Hundeschule Team and Work

Hundeschule Team and Work Als lizenzierte Hundetrainer begleiten wir Mensch-Hund-Teams in Winterthur, Wallisellen und Umgebung. Gewaltfrei. Nachhaltig. Mit Herz.

Individuelles, alltagstaugliches Training mit positiver Verstärkung – für Welpen und erwachsene Hunde.

Aufreiten ist eines der Verhaltensweisen, die fast jeden Hundehalter irgendwann beschäftigen – bei Rüden wie bei Hündinn...
13/05/2026

Aufreiten ist eines der Verhaltensweisen, die fast jeden Hundehalter irgendwann beschäftigen – bei Rüden wie bei Hündinnen. Die Reaktionen darauf sind meist schnell: wegziehen, schimpfen, sich schämen. Dabei lohnt es sich, kurz innezuhalten – denn was hinter dem Verhalten steckt, ist meistens etwas ganz anderes als gedacht.

Nicht primär sexuell – auch wenn es so aussieht❗
Der naheliegendste Gedanke ist: Das ist ein sexuelles Verhalten. Und ja, das kann es sein – bei intakten Rüden in Anwesenheit einer läufigen Hündin ist das die wahrscheinlichste Erklärung. Aber selbst das ist nicht garantiert. Eine Studie aus dem Jahr 2004 zeigte, dass fast 30 Prozent der kastrierten Hunde – Rüden wie Hündinnen – das Verhalten nach der Kastration weiterhin zeigen. Das allein zeigt, dass sexuelle Motivation nur eine von vielen möglichen Ursachen ist.

Welpen fangen mit dem Aufreiten übrigens schon an, noch bevor sie die Geschlechtsreife erreicht haben. Bei ihnen ist es oft schlicht Spiel – oder ein erster Versuch, Kräfte und Grenzen auszuloten. Das gibt bereits einen Hinweis: Dieses Verhalten hat eine viel breitere Funktion als nur Fortpflanzung.

Stress, Erregung und innere Konflikte❗
Einer der häufigsten Gründe für Aufreiten ist Stress oder Überreizung. Der Hund befindet sich in einem inneren Konflikt – zu viel Aufregung, zu viele Reize, eine Situation die er nicht einordnen kann – und entlädt das durch Aufreiten. In der Verhaltensforschung nennt man das eine Übersprungshandlung: ein Verhalten, das scheinbar nicht zur Situation passt, dem Hund aber hilft, seine innere Anspannung zu regulieren.

Das passiert häufig in genau diesen Momenten: wenn Besuch kommt und die Aufregung überhandnimmt, wenn das Spiel mit einem anderen Hund zu intensiv wird, wenn die Situation zu viel wird und der Hund keinen anderen Ausweg findet. In solchen Fällen ist Aufreiten kein Dominanzgebaren und keine Unverschämtheit – es ist ein Hinweis auf einen Hund, der gerade überfordert ist.

Aufreiten auf Menschen❗
Wenn der Hund auf Menschen aufreitet, ist das für die meisten Halter besonders unangenehm. Hier spielen oft mehrere Faktoren zusammen: Aufregung beim Begrüssen, erlerntes Verhalten weil es in der Vergangenheit Aufmerksamkeit gebracht hat, oder eben der oben beschriebene Stress. Manchmal steckt auch schlicht Langeweile dahinter, oder ein Mangel an Impulskontrolle.

Wichtig zu wissen: Wenn ein Hund gezielt und wiederholt auf bestimmte Personen aufreitet, lohnt es sich, genau hinzuschauen wann und in welchen Situationen das passiert. Das gibt oft mehr Aufschluss als die Handlung selbst.

Aufreiten auf Gegenstände❗
Das Aufreiten auf Kissen, Hundebetten oder Spielzeug wird oft als die harmloseste Variante abgetan – und manchmal ist es das auch. Gelegentliche Selbststimulation oder eine erlernte Gewohnheit, die dem Hund Befriedigung verschafft, ist nicht zwingend ein Problem. Aber auch hier gilt: die Häufigkeit und der Kontext entscheiden. Ein Hund, der regelmässig und intensiv auf Gegenständen aufreitet, zeigt damit möglicherweise, dass er mit seinem inneren Stresslevel nicht anders umgehen kann. Das Verhalten fällt nur deshalb weniger auf, weil es niemanden in Verlegenheit bringt – nicht weil es weniger bedeutsam wäre.

Wann ist es normal – und wann sollte man es abklären lassen❓
Es kommt auf die Häufigkeit, den Kontext und das Gesamtbild an.
Normal und in der Regel kein Anlass zur Sorge ist Aufreiten, das gelegentlich in klar erkennbaren Erregungsmomenten auftritt – beim Begrüssen, im aufgeregten Spiel, nach einem intensiven Erlebnis – und das der Hund von selbst wieder loslässt. Es braucht aber einen ehrlichen Blick auf den Alltag des Hundes: Gibt es regelmässig Situationen, die ihn überfordern? Bekommt er genug Ruhe? Wird sein Stresslevel insgesamt gut aufgefangen?

Genauer hinschauen – und idealerweise eine Fachperson beiziehen – lohnt sich, wenn das Verhalten sehr häufig und in vielen verschiedenen Situationen auftritt, wenn der Hund sich dabei kaum unterbrechen lässt oder sehr fixiert wirkt, wenn es von anderen Stresssignalen begleitet wird wie Unruhe, Hecheln, Schlafschwierigkeiten oder Reizbarkeit, oder wenn das Verhalten plötzlich neu auftritt ohne erkennbaren Auslöser – das kann in seltenen Fällen auch auf hormonelle oder medizinische Ursachen hinweisen.

Wer das Verhalten seines Hundes kennt und weiss, in welchen Situationen es auftritt, kann es meist gut einordnen. Wer unsicher ist oder das Gefühl hat, dass da mehr dahintersteckt, ist mit einem kurzen Gespräch bei einer Fachperson gut beraten.

Es ist warm, die Sonne scheint, und dein Hund springt begeistert ins nächste Gewässer. Ein vertrautes Bild. Und doch lau...
08/05/2026

Es ist warm, die Sonne scheint, und dein Hund springt begeistert ins nächste Gewässer. Ein vertrautes Bild. Und doch lauert in dieser Situation jedes Jahr dieselbe, unterschätzte Gefahr: Blaualgen.

Wer weiss, was er sieht und wie er reagiert, kann im Ernstfall Leben retten. Deshalb hier alles Wichtige auf einen Blick.

Was sind Blaualgen überhaupt❓
Der Name ist etwas irreführend: Blaualgen sind keine Algen, sondern Bakterien – sogenannte Cyanobakterien. Sie gehören zu den ältesten Lebewesen auf der Erde und kommen das ganze Jahr über in praktisch allen Schweizer Gewässern vor. In geringen Mengen sind sie völlig unproblematisch und Teil des natürlichen Ökosystems.

Gefährlich wird es, wenn sie sich massenhaft vermehren – was man als Blaualgenblüte bezeichnet.

Wann und wo entstehen Blaualgenblüten❓
Für eine Massenvermehrung braucht es drei Dinge gleichzeitig: ruhiges, warmes Wasser, starke Sonneneinstrahlung und ausreichend Nährstoffe. Genau diese Kombination ist in Schweizer Sommern häufig – besonders bei anhaltender Hitze. Vor allem stehende Gewässer wie Seen, Teiche und Weiher sind anfälliger für eine Massenvermehrung. In fliessenden Gewässern ist das Risiko geringer, aber nicht ausgeschlossen – auch ruhige Uferbereiche von Flüssen oder Bächen können betroffen sein.

Das Risiko beschränkt sich nicht nur auf Seen und Bäche. Auch kleine, stehende Wasseransammlungen wie Pfützen, Blumenuntersetzer oder Wasserkübel können bei anhaltender Hitze und Sonneneinstrahlung zum Problem werden – gerade, weil das Wasser flach, warm und oft nährstoffreich ist. Hunde, die im Sommer aus solchen Quellen trinken, sind ebenfalls einem Risiko ausgesetzt.

Und die immer heisser werdenden Sommer verschärfen sie Situation: Steigende Wassertemperaturen dürften Blaualgenblüten künftig häufiger und intensiver machen.

Wie erkenne ich eine Blaualgenblüte❓
Leider gibt es keine verlässliche Sichtprobe – denn giftproduzierende Blaualgen lassen sich von ungefährlichen Arten nicht mit blossem Auge unterscheiden. Es gibt aber klare Warnsignale:
☝️ Das Wasser ist ungewöhnlich trüb oder verfärbt – grün, grünblau, bräunlich oder rötlich.
☝️ An der Oberfläche bilden sich ölartige Schlieren, Flocken oder Schaumteppiche.
☝️ Am Ufer können sich dunkle, grün-schwärzliche Beläge auf Steinen absetzen – auch «Krötenhäute» genannt.
☝️ Es riecht oft muffig oder erdig.

Eine einfache Faustregel: Stehst du knietief im Wasser und siehst deine eigenen Füsse nicht mehr, meide das Gewässer.

❗Wichtig: Die Situation in einem Gewässer kann sich örtlich und zeitlich innerhalb von Stunden ändern. Ein See, der morgens noch harmlos aussieht, kann nachmittags eine andere Situation zeigen.

Warum sind Hunde so gefährdet❓
Hunde nehmen Blaualgen-Toxine auf mehreren Wegen auf – und das ist das eigentliche Problem. Das grösste Risiko besteht beim Baden in kontaminiertem Wasser. Aber auch das Ablecken des Fells nach dem Schwimmen, der Kontakt mit Ablagerungen am Ufer oder das Kauen an Stöcken und Steinen aus belastetem Wasser stellen eine Gefahr dar. Manche Hunde fühlen sich vom Geruch der Cyanobakterienansammlungen sogar angezogen – was die Situation zusätzlich erschwert.

Was passiert im Körper – und wie schnell❓
Je nach Blaualgenart werden unterschiedliche Giftstoffe, sogenannte Cyanotoxine, gebildet. Manche schädigen die Leber, andere das Nervensystem. Nach der oralen Aufnahme wandern die Bakterien über das Gallengangsystem in die Leber, wo das Toxin bereits nach einer Stunde mit der Zerstörung von Leberzellen beginnen kann. Nervenwirksame Toxine können noch schneller wirken.

Erste Anzeichen können schon innerhalb von Minuten bis wenigen Stunden nach dem Kontakt auftreten. Das ist das Tückische: Die Zeit, die bleibt, ist oft sehr kurz.
Typische Symptome sind: Erbrechen, Durchfall, starkes Speicheln, Zittern, Muskelkrämpfe, Koordinationsstörungen, Atemnot und Bewusstlosigkeit. Im schlimmsten Fall Leber- oder Nierenversagen.

Was tun, wenn dein Hund Kontakt hatte❓
Erstens: Ruhe bewahren und sofort handeln.

Fell sofort gründlich mit klarem Wasser auswaschen – bevor dein Hund sich ableckt. Das ist der wichtigste erste Schritt. Dann umgehend zum Tierarzt oder in die nächste Tierklinik – auch wenn dein Hund noch keine Symptome zeigt. Sag dem Tierarzt explizit, dass Blaualgen-Kontakt möglich ist, damit sofort die richtigen Massnahmen eingeleitet werden können. Bei Vergiftungsverdacht ist in der Schweiz auch die Tox Info Suisse rund um die Uhr erreichbar: Notfallnummer 145.

Bitte keine Zeit verlieren und abwarten – bei Blaualgen-Vergiftungen kann jede Stunde entscheidend sein.

Wo finde ich aktuelle Informationen zu gesperrten Gewässern❓
Die Kantone sind für die Überwachung zuständig und informieren über ihre Ämter für Umwelt. Im Kanton Zürich ist das AWEL (Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft) die zuständige Stelle: www.zh.ch/blaualgen

Wer ein verdächtiges Gewässer meldet, hilft damit auch anderen.
Die Lage kann sich schnell ändern – im Zweifel gilt: klares Wasser, sicheres Wasser.

Gähnen, Nasenlecken, Blinzeln – drei Signale, die die meisten Hundehalter täglich sehen und trotzdem übersehen. Nicht we...
05/05/2026

Gähnen, Nasenlecken, Blinzeln – drei Signale, die die meisten Hundehalter täglich sehen und trotzdem übersehen. Nicht weil sie nicht hinschauen. Sondern weil sie nicht wissen, was sie bedeuten.

Dein Hund kommuniziert ständig – auch schon lange bevor er knurrt, die Leine straffzieht oder sich wegduckt. Diese frühen Signale sind keine unwillkürlichen Handlungen. Sie sind der Beginn eines Gesprächs.

Wir haben einen ausführlichen Blogartikel darüber geschrieben, was hinter diesen drei Signalen steckt – was die aktuelle Forschung dazu sagt, wie du sie im Alltag erkennst und was dein Hund dir damit wirklich mitteilen will. Auch wer sich schon gut auskennt, findet darin vielleicht etwas Neues.
Lies den Artikel hier: https://www.team-and-work.ch/sitz-platz-aha/dein-hund-spricht-h%C3%B6rst-du-zu/

02/05/2026

Der obligatorische Hundekurs muss sein – wie und wann ihr ihn macht, könnt ihr bei uns selbst bestimmen.

6 Lektionen, ganz für euch allein. Keine fixen Termine, keine Gruppe, kein Druck. Dafür ein Trainer, der nur für euch da ist – mit viel Zeit für deine Fragen und für alles, was euch wirklich weiterbringt.

Ihr erfüllt die gesetzliche Vorgabe – aber nehmt deutlich mehr mit als das.

https://www.team-and-work.ch/unser-angebot/obligatorischer-hundekurs/
Wir freuen uns auf euch! 🐾🐶

Momentan begegne ich täglich Hunden im Wald, die frei laufen – obwohl Leinenpflicht gilt. Und fast immer kommt, kaum das...
29/04/2026

Momentan begegne ich täglich Hunden im Wald, die frei laufen – obwohl Leinenpflicht gilt. Und fast immer kommt, kaum dass ich den Halter anschaue, der gleiche Satz: «Mein Hund jagt nicht.»
Ich glaube diesen Leuten. Wirklich. Aber der eigentliche Grund für die Leinenpflicht hat mit Jagdverhalten gar nichts zu tun – und das wissen die meisten einfach nicht.

Warum gibt es überhaupt eine Leinenpflicht im Wald❓
In der Schweiz gilt in vielen Kantonen während der Brut- und Setzzeit – grob von April bis Juli – eine generelle Leinenpflicht im Wald und in Waldesnähe. Der Grund ist nicht der jagende Hund. Der Grund ist der Hund, der sich bewegt.

Rehe, Gämsen, Feldhasen und Bodenbrüter wie die Waldschnepfe oder die Feldlerche befinden sich gerade in einer der energetisch anspruchsvollsten Phasen des Jahres. Weibchen sind trächtig oder führen Jungtiere. Nester liegen am Boden. Ein Hund, der durch Unterholz streift – auch völlig freundlich, auch ohne jede Jagdabsicht – kann ein Nest zertreten, eine Ricke mit Kitzen aufscheuchen oder ein Jungtier durch Stress in eine lebensbedrohliche Situation bringen.

Wildtiere unterscheiden nicht zwischen «dieser Hund will mir nichts» und «dieser Hund ist eine Bedrohung». Was sie wahrnehmen, ist ein Raubtier in ihrer unmittelbaren Nähe. Die Stressreaktion – Flucht, Verstecken, Aufgeben des Nestes – läuft automatisch ab, unabhängig von der Absicht des Hundes.

Das Problem mit dem Jagdtrieb❗
Kein Halter kann mit Sicherheit sagen, dass sein Hund nie jagt. Jagdverhalten ist kein Charakterfehler und kein Zeichen schlechter Erziehung – es ist ein tief verankertes Instinktverhalten, das in bestimmten Situationen auch bei Hunden aktiv werden kann, die bisher nie reagiert haben. Ein Reh, das plötzlich aus dem Gebüsch bricht. Ein Hase, der aufspringt. Ein Jungtier, das sich panisch bewegt. Das sind Reize, bei denen selbst gut ausgebildete Hunde in den Instinkt kippen können.
Die Leine ist in diesem Fall kein Misstrauensvotum gegenüber dem Hund. Sie ist eine Versicherung – für das Wild, aber auch für den Hund selbst.

Was riskieren Halter konkret❓
Das Missachten der Leinenpflicht ist in der Schweiz keine Kleinigkeit. Je nach Kanton drohen Bussen, und in Extremfällen – etwa wenn ein Hund nachweislich Wild aufgescheucht oder gerissen hat – können die rechtlichen Konsequenzen erheblich sein. Hinzu kommt die zivilrechtliche Haftung: Wer seinen Hund nicht unter Kontrolle hat, haftet für entstandene Schäden.

Und der Hund selbst❓
Freilaufende Hunde im Wald sind auch für sich selbst nicht ohne Risiko. Wildschweine mit Frischlingen, Dachse, die sich verteidigen – und in einzelnen Regionen auch das Rotwild – können für Hunde zur ernsthaften Gefahr werden. Die Leine schützt also in beide Richtungen.

Wer versteht, warum eine Regel existiert, hält sie viel eher ein – das gilt übrigens für Hunde im Training genauso wie für uns Menschen. Also: Leine ran, den Wald geniessen. Die Natur dankt es euch. 🌳

26/04/2026

Ein Wort, das im Alltag 100x fällt.
Leise. Laut. Genervt. Warnend. Wiederholt.

«Nein, hör auf.»
«Nein!»
«Neeeheeein…»

Ich frage dann immer: «Weiss dein Hund, was «nein» bedeutet?»
Die Antwort ist meist ein verwirrter Blick. Und ein leises «Das ist doch klar ...»

Aber das ist es eben nicht. Für UNS ist es klar.
Ein «Nein» heisst: hör auf, lass das, das ist falsch.
Aber für den Hund ist es ein Wort ohne klare Bedeutung.

Hunde lernen nicht über Worte an sich, sondern über Erfahrungen und Konsequenzen.
Ein «Nein» hat für den Hund nur dann eine Bedeutung, wenn es verlässlich verknüpft ist.
Und genau da liegt das Problem:

Mal bedeutet es:
«Hör auf damit»
«Geh da weg»
«Komm zu mir»
«Mach das nie wieder»
«Ich bin gerade genervt»

Ein Wort – hunderte Bedeutungen.
Aus Sicht des Hundes ist das kein klares Signal, sondern ein Raten.

Aber viele Hunde reagieren doch auf ein «Nein»!? Ja, aber nicht, weil sie es verstehen.
Sie reagieren auf:
- Tonfall
- Körperspannung
- Stimmung des Menschen

Das bedeutet:
Der Hund lernt nicht unbedingt was er tun soll, sondern merkt, dass gerade irgendwas nicht richtig ist.

Das kann zu Unsicherheit führen.
Oder zu Meidung.
Oder dazu, dass der Hund Verhalten unterdrückt – aber nicht versteht.

Ein «Nein» sagt dem Hund also eigentlich immer nur:
Das war es nicht.

Was fehlt, ist die Information:
Was stattdessen?

Und genau hier entsteht im Alltag oft Frust – auf beiden Seiten.

Der Mensch denkt:
«Er weiss doch, was ich meine❗️»

Der Hund denkt (wenn er könnte):
«Was meint er denn❓»

Heisst das, wir dürfen nie «Nein» sagen?
Doch. Aber es sollte bewusst eingesetzt werden.

Ein «Nein» kann sinnvoll sein, wenn:
✔️ es klar aufgebaut wurde
✔️ es immer dasselbe bedeutet
✔️ und der Hund weiss, welches Verhalten darauf folgt

Zum Beispiel als:
Abbruchsignal + anschliessendes Alternativverhalten

Statt also nur Verhalten zu stoppen, hilft es dem Hund mehr, wenn wir:
✔️ klar sagen, was wir wollen
✔️ Verhalten umlenken
✔️ Alternativen aufbauen
✔️ erwünschtes Verhalten verstärken

Denn Lernen entsteht nicht durch «falsch»,
sondern durch Verstehen und Wiederholen von richtigem Verhalten.

Das «Nein» ist also kein schlechtes Wort.
Aber oft ein unpräzises Werkzeug.

Und Unklarheit führt im Training selten zu dem, was wir uns wünschen:
Verlässlichkeit, Sicherheit und echte Orientierung.

Es lohnt sich also zu hinterfragen:
Hat dein «Nein» eine echte Bedeutung für deinen Hund?

21/04/2026

Hundebegegnungen können im Alltag herausfordernd sein – für den Hund genauso wie für den Menschen.

In einem strukturierten und sicheren Rahmen lernen die Hunde, andere Artgenossen wahrzunehmen, ohne in Stress oder Überforderung zu geraten. Durch kontrollierte Distanzen, wechselnde Laufreihenfolgen und die individuelle Begleitung durch unsere Trainer entsteht eine Trainingssituation, die sich direkt auf den Alltag übertragen lässt.

Unsere Social Walks sind für alle Hunde geeignet, auch für solche, die in der Gruppe noch unsicher oder schnell aufgeregt sind. Besonders neue Teams profitieren von der intensiven Betreuung durch unser Trainerteam.

✔️ Für alle Hunde geeignet – auch für unsichere oder reaktive Hunde
✔️ Individuelle Unterstützung durch mehrere Trainer
✔️ Strukturierter Start und entspannter Abschluss
✔️ Übungen und Theorie zu unserem Schwerpunktthema
✔️ Austausch in angenehmer Atmosphäre

📅 10.05.2025
📍 Winterthur
🔗 https://www.team-and-work.ch/unser-angebot/social-walk/



Wir freuen uns auf euch!

Die Haustür fällt ins Schloss. Für uns beginnt ein ganz normaler Tag. Für unseren Hund beginnt das Warten.Du kommst nach...
18/04/2026

Die Haustür fällt ins Schloss. Für uns beginnt ein ganz normaler Tag. Für unseren Hund beginnt das Warten.

Du kommst nach Hause. Dein Hund hat das Kissen zerfetzt. Trotz? Protest? Langeweile? Morgen mehr auslasten! Oder?

Du kommst nach Hause und alles ist ruhig.
Dein Hund liegt an seinem Platz, bewegt sich kaum und schaut dich still an. Schon ein Grund stolz zu sein – das macht er doch richtig gut! Oder?

Vielleicht stimmt das.
Vielleicht aber auch nicht.

Denn was wir von aussen sehen, erzählt nicht immer die ganze Geschichte.

Wenn Zerstörung kein Zeichen von Langeweile ist
Viele Hunde bellen, jaulen oder zerstören Gegenstände, wenn sie alleine sind. Häufig wird dieses Verhalten als Trotz oder Unterforderung interpretiert. Aus verhaltensbiologischer Sicht handelt es sich jedoch oft um eine Stressreaktion.

Hunde leben eng mit uns Menschen zusammen und sehen in uns ihre soziale Familie. Sie sind daran gewöhnt, ihren Alltag in unserer Nähe zu verbringen – räumliche Trennung ist für viele von ihnen daher keine Selbstverständlichkeit. Wird ein Hund mit dem Alleinsein überfordert, aktiviert sein Körper ein biologisches Alarmsystem. Stresshormone wie Cortisol und Adrenalin werden ausgeschüttet, Herzfrequenz und Anspannung steigen. Der Hund versucht, mit der Situation umzugehen – durch Rufen, Suchen oder Zerstören. Nicht selten «frisst» sich ein Hund durch die Wohnungstür – stellt sie doch diese unüberwindbare Barriere dar, durch die du verschwunden bist.

Das Verhalten ist also kein Zeichen von Ungehorsam, sondern ein Ausdruck von emotionalem Stress.

Wenn Stille nicht gleich Entspannung ist
Noch schwieriger zu erkennen sind Hunde, die still leiden. Sie bellen nicht, machen nichts kaputt und wirken auf den ersten Blick «brav». Doch auch diese Hunde können unter erheblichem Stress stehen.

Manche erstarren, bewegen sich kaum oder warten angespannt an der Tür. Dieses Verhalten kann auf erlernte Hilflosigkeit hindeuten – ein Zustand, in dem der Hund keine Möglichkeit sieht, seine Situation zu beeinflussen. Nach aussen erscheint er ruhig, innerlich befindet er sich jedoch weiterhin in Alarmbereitschaft.

Erst Videoaufnahmen zeigen häufig, was wirklich passiert: unruhiges Umherlaufen, starkes Hecheln, wiederholtes Aufstehen und Hinlegen oder das angespannte Fixieren der Eingangstür.

Mehr als nur ein Trainingsthema
Alleine bleiben ist kein Gehorsamstest und kein Zeichen von «Bravsein». Es ist vielmehr ein Ausdruck davon, wie sicher sich ein Hund in seiner Welt fühlt. Ein Hund, der entspannt allein bleiben kann, vertraut darauf, dass sein Mensch zurückkehrt und dass seine Umgebung ihm Sicherheit bietet.

Vielleicht lohnt es sich deshalb, das Thema aus einer neuen Perspektive zu betrachten:
Nicht «Kann mein Hund allein bleiben?», sondern «Wie fühlt sich mein Hund, wenn er allein ist?»

Was braucht ein Hund, um entspannt alleine bleiben zu können?
Entspanntes Alleinbleiben ist keine Selbstverständlichkeit, sondern eine erlernte Fähigkeit. Verschiedene Faktoren spielen dabei eine Rolle:

Voraussetzungen beim Hund:
✔ Emotionale Sicherheit und Vertrauen
✔ Fähigkeit zur Selbstregulation
✔ Positive Erfahrungen mit dem Alleinsein
✔ Eine ruhige und sichere Umgebung
Gute gesundheitliche Verfassung

Was der Mensch dazu beitragen kann:
✔ Kleinschrittiger Trainingsaufbau ohne Überforderung
✔ Positive Verknüpfungen mit der Abwesenheit
✔ Vorhersagbare und ruhige Abschiedsrituale
✔ Ausreichende Ruhe und passende Auslastung
✔ Vermeidung von Situationen, die den Hund überfordern

Was tun, wenn der Hund bereits Stress zeigt?
Wenn ein Hund deutliche Anzeichen von Trennungsstress zeigt, ist es wichtig, nicht einfach weiter zu üben, indem man ihn immer wieder alleine lässt. Jede Überforderung kann den Stress verstärken und das Training erschweren.

Hilfreich sind:
✔ Videoanalysen, um das Verhalten objektiv einzuschätzen
✔ Management, damit der Hund nicht länger allein bleibt, als er bewältigen kann
✔ Systematisches, kleinschrittiges Training
✔ Unterstützung durch Fachpersonen, insbesondere bei ausgeprägter Problematik
✔ Tierärztliche Abklärung, um gesundheitliche Ursachen auszuschliessen

Alleine bleiben bedeutet für Hunde also weit mehr als nur zu warten. Manche zeigen ihre Not laut und deutlich, andere leiden still – und werden dabei leicht übersehen.

Indem wir genauer hinschauen und die emotionalen Bedürfnisse unserer Hunde verstehen, schaffen wir die Grundlage für nachhaltiges Lernen und eine vertrauensvolle Beziehung.

Alleine bleiben ist kein Gehorsamstest – sondern ein Ausdruck von Sicherheit und Vertrauen.

🐾 In unserem Blog «Sitz. Platz. Aha!» Findest du weitere interessante Artikel – schnüffel doch mal rein: https://www.team-and-work.ch/sitz-platz-aha/hund-allein-zu-haus/

Frischer Wind für unsere Hundeschule 🐾Vielleicht ist es euch schon aufgefallen: Wir haben unserem Auftritt ein kleines M...
16/04/2026

Frischer Wind für unsere Hundeschule 🐾

Vielleicht ist es euch schon aufgefallen: Wir haben unserem Auftritt ein kleines Make-over verpasst. Logo, Farben und Gestaltung wurden überarbeitet, damit sie noch besser widerspiegeln, was uns wichtig ist – ein faires, modernes und alltagstaugliches Training für Mensch und Hund.

Auch wenn sich das Äussere verändert hat, bleibt das Herzstück dasselbe: unsere Leidenschaft für eine vertrauensvolle Mensch-Hund-Beziehung.

❤ Unser Angebot, unseren Blog und wer wir eigentlich sind, findest du auf unserer Website: https://www.team-and-work.ch/

Wir sind gespannt: Wie gefällt euch das neue Design?

Adresse

Huggenberg 17
Hofstetten
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Öffnungszeiten

Montag 07:00 - 09:00
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