Hundeschule Balance

Hundeschule Balance HUNDESCHULE ALTDORF URI

Dienstleistungen rund um den Hund in Altdorf, Kt. Genau DAS treibt uns an.

Hundeschule/ Hundehalter-Coaching
Privat/ Einzelunterricht, Welpen & Junghundekurs, Alle Rassen Willkommen, Coaching für sogenannte „Problemhunde“, Tierschutzhunde, Verhaltensberatung, Sozialer Spaziergang, Vertrieb & Handel Clicino Clicker Ring Uri und der Zentralschweiz


Unsere Präferenzen liegen beim Alltagstraining im Einzel- und Privatunterricht, Gruppentraining, Welpenkurs sowie in der Tie

rpsychologischen Verhaltensberatung und dem Marker Training (Clicker oder Markerwort etc.). Offen bleiben, Neues dazu lernen und sich weiterbilden lassen in modernen, fairen und effizienten Trainingsmethoden und dem Wissen über das Wesen Hund. Unser Training und unsere Philosophie zur Hundeerziehung wie auch unsere Arbeiten mit Menschen und ihren Hunden beruht und orientiert sich hauptsächlich an den Techniken und den vermittelten Lerninhalten von Linda Tellington-Jones, Sheila Harper und besonders stark an Ute Blaschke-Berthold. Training mit Fokus auf Erwünschtes Verhalten und Positiver Verstärkung. Arbeiten mit Markersignal (Clicker oder Markerwort) und motivations- & bedürfnisorientierten Verstärkern. Beachtung der Wissenschaftlichen Lerntheorie und der Biologischen wie auch Individuellen Entwicklung des Hundes. Verhaltensanalyse unter dem Aspekt der Funktion von Verhalten (Funktionale Verhaltensanalyse).Stressfreies Lernen. Begegnungsstätte zur Förderung der Mensch- Hund- Beziehung seit 2005

Sollte ich mal ein Buch schreiben, könnte es in etwa so beginnen 😊Die besondere Mensch–Hund-FreundschaftMeine Werte. Mei...
07/12/2025

Sollte ich mal ein Buch schreiben, könnte es in etwa so beginnen 😊

Die besondere Mensch–Hund-Freundschaft

Meine Werte. Mein Verständnis. Mein Herz.

Für mich beginnt die besondere Beziehung zwischen Mensch und Hund dort, wo wir bereit sind, wirklich hinzuschauen – nicht durch die Brille von Erwartungen, Normen oder Vorstellungen, sondern mit offenem Herzen. Was wirklich zählt, ist nicht perfekte Funktion, angepasstes Verhalten oder ein Bild, das andere beeindrucken soll. Was zählt, ist die echte Verbindung zu einem anderen Lebewesen, das uns vertraut, uns begleitet und uns jeden Tag zeigt, wie einfach und gleichzeitig wie bedeutungsvoll Nähe sein kann.

Ich habe erfahren, welchen tiefen Einfluss Achtsamkeit und Empathie, Respekt und Verständnis für die Andersartigkeit des Hundes haben. Wenn ich meinem Hund wirklich zuhöre, wenn ich ihn sehe – nicht das Verhalten, sondern den Hund dahinter –, beginnt Beziehung. Eine Beziehung, die nicht auf Leistung basiert, sondern auf Wahrnehmung.
Ich sage meinem Hund:
Ich sehe dich. Ich höre dich. Ich nehme dich wahr. Ich unterstütze dich. Ich stehe dir bei – in Momenten der Unsicherheit, in Ängsten, in deinem kleinen und grossen Erleben.

Mein Hund darf sein, wer er ist. Ganz. Ungefiltert. Mit all seinen Bedürfnissen, seinen Emotionen, seinen Eigenheiten und seiner individuellen Art, die Welt zu begreifen. Er darf sich zu 100 % auf mich verlassen – darauf, dass ich für ihn stehe, dass ich ihn schütze, dass ich ihn halte, wenn er Halt braucht.
Nicht, weil er etwas leisten muss, sondern weil er mein Hund ist. Ein einzigartiges Wesen, ein Individuum mit seiner eigenen Geschichte, seinem eigenen Inneren, seinem eigenen Sein.

Ich möchte nicht aus ihm den Hund formen, den ich mir vielleicht wünsche. Ich möchte kennenlernen, wer er wirklich ist. In seiner Echtheit liegt sein Wert – und in meiner Bereitschaft, ihn genau so anzunehmen, liegt meine Verantwortung.
Wenn ich bereit bin, hinzusehen, mich zu öffnen, wirklich wahrzunehmen, dann öffnen sich Türen zu einer Tiefe der Beziehung, von der viele Menschen nicht wissen, dass sie überhaupt existiert. Erst dann versteht man, wie reich und gross diese Freundschaft sein kann.

Beziehung, Freundschaft und bedingungsloses Vertrauen sind für mich der Kern des gemeinsamen Lebens.
Training, Regeln und gesellschaftliche Normen sind nur Werkzeuge, um ein harmonisches Zusammenleben in unserer komplexen Welt zu ermöglichen – sie haben keinen inneren Wert. Ein „perfekt funktionierender“ Hund entsteht aus menschlichem Ehrgeiz, nicht aus echter Verbundenheit.
Die Welt des Hundes kennt kein richtig und falsch, keine Leistung und kein Bewertungssystem. In ihr zählen innere Werte – Vertrauen, Sicherheit, Nähe, Authentizität.

Deshalb stelle ich keine Ansprüche an meinen Hund.
Ich stelle sie an mich:
Bereit sein zu lernen, zu verstehen, zu entdecken.
Bereit sein, dieses Wesen an meiner Seite wirklich zu sehen.
Bereit sein, Raum zu schaffen für das, was uns verbindet.

Meine persönliche Ethik im Umgang mit Hunden bedeutet, meine begrenzte gemeinsame Zeit so zu gestalten, dass am Ende nur das bleibt, was wirklich wertvoll ist: die Momente, die uns verbunden haben. Die Erlebnisse, die wir geteilt haben. Die Geschichte, die nur uns beiden gehört.
Ein Hund ist kein Statussymbol – weder durch sein Aussehen noch durch seinen Gehorsam. Er ist ein Freund auf Zeit, ein Gefährte, der uns lehrt, was es heisst, im Hier und Jetzt zu leben.

Wenn wir uns von gesellschaftlichen Bildern, Normen und Zwängen lösen, entsteht etwas Eigenes – etwas Echtes. Unsere eigene Definition von Freundschaft und Zusammenleben. Und erst wenn man es erlebt, versteht man, wie sich bedingungslose Verbindung anfühlt und wie Hund und Mensch zu einer Einheit werden können.

Eigentlich ist es ganz einfach:
Weniger Erwartungen. Weniger Vorstellungen. Weniger Müssen.
Dafür mehr Dürfen. Mehr Können.
Mehr Achtsamkeit. Mehr Ruhe.
Mehr Sein.

Mehr hier und Jetzt
Mehr Wir und Sein

Hallo, es braucht nochmals deine Unterstützung und Stimme um einen wirkungsvollen Gesetzesentwurf zum Thema Feiern ohne ...
28/08/2025

Hallo, es braucht nochmals deine Unterstützung und Stimme um einen wirkungsvollen Gesetzesentwurf zum Thema Feiern ohne Knallerei zu erreichen - ganz ohne das Wort "Verbot" zu benutzen :-)

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NachdenklichRaumverwaltung - ein neues/altes Modell in der Hundeerziehung voll im Trend.Oder wie Menschen veraltete Ding...
11/08/2025

Nachdenklich

Raumverwaltung - ein neues/altes Modell in der Hundeerziehung voll im Trend.
Oder wie Menschen veraltete Dinge immer wieder neu erfinden und am Leben erhalten. Es erstaunt mich sehr wo dieser Ausdruck überall in Erscheinung tritt, gelernt, weitervermittelt und angewendet wird!

Raumverwaltung in der Hundeerziehung – ein gefährlicher Trend ohne wissenschaftliche Basis

In der Hundeszene taucht in den letzten Jahren immer häufiger der Begriff „Raumverwaltung“ auf. Was zunächst harmlos klingt, ist in der Praxis oft nichts anderes als eine neu verpackte Form von Einschränkung, Einschüchterung und Machtausübung – ohne wissenschaftliche Belege für Wirksamkeit oder Vorteil gegenüber anderen, tierschutzgerechteren Methoden.

Was Befürworter behaupten

Befürworter von Raumverwaltung empfehlen, dass der Mensch „den Raum kontrollieren“ solle – etwa indem er den Hund körperlich blockiert, ihm bestimmte Zonen (Türrahmen, Sofa, Küche) verwehrt oder durch gezielte Präsenz zum Ausweichen zwingt. Das soll angeblich „Führung“ zeigen, dem Hund „Respekt beibringen“ und unerwünschtem Verhalten vorbeugen.
Das Problem: Für diese konkrete Trainingsidee gibt es keine belastbaren, peer-reviewten Studien. In der Fachliteratur taucht der Begriff nicht als eigenständiges Konzept auf. Die positiven Effekte, die Anhänger sehen, sind meist schlicht das Ergebnis von Management und Wiederholung – nicht einer geheimnisvollen „Raumtheorie“.

Individualdistanz ist nicht Raumverwaltung

Oft wird Raumverwaltung mit Individualdistanz verwechselt.
Die Individualdistanz ist in der Ethologie klar definiert: Es ist der Abstand, den ein Tier zu einem anderen einhalten möchte, bevor es ausweicht oder droht. Sie ist beziehungs- und situationsabhängig, nicht starr – und sie beschreibt keine vom Menschen willkürlich „beanspruchte“ Zone.
Raumverwaltung dagegen ist in der Regel ein einseitig aufgezwungener Eingriff, der nicht auf gegenseitigem Verständnis beruht.

Alte Dominanzmythen in neuem Gewand

Das Konzept, Verhalten über Raumkontrolle zu steuern, erinnert stark an überholte Dominanz- und Rudeltheorien: „Wer den Raum kontrolliert, führt das Rudel.“
Die Wolfsforschung hat längst gezeigt, dass Wölfe in freier Wildbahn nicht in starren Alphastrukturen leben, sondern in Familienverbänden. Hunde sind zudem keine „abgemilderten Wölfe“, die nur auf Raumkontrolle reagieren. Fachgesellschaften warnen vor solchen Denkmodellen, weil sie zu unnötigen Konflikten führen und dem Tierwohl schaden.

Die Risiken: Stress, Frustration, Aggression

Wenn Raumverwaltung als „körperliches Blocken“, „Druck aufbauen“ oder „den Hund wegschicken“ umgesetzt wird, handelt es sich um eine aversive Methode.
Die Forschung zu aversiven Techniken ist eindeutig:
Erhöhter Stress: messbar z. B. durch höhere Cortisolwerte.
Mehr Aggression: Hunde, die konfrontativ trainiert werden, zeigen signifikant häufiger aggressives Verhalten gegenüber Menschen.
Schlechtere Lern- und Bindungseffekte: Belohnungsbasiertes Training erzielt nachhaltigere Ergebnisse, ohne negative Nebenwirkungen.
Kurz gesagt: Auch wenn der Hund scheinbar „Respekt“ zeigt, lernt er in Wirklichkeit oft nur zu meiden – und das unter Stress. Das kann zu Frustration und langfristig zu mehr Problemverhalten führen.

Verhalten folgt Emotionen – nicht Raumgrenzen

Verhalten wird nicht durch imaginäre Raumlinien gesteuert, sondern durch Emotionen, hormonelle Prozesse und Lernerfahrungen.
Hormone wie Cortisol oder Adrenalin beeinflussen Stress- und Fluchtverhalten.
Oxytocin, das bei positiven sozialen Interaktionen ausgeschüttet wird, fördert Bindung und Kooperationsbereitschaft.
Wer Verhalten nachhaltig verändern will, muss an Emotionen und Motivation ansetzen – nicht an der künstlichen Kontrolle von Wegen und Flächen.

Fazit

Raumverwaltung ist kein moderner Durchbruch in der Hundeerziehung, sondern eine altbekannte Methode in neuem Anstrich – ohne wissenschaftliche Fundierung. In der Praxis ist sie oft nichts anderes als Einschüchterung und Einschränkung, mit potenziell negativen Folgen für das Wohlbefinden des Hundes.
Wer tierschutzgerecht trainieren will, setzt auf belohnungsbasiertes Lernen, klare Kommunikation, positives Emotionsmanagement und echtes Verständnis für den Hund – nicht auf Machtspiele um den Raum.

Quellen

American Veterinary Society of Animal Behavior (AVSAB): Position Statement on the Use of Dominance Theory in Behavior Modification of Animals
Mech, L. D. (1999). Alpha status, dominance, and division of labor in wolf packs. Canadian Journal of Zoology, 1196–1203.
Scientific American / New Yorker: Populärwissenschaftliche Aufarbeitungen des Alpha-Mythos.
Vieira de Castro, A. C., et al. (2020). Does training method matter? Evidence for the negative impact of aversive-based methods on companion dog welfare. PLOS ONE, 15(12): e0225023.
Herron, M. E., et al. (2009). Survey of the use and outcome of confrontational and non-confrontational training methods in client-owned dogs. Applied Animal Behaviour Science, 117(1-2), 47–54.
Hiby, E. F., et al. (2004). Dog training methods: their use, effectiveness and interaction with behaviour and welfare. Animal Welfare, 13, 63–69.
Overall, K. L. (2013). Manual of Clinical Behavioral Medicine for Dogs and Cats. Elsevier.
Nagasawa, M., et al. (2015). Oxytocin-gaze positive loop and the coevolution of human–dog bonds. Science, 348(6232), 333–336.
Hall, N. J., & Wynne, C. D. L. (2012). The canid genome: behavioral geneticists’ best friend? Genes, Brain and Behavior, 11(1), 89–98.

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