03/02/2026
HIER EIN EINBLICK IN DIE AUSBILDUNGSDOKUMENTATION EINES NEUEN BERITTPFERDES:
Erste Trainingssession. Wenn man dem so sagen kann...
Ich ging in seine Integrationsbox mit Knotenhalfter.
Dachte: "Mal sehen, evtl. mal den Trail zeigen..."
Ich habe aber schnell gemerkt, dass das aktuell nicht zielführend ist. Nicht dass das nicht möglich wäre, aber er ist noch nicht so weit. Es mag jammern auf hohem Niveau sein, aber das Halftern ist nicht gut. Dabei stellt sich die Frage, was "gut" ist...?
Er war relativ entspannt. Ich hätte keine Probleme gehabt, ihn "einzufangen" und aufzuhalftern. Aber da ist etwas. Etwas, das ihn stört. Problemloses Aufhalftern heisst für uns auch, dass das Pferd keine Probleme hat mit Halfter & Strick. Er hat Probleme mit Halfter und Strick! Mehr mit Strick, aber auch mit Halfter! Da ist dieses leichte festmachen. Das leichte verspannen. Zucken. Und das, sobald man auch nur die Absicht zeigt, ihn aufhalftern zu wollen. Er sagt einen kleinen Moment lang "NEIN". Sehr subtil, und nur kurz, und doch klar! Es wäre kein Problem, da "drüber zu gehen" und ihn zu halftern. Aber wozu, wenn er damit nicht ok ist? - Wir haben bei ihm im mobilen Training ähnliches beobachtet beim satteln, beim Longiergurt, beim Sattelpad, etc. - Wenn wir das beim Halftern nicht besser hinbekommen, müssen wir nicht mal ans satteln denken!
Ja, soweit der erste Eindruck. Dann ca. 15. Minuten mit ihm daran gearbeitet. Versucht, das Halftern neu/positiv in seinem Gedächtnis, aber insbesondere in seinen Emotionen und Gefühlen "abzulegen". Halftern 2.0. Danach war er müde im Kopf. Er hat bestimmt 10x gegähnt. Dann hab ich es für Heute gut sein lassen. Schauen wir morgen, ob etwas davon hängen geblieben ist...