26/07/2026
wie verhält man sich, wenn man häufig die erfahrung macht, dass das eigene verhalten unangenehme folgen hat?
wie verhält man sich, wenn man an jemandes seite lebt, der aggressionsverhalten zeigt, druck ausübt, um seine ziele durchzusetzen, und den man gelernt hat, besser nicht zu reizen?
man wird vorsichtig.
man beginnt in so einer "nein, wehe dir"-umgebung viele möglichkeiten, die eventuell doch ein "ja" sein kõnnten, nicht wahrzunehmen und zu vermeiden.
man beschränkt sich auf dinge und verhaltensweisen, die mit äußerst hoher wahrscheinlichkeit ein "ja" sind - auch wenn kaum je ein "ja, toll" kommt.
es muss genug sein, wenn das "nein, wehe dir" unterbleibt als sicherheit.
das trifft auf nicht allzu viele dinge zu, und deshalb müssen auch die genügen.
ein hundegehirn stellt - genauso wie unseres - ununterbrochen risiko-assessments an.
härte, strenge, druck und maßregelung sind risikofaktoren, und was das gehirn mit diesen verbindet, beginnt es zu meiden.
deshalb ist die story vom endlich glücklich -entspannten-verantwortungsbefreiten hund, dank jemandem, der ordentlich führt, zackig grenzen setzt, auch mal harsch korrigiert und einfach abdreht, was ihm nicht passt, eine einzige lügengeschichte.
ein konstruiertes märchen von sicherheit, wo keine ist.
denn ein hund, der weniger verhalten zeigt, weil er vorsichtig geworden ist, fühlt sich nicht sicher.
und: er ist auch keine sichere gesellschaft.
denn die vorsicht ist die unscheinbare schwester der angst - und sie ist es, die lebewesen gefährlich macht.
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wie verhält man sich, wenn man häufig die erfahrung macht, dass das eigene verhalten unangenehme folgen hat?
wie verhält man sich, wenn man an jemandes seite lebt, der aggressionsverhalten zeigt, druck ausübt, um seine ziele durchzusetzen, und den man gelernt hat, besser nicht zu reizen?
man wird vorsichtig.
man beginnt in so einer "nein, wehe dir"-umgebung viele möglichkeiten, die eventuell doch ein "ja" sein kõnnten, nicht wahrzunehmen und zu vermeiden.
man beschränkt sich auf dinge und verhaltensweisen, die mit äußerst hoher wahrscheinlichkeit ein "ja" sind - auch wenn kaum je ein "ja, toll" kommt.
es muss genug sein, wenn das "nein, wehe dir" unterbleibt als sicherheit.
das trifft auf nicht allzu viele dinge zu, und deshalb müssen auch die genügen.
ein hundegehirn stellt - genauso wie unseres - ununterbrochen risiko-assessments an.
härte, strenge, druck und maßregelung sind risikofaktoren, und was das gehirn mit diesen verbindet, beginnt es zu meiden.
deshalb ist die story vom endlich glücklich -entspannten-verantwortungsbefreiten hund, dank jemandem, der ordentlich führt, zackig grenzen setzt, auch mal harsch korrigiert und einfach abdreht, was ihm nicht passt, eine einzige lügengeschichte.
ein konstruiertes märchen von sicherheit, wo keine ist.
denn ein hund, der weniger verhalten zeigt, weil er vorsichtig geworden ist, fühlt sich nicht sicher.
und: er ist auch keine sichere gesellschaft.
denn die vorsicht ist die unscheinbare schwester der angst - und sie ist es, die lebewesen gefährlich macht.