Reptilienzoo Nockalm

Reptilienzoo Nockalm Sehr spezieller Zoo - mit Schwerpunkt Giftschlangen . vermutlich der giftigste Ort Österreichs.
(1)

Wer einmal gefahrlos der giftigsten Schlange der Welt in's Auge blicken, aus nächster Nähe das bedrohliche Rasseln einer Klapperschlange oder das Fauchen einer Kobra hören will, ist hier richtig. Erleben Sie diese faszinierenden Tiere in naturnah eingerichteten Terrarien und lernen Sie Wissenswertes über ihr Verhalten. Eine der artenreichsten Giftschlangen-Ausstellungen weltweit, wo diese faszinie

renden Tiere nicht nur einem staunenden Publikum präsentiert, sondern auch zum Zweck der Arterhaltung in Gefangenschaft gezüchtet werden.

Wieder mal ein Update zu unseren neuen Mambas – Dendroaspis jamesoni kaimosae.Leider ist ein Tier verstorben, das Labor ...
30/08/2026

Wieder mal ein Update zu unseren neuen Mambas – Dendroaspis jamesoni kaimosae.
Leider ist ein Tier verstorben, das Labor hat so Einiges festgestellt, was nicht in ein gesundes Tier gehört und wohl zusammen mit dem schlechten Allgemeinzustand den Tod verursacht hat.
Die beiden anderen scheinen zur Zeit stabil zu sein, die Verdauung läuft wieder normal, und wie es sich für Mambas gehört, ziemlich schnell.
Nachdem die Tiere Mäuse nur sehr zögerlich angenommen haben, haben wir auf Küken umgestellt, die mit der Zange präsentiert und sehr schnell genommen werden. Hühnerküken dürften auch gerade für die baumbewohnenden Mambas als partielle Vogelfresser ein durchaus adäquates Futter darstellen.
Es scheint sich um ein Paar zu handeln und wir sorgen dafür, dass die Tiere, vor allem das Weibchen, bis zur Zuchtsaison – Dezember/Januar – genug „Speck auf die Rippen“ kriegen.
Beide Exemplare sind immer noch etwas schreckhaft und unangenehm schnell und wir sind froh, dass sie in einem sehr großen Terrarium (3,5 m2) untergebracht sind.

Bei den ganzen Neuzugängen bietet es sich ja förmlich an, diese Woche gleich eine Unterart davon vorzustellen. In der Ve...
24/08/2026

Bei den ganzen Neuzugängen bietet es sich ja förmlich an, diese Woche gleich eine Unterart davon vorzustellen. In der Vergangenheit haben wir die Felsenklapperschlangen schonmal ganz rudimentär vorgestellt, aber heute wollen wir Euch Klaubers Felsenklapperschlange (Crotalus lepidus klauberi, auch gebänderte Felsenklapperschlange genannt) einmal ganz ausführlich vorstellen.

Klein, unscheinbar und perfekt an das Leben zwischen Felsen angepasst – Klaubers Felsenklapperschlange (Crotalus lepidus klauberi) gehört zu den kleineren Klapperschlangen Nordamerikas. Doch hinter ihrem Namen verbirgt sich eine bemerkenswerte Geschichte: Die Unterart wurde nach Laurence Monroe Klauber benannt, einem der bedeutendsten Klapperschlangenexperten überhaupt. Mehr über seine spannende Geschichte gleich weiter unten.

Der Gattungsname Crotalus stammt vom griechischen „krotalon“, was so viel wie „Klapper“ oder „Rassel“ bedeutet. Das Artepitheton lepidus ist lateinischen Ursprungs und kann unter anderem „hübsch“, „anmutig“ oder „zierlich“ bedeuten. Es gibt allerdings auch die Interpretation, dass der Name mit dem lateinischen lapis – „Stein“ – in Verbindung steht und damit auf die Vorliebe der Schlange für felsige Lebensräume anspielt. Die genaue ursprüngliche Absicht bei der Namensgebung ist nicht völlig eindeutig.

Das Unterart-Epitheton klauberi ist dagegen eindeutig eine Ehrung: Es erinnert an Laurence Monroe Klauber (1883–1968). Die Unterart wurde 1936 von Howard K. Gloyd beschrieben. Als Typusfundort wurde der Carr Canyon in den Huachuca Mountains im Cochise County, Arizona, festgelegt. Das Typusexemplar befindet sich heute in der Sammlung des University of Michigan Museum of Zoology.

Laurence Monroe Klauber wurde am 21. Dezember 1883 in San Diego, Kalifornien, geboren. Zunächst deutete nichts darauf hin, dass er einmal als „Mr. Rattlesnake“ in die Geschichte eingehen würde. Er studierte an der Stanford University Elektrotechnik und schloss sein Studium 1908 ab. Anschließend absolvierte er eine Ausbildung bei Westinghouse und begann 1911 seine berufliche Laufbahn bei der San Diego Gas & Electric Company. Dort stieg er bis zum Präsidenten und später zum Vorsitzenden des Verwaltungsrats auf.

Seine Leidenschaft für Reptilien entwickelte sich zunächst als Hobby. Der entscheidende Wendepunkt kam 1923: Der neu gegründete San Diego Zoo bat Klauber darum, einige Schlangen zu bestimmen. Klauber begann daraufhin, sich intensiv in die Herpetologie einzuarbeiten und mit professionellen Wissenschaftlern zu korrespondieren. Aus dem Hobby wurde eine wissenschaftliche Karriere.

Klauber wurde schließlich Consulting Curator of Reptiles des San Diego Zoo und widmete sich insbesondere den Klapperschlangen. Er veröffentlichte rund 100 wissenschaftliche Arbeiten, beschrieb 53 neue Arten und Unterarten von Reptilien und Amphibien und erhielt selbst die Ehre, dass 14 Taxa nach ihm benannt wurden – darunter Crotalus lepidus klauberi.

Eine seiner besonderen Stärken war sein statistischer Ansatz. Klauber gehörte zu den ersten Herpetologen, die statistische Methoden konsequent zur Untersuchung von Variabilität und zur Abgrenzung von Schlangenpopulationen einsetzten. Er interessierte sich sogar unabhängig von seiner zoologischen Arbeit für mathematische Probleme wie die Verteilung von Primzahlen.

Für seine Untersuchungen verbrachte Klauber unzählige Stunden im Gelände. Eine von ihm entwickelte Methode war das sogenannte „Night-driving“: Er fuhr nachts langsam über Wüstenstraßen und suchte dabei nach Schlangen, die auf dem warmen Straßenbelag unterwegs waren. Im Laufe seines Lebens kam er nach Angaben des San Diego Natural History Museum mit mehr als 12.000 Klapperschlangen in Kontakt.

Sein Lebenswerk gipfelte 1956 in dem zweibändigen Werk „Rattlesnakes: Their Habits, Life Histories, and Influence on Mankind“. Mit insgesamt mehr als 1.500 Seiten war es eine außergewöhnlich umfassende Zusammenstellung des damaligen Wissens über Klapperschlangen und galt über Jahrzehnte als Standardwerk.

Klauber hinterließ außerdem eine riesige wissenschaftliche Sammlung. Er schenkte dem San Diego Natural History Museum rund 36.000 Reptilien- und Amphibienpräparate, darunter mehr als 8.600 Klapperschlangen. Auch seine umfangreiche Fachbibliothek und seine Forschungsnotizen gingen an das Museum und stehen bis heute der wissenschaftlichen Forschung zur Verfügung.

Klaubers Felsenklapperschlange gehört mit einer durchschnittlichen Körperlänge von etwa 60 bis 70 Zentimetern zu den kleinen Klapperschlangen, wobei besonders große Exemplare knapp über 80 cm erreichen können.

Der Körper ist relativ schlank, der Kopf deutlich vom Hals abgesetzt und wie bei allen Grubenottern besitzt die Schlange zwischen Auge und Nasenloch ein Wärme wahrnehmendes Grubenorgan. Damit kann sie die Wärmestrahlung von Beutetieren wahrnehmen – eine Fähigkeit, die insbesondere bei der nächtlichen Jagd von Vorteil ist.

Die Färbung ist außerordentlich variabel und macht die Schlange zu einem Meister der Tarnung. Typisch sind graue, grünlich-graue, beige oder bräunliche Grundfarben, über die sich dunklere Querbänder oder Flecken ziehen. Manche Populationen wirken fast grünlich, andere eher sandfarben. Besonders auffällig sind Tiere aus den Franklin Mountains bei El Paso: Sie können einen geradezu perlmuttartig silbrigen Grundton mit scharf abgegrenzten schwarzen Querbändern besitzen.

Die Tarnung ist in ihrem Lebensraum von enormer Bedeutung. Klaubers Felsenklapperschlange lebt vorwiegend in felsigem Gelände, beispielsweise an Geröllhalden, Felswänden, in Canyons und zwischen Felsvorsprüngen. Sie findet sich in Wüsten-Graslandschaften ebenso wie in offenen Waldlandschaften und in den Übergangszonen zu Kiefern-Eichen-Wäldern.

Das Verbreitungsgebiet reicht vom Südosten Arizonas und Südwesten New Mexicos über West-Texas bis weit nach Mexiko. Dort kommt sie unter anderem in Chihuahua, Sonora, Durango, Sinaloa, Zacatecas, Nayarit und Jalisco vor. Ihr Areal ist damit wesentlich größer, als man angesichts ihrer versteckten Lebensweise vermuten könnte.

Dabei ist sie eine ausgesprochene Gebirgsschlange (man sagt dazu auch saxicol). Populationen von C. l. klauberi werden vor allem aus Höhen zwischen etwa 1.200 und 2.500 Metern gemeldet. Die gesamte Art Crotalus lepidus kann sogar Höhen von rund 3.000 Metern erreichen.

Meist ist ihr Habitat eingebettet in trockene bis semiaride Kiefern-, Eichen- und Wacholdergehölze oder Gebüschformationen. Sie nutzt Felsspalten intensiv als Hitze- und Kälteschutz sowie zur Überwinterung.

Klaubers Felsenklapperschlange ist sehr scheu und verbringt einen großen Teil ihres Lebens in Felsspalten, unter Felsblöcken und in kleinen Höhlen. Aufgrund dieser Lebensweise bekommt man sie nur selten zu Gesicht. Untersuchungen deuten darauf hin, dass einzelne Tiere ausgesprochen ortstreu sein können und große Teile ihres Lebens an einem bestimmten Berghang oder Felsbereich verbringen.

Je nach Lebensraum kann sich auch ihre Aktivitätszeit unterscheiden. In felsigen Gebirgsregionen ist sie während der warmen Jahreszeit durchaus tagsüber aktiv. In heißeren Regionen kann sie dagegen stärker dämmerungs- und nachtaktiv sein. Besonders nach sommerlichen Gewittern und Regenfällen werden die Tiere häufiger beobachtet.

Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus Eidechsen und kleinen Säugetieren, insbesondere Nagetieren. Je nach Gelegenheit können außerdem Vögel, andere Schlangen, Frösche und sogar größere Wirbellose (wie Hundertfüßer) zum Beutespektrum gehören.

Wie andere Klapperschlangen lauert sie ihrer Beute auf und schlägt blitzschnell zu. Das Gift übernimmt anschließend die Aufgabe, das Beutetier zu immobilisieren und die Verdauung einzuleiten.

Das Gift von Crotalus lepidus klauberi ist besonders interessant, weil seine Zusammensetzung geografisch stark variieren kann. Einige Populationen besitzen ein Gift, das überwiegend hämorrhagisch und gewebeschädigend wirkt. Es kann zu Blutungen, Ödemen und Nekrosen führen.

Andere Populationen – insbesondere aus Arizona, New Mexico sowie Teilen von Chihuahua und Durango – besitzen zusätzlich Mojave-Toxin, ein stark neurotoxisches Giftbestandteil. Dieses kann die Signalübertragung zwischen Nerven und Muskeln beeinträchtigen und dadurch Muskelschwäche bis hin zu schweren Atemproblemen verursachen.

Untersuchungen haben deutliche Unterschiede zwischen verschiedenen Populationen gezeigt: Bei Populationen mit Mojave-Toxin war die Giftwirkung wesentlich stärker als bei Populationen, denen dieses Toxin fehlt.

Damit ist Crotalus lepidus klauberi ein gutes Beispiel dafür, dass man die Giftwirkung einer Schlangenart nicht immer mit einem einzigen einfachen Etikett wie „hämotoxisch“ oder „neurotoxisch“ beschreiben kann. Selbst innerhalb derselben Unterart kann sich das Gift regional deutlich unterscheiden.

Aufgrund ihrer geringen Körpergröße produziert die Schlange allerdings nur eine vergleichsweise kleine Giftmenge. Ein Biss kann dennoch medizinisch ernst genommen werden – insbesondere bei Tieren aus Populationen mit neurotoxischen Giftbestandteilen.

Auch eine kleine Klapperschlange hat natürliche Feinde. Greifvögel, größere Schlangen und verschiedene Raubsäuger können insbesondere Jungtiere erbeuten. Bei ausgewachsenen Tieren sind die Möglichkeiten für Prädatoren deutlich eingeschränkter: Die giftige und wehrhafte Schlange ist für viele potenzielle Feinde eine riskante Beute.

Ihre beste Verteidigung ist allerdings häufig nicht der Angriff, sondern ihre perfekte Tarnung. Viele Tiere bleiben vollkommen ruhig und verlassen sich darauf, zwischen den Steinen übersehen zu werden. Erst wenn ein Angreifer zu nahe kommt, kann die charakteristische Rassel zum Einsatz kommen.

Klaubers Felsenklapperschlange ist damit gleich in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert. Sie ist eine der kleinsten Klapperschlangen, lebt in oft extrem unzugänglichen Gebirgslandschaften und besitzt ein Gift, dessen Zusammensetzung sich von Population zu Population erheblich unterscheiden kann.

Und ihr Name erinnert an einen Mann, der die Erforschung der Klapperschlangen wie kaum ein anderer geprägt hat.

Vermutlich werden die nächsten Wochen etwas klapperschlangenlastig ;-)
Wir hoffen, das ist für Euch auch interessant ...

P.S.: Das Bild zeigt keinen unserer Neuzugänge, sondern ein Tier aus unserem früheren Bestand.

Und hier weitere Neuzugänge - Crotalus ruber - Östliches San Diego County, Küstenform. Bilder: Die Dschungelbox
23/08/2026

Und hier weitere Neuzugänge - Crotalus ruber - Östliches San Diego County, Küstenform. Bilder: Die Dschungelbox

Es wird Zeit, ein paar Neuzugänge vorzustellen.1,1 Crotalus morulus, San Antonio de las Alanzas1,1 Crotalus lepidus klau...
23/08/2026

Es wird Zeit, ein paar Neuzugänge vorzustellen.
1,1 Crotalus morulus, San Antonio de las Alanzas
1,1 Crotalus lepidus klauberi, Peloncillo Mts.
1,1 Crotalus lepidus lepidus, Big Bend National Park
1,1 Crotalus ruber, San Diego County
1,1 Crotalus tzabcan, Yucatan
Den Anfang macht ein juveniles Paar con Crotalus morulus
Weitere Bilder folgen.
Bitte beachtet, dass die neuen Tiere erst mal hinter den Kulissen in Quarantäne gehalten werden. Ab November wird ein Teil davon im Zoo zu sehen sein.

Vielleicht ist es langsam mal wieder an der Zeit für eine – mehr oder weniger – heimische Art, weshalb wir Euch diese Wo...
17/08/2026

Vielleicht ist es langsam mal wieder an der Zeit für eine – mehr oder weniger – heimische Art, weshalb wir Euch diese Woche die Vierstreifennatter (Elaphe quatuorlineata) vorstellen wollen.

Sie gehört zu den größten Schlangen Europas. Trotz ihrer beeindruckenden Größe ist sie für den Menschen völlig ungefährlich: Sie besitzt, wie für Vertreter der Nattern mit Ausnahme der Trugnattern üblich, kein Gift und versucht bei einer Begegnung normalerweise eher zu fliehen, als sich zu verteidigen. In ihren mediterranen Lebensräumen ist sie jedoch ein äußerst erfolgreicher Jäger, der es sogar mit erstaunlich großen Beutetieren aufnehmen kann.

Der Gattungsname Elaphe stammt aus dem Griechischen „élaphos“, einem Begriff, der ursprünglich „Hirsch“ beziehungsweise „Wild“ bedeutete und später auch für Schlangen verwendet wurde.

Das Artepitheton quatuorlineata ist lateinischen Ursprungs und bedeutet „vierstreifig“ – eine direkte Anspielung auf die vier dunklen Längsstreifen, die für die Färbung erwachsener Tiere charakteristisch sind.

Mit einer gewöhnlichen Länge von etwa 1,5 bis 1,8 Metern ist die Vierstreifennatter bereits eine stattliche Schlange. Besonders große Exemplare können jedoch über zwei Meter erreichen; maximale Längen von etwa 2,3 bis 2,5 Metern werden angegeben. Damit gehört sie zu den größten Schlangen Europas.

Der Körper ist kräftig und muskulös, der Kopf relativ breit und deutlich vom Hals abgesetzt. Die Pupillen sind rund. Erwachsene Tiere besitzen meist eine gelblich-braune, olivbraune bis graubraune Grundfärbung. Auf dem Rücken verlaufen vier dunkle Längsstreifen oder Reihen dunkler Flecken. Zusätzlich fällt häufig ein dunkler Streifen auf, der vom Auge in Richtung Mundwinkel verläuft.

Besonders auffällig ist der Unterschied zwischen Jungtieren und Erwachsenen. Junge Vierstreifennattern (so wie unser Jungtier, welche im Bild zu sehen ist) zeigen häufig eine wesentlich kontrastreichere Zeichnung aus dunklen Flecken und Bändern. Mit zunehmendem Alter verändert sich das Muster, bis die charakteristischen vier dunklen Längszeichnungen der adulten Tiere deutlich hervortreten. Man nennt dies auch ontogenetische Umfärbung.

Das Verbreitungsgebiet der Vierstreifennatter liegt vor allem im mediterranen und submediterranen Europa. Sie kommt in Italien sowie entlang großer Teile der westlichen und zentralen Balkanhalbinsel vor. Ihr Areal umfasst unter anderem einen kleinen Teil im Westen Sloweniens sowie Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Albanien, Nordmazedonien, Griechenland und einen sehr kleinen im äußersten Südwesten Bulgariens. Besonders interessant sind zahlreiche Populationen auf griechischen Inseln.

Die Art ist an warme Regionen angepasst, benötigt aber keineswegs ausschließlich trockene Habitate. Sie lebt in lichten Wäldern, Waldrändern, Buschlandschaften, felsigem Gelände, offenen Wiesen und teilweise auch in Feuchtgebieten und an Gewässern. Auch traditionelle Kulturlandschaften mit Hecken, Trockenmauern und extensiv bewirtschafteten Flächen können geeignete Lebensräume darstellen. Je nach Region kann sie bis in Höhen von etwa 1.300 bis 1.500 Metern vorkommen.

Die Vierstreifennatter ist eine ausgezeichnete Kletterin und kann auf der Suche nach Nahrung auch in Bäume und Sträucher steigen. Gleichzeitig bewegt sie sich sicher am Boden und ist eine gute Schwimmerin. Aktiv ist sie vor allem während der wärmeren Jahreszeit, wobei sie besonders am Morgen und am späten Nachmittag unterwegs sein kann. Extreme Mittagsh*tze meidet sie häufig.

Ihre Nahrung macht die Vierstreifennatter zu einem ausgesprochen interessanten Räuber. Erwachsene Tiere ernähren sich vor allem von kleinen Säugetieren, darunter Mäuse und Ratten. Aber auch junge Kaninchen, Maulwürfe, Vögel, Nestlinge und Vogeleier hinzu. Außerdem werden Eidechsen und gelegentlich andere Wirbeltiere erbeutet. Untersuchungen in Mittelitalien zeigten beispielsweise, dass bei erwachsenen Tieren etwa 77 Prozent der Nahrung aus Nagetieren und rund 23 Prozent aus Vö**ln einschließlich Nestlingen und Eiern bestand. Jungtiere ernährten sich dort dagegen ausschließlich von Eidechsen.

Wie alle ungiftigen Würgeschlangen tötet die Vierstreifennatter ihre Beute durch Umschlingen und Erstickung. Ihre kräftige Muskulatur ermöglicht es ihr, auch relativ große Beutetiere zu überwältigen. Gerade große Ratten oder junge Kaninchen sind für eine Schlange dieser Größe keineswegs ungewöhnlich.

Trotz ihrer Größe hat auch die Vierstreifennatter natürliche Feinde. Greifvögel, darunter Mäusebussarde und Schlangenadler, können insbesondere Jungtiere und kleinere Exemplare erbeuten. Auch Füchse, Dachse und Wildschweine kommen als Prädatoren infrage. Für einen bemerkenswerten dokumentierten Fall wurde sogar ein Angriff eines Mäusebussards auf eine halbwüchsige Vierstreifennatter in Süditalien beschrieben.

Für ausgewachsene Tiere dürfte die Zahl der natürlichen Feinde allerdings deutlich geringer sein. Ihre beträchtliche Körpergröße und ihre kräftige Muskulatur machen sie zu einer schwierigen Beute. Der wichtigste Gefährdungsfaktor ist aber eher nicht ein natürlicher Fressfeind sondern wie so oft der Mensch. Lebensraumverlust, die Intensivierung der Landwirtschaft, Straßenverkehr und die direkte Tötung aus Angst setzen den Populationen regional zu. Die Art gilt auf globaler Ebene derzeit als Near Threatened (potenziell gefährdet).

Die Vierstreifennatter ist nicht giftig und für Menschen ungefährlich. Bei Bedrohung versucht sie meist zu fliehen. Wird sie allerdings festgehalten oder in die Enge getrieben, kann sie sich energisch wehren und auch zubeißen. Ein Biss ist zwar schmerzhaft, stellt aber normalerweise keine Gefahr dar.

Auch bei der Fortpflanzung beeindruckt die Art durch ihre Größe. Die Paarung, bei der das Männchen das Weibchen durch einen Biss in den Nacken stimuliert, findet im Frühjahr statt. Dieser Nackenbiss ist bei Natternarten öfters zu beobachten. ER wird erst nach erfolgter Paarung wieder gelöst.

Anschließend legt das Weibchen im Sommer meist mehrere Eier, häufig etwa 3 bis 18. Als Ablageplätze dienen beispielsweise Erdspalten, Hohlräume unter Steinen oder andere geschützte Stellen. Nach ungefähr zwei Monaten schlüpfen die Jungschlangen.

Interessant ist außerdem die Entwicklung der Art auf den griechischen Inseln. Einige Inselpopulationen unterscheiden sich deutlich von den Festlandstieren – unter anderem durch ihre geringere Körpergröße. Populationen der Kykladen und von Skyros wurden deshalb traditionell als eigene Unterarten beschrieben. Genetische Untersuchungen zeigen jedoch eine wesentlich komplexere Geschichte mit alten Isolationen und späterem Genfluss zwischen verschiedenen Populationen.

Unsere Vierstreifennattern im Zoo sind übrigens absolut handzahme Tiere und werden von uns hin und wieder zur Expositionstherapie bei Schlangenphobie eingesetzt.

Würdet Ihr Euch trauen sie anzufassen oder sie Euch gar um den Hals legen?

Die Braune Waldkobra (Naja subfulva), eine große afrikanische Kobra, darf in dieser Woche die Rolle der Montagsschlange ...
10/08/2026

Die Braune Waldkobra (Naja subfulva), eine große afrikanische Kobra, darf in dieser Woche die Rolle der Montagsschlange übernehmen. Über viele Jahrzehnte wurde sie nicht als eigenständige Art betrachtet, sondern als Unterart der Wald- oder Weißlippenkobra (Naja melanoleuca). Erst moderne genetische Untersuchungen zeigten, dass sich hinter dem Namen Naja melanoleuca tatsächlich ein ganzer Komplex verschiedener Arten verbirgt.

Der Gattungsname Naja geht, wie schon öfters beschrieben, auf „nāga“, das Sanskrit-Wort für Schlange beziehungsweise Kobra, zurück. Das Artepitheton subfulva setzt sich aus den lateinischen Begriffen sub – „etwas, ziemlich“ oder „unter“ – und fulvus – „gelbbraun“ oder „fahlbraun“ – zusammen. Es lässt sich sinngemäß als „etwas gelbbraun“ beziehungsweise „unterseits gelbbraun“ übersetzen und bezieht sich vermutlich auf die Färbung von Kopf, Hals und vorderem Körperabschnitt.

Beschrieben wurde Naja subfulva bereits 1955 vom belgischen Herpetologen Raymond Ferdinand Laurent. Laurent betrachtete sie allerdings zunächst als Unterart und gab ihr den Namen Naja melanoleuca subfulva. Das Typusexemplar stammte aus Lwiro am Kivu-See in der heutigen Demokratischen Republik Kongo, auf etwa 1.850 Metern Höhe. Später wurde der Name wiederholt als eigenständige Art aufgefasst und anschließend erneut in Naja melanoleuca eingegliedert. Erst die molekulargenetischen Untersuchungen von Wolfgang Wüster und seinen Kollegen brachten 2018 die entscheidende Klärung.

Die sogenannte Waldkobra Naja melanoleuca im damaligen weit gefassten Sinn erwies sich als ein Artenkomplex aus fünf verschiedenen Arten: Naja melanoleuca im engeren Sinn, Naja subfulva, Naja peroescobari, Naja guineensis und Naja savannula. Neben genetischen Unterschieden zeigten auch morphologische Merkmale und die geografische Verbreitung, dass es sich nicht einfach um regionale Farbvarianten einer einzigen Art handelt. Naja guineensis und Naja savannula wurden dabei sogar erstmalig 2018 beschrieben.

Besonders interessant ist, dass Naja subfulva innerhalb dieses Komplexes eine etwas ungewöhnliche Stellung einnimmt. Sie ist genetisch deutlich von der eigentlichen Waldkobra (Naja melanoleuca sensu stricto) getrennt und steht näher bei der westafrikanischen Naja savannula. Damit zeigt sich einmal mehr, wie irreführend eine rein äußerliche Betrachtung bei Schlangen sein kann.

Mit einer gewöhnlichen Körperlänge von etwa 1,4 bis 1,7 Metern gehört Naja subfulva zu den großen Kobras. Besonders große Exemplare können über zwei Meter erreichen; Längen von rund 2,5 Metern sind dokumentiert. Der Körper ist relativ schlank, jedoch mit zunehmendem Alter und entsprechender Größe sehr kräftig, muskulös und stämmig. Der Kopf kurz und etwas vom Hals abgesetzt. Wie andere echte Kobras kann sie die vorderen Rippen seitlich spreizen und dadurch ihre charakteristische Hals- oder Nackenhaube aufrichten.

Ihre Färbung ist ausgesprochen variabel. Je nach Herkunft kann sie braun, olivbraun, graubraun oder deutlich dunkler erscheinen. Häufig sind der vordere Körperbereich und die Unterseite heller gelblich oder bräunlich gefärbt. Diese Variabilität war vermutlich einer der Gründe dafür, dass die unterschiedlichen Populationen lange Zeit als Varianten derselben Art betrachtet wurden.

Das Verbreitungsgebiet von Naja subfulva ist ungewöhnlich groß und erstreckt sich quer durch große Teile des östlichen und südlichen Afrikas. Die Art kommt unter anderem in Kamerun, der Zentralafrikanischen Republik, der Demokratischen Republik Kongo, Uganda, Kenia, Tansania, Ruanda, Burundi, Äthiopien, Somalia, Angola, Sambia, Simbabwe, Malawi, Mosambik und Südafrika vor. Damit besitzt sie innerhalb des ehemaligen Naja-melanoleuca-Komplexes das mit Abstand weiteste bekannte Verbreitungsgebiet.

Dabei ist sie keineswegs ausschließlich auf dichten Regenwald angewiesen. Naja subfulva besiedelt Wälder, offene Waldlandschaften, feuchtere Savannen, Buschland und Küstenvegetation. Besonders häufig findet man sie in Regionen mit ausreichender Vegetation und in der Nähe von Gewässern. Ihr Vorkommen reicht vom Meeresspiegel bis in Höhen von etwa 2.500 Metern.

Auch bei der Nahrung ist die Braune Waldkobra wenig wählerisch. Auf ihrem Speiseplan stehen Frösche, Nagetiere, Eidechsen, Vögel und Fische, aber auch andere Schlangen. Dazu können sogar andere Kobras gehören. Diese breite Auswahl an Beutetieren dürfte ein wichtiger Grund dafür sein, dass sich die Art an so unterschiedliche Lebensräume anpassen konnte.

Die Braune Waldkobra ist überwiegend nachtaktiv, kann aber durchaus auch am Tag unterwegs sein. Sie ist eine ausgezeichnete Kletterin und bewegt sich ebenso sicher am Boden. Auf der Suche nach Nahrung durchstreift sie ihr Revier und kann dabei auch Gewässer aufsuchen. Bei Gefahr richtet sie den Vorderkörper auf, spreizt ihre Haube und versucht zunächst, den Gegner durch Drohgebärden auf Abstand zu halten.

Wie jede Schlange hat auch Naja subfulva natürliche Feinde. Junge Tiere können verschiedenen Greifvögeln, größeren Schlangen und Raubsäugern zum Opfer fallen. Auch größere Echsen können Jungschlangen erbeuten. Ausgewachsene Exemplare haben aufgrund ihrer Größe, Wehrhaftigkeit und ihres Giftes deutlich weniger Fressfeinde.

Mit dem Sekretär, einem großen Greifvogel, der seine Schlangenjagd schon im Namen trägt (Sagittarius serpentarius), ist vor allem der Honigdachs zu nennen.

Der Mensch stellt allerdings durch Lebensraumzerstörung, Straßenverkehr und die direkte Tötung aus Angst eine wesentlich größere Gefahr dar.

Das Gift von Naja subfulva ist medizinisch besonders relevant. Wie bei vielen Kobras enthält es eine komplexe Mischung verschiedener Toxine, darunter Drei-Finger-Toxine, Phospholipasen A₂ und Schlangengift-Metalloproteinasen. Untersuchungen zeigen sowohl neurotoxische als auch stark gewebeschädigende (cytotoxische) Bestandteile.

Die neurotoxischen Komponenten können die Signalübertragung zwischen Nerven und Muskeln beeinträchtigen. Dadurch können unter anderem Muskelschwäche, Schluck- und Atemprobleme bis hin zu einer Lähmung der Atemmuskulatur entstehen. Gleichzeitig können zytotoxische Bestandteile Zellen und Gewebe schädigen und zu starken lokalen Schmerzen, Schwellungen und Nekrosen führen. Untersuchungen des Giftes von Naja subfulva zeigen außerdem das Vorhandensein sowohl kurzer als auch langer Neurotoxine.

Die Schlange gilt als sehr scheu und flieht bei Bedrohung lieber, anstatt anzugreifen. Wird sie jedoch in die Enge getrieben, richtet sie ihren Vorderkörper weit auf, stellt eine schmale Huthaube auf und beißt im Ernstfall extrem schnell und kraftvoll zu. Ein Biss erfordert sofortige intensivmedizinische Betreuung; das südafrikanische polyvalente Antiserum ist bei dieser Kobra-Art zum Glück voll wirksam.

Die Baja-Klapperschlange (Crotalus enyo, im deutschen auch Niederkalifornische Klapperschlange genannt) gehört zu den kl...
03/08/2026

Die Baja-Klapperschlange (Crotalus enyo, im deutschen auch Niederkalifornische Klapperschlange genannt) gehört zu den kleineren Vertretern der amerikanischen Klapperschlangen.

Sie lebt ausschließlich auf der mexikanischen Halbinsel Baja California und einigen vorgelagerten Inseln. Trotz ihrer vergleichsweise geringen Größe ist sie ein hervorragend angepasster Lauerjäger und ein wichtiger Bestandteil der Trockenwald- und Wüstenökosysteme dieser Region.

Der Gattungsname Crotalus stammt vom griechischen Wort „krotalon“, das „Klapper“ oder „Rassel“ bedeutet und sich auf das charakteristische Schwanzende aller Klapperschlangen bezieht.

Das Artepitheton enyo geht auf Enyo, die griechische Göttin des Krieges und der Zerstörung, zurück. Warum der amerikanische Zoologe Edward Drinker Cope diesen Namen bei der Erstbeschreibung im Jahr 1861 wählte, ist nicht eindeutig überliefert. Vermutlich sollte er die Wehrhaftigkeit und Gefährlichkeit der Schlange unterstreichen, denn es war in der damaligen Naturforschung sehr üblich, neu entdeckte, giftige oder wehrhafte Tiere nach mächtigen oder gefährlichen Figuren der antiken Mythologie zu benennen.

Ausgewachsene Baja-Klapperschlangen erreichen meist eine Länge von 50 bis 80 Zentimetern, größere Weibchen können knapp unter einem Meter lang werden. Ihr Körper ist kräftig gebaut, der Kopf deutlich vom Hals abgesetzt und von zahlreichen kleinen Kopfschuppen bedeckt – ein typisches Merkmal der Klapperschlangen. Zwischen Auge und Nasenloch befindet sich auf jeder Seite die wärmeempfindliche Grubenorgane, mit denen selbst kleinste Temperaturunterschiede wahrgenommen werden können. Am Schwanzende trägt die Art die für Klapperschlangen typische Rassel, mit der sie potenzielle Feinde warnt.

Die Grundfärbung variiert von hellgrau über sandfarben bis rötlich- oder olivbraun. Entlang des Rückens verläuft eine Reihe dunkler, oft rauten- oder sattelförmiger Flecken, die von helleren Säumen eingefasst sein können. Diese Zeichnung sorgt für eine hervorragende Tarnung zwischen Felsen, Geröll und trockener Vegetation.

Crotalus enyo ist ein Endemit (d.h. sie kommt nur dort vor) der Halbinsel Baja California im Nordwesten Mexikos sowie mehrerer Inseln im Golf von Kalifornien und auf der Insel Cerralvo (heute Isla Jacques Cousteau).

Sie besiedelt unterschiedlichste Lebensräume – von trockenen Küstenregionen über felsige Hänge und Kakteenwüsten bis hin zu buschbestandenen Berghängen. Selbst in Höhen von über 1.500 Metern ist sie noch anzutreffen.

Die Baja-Klapperschlange ist überwiegend nacht- und dämmerungsaktiv, besonders während der heißen Sommermonate. Tagsüber zieht sie sich in Felsspalten, unter Sträucher oder in verlassene Tierbaue zurück. Wie die meisten Klapperschlangen wartet sie regungslos auf vorbeikommende Beute und schlägt blitzschnell zu.

Zu ihrer Nahrung gehören vor allem Mäuse, Ratten und andere kleine Säugetiere sowie von kleinen Echsen bis hin zu Scolopendern (Hundertfüßern). Daneben erbeutet sie Eidechsen, kleinere Schlangen sowie gelegentlich bodenbewohnende Vögel. Im Gegensatz zu vielen anderen Klapperschlangen, die als Jungtiere Echsen und erst als Erwachsene Säugetiere jagen, ernährt sich Crotalus enyo in jedem Alter gemischt

Obwohl sie ein wirksames Gift besitzt, hat auch die Baja-Klapperschlange natürliche Feinde. Königsnattern können kleinere Klapperschlangen überwältigen und sind aufgrund ihrer teilweisen Giftresistenz gefürchtete Schlangenjäger.

Auch Greifvögel wie Bussarde und Schlangenadler, Roadrunner, Kojoten, Füchse und größere Säugetiere können ihr gefährlich werden. Den größten Einfluss auf die Bestände hat jedoch der Mensch – vor allem durch Straßenverkehr und die gezielte Tötung aus Angst.

Das Gift von Crotalus enyo ist überwiegend hämotoxisch und enthält zusätzlich gewebeschädigende Enzyme. Nach einem Biss treten meist sofort starke Schmerzen, Schwellungen und Blutungen im Gewebe auf. Das Gift zerstört Blutgefäße und Muskulatur und kann unbehandelt zu erheblichen Gewebeschäden führen. Darüber hinaus beeinflusst es die Blutgerinnung und kann Kreislaufprobleme verursachen. Schwere Vergiftungen sind medizinische Notfälle und erfordern eine schnelle Behandlung mit einem geeigneten Gegengift. Todesfälle sind heute bei rechtzeitiger medizinischer Versorgung selten.

Die Baja-Klapperschlange spielt eine wichtige Rolle im Ökosystem der Halbinsel Baja California. Als effizienter Räuber hält sie die Bestände kleiner Nagetiere in Schach und trägt so zum ökologischen Gleichgewicht der trockenen Landschaften bei. Wie nahezu alle Klapperschlangen setzt sie ihr Gift in erster Linie zum Beutefang ein und vermeidet Begegnungen mit Menschen.

Fühlt sie sich bedroht, warnt sie zunächst mit ihrer Rassel – eine eindrucksvolle, aber friedliche Aufforderung, Abstand zu halten.

Wusstet Ihr, dass die Vorkommen der Baja-Klapperschlange auf den Inseln im Golf von Kalifornien über Jahrtausende voneinander isoliert waren? Diese Inselpopulationen unterscheiden sich teilweise deutlich in Größe, Färbung und Zeichnung und die Unterschiede geben Wissenschaftlern spannende Einblicke in die Evolution von Inselbewohnern.

Es werden aktuell drei Unterarten unterschieden:

Crotalus enyo enyo (Nominatform): Sie besitzt das größte Verbreitungsgebiet. Sie kommt vom südlichen Teil des Bundesstaates Baja California (ab El Rosario bzw. El Mármol) über die gesamte Halbinsel nach Süden hin bis zum Kap San Lucas vor. Zudem besiedelt sie mehrere Inseln im Golf von Kalifornien sowie die Inseln Santa Margarita und Magdalena vor der Pazifikküste.

Crotalus enyo furvus: Diese dunkler gefärbte Unterart lebt ausschließlich im nordwestlichen Küstenstreifen der Halbinsel. Ihr sehr begrenztes Areal erstreckt sich nördlich von El Rosario (insbesondere in der San-Quintín-Ebene) bis zum San-Telmo-Fluss. Sie wird im Englischen deshalb auch als Rosario-Klapperschlange bezeichnet.

Crotalus enyo cerralvensis: Diese Form ist ein reiner Inselendemit. Man findet sie ausschließlich auf der Isla Cerralvo (auch bekannt als Jacques-Cousteau-Insel), einer unbewohnten Insel im südlichen Golf von Kalifornien.

Das Bild zeigt ein Exemplar der Nominatform C. e. enyo.

Adresse

Vorwald 83
Patergassen
9564

Öffnungszeiten

Montag 09:00 - 17:30
Dienstag 09:00 - 17:30
Mittwoch 09:00 - 17:30
Donnerstag 09:00 - 17:30
Freitag 09:00 - 17:30
Samstag 09:00 - 17:30
Sonntag 09:00 - 17:30

Telefon

+436763747807

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Reptilienzoo Nockalm erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Service Kontaktieren

Nachricht an Reptilienzoo Nockalm senden:

Teilen

Kategorie