Hundehalterschule Örv Steyr-Sankt Ulrich

Hundehalterschule Örv Steyr-Sankt Ulrich Der ÖRV steht für die Förderung der Mensch-Hundbeziehung durch eine hundegerechte und wissenschaftlich fundierte Ausbildung und Beschäftigung!

1.Bewerb im Rahmen des Stöber-Cup Nord 2026 beim ÖGV Haunsberg.Bei ihrem erstmaligen Start in Klasse 3 erreichte Regina ...
22/03/2026

1.Bewerb im Rahmen des Stöber-Cup Nord 2026 beim ÖGV Haunsberg.
Bei ihrem erstmaligen Start in Klasse 3 erreichte Regina Mayrhofer mit Jeannie den hervorragenden 3.Platz mit 97 Punkten.
Wir gratulieren herzlich 👏👏🍾🥂

26/01/2026

𝐷𝑒𝑟 𝑓𝑜𝑙𝑔𝑒𝑛𝑑𝑒 𝑇𝑒𝑥𝑡 𝑖𝑠𝑡 𝑏𝑒𝑤𝑢𝑠𝑠𝑡 𝑎𝑢𝑠𝑓𝑢̈ℎ𝑟𝑙𝑖𝑐ℎ, 𝑤𝑒𝑖𝑙 𝑚𝑖𝑟 𝑤𝑖𝑐ℎ𝑡𝑖𝑔 𝑖𝑠𝑡, 𝑑𝑖𝑒𝑠𝑒𝑠 𝑇ℎ𝑒𝑚𝑎 𝑑𝑖f𝑓𝑒𝑟𝑒𝑛𝑧𝑖𝑒𝑟𝑡, 𝑤𝑖𝑠𝑠𝑒𝑛𝑠𝑐ℎ𝑎𝑓𝑡𝑙𝑖𝑐ℎ 𝑓𝑢𝑛𝑑𝑖𝑒𝑟𝑡 𝑢𝑛𝑑 𝑜ℎ𝑛𝑒 𝑃𝑎𝑢𝑠𝑐ℎ𝑎𝑙𝑢𝑟𝑡𝑒𝑖𝑙𝑒 𝑧𝑢 𝑏𝑒𝑡𝑟𝑎𝑐ℎ𝑡𝑒𝑛.

𝗪𝗮𝗿𝘂𝗺 𝗺𝘂̈𝘀𝘀𝗲𝗻 𝗧𝗶𝗲𝗿𝗲 𝗯𝗲𝗶𝗺 𝗧𝗶𝗲𝗿𝗮𝗿𝘇𝘁 𝘀𝗼 𝗼𝗳𝘁 𝗼𝗵𝗻𝗲 𝗶𝗵𝗿𝗲 𝗕𝗲𝘇𝘂𝗴𝘀𝗽𝗲𝗿𝘀𝗼𝗻 𝗮𝘂𝘀𝗸𝗼𝗺𝗺𝗲𝗻?

Es gibt eine Frage, die mich schon seit sehr langer Zeit beschäftigt – und die sich mir fachlich wie praktisch bis heute nicht schlüssig erklärt.

Warum möchten so viele Tierärztinnen und Tierärzte, dass Hunde (und auch Katzen) für bestimmte Untersuchungen oder vor operativen Eingriffen von ihren Besitzern getrennt abgegeben werden?

Diese Praxis begegnet mir immer wieder – auch bei Tieren, die von Welpe an bewusst und positiv an Tierarztbesuche gewöhnt wurden. Hunde, die gelernt haben, dass medizinische Untersuchungen grundsätzlich bewältigbar sind, geraten plötzlich in eine massive Stresssituation, weil ihnen ausgerechnet in einem entscheidenden Moment ihre wichtigste Sicherheit genommen wird: die vertraute Bezugsperson. Nicht selten scheint damit ein Großteil der zuvor mühsam aufgebauten positiven Lernerfahrungen innerhalb kürzester Zeit zunichtegemacht zu werden.

Dabei ist gut belegt, dass der Tierarztbesuch für viele Hunde eine erhebliche Stressbelastung darstellt. Zahlreiche Studien zeigen deutliche Stressreaktionen – messbar über Verhalten, Herzfrequenz, Körpertemperatur und Stresshormone wie Cortisol. Diese Belastung ist also kein subjektives Empfinden einzelner Hundehalter, sondern wissenschaftlich eindeutig nachweisbar.

Natürlich ist mir bewusst, dass es Tierhalterinnen und Tierhalter gibt, die in Untersuchungssituationen nicht geeignet sind, ihr Tier ruhig und fachgerecht zu unterstützen. Ebenso ist bekannt, dass Menschen ihre eigene Unsicherheit oder Angst auf ihr Tier übertragen können. Auch dieser emotionale Transfer zwischen Mensch und Hund ist wissenschaftlich gut untersucht. Genau daraus ergibt sich jedoch eine zentrale Schlussfolgerung: Stressreaktionen sind individuell. Sie hängen vom einzelnen Tier, vom jeweiligen Menschen und von der Qualität der Beziehung zwischen beiden ab. Eine pauschale Entscheidung gegen die Anwesenheit des Besitzers wird dieser Individualität nicht gerecht – weder verhaltensbiologisch noch tierschutzfachlich.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass meine Hunde in meiner Anwesenheit deutlich kooperativer sind als ohne mich. Mir ist der Strahlenschutz selbstverständlich bekannt, und ich bin jederzeit bereit, die notwendige strahlenschutzrechtliche Aufklärung zu unterschreiben und alle vorgeschriebenen Schutzmaßnahmen einzuhalten. Für mich ist das kein Sonderwunsch, sondern ein verantwortungsvoller und lösungsorientierter Umgang mit einer Situation, die für viele Tiere nachweislich erheblichen Stress bedeutet.

Ein solches Spannungsfeld zwischen medizinischer Notwendigkeit und emotionaler Sicherheit zeigt sich besonders deutlich, wenn man individuelle Erfahrungen betrachtet.

Besonders deutlich zeigt sich dieses Spannungsfeld am Beispiel meiner Hündin Salia. Sie hat eine Magendrehung erlebt und ist seither ein ausgeprägter Angstpatient. Selbstverständlich steht außer Frage, dass eine Magendrehungsoperation sowie die akute Notfallversorgung und Nachsorge zu den Situationen gehören, in denen der Besitzer nicht anwesend sein kann und darf. Solche medizinischen Notfälle erfordern schnelles, strukturiertes Handeln und haben immer Vorrang vor allen anderen Aspekten.

Einige Zeit nach dieser Magendrehung kam es jedoch – außerhalb einer akuten Notfallsituation – zu einem weiteren Vorfall, bei dem Salia mir gegen meinen ausdrücklichen Wunsch aus der Hand genommen wurde. In meiner Anwesenheit war sie bis dahin ansprechbar und kooperativ.
Salia, die selbst als Angstpatientin nach der Magendrehung in meiner Anwesenheit weiterhin kooperativ beim Tierarzt war, hat durch diesen Vorfall gelernt, dass sie sich in solchen Situationen selbst schützen muss. Seitdem ist ihre Kooperationsbereitschaft deutlich eingeschränkt. Solche Erfahrungen sind aus fachlicher Sicht weder notwendig noch im Sinne einer stressarmen, lernfreundlichen Medizin.

Auch im Kontext von Narkosen spricht vieles für eine differenzierte Betrachtung. Studien und klinische Erfahrung zeigen, dass viele Tiere ruhiger sind, wenn ihre Bezugsperson bei der Narkoseeinleitung anwesend ist, und dass auch das Aufwachen aus der Narkose weniger stressbehaftet verlaufen kann, wenn eine vertraute Person in der Nähe ist. Selbstverständlich müssen Besitzer darauf vorbereitet werden, dass Tiere in diesen Phasen unruhig sein oder ungewohnte Lautäußerungen zeigen können, die nicht zwangsläufig auf Schmerzen hinweisen. Dennoch bleibt die Anwesenheit einer vertrauten Bezugsperson für viele Tiere ein stabilisierender Faktor – emotional wie physiologisch.

Auch Studien zur Besitzeranwesenheit während tierärztlicher Untersuchungen zeichnen ein differenziertes, aber klares Bild: Die Anwesenheit des Besitzers reduziert Stress nicht in jedem Fall vollständig, sie kann ihn jedoch messbar abschwächen – insbesondere bei Routineuntersuchungen, nicht invasiven Maßnahmen und bei einer stabilen Mensch-Tier-Bindung. Diese Aussagen sind wissenschaftlich gut belegt und wiederholt nachgewiesen.

Rechtlich ist die Situation ebenfalls eindeutig: Es besteht keine generelle Verpflichtung, Tiere ohne ihre Besitzer zu untersuchen oder zu behandeln. Die Anwesenheit des Besitzers ist grundsätzlich möglich, sofern keine medizinischen, sicherheitsrelevanten oder organisatorischen Gründe dagegensprechen. Auch beim Röntgen ist die Anwesenheit des Besitzers unter Einhaltung des Strahlenschutzes rechtlich zulässig. In der Praxis ist diese Frage daher weniger eine rechtliche Notwendigkeit als vielmehr eine Frage der Haltung, der Organisation und der jeweiligen Praxisphilosophie.

Für mich ergibt sich daraus eine klare Konsequenz: Sofern kein akuter Notfall vorliegt, wähle ich gezielt Tierärztinnen, Tierärzte und Kliniken, die bereit sind, Tierarztbesuche individuell, stressarm und wissenschaftlich fundiert zu gestalten. Dazu gehört für mich ausdrücklich, bei der Narkoseeinleitung, beim Aufwachen sowie – unter Einhaltung aller Schutzmaßnahmen – bei Röntgen- und Ultraschalluntersuchungen anwesend zu sein.

Nicht, weil es immer notwendig ist.
Sondern weil es für viele Tiere nachweislich einen entscheidenden Unterschied macht.

Quellen (Auswahl)
• Döring, D., Roscher, A., Scheipl, F., Küchenhoff, H., & Erhard, M. (2009).
Fear-related behaviour of dogs in veterinary practice. Applied Animal Behaviour Science, 117(3–4), 171–181.
• Hekman, J. P., Karas, A. Z., & Sharp, C. (2014).
Salivary cortisol concentrations and behavior in dogs during veterinary visits. Physiology & Behavior, 132, 43–50.
• Stellato, A. C., Dewey, C. E., Widowski, T. M., & Niel, L. (2020).
Evaluation of associations between owner presence and indicators of fear in dogs during routine veterinary examinations. Journal of the American Veterinary Medical Association, 257(10), 1031–1040.
• Mariti, C., Ricci, E., Zilocchi, M., & Gazzano, A. (2015).
Owners as a secure base for their dogs. Behaviour, 152(9), 1275–1294.
• Thieme Tiermedizin – Praxismanagement:
Dürfen Besitzer beim Röntgen dabei sein?
https://tiermedizin.thieme.de/team-praxis/praxismanagement-an/detail/tiermedizin-duerfen-besitzer-beim-roentgen-dabei-sein-1827

Hinweis:
Ich teile diesen Text hier bewusst in voller Länge, weil ich die Diskussion offen führen möchte.

In meinem WhatsApp-Kanal werde ich in den nächsten Tagen:
– auf häufige Einwände eingehen
– einzelne Aspekte vertiefen (z. B. Notfall vs. Routine, Narkose, Strahlenschutz)
– und auch persönliche Gedanken teilen, die hier keinen Platz hatten.

Wer tiefer einsteigen und weiterdenken möchte, ist herzlich eingeladen:

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Heute Longiertraining bei sonnigem Wetter mit angenehmen Temperaturen . Alle Hunde waren motiviert und die Teams hatten Spaß . Training ohne Druck und Zwang -'Freude pur.❤️🩷❤️🐕‍🦺🦮🐕

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