01/07/2026
SUKI
Meine Vergangenheit hat mich geprägt. Mit meinen vielen Problemen wollte mich keiner mehr haben. Das Tierheim Gals war für mich die letzte Rettung aus meiner misslichen Lage, in der ich mich vorgängig befand.
Meine genaue Herkunft bleibt im Dunkeln. Das Schicksal hat mir mit Gewissheit übel mitgespielt, was eine plausible Erklärung für meinen schwierigen Charakter abgibt.
Ich bin eine absolute Einzelgängerin und dulde keine Artgenossen in meiner Nähe. Meine Mitbewohner merkten sogleich nach meiner Ankunft im Tierheim Gals, dass es besser war, meinen Wünschen oder Regeln nachzukommen. Keiner hatte Lust, sich mit
Mittlerweile sind es drei Jahre her, seit meiner Ankunft hier in meiner neuen Heimat. Die Menschen finden, ich hätte Fortschritte gemacht. Zu meinem Leidwesen muss ich gestehen, dass ich auch zu meinen Betreuern alles andere als freundlich war. Inzwischen dürfen sie an mir vorbeigehen, ohne dass ich sie attackieren muss. Es hat ja ohnehin nie jemand gross auf meine Übeltaten reagiert, was für mich sehr heilsam war.
Meine Artgenossen haben sich in der Folge an mich gewöhnt und respektieren, dass ich keinen von ihnen an meiner Seite oder gar zum Freund haben möchte.
Eigentlich bin ich eine wunderschöne Katze mit grau-weissem glänzenden Fell. Was sich genau zugetragen hat, dass man mir meinen Schwanz amputieren musste, weiss niemand. Vielleicht war ich in eine Rauferei verwickelt und trug böse Bisswunden davon, oder es könnte ja auch ein Unfall gewesen sein, der die Amputation nötig machte.
Auf jeden Fall kann ich Euch Menschen versichern, dass ich nicht mit so einem «mangelhaften» Charakter geboren wurde. Mit Sicherheit hatte ich vor meiner Ankunft im Tierheim Gals kein gutes Leben. Die schlechten Erfahrungen lehrten mich, dass ich mich immer und überall zur Wehr setzen musste, um nicht erneut immer und allezeit das Opfer von anderen zu werden.
Im Tierheim Gals lässt man mich in Ruhe oder geht mir aus dem Weg. In der kalten Jahreszeit liege ich gerne beim Ofen und wenn es im Frühling warm wird, liebe ich ausgedehnte Spaziergänge auf dem grossen Areal. Ich höre gut auf meinen Namen und geniesse jetzt auch die Streicheleinheiten, die mir Menschen, die ich gut kenne, zu teil werden lassen.
Meine Artgenossen schätzen sehr, dass ich ruhiger geworden bin. Ich muss mich vor nichts und niemanden ängstigen, da mir von nirgendwo her Unheil droht.
Danke, liebe Freunde, dass Ihr mir den Aufenthalt im Tierheim Gals, in meiner neuen Heimat, ermöglicht habt!