Hundeschule Ungezwungen

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🐶 Leben mit Hund: mit Herz, Hirn und Haltung.
🐶 ganzheitliches Training und nachhaltige Verhaltensberatung für ein kooperatives Miteinander
🐶 in Leibnitz, der SO-Steiermark und online.

Wenn du glaubst, beim Hundetraining geht es nur um den Hund, dann ist dieser Post für dich.In den meisten Anleitungen, V...
09/06/2026

Wenn du glaubst, beim Hundetraining geht es nur um den Hund, dann ist dieser Post für dich.

In den meisten Anleitungen, Videos und Hundeschulen liegt der Fokus darauf, was der Hund lernen soll. Dann gibt es noch die Werkzeuge, die wir dafür nutzen, Kommando, Klick oder Korrektur. Viel zu selten denken wir darüber nach, was wir eigentlich brauchen, um das zu tun, oder dass Hundetraining ein Prozess ist, den wir mit dem Hund gemeinsam durchlaufen.

Der Hund wird zum passiven Befehlsempfänger degradiert und wenn etwas nicht klappt, dann ist er halt zu dumm, stur oder bockig. Traditionelles Training ist etwas, das dem Hund angetan wird, und sei es noch so positiv verpackt.

Dabei bräuchte der Mensch so viel, um seinem Hund wirklich etwas beizubringen:
🌱Beobachtungsgabe: wie geht es meinem Hund, wie reagiert er auf meine Signale, welche körpersprachlichen Signale zeigt er mir?

🌱Emotionsregulation: Sind wir selbst angespannt oder gestresst (etwa, weil wir vor der Arbeit noch schnell eine Einheit abarbeiten wollen) spürt unser Hund das. Sofort.

🌱Erwartungen reflektieren und hinterfragen: woher kommen sie und wem dienen sie? Uns selbst? Den gesellschaftlichen Anforderungen, die an uns gestellt werden? Oder doch dem Hund?

🌱Frustrationstoleranz: Lernen verläuft nicht linear, Plateaus und Rückschritte gehören dazu. Wer dann genervt ist, weil der Hund das Verhalten ja gestern noch konnte und heute plötzlich nicht mehr, tut seinem Hund unrecht.

🌱Die richtigen Fragen stellen: weg vom „Das will ich vom Hund” hin zu „Was braucht mein Hund von mir?”

Denk daran: Im Hundetraining ist der Hund nicht der Einzige, der etwas leisten muss.

Unbeliebte Meinung: Viele Menschen, die einen Hund “adoptieren” wollen, suchen in Wahrheit gar keinen Hund. Sie suchen e...
03/06/2026

Unbeliebte Meinung: Viele Menschen, die einen Hund “adoptieren” wollen, suchen in Wahrheit gar keinen Hund. Sie suchen ein Produkt.

Ich habe heute wieder so einen Beitrag gelesen. Jemand überlegt, eine neun Monate alte Hündin aufzunehmen. Erste wichtige Info: Sie kann schon Sitz. Wahnsinn, was für ein Qualitätsmerkmal. Aber sie zieht noch an der Leine. Und plötzlich steht die ganze Adoption zur Debatte, als ginge es um einen Gebrauchtwagen mit Motorgeräusch.

Ein neun Monate junger Hund, der an der Leine zieht. Ein halbes Kind, das noch nicht gelernt hat, in einer Welt zu funktionieren, die es nicht geformt hat, mit Regeln, die ihm noch niemand erklärt hat. Und unsere große Sorge ist, dass wir vielleicht zwanzig Minuten in Beziehungsarbeit investieren müssten.

Das sind sie, die Konsumlogik und Leistungsorientierung, mit denen wir aufgewachsen sind. Funktioniere sofort. Sei wartungsarm. Keine Mängel, keine Ansprüche bitte. Und wenn doch, gibt es eben ein anderes Modell, das weniger Aufwand macht. Wir tragen diese Haltung in jedes Lebewesen, das uns in die Hände fällt. Auch in Hunde.

Aber Lebewesen sind keine Ware. Ein Hund kommt nicht mit Garantie und Rückgaberecht. Er muss nicht ab Werk fertig sein, um deine Liebe wert zu sein.

Die Frage ist nie, ob der Hund gut genug für dich ist. Die ehrliche Frage lautet: Was kannst du ihm bieten? Hast du die Geduld, die Zeit, das Verständnis für ein Wesen, das gerade lernt zu leben? Oder willst du einfach ein fertiges Produkt, das funktioniert, ohne dich zu fordern?

Natürlich darf man vorab überlegen, ob und welcher Hund ins eigene Leben passt. Aber das entscheidet sich nicht an Oberflächlichkeiten wie Sitz, sondern an seinem Wesen, seinen Lernerfahrungen, seinen Anlagen. Dinge, die viel tiefer liegen.

Hunde brauchen keine Kundschaft, die ihre Mängelliste durchgeht. Sie brauchen Menschen, die sie als Persönlichkeit sehen und mit ihnen gemeinsam wachsen wollen.

Nicht jeder Hund wird die Version, die du dir erträumt hast. Und das ist okay.Jahrelang klang Hundetraining wie ein Vers...
01/06/2026

Nicht jeder Hund wird die Version, die du dir erträumt hast. Und das ist okay.

Jahrelang klang Hundetraining wie ein Versprechen: Problem erkennen, richtige Technik anwenden, Ergebnis erwarten. Das beruhigt. Nur stimmt es so nicht ganz.

Verhalten ist veränderbar, aber nicht grenzenlos. Es ist eingebettet in Genetik, Gesundheit, Emotion, Lerngeschichte, Umwelt und in uns Menschen.

Stell dir das wie einen Bilderrahmen vor. Innerhalb dieses Rahmens liegt alles, was dein Hund kann und ist. Außerhalb liegt, was nicht zu ihm gehört, egal wie sehr wir es uns wünschen. Training bewegt sich im Rahmen, nicht darüber hinaus.

Und in diesem Rahmen gibt es eine Ideallinie: das, was dein Hund von selbst täte, wenn man ihn ließe. Je näher unser Wunsch an dieser Linie liegt, desto leichter und stabiler wird Training. Je näher diese Linie an dem, was wir als alltagstaugliches Verhalten erwarten, liegt, desto weniger Zeit, Energie und Wissen müssen wir investieren. Je weiter weg, desto mehr Arbeit, und desto schneller bröckelt es unter Stress.

Drei blinde Flecken werden dabei oft übersehen:
→ Schmerz, Hormone, Schlaf, Neurologie verändern Verhalten massiv, lange bevor wir „trainieren”. Verhalten entsteht aus dem komplexen Zusammenspiel vieler verschiedener Rädchen und Schrauben, an denen wir drehen können.
→ Ruhig aussehen ist nicht ruhig fühlen. Ein Hund kann aufhören zu knurren und trotzdem genauso viel Angst haben.
→ Auch wir gehören zur Gleichung: unsere Anspannung, unsere Bindung, unser Tempo.

Und vielleicht das Wichtigste: Flexibel zu bleiben ist unsere Aufgabe, nicht die des Hundes. Uns auf den Hund einstellen, statt ihn in eine feste Vorstellung zu pressen. Immer wieder fragen: Was braucht mein Hund gerade von mir?

Also: Kann sich Verhalten verändern? Ja. Jedes Verhalten? Nein. Können Hunde sicherer, ruhiger, resilienter werden? Absolut. Wird jeder Hund die Version, die man sich erträumt hat? Fast nie.

Das ist keine Niederlage. Das ist Realismus mit Mitgefühl, und genau hier werden Management, vorausschauendes Handeln und ehrliches Beobachten so wertvoll.

Welche Erwartung an deinen Hund hast du schon mal losgelassen, und was hat sich dadurch verändert? 👇

Die Wahrheit ist oft unangenehm...
31/05/2026

Die Wahrheit ist oft unangenehm...

Vielleicht muss man im Hundetraining langsam mal eine unbequeme Wahrheit aussprechen:

Viele Methoden existieren heute nicht mehr wegen Fachwissen.
Sondern wegen menschlicher Probleme mit Kontrolle, Emotionen und Selbstreflexion.

Denn wenn man ehrlich ist, sieht man es doch überall.
Menschen sind gereizter als früher.
Weniger belastbar.
Schneller aggressiv.
Diskussionen eskalieren innerhalb von Sekunden und manche fühlen sich inzwischen schon persönlich angegriffen, wenn man nur eine andere Meinung hat.

Und genau diese innere Spannung landet dann oft im Training.

Da wird Druck plötzlich „klare Führung“ genannt.
Einschüchterung bekommt moderne Namen.
Kontrollverhalten verkauft man als Kompetenz.
Und Menschen feiern sich dafür, wie schnell ein Lebewesen aufgibt zu widersprechen.

Obwohl wir fachlich längst weiter sein müssten.

Wir wissen heute mehr denn je über Stressphysiologie, Lernen, Emotionen, Trauma, Nervensysteme und die Auswirkungen von Angst auf Verhalten. Das Wissen ist da. Jeder kann es lesen. Jeder kann sich fortbilden.

Und trotzdem halten manche an Methoden fest, bei denen man sich fragt, ob die Fortbildung irgendwann zwischen VHS Kassette und Nokia 3310 beendet wurde. 😂

Warum?

Weil Kontrolle für viele Menschen emotional unglaublich belohnend ist.

Wer innerlich instabil ist, sucht Stabilität oft im Außen.
Wer mit den eigenen Emotionen schlecht umgehen kann, versucht Verhalten zu kontrollieren.
Wer sich ohnmächtig fühlt, genießt plötzlich das Gefühl von Macht über Schwächere.

Und genau deshalb reagieren manche Menschen auf modernes, gewaltfreies Training so emotional.
Nicht weil die Wissenschaft fehlt.
Sondern weil ihr eigenes Weltbild wackelt.

Denn wenn Druck, Angst und Einschüchterung plötzlich nicht mehr „notwendig“ sind, bleibt am Ende eine unangenehme Frage übrig:

War das wirklich Führung…
oder einfach nur schlecht regulierte menschliche Emotion?

Und ja…
das trifft manche hart.

Vor allem diejenigen, die jedes kritische Hinterfragen sofort als persönlichen Angriff empfinden, während sie selbst seit Jahren Lebewesen körperlich oder psychisch unter Druck setzen und das dann „Konsequenz“ nennen.

Fachliche Stärke zeigt sich nicht darin, wie schnell man jemanden klein bekommt.
Sondern darin, wie souverän man bleibt, obwohl man die Macht hätte, Druck auszuüben.

Und vielleicht sollten manche Menschen erst lernen, mit ihren eigenen Emotionen umzugehen…
bevor sie anfangen, andere Lebewesen kontrollieren zu wollen.

So…
und jetzt lehne ich mich entspannt zurück und freue mich auf die aggressiven Kommentare unter einem Beitrag gegen Aggression im Training. Das bestätigt meistens schneller alles, als ich es jemals erklären könnte 😂🍿

Dieser Post geht raus an jede Frau, die schon mal mit ihrem großen Hund spazieren war und ungefragt Erziehungstipps von ...
25/05/2026

Dieser Post geht raus an jede Frau, die schon mal mit ihrem großen Hund spazieren war und ungefragt Erziehungstipps von Fremden kassiert hat. Spoiler: Wir brauchen die nicht.

Wir brauchen keine harte Hand, keine Kekstipps und schon gar keine Kommentare über unsere Fähigkeit, unseren eigenen Hund zu führen. Was wir brauchen? Haben wir schon. Wissen, Geduld und einen Hund, der uns vertraut. Der Rest ist Blätterrauschen. 🌿

Denn gute Hundeerziehung hat noch nie was mit Bizeps und Alpha-Bro-Gehabe zu tun gehabt. Sondern mit Timing, Beziehung und der Bereitschaft, jeden Tag dazuzulernen. Das können wir übrigens ganz gut. Auch ohne unerwünschte Tipps von der Parkbank.

Und ja, wir haben Humor. Den braucht man nämlich, wenn man als Frau mit einem großen Hund auch nur einen Fuß vor die Tür setzt. Nicht wegen dem Hund. Wegen der Kommentare.

Also an alle Frauen mit großen Hunden da draußen: Kopf hoch, Leine locker, Schlagfertigkeit geladen. Wir machen das schon. Wie immer. 💪🐕

Markier jemanden, die das kennt. Oder schick ihr den Post still und heimlich, während ihr Hund neben ihr auf der Couch liegt und von Mansplainern träumt.

Welche Sprüche hast du schon gehört? Erzähl es mir in den Kommentaren!

Ein sehr wichtiger Beitrag!
25/05/2026

Ein sehr wichtiger Beitrag!

Ich beschäftige mich seit längerem mit dem Thema Trauma und Traumafolgestörungen.
Bei Menschen und auch bei Hunden.
Keine Angst, ich laufe demnächst nicht als Coach für Hundehaltende rum, das gehört in absolut fachliche Hände mit ordentlicher Ausbildung.

Für Hunde absolviere ich gerade noch eine umfangreiche Fortbildung zum Thema Trauma.

Wie immer bei Säugetieren gibt es unheimlich viele Parallelen.
Im Gehirn passiert das gleiche:
Das traumatisierte Gehirn hat Probleme.
Hippocampus und präfontaler Kortex sind betroffen, sie sind nicht normal ausgebildet. Die Amydala feuert, weil sie in einem erregten Dauerzustand ist.
Das ist doof, wenn der Rest des Gehirns mangels Kapazität da nicht regulieren kann.

Jetzt schauen wir uns das mal für unsere Hunde an.

Es gibt das Mono-Trauma, sprich es gab ein eklatantes Ereignis, welches ein Trauma ausgelöst hat.

Und es gibt komplexere anhaltende Traumata. Sprich das System hat über einen langen Zeitraum komplette Überforderung erlebt.

Was kann das sein?

Nehmen wir uns mal den „typischen“ Auslandshund:

🦠Genetik der gestressten Mutter
🦠Überlebenskampf auf der Straße
🦠Eingefangen werden
🦠Fang mit Schlinge
🦠Verbringung ins Shelter
🦠Transport in ein fremdes Land

All das sind für sich einzeln schon ziemlich heftige Erlebnisse.
Bevor jetzt alle schreien, nein natürlich haben nicht alle Auslandshunde eine komplexe Traumafolgestörung.
Aber sehr viele haben verständlicherweise die eine oder andere Baustelle.

Aber auch Hunde aus dem Inland, vom Züchter oder woher auch immer können belastet sein.
Von den Vermehrerhunden eingepfercht in Keller oder anderen dunklen Ecken werde ich nicht sprechen. Dass diese Hunde unter starken Traumafolgestörungen leiden dürfte jedem klar sein.

Es gibt aber auch viele andere Ereignisse und Erfahrungen im Leben eines Hundes, die Spuren hinterlassen.

Der Welpe, der zum Erlangen der Stubenreinheit schon eingesperrt wird. Oder dem man die Nase in seine Exkremente tunkt.
Das Ignorieren von unerwünschtem Verhalten, weil das Baby nicht funktioniert.
Auf den Rücken drehen, damit das Hundekind weiß, wer hier der Chef ist.

Ein Welpe braucht Wärme, Verständnis, Geduld, Sicherheit, ein Beziehungsangebot.
Ja, auch mit den spitzen Zähnchen…

Weiter geht’s mit traumatischen Trainingserlebnissen.
Auf den Rücken gedreht und fixiert werden, über Schreckreize traktiert zu werden, an der Leine aufgehangen werden, per Ruck an der Leine dauerhaft korrigiert zu werden, in die Seite gepiekst werden, usw.

Das hinterlässt je nach Heftigkeit und Dauer massive Folgestörungen.

Ich hatte mal eine Hündin im Training, die beim ersten Treffen unter sich gemacht hat, weil sie mich als Trainerin identifiziert hat. Und ihr System sagte:
Training ist gefährlich.

Jetzt sind wir Menschen ja auch ziemlich oft nicht unbelastet. Bestimmte Generationen tragen die Traumata ihrer Eltern mit sich rum.
Oder haben emotionale Vernachlässigung erlebt. Oder Sucht, Überforderung, Missbrauch…

Das typische „die Backpfeife hat mir nicht geschadet“ wird ja auch gern ins Hundetraining transportiert…
„Das macht dem nix aus“
„Der muss funktionieren“, der typische Leistungsgedanke…

Es ist so wichtig, sich das immer mal wieder vor Augen zu führen.
Ich frage mich das oft, wenn ich sehe wie jemand sehr lieblos mit seinem Tier umgeht. Bedürfnisse einfach übersehen oder gesehen aber trotzdem dauernd missachtet werden.

Hunde, die immer funktionieren müssen, egal wie schwer die Situation ist.

Auch ich muss mich da sehr regulieren wenn der Dackel den trödeligen Buddha-Modus einnimmt während ich es total eilig habe.

Oder er jagdmäßig gemäß seiner Genetik völlig am Rad dreht und ich eigentlich eine gemütliche Spazierrunde geplant hatte.

Wir alle haben unsere Historie.

Trotzdem ist es eine Entscheidung, wie man sein Tier behandelt.
Vielleicht am Anfang nicht bewusst….
Aber wenn man dich auf den unschönen Umgang hinweist oder du siehst, wie dein Tier auffällig wird…oder total teilnahmslos…
Dann könnte man mal drüber nachdenken.

Und immer schön die drei Teile im Gehirn mit in Betracht ziehen.

Die gute Nachricht: Traumafolgestörungen sind behandelbar!
Es ist studiert, dass die Neuroplastizität veränderbar ist.

Dies geschieht natürlich nicht durch aversiven Umgang.

Im Gegenteil.

Dein Hund zieht an der Leine? Dominant. Er knurrt am Futternapf? Dominant. Er liegt auf dem Sofa? Dominant.So einfach es...
18/05/2026

Dein Hund zieht an der Leine? Dominant. Er knurrt am Futternapf? Dominant. Er liegt auf dem Sofa? Dominant.
So einfach es klingt, so falsch ist es. 🙃

Die Idee der „Dominanz” beim Hund geht zurück auf Beobachtungen an Wölfen in Gefangenschaft, die unter völlig unnatürlichen Bedingungen lebten. Daraus wurde ein Mythos, der sich bis heute hält, obwohl die Wissenschaft ihn längst revidiert hat.
Aber die Geschichte geht noch weiter zurück in die Vergangenheit. Denn der Drang, Lebewesen in Hierarchien einzuordnen und Machtverhältnisse als „naturgegeben” darzustellen, ist kein reines Hundethema. Er hat tiefe kulturelle und historische Wurzeln, die viel zu selten beleuchtet werden. 🔍

In meinem neuen Blogbeitrag schauen wir genauer hin. Woher das Dominanzdenken kommt, warum es sich so hartnäckig hält und warum es so wichtig ist, es endlich ad acta zu legen.

👉 Den ganzen Beitrag findest du über den Link in der Bio.

Was war der absurdeste „Dominanz-Tipp”, den du jemals gehört hast? Erzähl mal in den Kommentaren 👇

Hund, Dominanztheorie, Dominanz

Der  Verlag startet eine tolle Buchreihe... Erscheint ab Herbst 2026
14/05/2026

Der Verlag startet eine tolle Buchreihe... Erscheint ab Herbst 2026

Meine zauberhafte Pflegehündin sucht ein endgültiges Zuhause 🥰🥰
14/05/2026

Meine zauberhafte Pflegehündin sucht ein endgültiges Zuhause 🥰🥰

“Das ist doch nur ein Hund, du vermenschlichst ihn total.”Diesen Satz haben die meisten von euch schon gehört. Meistens ...
14/05/2026

“Das ist doch nur ein Hund, du vermenschlichst ihn total.”
Diesen Satz haben die meisten von euch schon gehört. Meistens dann, wenn ihr eurem Hund etwas zugesteht, das über Funktion hinausgeht. Wenn ihr sagt, er hat Angst. Wenn ihr sagt, sie braucht jetzt Nähe. Wenn ihr sagt, er versteht, dass ich heute nicht gut drauf bin.

Was mir auffällt: Der Vorwurf der Vermenschlichung fliegt fast ausschließlich in eine Richtung. Nämlich dann, wenn jemand seinem Hund Emotionen, Bindungsbedürfnisse oder ein Innenleben zuschreibt. 🐾

Sobald aber jemand sagt “der ist dominant”, “die macht das aus Trotz”, “er testet seine Grenzen”, “sie will mich ärgern”, dann ist das plötzlich keine Vermenschlichung mehr. Dann ist es Charakterbeschreibung. Dann ist es Erziehungsdiagnose.
Dabei ist genau das die Projektion.

Emotionen, Bindung, soziales Referenzieren, Co-Regulation, das alles teilen wir mit Hunden, weil wir beide soziale Säugetiere sind. Das ist nicht romantisch gedacht, das ist neurobiologisch belegt.

Was wir nicht teilen, sind moralisches Urteilen, langfristige soziale Machtstrategien gegenüber einer anderen Spezies, bewusste Rachepläne oder das Konzept “Grenzen testen”. Diese Konzepte sind zutiefst menschlich. Wir stülpen sie einem Lebewesen über, das so nicht denkt.

Ich habe lange darüber nachgedacht, warum sich das so hartnäckig hält. Meine Vermutung: Negative Zuschreibungen entlasten uns. Wenn der Hund stur, dominant oder frech ist, liegt das Problem bei ihm. Wenn er Angst hat, überfordert ist oder Bindung braucht, sind wir gefragt. ✨
Positive Emotionen anzuerkennen verpflichtet.
Negative Etiketten erlauben Distanz.

Deshalb finde ich die bessere Frage nicht “Vermenschliche ich gerade?”, sondern “Erkläre ich gerade hündisches Verhalten mit einem menschlichen Konzept, das dem Hund nicht entspricht?”

Das ist eine ehrlichere Frage. Und sie führt zu einem ehrlicheren Blick auf den Hund vor uns.

Welche Sätze sind euch selbst schon begegnet? Welche habt ihr vielleicht früher selbst gedacht und heute anders eingeordnet?

*Nita, die Hündin auf dem Bild, stammt aus dem Ausland und wurde dort kupiert.

Adresse

Straß In Steiermark

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Montag 15:00 - 20:00
Mittwoch 15:00 - 20:00
Donnerstag 15:00 - 20:00
Freitag 15:00 - 20:00
Samstag 08:00 - 15:00

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+436763432088

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