01/05/2026
Hunde beißen fast nie „aus dem Nichts“.
Was für uns überraschend wirkt, ist meist das Ende einer längeren Kommunikationskette, die wir Menschen übersehen oder falsch deuten.
Ein Hund sendet in der Regel schon vorher deutliche Signale: Er spannt den Körper an, friert kurz ein, wendet den Kopf ab, leckt sich über die Nase, zeigt das Weiß im Auge, schließt das Maul, starrt, knurrt oder versucht Abstand zu schaffen. Viele dieser Zeichen sind leise, kurz oder werden im Alltag nicht erkannt.
Das Problem ist deshalb selten „der plötzlich aggressive Hund“, sondern häufiger fehlendes Wissen über Körpersprache, Grenzen und Stresssignale.
Ein Biss entsteht oft dann, wenn ein Hund keine andere Lösung mehr sieht:
– Warnsignale wurden ignoriert
– Distanz wurde nicht ermöglicht
– Schmerz, Angst oder Überforderung spielen mit hinein
– Menschen greifen weiter ein, obwohl der Hund meistens schon sehr klar kommuniziert
Gerade deshalb ist Aufklärung so wichtig: Wer Hunde lesen lernt, kann früh reagieren, Situationen entschärfen und Bisse verhindern.
Ein freundlicher Hund wirkt meist weich, locker, beweglich und ansprechbar. Ein Hund, dem es zu viel wird, wirkt dagegen oft starr, angespannt, fokussiert oder zieht sich zurück.
„Er hat ohne Vorwarnung gebissen“ bedeutet also oft eher:
Wir haben die Warnung nicht erkannt.
Somit ist es an uns, genauer hinzuschauen und uns weiterzubilden!
Dieses Thema fasziniert uns seit jeher sehr.
Deshalb widmen wir ihm regelmässig unseren Theorieabend „Körpersprache und Ausdrucksverhalten“. Neben unserem Mai-Seminarhighlight mit Mike Shikashio bleibt dieses Thema ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit.
Nächster Theorieabend: 29.06.2026
Anmeldung:
https://fairtrain.ch/de/seminare/seminardetails?id=94