12/05/2020
Auf den Hund gekommen
Ein entspannter Tierarztbesuch
7 Tipps für den problemlosen Tierarztbesuch
Hallo Liebe Hundefreunde
Viele Hunde zittern schon auf dem Weg zur Tierarztpraxis und müssen buchstäblich ins Behandlungszimmer geschleppt oder getragen werden. Das muss nicht sein, wenn Sie meine Tipps beherzigen.
Hilfreiches Home-Training
Dass ein Fremder im Maul fuhrwerkt, den Körper abklopft und in die Ohren schaut, irritiert jeden Hund. Damit er sich nicht wehrt und in unnötigen Stress gerät, sogar mit milder Gewalt zur Behandlung gezwungen werden muss, üben Sie daheim diese wichtigen Handgriffe und lassen den Hund dabei entspannen. Es gibt Leckerli fürs Stillhalten, ein Zerr-, Schnüffeln- oder Wurfspiel nach Abschluss der «Untersuchung». Der Hund merkt bald, dass nichts Schlimmes sondern nur Gutes passiert und wird auch in der Praxis wesentlich gelassener sein.
Zu Gast, nicht als Patient
Verabreden Sie Sprechstunden beim Tierarzt, in denen gar nichts passiert, zB. um etwas abzuholen wie ein neues Flohband, Zeckenmittel etc.
Der Hund darf im Behandlungszimmer herumlaufen, Sie unterhalten sich freundlich mit dem Tierarzt und dieser streichelt den Hund oder steckt ihm ein Leckerli zu. Dann gehen Sie wieder nach Hause. Ein bis zwei solche Besuche im Jahr, bei denen der Hund nur Gast ist, reichen oft aus, um den Tierarzt in guter Erinnerung zu haben.
Das Geschäft vor der Therapie
Die vielen Gerüche im Wartezimmer und dem Behandlungsraum und die Behandlung selbst strapazieren auch gute Hundenerven. Das schlägt sich, wie bei uns Menschen, auf Darm und Blase aus. Es ist eine gute Idee, vor dem Tierarztbesuch einen schönen Spaziergang einzulegen, bei dem der Hund sich lösen kann. Für diese Erleichterung wird der Hund Ihnen danken.
Nur keine Aufregung
Ihre Spannung, Angst, Aufregung, das alles überträgt sich auf den Hund. Üben Sie also Gelassenheit. Atmen Sie tief durch und bändigen Sie Ihre Nerven, dem Hund zuliebe. Je selbstsicherer und ruhiger Sie den Tierarztbesuch angehen, desto leichter machen Sie es dem Patienten.
Gefährliches Mitleid
Klar leiden Sie mit, wenn der Hund Angst oder Schmerzen hat, wenn er winselt oder jault. Aber bedauern Sie um Himmels willen jetzt Ihren Hund nicht und fangen Sie nicht an zu trösten. Das verunsichert ihn noch mehr. Bleiben Sie ruhig, machen Sie ihm klar, dass nichts passieren kann, assistieren Sie dem Tierarzt, so gut es geht. Wenn Sie es gar nicht ertragen können, Ihren Hund leiden zu sehen, warten Sie draussen, bis die Behandlung erfolgt ist.
Unnütze Wartezeit
Eine gute Vorbereitung, um den Tierarztbesuch möglichst kurz zu halten: Alle Papiere bereit halten.
Wenn Ihr Hund zum Schnappen neigt, sagen Sie das dem Tierarzt sofort vor der Behandlung.
Wichtiges Happy-End
Natürlich müssen Sie mit dem Hund schnell nach Hause, wenn er frisch operiert wurde oder schwer krank ist. Doch nach einer Impfung, einem Gesundheitscheck oder einer Röntgenaufnahme sollten Sie sich die Zeit nehmen, gleich am Anschluss an die unangenehme Prozedur eine Spassrunde einzulegen. Also runden Sie das Erlebte mit einem freudigen Spaziergang ab. Das verknüpft der Hund mit dem Praxisbesuch und wird beim nächsten Mal Vorfreude statt Angst empfinden.
Vielen Dank und eine gute Zeit.
Maria Borer
Happy-Dog-School / Coach für Mensch und Hund