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07/05/2026

Prioritäten setzen als Mutter muss man halt einfach mal. Deshalb habe ich ja die anzahl der Pfleglinge gekürzt!
Heute aber, fühlt es sich wieder wie in alten zeiten an bevor ich Mami geworden bin – eine kleine Zeitreise in mein vorheriges Leben. Es ist einfach genial mit so einer grossen Bande Unterwegs zu sein. Die nächse Zeit werde ich es in vollen Zügen geniessen bevor der Alltag wieder kommt! 🫶

04/05/2026

‼️SCHRECKREIZE IM HUNDETRAINING TEIL 2‼️
Neurobiologisch definiert und wie gewünscht - Alternativen

👉Kurzer Hinweis vorab👈
Fachlicher Austausch ist hier willkommen.
Beleidigende, respektlose oder inhaltlich unsachliche Kommentare werden kommentarlos gelöscht – ohne Diskussion.

Da unter meinem letzten Beitrag viele der Meinung waren, man könne Hunde mit Schreckreizen „aus dem Tunnel holen“, möchte ich das Thema noch einmal sachlich einordnen. Nicht aus Gefühl, nicht aus Meinung, sondern aus Neurobiologie.

‼️WAS WIKLICH IM HUND PASSIERT‼️
Wenn dein Hund bereits im sogenannten „Tunnel“ ist, dann ist sein Alarmsystem längst aktiv. Die Amygdala, also das zentrale Angst- und Alarmzentrum im Gehirn, hat die Situation bereits als relevant oder bedrohlich bewertet. Gleichzeitig läuft die Stressachse auf Hochtouren. Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol sind erhöht, der Körper befindet sich in einem Zustand, der evolutionär auf Überleben ausgelegt ist, nicht auf Lernen. In genau diesem Moment wird der präfrontale Cortex, also der Bereich, der für Impulskontrolle, Orientierung, Entscheidungsfähigkeit und bewusstes Lernen zuständig ist, in seiner Funktion eingeschränkt. Übersetzt bedeutet das: Der Teil des Gehirns, den du für Training brauchst, ist in diesem Zustand nicht voll verfügbar.

Und jetzt kommt der entscheidende Punkt. Wenn du in genau diesem Zustand einen zusätzlichen Schreckreiz setzt, passiert nicht „Regulation“. Du verstärkst das System, das ohnehin schon aktiv ist. Die Amygdala wird weiter aktiviert, die Stressreaktion intensiviert sich, die emotionale Bewertung der Situation wird noch stärker abgespeichert. Das ist keine Korrektur und auch kein „Rausholen aus dem Tunnel“. Das ist eine weitere Eskalation auf neurobiologischer Ebene.

Genau hier liegt einer der größten Denkfehler. Viele Menschen sagen: „Ich muss ihn doch aus dem Tunnel holen.“ Nein. Die entscheidende Frage ist nicht, wie du ihn dort herausholst, sondern warum er überhaupt regelmäßig dort landet. Wenn dein Hund auf große Distanz bei einem Reiz komplett eskaliert, dann ist das keine Trainingssituation, sondern eine Überforderungssituation. Wer in solchen Momenten mit Schreckreizen arbeitet, trainiert nicht, sondern reagiert auf ein Problem, das vorher schon entstanden ist.

Und jetzt kommt der Teil, den viele nicht hören wollen:
Wer erst im Tunnel anfängt zu „trainieren“, hat das Training vorher verpasst.

‼️Und ja, natürlich gibt es Situationen im Alltag, in denen Reize plötzlich auftreten. Ein Hund kommt um die Ecke, ein Fahrradfahrer taucht unerwartet auf oder ein Jogger ist plötzlich da. Genau hier zeigt sich der Unterschied zwischen Training und Management.

In solchen Momenten geht es nicht darum, Verhalten zu „korrigieren“. In solchen Momenten geht es darum, die Situation zu managen.

Das bedeutet konkret: Du nimmst deinen Hund auf die reizabgewandte Seite, schaffst Distanz, weichst aus, gehst in eine Einfahrt, wechselst die Straßenseite oder verlässt die Situation komplett, wenn es möglich ist. Auf freiem Gelände gehst du einen anderen Weg oder vergrößerst aktiv den Abstand. Wenn dein Hund bereits im Tunnel ist, führst du ihn ruhig und klar durch die Situation, ohne von ihm in diesem Moment etwas zu erwarten, was er neurobiologisch gar nicht leisten kann.

Und genau hier liegt der nächste entscheidende Punkt: In dem Moment, in dem dein Hund sich wieder orientiert, dich anschaut oder mental zurückkommt, wird das verstärkt. Nicht der Tunnel wird bearbeitet, sondern der Ausstieg daraus.

Das ist kein „Nichtstun“.
Das ist sauberes Management.

Und genau dieses Management ist die Voraussetzung dafür, dass Training überhaupt greifen kann.

Ein weiterer zentraler Punkt wird ebenfalls häufig missverstanden. Das Gehirn speichert unter hoher emotionaler Aktivierung nicht sauber Ursache und Wirkung im Sinne von „Ich habe gebellt, deshalb kam die Dose“. Stattdessen wird der gesamte Kontext abgespeichert. Der andere Hund, der Ort, die Situation, die Bewegung, die Stimmung – all das wird mit dem erhöhten Stresszustand verknüpft. Das geschieht über neuronale Netzwerke und Generalisierungsprozesse. Die Folge ist nicht selten eine stärkere Reaktivität, mehr Unsicherheit und eine Ausweitung des Problems auf weitere Reize.

Gerade bei Hunden, die ohnehin sensibel sind oder bereits mit einem instabilen Nervensystem unterwegs sind, ist das besonders kritisch. Viele dieser Hunde bringen Erfahrungen von Unsicherheit, Kontrollverlust oder chronischem Stress mit. Ihr System ist nicht „frech“, sondern überlastet. Wenn in genau dieses System zusätzlich mit Schreckreizen eingegriffen wird, kann das die vorhandene Instabilität weiter verstärken, anstatt sie zu regulieren.

An dieser Stelle kommt häufig das Argument, dass es doch „funktioniert“, weil der Hund aufhört. Ja, Verhalten kann unterbrochen werden. Das ist unbestritten. Aber Unterbrechen ist nicht gleich Lernen. Der Hund hört auf, weil sein System in Alarm ist, nicht weil er verstanden hat, was er stattdessen tun soll. Es entsteht KEINE klare Alternative, KEINE echte Orientierung und KEINE nachhaltige Veränderung der zugrunde liegenden Emotion.

Ein weiterer unbequemer, aber wichtiger Punkt betrifft den Tierschutz. Das deutsche Tierschutzgesetz formuliert klar, dass einem Tier ohne vernünftigen Grund keine Schmerzen, Leiden oder Schäden zugefügt werden dürfen. Wenn eine Methode darauf abzielt, einen Hund gezielt zu erschrecken, um Verhalten zu beeinflussen, muss man sich fachlich und auch ethisch die Frage stellen, auf welcher Grundlage das passiert. Es geht nicht darum, jede einzelne Situation juristisch zu bewerten, sondern darum zu verstehen, dass Methoden, die über Angst, Schreck oder Einschüchterung wirken, sich auf einem sehr fragwürdigen Fundament bewegen.

‼️ALTERNATIVEN - WAS DU STATTDESSEN MACHEN KANNST ODER SOLLTTEST‼️

Die Alternative ist nicht, den Hund einfach machen zu lassen. Die Alternative ist sauberes Training UND Timing.
Das bedeutet, dass man sich zunächst anschaut, warum der Hund überhaupt reagiert. Geht es um Unsicherheit, um Distanzvergrößerung, um Frustration, um Erwartung oder um erlerntes Verhalten? Je nach Motivation sieht Training unterschiedlich aus. Entscheidend ist, dass der Hund nicht erst im Tunnel angesprochen wird, sondern deutlich davor.

Das bedeutet in der Praxis, dass Reize zunächst gemieden oder so gestaltet werden, dass der Hund unterhalb seiner Reizschwelle bleibt. In diesem Zustand ist Lernen überhaupt erst möglich. Dort kann Orientierung aufgebaut werden, dort kann der Hund lernen, sich am Menschen zu orientieren, dort können Alternativen trainiert werden. Der Hund lernt beispielsweise, bei Sichtung eines Reizes nicht nach vorne zu gehen, sondern sich zum Menschen zu orientieren. Er lernt, dass er nicht selbst regeln muss, sondern geführt wird. Er lernt, dass es eine Strategie gibt, die funktioniert, ohne zu eskalieren.

Ja, das dauert länger. Weil echtes Lernen Zeit braucht. Aber genau dieser Weg führt dazu, dass Verhalten nachhaltig verändert wird, dass Vertrauen entsteht und dass das Nervensystem stabiler wird, anstatt immer wieder hochzufahren.

Am Ende geht es nicht darum, ob ein Verhalten kurzfristig aufhört. Die entscheidende Frage ist, was im Gehirn des Hundes passiert und was langfristig gespeichert wird. Schreckreize können Verhalten unterbrechen, aber sie erklären nichts, sie regulieren nicht und sie verändern die zugrunde liegende Emotion nicht zuverlässig. Sie erhöhen oft den Stress und können Probleme verstärken, anstatt sie zu lösen.

Die eigentliche Frage ist also nicht, ob es im Moment „funktioniert“, sondern was der Hund dabei lernt. Und wenn man diese Frage ehrlich und neurobiologisch beantwortet, bleibt von der Idee, Verhalten über Schreck nachhaltig zu verändern, nicht viel übrig.

Wer erst im Tunnel anfängt zu trainieren, hat das Training vorher verpasst.

Wenn du Fragen dazu hast, etwas genauer verstehen möchtest oder Unterstützung mit deinem eigenen Hund brauchst, kannst du dir gerne ein kostenloses Erstgespräch über meine Homepage buchen:
www.hundepsychologe-sven.de

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12/04/2026

Hier noch ein kleiner Einblick in das heutige Alltagstraining. Cool wars 🎉🥳

https://www.facebook.com/share/p/1CiLhiTYJB/👍🙏
10/04/2026

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👍🙏

Der diskriminative Reiz ist keiner

Warum das Kommando nicht auslöst, was wir ihm andichten – und warum es unter Stress zerfällt

Im Hundetraining gibt es einen Begriff, der seit Jahrzehnten behandelt wird, als wäre er eine technische Selbstverständlichkeit: der diskriminative Reiz. Das Hörzeichen, das Sichtzeichen, das Kommando. Das Wort, das Verhalten auslösen soll. „Sitz“ rein, Hund setzt sich. „Platz“ rein, Hund legt sich hin. Von außen sieht das sauber aus. Fast maschinell. Und genau deshalb wurde daraus eine Theorie gemacht.

Das Problem ist nur: Die Theorie verwechselt das sichtbare Ergebnis mit der inneren Mechanik.

Denn das Wort löst das Verhalten nicht aus. Es öffnet Erinnerungen. Mehr nicht.

Dass es trotzdem so aussieht, als würde das Wort Verhalten direkt produzieren, liegt daran, dass man im Training vorher bereits alles dafür getan hat, dass am Ende nur noch genau dieses eine Verhalten mit ausreichender Priorität übrig bleibt. Der Hund wird auf dem Platz nicht einfach „auf ein Signal konditioniert“. Er wird in einem bestimmten Kontext durch Wiederholung, soziale Einbettung, Erwartung und Verstärkung so eng geführt, dass aus einem ursprünglich offenen Pool an Verhaltensmöglichkeiten fast nur noch eine einzige brauchbare Lösung nach oben kommt.

Genau das wird dann fälschlich für Reizkontrolle gehalten.

Tatsächlich wurde aber nichts anderes getan, als den Verhaltenspool auszudünnen.

Am Anfang bietet der Hund noch vieles an. Er orientiert sich, verschiebt sich, schaut, setzt sich, steht wieder auf, schnüffelt, probiert. Von diesen Möglichkeiten wird eine herausgegriffen und bestätigt. Der Rest verliert mit jeder Wiederholung an Gewicht. Am Ende steht ein Verhalten so weit oben, dass es beim Öffnen des zugehörigen Erinnerungspakets fast konkurrenzlos erscheint. Dann sagt der Mensch „Sitz“, das Erinnerungspaket geht auf, und weil darin fast nur noch diese eine Lösung dominant abgelegt ist, kommt Sitz heraus.

Und dann erzählt man sich, das Wort habe das Verhalten ausgelöst.

Nein. Es hat nur einen Gedächtnisinhalt geöffnet, in dem durch Training kaum noch etwas anderes übriggelassen wurde.

Das ist ein erheblicher Unterschied.

Denn wenn das Wort tatsächlich ein Verhalten auslösen würde, müsste es das auch dann tun, wenn die innere Lage des Hundes sich massiv verändert. Genau das passiert aber nicht. Und genau deshalb brechen Kommandos unter Stress so zuverlässig zusammen.

Auf dem Platz wurde das Verhalten in Ruhe aufgebaut. In Sicherheit. In Vorhersagbarkeit. In sozialer Einbettung. Der Hund speichert dabei nicht nur die Motorik, sondern den gesamten Zustand: den Ort, den Rasen, den Ablauf, die Gefühlslage, die Anwesenheit des Menschen, die Wiederholung, die Erwartung. Er speichert die ganze Episode. Und innerhalb dieser Episode wurde ein bestimmtes Verhalten als funktionierende Lösung hochpriorisiert.

Dabei können im Kern zwei Dinge passiert sein.

Entweder das Wort kündigt eine Belohnung an. Dann kündigt es zugleich eine Gefühlsverbesserung an. Der Hund wird aus seiner stabilen Lage leicht herausgezogen, zeigt das trainierte Verhalten, bekommt die erwartete Verbesserung, und die Lage stabilisiert sich wieder. Das Verhalten dient dann nicht dem Gehorsam, sondern der Wiederherstellung eines günstigeren Zustands.

Oder das bloße Ansprechen des Hundes markiert aus seiner Sicht einen kleinen sozialen Regulationsbedarf. Der Mensch sagt etwas, also gibt es in der gemeinsamen Situation etwas zu ordnen. Auch dann greift der Hund auf das zurück, was in diesem Rahmen schon einmal zur Stabilisierung beigetragen hat. Das trainierte Verhalten erscheint also nicht, weil das Wort magisch Verhalten startet, sondern weil der Hund über die Erinnerung auf eine bekannte Lösung zugreift.

Beides funktioniert auf dem Platz deshalb so gut, weil die Ausgangslage geordnet ist und weil das trainierte Verhalten in genau dieser Welt tatsächlich passt.

Draußen ist das anders.

Draußen hat der Hund vielleicht bereits Unsicherheit im System. Oder Anspannung. Oder soziale Irritation. Oder Angst. Oder Kontrollverlust. Das System sucht jetzt also keine beliebige Aufgabe und keine kleine Trainingslösung. Es sucht eine Lösung für genau diese aktuelle Störung. Dafür stehen Programme im Pool bereit. Schnelle, grobe, robuste Programme. Distanz schaffen. Fixieren. Vorangehen. Drohen. Knurren. Bellen. Ausweichen. Abwehren. Was eben unter dieser Lage am ehesten geeignet erscheint, wieder Stabilität herzustellen.

Und in genau diesen Moment hinein sagt der Mensch sein Kommando.

Was soll dieses Kommando jetzt leisten?

Es öffnet Erinnerungen aus dem Trainingskontext. Erinnerungen an Ruhe. An Mitmachen. An Belohnung. An sozial überschaubare Kooperation. Vielleicht spült es sogar zusätzlich eine Belohnungserwartung ins System und macht dadurch weitere Programme aktiv. Aber keines dieser Programme löst die aktuelle Unsicherheit. Keines davon beantwortet das Problem, das jetzt gerade wirklich Priorität hat.

Und damit ist die Sache entschieden.

Die Unsicherheit ist biologisch und funktional dringlicher als die Aussicht auf ein Leckerli. Die aktuelle Lage schlägt die Trainingsgeschichte. Der Hund „verweigert“ also nichts. Er sortiert nur korrekt. Das System prüft, was ihm das Wort gerade anbietet, und stellt fest: Das passt nicht. Die aktivierte Erinnerung enthält keine brauchbare Lösung für das anliegende Problem.

Also kommt etwas anderes heraus.

Nicht aus Bosheit. Nicht aus Dominanz. Nicht aus fehlender Konsequenz. Sondern weil dein Kommando in diesem Moment mechanisch nutzlos ist.

Das ist der Punkt, den man sich ungern eingesteht: Klassisches Training baut häufig Lösungen für den Übungsplatz und verkauft sie anschließend als allgemein einsetzbare Verhaltenskontrolle. Tatsächlich wurden aber ganz bestimmte Zustände stabilisiert und ganz bestimmte Verhaltensoptionen hochgezogen. Mehr nicht. Der Hund hat nicht gelernt, mit Unsicherheit funktional umzugehen. Er hat gelernt, in einem ruhigen, eng geführten Kontext eine schmale Lösungskette abzuspulen.

Und genau deshalb fällt das Ganze unter Belastung auseinander.

Denn dein Kommando destabilisiert zunächst selbst. Es aktiviert. Es soll etwas in Gang setzen. Hunde zeigen Verhalten aber nicht, um Befehle zu erfüllen, sondern um Zustände zu regulieren. Wenn dein Wort also in eine bereits gestörte Gefühlslage hinein zusätzliche Aktivierung bringt, ohne eine passende Form von Stabilisierung anzubieten, dann verschärfst du unter Umständen sogar den inneren Konflikt. Du bietest eine Lösung an, die keine ist.

Dann steht das System da mit einer realen Unsicherheit und einer unbrauchbaren Trainingsantwort.

Und wenn in den Erinnerungen des Hundes keine tragfähigen Alternativen für genau diese Lage hinterlegt wurden, dann gewinnt das, was unter Druck immer gewinnt: das robuste, grobe, sofort verfügbare Programm. Dann kommt eben Knurren. Oder Bellen. Oder Vorpreschen. Oder Eskalation. Nicht weil der Hund das Kommando „vergessen“ hätte, sondern weil dein Kommando im falschen Zustand die falsche Erinnerung geöffnet hat.

Damit ist auch der diskriminative Reiz entzaubert.

Er ist kein Reiz, der Verhalten steuert. Er ist ein Abrufhinweis, der einen erinnerungsgebundenen Suchraum öffnet. Was daraus dann tatsächlich in Verhalten umgesetzt wird, entscheidet nicht das Wort, sondern die aktuelle Zustandslage des Hundes. Das Wort hat keine Steuergewalt. Es hat nur Zugriff auf Gedächtnisinhalte. Ob diese Inhalte in der konkreten Situation tragen, ist eine völlig andere Frage.

Genau deshalb ist die Behauptung „das Kommando löst Verhalten aus“ zu grob, um mechanisch ernst genommen zu werden. Sie beschreibt die Oberfläche. Mehr nicht. Innen läuft etwas anderes: Abruf, Bewertung, Priorisierung, Auswahl. Das Wort kontrolliert nichts. Der Organismus kontrolliert. Das Wort liefert nur Material.

Und wenn dieses Material aus einer ruhigen Trainingswelt stammt, während der Hund gerade ein Sicherheitsproblem hat, dann zerfällt die schöne Reiz-Reaktions-Erzählung in dem Moment, in dem man sie am dringendsten bräuchte.

Nicht der Hund bricht dann zusammen.

Das Modell bricht zusammen.

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Das hier ist kein Glaubenssystem, sondern nur Biologie – und Biologie funktioniert unabhängig davon, welchem Lager man sich zuordnet

Der Hund ist ein zustandsabhängig bewertendes Priorisierungssystem mit erinnerungsbasierter, mehrstufiger Regulation.

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Beziehung:
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PODCAST: Wie Hunde wirklich funktionieren...
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Das Modell bricht zusammen.

23/03/2026

Hier noch ein kleiner Einblick in das gestrigen Hundetreffen.

Mit 14 tollen Mensch-Hundteams starteten wir gemeinsam mit einigen neuen Teilnehmern in die Sozialkontaktstunde.
Wie üblich zeigten die Hunde eine Vielzahl an Kommunikationsformen.

Besonders beeindruckend war ein Staffordshire Terrier, der beim letzten Schnösseltreffen durch seine reaktive, instrumentalisierte Angstaggression aufgefallen war und nur gesichert in den Kontakt gehen konnte.

Während des Hundetreffens wurde bei ihm in drei kurzen Sequenzen daran gearbeitet, dass er sich an der Leine zurücknimmt und sich trotz des Reizes durch den gegenüberstehenden Hund an seiner Halterin orientiert. Ziel ist es, eine freundlichere Kommunikationsform zu entwickeln.

Da wir bei diesem Treffen einen sozial sehr flexiblen, erwachsenen Rüden dabei hatten, wurde einmalig und gezielt direkter Kontakt zugelassen. Wie erwartet rannte der Staffordshire Terrier zunächst nach vorne. Durch die klare und souveräne Kommunikation des erwachsenen Rüden zeigte er jedoch schnell eine alternative Strategie. Er nahm sich zurück und verliess die Situation eigenständig. Dieses gewünschte Verhalten wurde sofort bestätigt, und der Kontakt wurde unmittelbar wieder beendet.
Bereits zuvor war ersichtlich, dass der Hund aus Unsicherheit heraus die Strategie „Angriff ist die beste Verteidigung“ entwickelt hat. Nun wird gezielt an diesem Thema gearbeitet, unter anderem auch im externen Training ausserhalb Platzes.

Ansonsten zeigte sich das Treffen sehr hundetypisch mit Spielverhalten, sexuellem Interesse, dem Testen von Grenzen sowie freundlichen und auch skeptischen Kontaktaufnahmen.

Wunderbar zu beobachten.🙏

Ich freue mich auf das nächste Mal.

Nach sechs wunderbaren Jahren der Betreuung müssen wir uns nun auch von Thiago unserem kleinen Prinzen, dem Bolonka-Knab...
17/03/2026

Nach sechs wunderbaren Jahren der Betreuung müssen wir uns nun auch von Thiago unserem kleinen Prinzen, dem Bolonka-Knabben verabschieden.

Unser kleiner Mann, du hast uns so oft zum Lachen gebracht. Mit deiner fröhlichen, liebevollen Art warst du ein ganz besonderer Begleiter in unserem Alltag. Du hast jeden Tag ein Stück heller gemacht und warst für unser ganzes Team einfach etwas ganz Besonderes.

Ich erinnere mich noch so gut an deinen ersten Tag bei uns. Du warst gerade einmal 12 Wochen alt, als wir dich in unserer HuTa willkommen heissen durften. Von diesem Moment an durften wir dich sechs Jahre lang auf deinem Lebensweg begleiten, eine Zeit voller schöner Erinnerungen, lustiger Momente und ganz viel Freude.

Auch wenn du ein kleiner Hund bist, wirst du bei uns eine riesengrosse Lücke hinterlassen. Kleiner Mann du wirst uns fehlen.

Dir und deiner Familie wünschen wir von Herzen alles Gute für den neuen Lebensabschnitt. 💞🫶

Und jetzt heisst es erst einmal, die gemeinsame Zeit noch bewusst geniessen, bis der grosse Abschied kommen wird.
Thiago du wirst für immer ein Teil unserer HuTa-Familie bleiben. 

Durch diesen Abschied wird ab Mai 2026 jeweils am Montag ein Platz für einen kleinen Hund in unserer HuTa frei.
Wer also auf der Suche nach einem liebevollen Betreuungsplatz ist, darf sich sehr gerne bei uns melden.

01/03/2026
01/03/2026
Wieder mal ein bisschen aufgefrischt, schliesslich war der letzte ca so mitte zwanzig. Das Alter lässt Grüssen 🙄
01/03/2026

Wieder mal ein bisschen aufgefrischt, schliesslich war der letzte ca so mitte zwanzig. Das Alter lässt Grüssen 🙄

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Alte Zofingerstrasse 1
Aarburg
4663

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Dienstag 07:00 - 18:30
Mittwoch 07:00 - 18:30
Donnerstag 07:00 - 18:30
Freitag 07:00 - 18:30

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