Hundeschule Ungezwungen

Hundeschule Ungezwungen Kontaktinformationen, Karte und Wegbeschreibungen, Kontaktformulare, Öffnungszeiten, Dienstleistungen, Bewertungen, Fotos, Videos und Ankündigungen von Hundeschule Ungezwungen, Hundetrainer, Straß in Steiermark.

🐶 Leben mit Hund: mit Herz, Hirn und Haltung.
🐶 ganzheitliches Training und nachhaltige Verhaltensberatung für ein kooperatives Miteinander
🐶 in Leibnitz, der SO-Steiermark und online.

02/09/2026

„Keine Führung”, nur weil mein Hund an lockerer Leine schnüffeln darf?

Führung wird ständig mit Kontrolle verwechselt. Dauerblickkontakt, kurze Leine, ein Hund, der nichts mehr selbst entscheidet. Bei mir heißt Führung etwas anderes: wissen, wann ich Freiheit geben kann, und die Bedürfnisse meines Hundes ernst nehmen.

Er darf eine großen Teil des Spaziergangs genießen und in seine Welt abtauchen. Schnüffeln, markieren, erkunden. Solange die Leine locker bleibt, ist das keine schlechte Führung, sondern Vertrauen.

Ist eine lockere Leine für dich ein Zeichen von fehlender Führung oder von Vertrauen?

24/08/2026

Dein Hund pöbelt an der Leine, kaum taucht ein Artgenosse auf? Neu hier montags: Mythenmontag nimmt jede Woche einen Satz über Hunde auseinander, den fast alle glauben. Der erste ist gleich der größte.

„Ich hab einfach einen Problemhund.” Diesen Satz höre ich oft, meistens von Menschen, die längst alles versucht haben und mit den Nerven am Ende sind.

Ein Hund ist nicht das Problem. Er hat eins. Und sehr oft liegt es nicht im Hund, sondern im Umfeld, und darin, wie wir uns mit ihm durch unsere Welt bewegen. Nimm das Pöbeln an der Leine. Zwei Hunde, frontal, an kurzer Leine, viel zu nah und viel zu schnell aufeinander zu. Das widerspricht allem, was ein Hund von sich aus tun würde: einen Bogen gehen, Abstand halten, in Ruhe schauen. Nimm ihm diese Bewegungsfreiheit, und ihm bleibt nur eine Strategie: laut werden.

Das ist keine Aggression aus dem Nichts. Das ist ein Hund ohne Ausweg. Und genau darin steckt die gute Botschaft: Wäre dein Hund einfach so, könntest du wenig tun. Kennst du die tatsächliche Ursache, kannst du wirklich etwas verändern.

20/08/2026

Die Hunde mit der schönsten Leinenführigkeit haben sie fast alle OHNE Leine gelernt.
Klingt widersprüchlich, ergibt aber Sinn: Eine Leine, die ruckt, bringt deinem Hund bei, Druck zu vermeiden. Sie bringt ihm nicht bei, freiwillig bei dir zu sein.

Und ja, auch wenn Auras Ziehen für mich draußen gerade okay ist, heißt das nicht, dass wir nicht parallel daran arbeiten. Im letzten Reel ging es um die Struktur des Spaziergangs, damit sich nicht zu viel Stress ansammelt. Hier geht es ums konkrete Training. Das eine hält den Stresspegel unten, das andere baut die Fähigkeit auf.

Gute Leinenführigkeit hängt an zwei Fähigkeiten. Aura lernt, dass es sich lohnt, in meine Nähe zu kommen. Und sie lernt, sich an mir zu orientieren, während ich mich bewege. Beides baue ich ohne eine einzige Einwirkung auf, am besten ganz ohne Leine.

Im Video siehst du die ersten vier Schritte am Stück: Startkeks weg, Aura dreht sich zu mir, kommt näher, Marker, Keks neben meinem Bein. Von einem Schritt zu mehreren, dann gemeinsam losgehen und langsam verschiedene Richtungen aufbauen.

Ein Missverständnis räume ich gleich aus: Der Keks am Bein ist die Lernhilfe, nicht das Ziel. Der wird mit der Zeit ausgeschlichen. Und Aura muss mich dabei nicht ansehen. Im Aufbau markere ich bewusst schnell, damit sie das Verhalten überhaupt verinnerlicht. Später drehe ich es um und markere gerade dann, wenn sie mich NICHT ansieht, sondern entspannt neben mir ihr Ding macht. Denn Leinenführigkeit ist nicht „bei Fuß”. Ich will keinen Hund, der am Bein klebt und mich anstarrt. Das Ziel ist der entspannte Radius neben mir.

Möchtest du auch lieber einen Hund, der bei dir bleibt, weil er will, und nicht, weil die Leine ihn hält? Im Herbst gibt es einen Workshop zur Leinenführigkeit 🐶

17/08/2026

Aura zieht. Und als Trainerin lasse ich sie ziehen.

Im selben Video geht Elvi entspannt und aufmerksam neben mir, an lockerer Leine. Zwei Hunde, zwei völlig verschiedene Bilder. Und beide sind für mich in Ordnung.

Denn Aura ist erst seit Kurzem bei mir. Im Vorleben hat sie wenig kennengelernt. Aus dem Tierheim kam die Rückmeldung, dass sie oft gar nicht rausgehen wollte: hinsetzen, stehen bleiben, keinen Schritt weiter. Reine Unsicherheit.

Leinenführigkeit ist keine reine Technik. Sie steht und fällt mit einem regulierten Nervensystem. Ein Hund, der innerlich hochgefahren ist, KANN neben mir nicht ruhig laufen, egal wie oft er die Übung schon gemacht hat. Ziehen ist für mich kein Ungehorsam. Ziehen ist ein Symptom für Stress.

⚠️ Hier auf eine lockere Leine zu beharren, würde nur noch mehr Stress verursachen. Ich baue erst die Voraussetzungen, damit lockere Leine später möglich wird.

Was das konkret heißt:
🌻 Ruhetage einplanen. Zwischen den Runden Zeit zum Verarbeiten, nicht jeden Tag Gassi um jeden Preis.

🌻 Pausen machen. Immer wieder stehen bleiben, Tempo rausnehmen, Schnüffeln fördern, Pattern Games, damit sie runterfahren kann.

🌻 Den Spaziergang kurz halten. Lieber eine kleine Runde als eine, die überfordert.

🌻 Denselben Weg zurückgehen. Das hat einen Namen: Erwartungssicherheit. Hunde wie Aura wissen draußen oft nicht, wo es hingeht. Diese offene Frage hält den Stresspegel oben. Auf dem Rückweg ist sie beantwortet: Aura kennt den Weg, sie weiß, es geht nach Hause. Da wird sie ruhiger und von allein beginnt erwünschtes Verhalten sich zu zeigen, das ich belohnen und verstärken kann.

Übrigens: Als Elvi vor acht Jahren aus dem Tierheim zu mir kam, hat er genauso im Tunnelblick gezogen wie Aura jetzt.

Wie war das bei deinem second-hand oder unsicheren Hund am Anfang: was war der erste kleine Schritt, der bei euch draußen leichter wurde?

14/08/2026

Ich hatte soeben ein telefonisches Erstgespräch mit einem Neukunden, der mich über Social Media gefunden hat. Daher war er noch nicht auf meiner Website. Im Laufe des Gesprächs hat er mich nach meinen Qualifikationen gefragt. War ich deswegen beleidigt? Nein, natürlich nicht.

Ich finde es richtig toll, wenn Hundemenschen sich über die Personen, die sie für die Erziehung ihres Hundes mitverantwortlich machen, Gedanken machen und informieren. Hundetrainer:in ist ein freies Gewerbe. Das heißt, jeder x-beliebige kann einfach nach Lust und Laune ein Gewerbe als Hundetrainer oder Hundetrainerin anmelden.

Deswegen ist es unfassbar wichtig und zeugt von Verantwortungsgefühl, wenn Hundehalter:innen sich über die Qualifikationen der Personen, die mit ihren Hunden arbeiten sollen, informieren und nachfragen. Ihr würdet ja auch nicht euer Auto zu einem Mechaniker stellen, der vielleicht gar keine formelle Ausbildung als Kfz-Techniker hat, oder?

Meine Ausbildungen findet ihr übrigens auf meiner Website www.hundeschule-ungezwungen.at 🌻

11/08/2026

Für den Hund, der Katzenkot fressen möchte: Anti-Gift-Köder-Training
Für den Hund, der dort schnüffelt, wo er gerade nicht soll: ein positives, verbales Abbruchsignal, ein Weiter-Signal, Umorientierungssignal...

Es gibt im gewaltfreien Training eine prall gefüllten Werkzeugkoffer an Trainingsmaßnahmen für alle Eventualitäten und viele davon sind im Alltag nicht mal allzu komplex umzusetzen.
Es gibt einfach keinen logischen Grund, auf Leinenrucks und ähnliche hemmende Methoden zurückzugreifen und das dann auch noch stolz kundzutun.

Zu viele Irrtümer halten sich hartnäckig, obwohl wir es heute schon besser wissen. 👇🏼
09/08/2026

Zu viele Irrtümer halten sich hartnäckig, obwohl wir es heute schon besser wissen. 👇🏼

09/08/2026

Du willst es vielleicht nicht hören, aber ja, ich urteile über deinen Umgang mit deinem Hund. Nicht weil ich bösartig bin, sondern weil mir einfach so viele Mikroaggressionen (winzige, oft unabsichtliche Handlungen, die deinem Hund schaden) ins Auge stechen, die andere Menschen einfach übersehen.
Mir tut jedes Mal das Herz weh, wenn ich sehe, wie ein Hund bei jeder interessanten Schnüffelstelle, der er sich zuwendet, von unaufmerksamen Halter*innen weitergezogen wird.
Ich zucke jedes Mal innerlich zusammen, wenn Menschen Leinenrucks statt Worte verwenden, weil der Hund Neugier an seiner Umwelt zeigt.
Ich kann gar nicht mitzählen, wie oft ich hoch gestresste Hunde in der Stadt sehe, deren Menschen glauben, alles wäre gut.

Das ist die eine Seite.

Die andere: Ein anerkennendes Nicken gibt es von mir, wenn:
🌻 Dein Blick beim Hund ist, nicht am Handy. Er hat auf diesen Spaziergang gewartet: sei präsent.
🌻 Du kein Schnüffeln abwürgst. Schnüffeln ist keine vertrödelte Zeit, sondern der eigentliche Sinn der Runde.
🌻 Du mit ihm sprichst, statt an der Leine zu rucken: „Wo willst du hin?”, und dann darf er tatsächlich entscheiden.
🌻 Du deinen Hund liest, bevor etwas passiert: das kurze Ohrzucken, die Pause, das Innehalten. Du bist einen Schritt voraus, nicht einen hinterher.
🌻 Du für deinen Hund einstehst. Wenn Leute ihn ungefragt streicheln oder ihre Tutnixe auf ihn loslassen wollen, sagst du Nein, ohne dich zu entschuldigen.
🌻 Du erkennst, wenn dein Hund nicht mehr aufnahmefähig ist, und drehst um, statt noch einen Reiz draufzulegen. Nicht jedes Gassi muss randvoll sein.
🌻 Du die Straßenseite wechselst, bevor dein Hund überhaupt reagiert. Du hast das Eichhörnchen, den anderen Hund, den Roller vor ihm gesehen und handelst proaktiv für deinen Hund.
🌻 Du auch mal nichts passieren lässt: dein Hund darf einfach stehen und schauen, ohne dass ihr etwas „schaffen” müsst.
🌻 du deinem Hund nach einem Schreckmoment Zeit gibst, statt einfach weiterzumarschieren. Du lässt ihn verarbeiten und hilfst ihm sogar aktiv, sich zu regulieren.

Und ehrlich: Den anerkennenden Blick gibt es nicht für den perfekten Hund, sondern für den Menschen, der genau hinschaut.

Worte formen Wahrnehmung. Wie wir sprechen, beeinflusst, wie wir Hunde sehen.In letzter Zeit zeichnet sich ein besorgnis...
05/08/2026

Worte formen Wahrnehmung. Wie wir sprechen, beeinflusst, wie wir Hunde sehen.

In letzter Zeit zeichnet sich ein besorgniserregender Trend in der Hundetrainings-Bubble auf Social Media ab: Begriffe werden falsch gedeutet oder mit neuer Bedeutung bedacht, und zwar zum Nachteil der Hunde.

Allen liegt dieselbe falsche Annahme zugrunde, dass Hunde dominant seien und kontrolliert werden müssten. Sie stimmt nicht. Und trotzdem sorgt diese Umdeutung unbewusst dafür, dass wir eine negative Perspektive auf Hunde einnehmen. Aus einem überforderten Hund wird einer, der „nicht hört”. Aus einem Hund, der sich zurückzieht, wird einer, der „endlich Ruhe gibt”.

Das Gute daran: Sprache kann man ändern. Und mit der Sprache den Blick.

Du gehörst zu den Menschen, die lieber „Warum?” fragen als „Wie stelle ich das ab?”. Oder?

Adresse

Straß In Steiermark

Öffnungszeiten

Montag 15:00 - 20:00
Mittwoch 15:00 - 20:00
Donnerstag 15:00 - 20:00
Freitag 15:00 - 20:00
Samstag 08:00 - 15:00

Telefon

+436763432088

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Hundeschule Ungezwungen erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Service Kontaktieren

Nachricht an Hundeschule Ungezwungen senden:

Verknüpfungen

Teilen

Kategorie