Lastwagen an der polnischen Grenze, der in irgendeinem Keller massenproduziert wurde. Es sind teilweise Hunde aus dem schlechten Tierschutz von Orgas, die keine echten Tierschutzorgas sind und sich an der Vermittlung bereichern, oder einfach schlicht gesagt alles rüber schiffen, was nicht bei drei auf dem Baum ist, dann aber nicht mehr ansprechbar sind und sich als große Retter ansehen.
Da entstehen manchmal schlimme Situationen mit Hunden die mehr entführt als gerettet und völlig unpassend vermittelt wurden. Dazu kommen falsche Erwartungen der Menschen, die zwar gern ihr Gewissen mit ein bisschen Hunderettung bepinseln möchten, aber dafür keinen Aufwand in Kauf nehmen möchten. Oder solche die dachten, dass die Rettung alleine ja Grund genug für den Hund sein müsste sich jetzt aus reiner Dankbarkeit anzupassen.
Dann sitzen da noch Hunde die von Dullies „gezüchtet“ wurden, die keine Ahnung von Genetik, Erziehung oder Verhalten haben und besonders gern die extra coolen Rassen in die Welt werfen.
Am liebsten auch vollkommen bescheuerte Mixe aus coolen Rassen. Pittbull-Owtscharka, Kangal-Cattledog oder andere ganz besondere Kinder. Das Aufstellen der Rasselisten hat leider nicht dazu geführt, dass Listenhunde weniger gezüchtet werden, sondern dass sie nun hauptsächlich Leute züchten, die wirklich gar keine Ahnung haben und den „Kampfschmuser“ als Statussymbol der Männlichkeit sehen, oder gern mal vermixen mit völlig unpassenden, anderen Rassen. Ja, ich weiß, auch da gibt es noch gute Zuchten, aber die, die im Heim landen sind eben oft aus Vermehrer-Haushalten von Leuten, die dachten damit den Mindestlohn aufzubessern. Und wer dann so einen Hund möglichst billig kauft, weil er eben so cool ist der kommt eventuell auch an seine erzieherischen Grenzen, wenn der „Kleine“ in die Pubertät kommt und auf einmal keine anderen Hunde mehr mag und auffällig wird, weil Erziehung leider nicht bei Ebay im Angebot war, oder sich maßlos selbst überschätzt wurde in den eigenen Kompetenzen.
Ganz viele Hunde in den Tierheimen kommen (egal wo sie ursprünglich herkommen), wenn sie in der Pubertät sind und sich auf einmal ihr volles, genetisches Potenzial entfaltet und man merkt, dass so ganz ohne jede Erziehung der Spaß plötzlich ein Loch hat, wenn der Hund erwachsen wird.
Und nicht jeder Mensch ist jedem Hundetyp gewachsen oder kann einschätzen, worauf er bei der genetischen Disposition achten muss.
Einen leider sehr großen Teil machen Hunde aus, die vom Vetamt eingezogen werden mussten und passiert nicht mal eben so. Wenn das Amt einen oder mehrere Hunde mitnimmt, dann ist da wirklich was los. Meistens sind Hund und Halter*in mehrfach gefährlich auffällig geworden. Oder es handelt sich um illegal eingeführte oder im Bundesland verbotene Rassen wie zum Beispiel Wolfshybriden. Die kann man nicht einmal einfach so wieder vermitteln. Und was die Meisten nicht mitbekommen, sind Einzüge aus Animal Hording Fällen. Die hauen richtig rein, denn aus so einem Haushalt dieser psychisch kranken Personen können schon mal über Hundert Hunde auf einen Schlag anfallen und auf die Tierheime verteilt werden. Oft in katastrophal verwahrlostem Zustand, ohne jede Erziehung oder guten Kontakt zu Menschen und nicht selten halb verhungert und/oder in Käfigen gestapelt. Manchmal kommt so ein Fall an die Öffentlichkeit, aber viel seltener, als es passiert. Diese Hunde haben sich oft auch innerhalb ihres Zuhauses miteinander verpaart und es kommt zu Inzucht und tragenden Hündinnen, die dann in den Tierheimen oder Pflegestellen ihre Welpen gebären. Diese Fälle haben weder etwas mit Zucht noch mit dem Auslandstierschutz zu tun und können Tierheime geradezu fluten, wenn dummerweise zwei überfüllte „Hunde-Höfe“ auf einmal hopsgenommen werden können.
Einige eher wenige Hunde landen wirklich einfach durch reines Pech im Heim, wenn zum Beispiel der Mensch verstirbt und sich niemand darum kümmert.

Wir haben also ein Erziehungs- und Aufklärungsleck, was Hunde in die Tierheime bringt und dafür braucht es auch mehr gute Hilfsangebote und mehr Kontrollen für Hundetrainer*innen. Dass der Beruf überhaupt mal als richtiger Beruf anerkannt wird und es einheitlich geregelte Anforderungen und Ausbildungen geben, würde wäre mal was.
Außerdem braucht es Reglementierung von Zucht, die einfach mal so aus Spaß gemacht wird und Massenvermehrung müsste klarer verfolgt werden, aber auch die Käufer*innen solcher Produktionsstätten müssten sich strafbar machen.
Wenn dann auch noch Qualzuchtmerkmale und Linienzucht verboten werden würde, dann hätten wir gut gezüchtete, gesunde Hunde, die genaue Ansprüche zuverlässig erfüllen und für die Menschen, die es brauchen einen vorhersehbaren Entwicklungsverlauf bieten.
Animal Hording ist schwer zu kontrollieren und in den Griff zu bekommen. Aufmerksames Hinsehen hilft, aber manchmal ist es unmöglich zu sehen, was in den Kellern einiger Leute abgeht.
Wie man vermeidet, dass sich Menschen Hunde holen, die überhaupt nicht in ihr Leben passen, sehr viel Fachwissen brauchen und große Erziehungskompetenz benötigen wüsste ich auch nur mit speziellen Nachweisen zu klären. Also einem Antrag und einer Überprüfung der Sachkunde und den gegebenen Haltungsbedingungen.

Wir hätten weniger Hunde auf den Straßen, wenn wir größer denken würden als bis zum Importieren einzelner Hunde. Und auch wenn wir mehr die Gesundheit der gesamten Welt anstreben würden.
Wir hätten allgemein weniger Tierleid, wenn mehr Menschen ihre Energie statt in Hass und überhebliche Anfeindungen in den aktiven Tierschutz stecken würden und vielleicht ja auch mal im örtlichen Tierheim eine Spende abgeben, mit den Hunden dort spazieren gehen, denen ein ordentliches Hundetraining bezahlen oder anders helfen.
Man könnte die Leute unterstützen, die helfen und ihre Sachen auf den sozialen Netzwerken teilen. Man könnte den Hundetrainer*innen die eine richtige Ausbildung gemacht haben einen anständigen Lohn zahlen, ohne zu mosern, damit sie auch anderen helfen können und für mehr Kompetenz und weniger Hunde im Tierheim sorgen können.
Und man kann sich politisch engagieren, um neue Gesetze auf den Weg zu bringen die dafür sorgen, dass nicht einfach irgendwelche Hunde auf den Markt geworfen werden dürfen, die dann im Tierheim landen. Ach, und noch tausend Sachen mehr!

Es gibt so viele Gründe, wieso die Hundewelt ist wie sie ist. Psychologische Mechanismen, Kultur, politische Situation und allgemeine, gesellschaftliche Entwicklung. Es ist einfach so viel mehr als eine einfache Erklärung, dass irgendwer Hunde züchtet, oder Hunde aus dem Ausland herholt.
Und genauso vielfältig wie die Ursachen sind, die Möglichkeiten zu helfen. Das Einzige, was wirklich niemandem hilft ist Gemotze auf den sozialen Netzwerken über böse züchtende, Tierschützer*innen oder Labrardoodel. Kann man machen, hilft aber nicht und ist eben alles alleine nicht der Grund für die vollen Tierheime.
In diesem Sinne: macht was Hilfreiches!

04/02/2026

Adresse

Möriken
5103

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