26/03/2026
🐰 „Bitte einmal Luft anhalten!“
Klingt einfach – ist es aber für unsere Patienten natürlich nicht. 😉
Damit wir bei CT-Untersuchungen von Lunge und Bauch wirklich gestochen scharfe Bilder erhalten, müssen Bewegungen – insbesondere durch die Atmung – möglichst vermieden werden.
👉 Für Schädelaufnahmen reicht meist eine einfache Sedation (keine Vollnarkose)
In unserer Praxis führen wir keine CT-Untersuchungen an wachen Kaninchen durch. Ausnahme: Kaninchen im Notfall, bei denen der Allgemeinzustand sehr schlecht ist und sich das Tier kaum bewegt.
Warum ist das so?
Unser CT erreicht eine extrem hohe Auflösung von bis zu 100 µm (0.1 mm) Schnittdicke in der besten Auflösung. Gerade bei Schädelaufnahmen ist diese Detailtiefe entscheidend, um feinste Knochen- und Zahnstrukturen sichtbar zu machen (Zahnerkrankungen, Nase, Ohren, etc.). Wir entscheiden uns bewusst dafür, das Maximum aus unserer Technologie herauszuholen, um eine möglichst präzise Diagnostik zu ermöglichen.
➡️ Bereits kleinste Bewegungen führen zu deutlichen Artefakten und Bildverzerrungen.
➡️ Klassische CT-Geräte sind weniger empfindlich gegenüber Bewegung – haben aber eine bis zu 10x schlechtere Auflösung.
Deshalb setzen wir bewusst auf:
✨ Sedation oder Vollnarkose
✨ Absolute Ruhe während der Aufnahme
✨ Maximale Bildqualität für präzise Diagnosen
👉 Für detaillierte Aufnahmen von Lunge und Bauchorganen können wir noch einen Schritt weiter gehen:
✨ Vollnarkose
✨ Intubation & kontrollierte Beatmung
✨ Kurze Apnoe (30–60 Sekunden)
✨ Kontrastmittel für optimale Darstellung der Organe
💡 Wichtig: Diese Methode ist bei Kaninchen genauso sicher wie bei Hunden und Katzen – wird aber leider noch zu selten genutzt. Oft aus Sorge vor der Narkose – dabei verzichtet man aber auf entscheidende diagnostische Informationen.
📸 Im letzten Bild: Ein Kaninchen mit einem grossen Thymom im Brustraum – selbst hier ist eine sichere Durchführung mit Vollnarkose möglich.
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