Reptilienzoo Nockalm

Reptilienzoo Nockalm Sehr spezieller Zoo - mit Schwerpunkt Giftschlangen . vermutlich der giftigste Ort Österreichs.
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Wer einmal gefahrlos der giftigsten Schlange der Welt in's Auge blicken, aus nächster Nähe das bedrohliche Rasseln einer Klapperschlange oder das Fauchen einer Kobra hören will, ist hier richtig. Erleben Sie diese faszinierenden Tiere in naturnah eingerichteten Terrarien und lernen Sie Wissenswertes über ihr Verhalten. Eine der artenreichsten Giftschlangen-Ausstellungen weltweit, wo diese faszinie

renden Tiere nicht nur einem staunenden Publikum präsentiert, sondern auch zum Zweck der Arterhaltung in Gefangenschaft gezüchtet werden.

Danke für Eure vielen Likes!Wie versprochen kommt hier noch ein Bild, das die wunderbaren Farben und Streifen unserer Ra...
17/06/2026

Danke für Eure vielen Likes!

Wie versprochen kommt hier noch ein Bild, das die wunderbaren Farben und Streifen unserer Rauhnackigen Todesotter (Acantophis rugosus) noch besser zeigt.

Ist sie nicht wunderschön? 😍

Mehr über die Schlange, wenn Ihr ein Bild zurück klickt ...
.. oder eben hier: https://www.facebook.com/photo?fbid=1619524626845178&set=a.475565047907814

🦎 Reptilienzoo Nockalm – Faszinierende Begegnungen ganz nah ✨Tauche ein in eine geheimnisvolle Welt aus Schuppen, Farben...
16/06/2026

🦎 Reptilienzoo Nockalm – Faszinierende Begegnungen ganz nah ✨

Tauche ein in eine geheimnisvolle Welt aus Schuppen, Farben und stiller Eleganz. Im Reptilienzoo Nockalm begegnest du beeindruckenden Reptilien und lernst Spannendes über ihr Leben – ruhig, lehrreich und überraschend entspannend.

Ein ideales Ausflugsziel für alle, die Natur einmal aus einer anderen Perspektive erleben möchten. Nimm dir Zeit, schau genau hin und lass dich begeistern.

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Welches Tier fasziniert dich am meisten?

Spezieller und einzigartiger Zoo, der vor allem Giftschlangen aus aller Welt in naturnah eingerichteten Terrarien zeigt. Erleben Sie fast hautnah und gefahrlos Mambas, Kobras, Klapperschlangen, Tai...

Von Südamerika reisen wir diese Woche ans andere Ende der Welt. Australien ist ja bekannt für seine außergewöhnliche Tie...
16/06/2026

Von Südamerika reisen wir diese Woche ans andere Ende der Welt. Australien ist ja bekannt für seine außergewöhnliche Tierwelt und insbesondere für seine Vielzahl hochspezialisierter Giftschlangen. Eine der faszinierendsten Gattungen in Australien sind die Todesottern (Acantophis) und mit der „Rauhnackigen Todesotter“ (Acantophis rugosus) wollen wir Euch heute eine weitere Art davon vorstellen. Sie wird auch als Rauhschuppige Todesotter (im Englischen „Rough Scaled Death Adder“) bezeichnet und ist eng mit der „Gemeinen Todesotter“ (Acantophis antarcticus) verwandt, die wir Euch ebenfalls schon vor Längerem vorgestellt haben und zu der die Raunackige Todesotter lang als Unterart angesehen wurde.

Trotz ihres deutschen Namens gehört die Rauhnackige Todesotter nicht zu den Vipern und Ottern (Viperidae), sondern zur Familie der Giftnattern (Elapidae und Unterfamilie Hydrophiinae), denn in Australien kommen keine Vipern vor. Die giftigen Schlangen dort gehören alle zu den Giftnattern.

Durch ihren gedrungenen Körperbau, den breiten, deutlich vom Hals abgesetzten Kopf, die geschlitzten Pupillen (Giftnattern haben sonst runde Pupillen) und ihre Lauerjäger-Lebensweise erinnert sie jedoch stark an echte Vipern. Diese Ähnlichkeit ist ein klassisches Beispiel für konvergente Evolution, bei der nicht näher verwandte Tiere ähnliche Merkmale entwickeln, weil sie vergleichbare ökologische Nischen besetzen.

Die Rauhnackige Todesotter kommt sowohl in Westneuguinea, das geografisch zum Australischen Kontinent gezählt wird, sowie im Land Australien selbst vor. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich dort über Teile des Northern Territory sowie Western Australia und NW Queensland.

Sie besiedelt eine Vielzahl unterschiedlicher Lebensräume, darunter offene Waldlandschaften, Savannen, Buschland und felsige Regionen bis hin zu den tropischen Regenwäldern im Norden des Landes und auf Westneuguinea. Besonders wichtig sind Bereiche mit reichlich Laubstreu, lockerem Boden oder dichter Bodenvegetation, in denen sich die Tiere hervorragend verbergen können. Aber auch auf steinigem Untergrund sind sie häufig zu finden.

Mit einer Länge von bis zu 80 cm gehört die Rauhnackige Todesotter zu den mittelgroßen Vertretern ihrer Gattung. Ihr Körper ist ungewöhnlich kräftig und gedrungen. Die Färbung variiert von graubraun über rötlich bis olivfarben und ist häufig von dunklen Querbändern oder Flecken durchzogen. Dadurch verschmilzt die Schlange nahezu perfekt mit dem Untergrund ihres Lebensraums.

Unser Exemplar hat eine besonders schöne Zeichnung/Färbung und wenn wir mit diesem Post wieder die 100er Marke knacken, zeigen wir Euch im Laufe der Woche noch ein extra Foto, bei dem die Zeichnung besonders gut zur Geltung kommt.

Zum Thema Länge: Einige Quellen beschreiben Acantophis rugosus als bis zu 110 cm lang. Andere nennen eine Maximallänge von 80 cm. Das könnte daran liegen, dass die Artabgrenzung hier noch umstritten ist. Manche Autoren zählen die längeren Tiere, die vor allem in Westneuguinea gefunden werden, zu einer eigenen Art.

Ihren deutschen Namen verdankt die Rauhnackige Todesotter übrigens den auffällig stark gekielten, rau wirkenden Schuppen, vor allem im Kopf- und Nacken-Bereich, die das Hauptunterscheidungsmerkmal zur oben schon erwähnten „Gemeinen Todesotter“ (Acantophis antarcticus) darstellen.

Wie alle Vertreter der Gattung Acanthophis (Todesottern) ist auch die Raunackige Todesotter ein hochspezialisierter Lauerjäger. Statt aktiv nach Beute zu suchen, wie es für Vertreter der Giftnattern üblich ist, liegt sie stunden- bis tagelang regungslos verborgen und wartet auf vorbeikommende Tiere. Besonders bemerkenswert ist dabei ihr Jagdverhalten: Die oft grüngefärbte Schwanzspitze wird als Köder eingesetzt und bewegt sich wurm- oder larvenartig. Dieses sogenannte Caudal Luring lockt neugierige Beutetiere in Reichweite des blitzschnellen Angriffs.

Zur Nahrung gehören vor allem kleine Säugetiere, Echsen, Frösche und gelegentlich kleinere Vögel. Die Beute wird mit einem schnellen Giftbiss überwältigt. Todesottern besitzen dabei einen der schnellsten dokumentierten Angriffe aller Schlangen und können innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde zuschlagen.

Das Gift der Rauhnackige Todesotter wirkt überwiegend neurotoxisch. Es greift das Nervensystem an und kann unbehandelt zu fortschreitenden Lähmungen bis hin zu Atemstillstand führen. Vor der Verfügbarkeit moderner Gegengifte galten Todesottern als eine der gefährlichsten Schlangengruppen Australiens. Heute sind schwere Verläufe bei rechtzeitiger medizinischer Versorgung deutlich seltener, dennoch gehört die Art weiterhin zu den medizinisch bedeutenden Giftschlangen des Kontinents.

Auch ihre natürlichen Feinde sind bemerkenswert. Vor allem Greifvögel, Warane und einige größere Schlangen können Todesottern erbeuten. Ihre wichtigste Verteidigung bleibt jedoch ihre perfekte Tarnung. Anders als viele andere Schlangen flieht sie oft nicht sofort, sondern verlässt sich zunächst darauf, unentdeckt zu bleiben.

Diese Verhalten, das sie von allen anderen australischen Giftschlangen unterscheidet, lies die ersten Europäer in Australien wohl glauben, dass die Schlange taub sei und brachte ihr den englischen Namen „Deaf Adder“ – also taube Otter – ein. Durch schlechte Überlieferung oder Hörfehler wurde daraus dann wohl „Death Adder“ (Todesotter). Gesichert ist dies allerdings nicht.

Natürlich sind prinzipiell alle Schlangen taub, denn sie haben keine Ohren, mit denen sie Schall in der Luft wahrnehmen können. Stattdessen spüren sie aber Erschütterungen am Boden und bis auf die viele Vertreter der Vipern – und eben die Todesottern – fliehen Schlangen üblicherweise, wenn sie solche Erschütterungen wahrnehmen. Denn selten verheißt das etwas Gutes für sie.

Der wissenschaftliche Name erzählt ebenfalls etwas über das Aussehen der Art. Der Gattungsname „Acanthophis“ setzt sich aus den griechischen Wörtern „akantha“ („Dorn“ oder „Stachel“) und „ophis" („Schlange“) zusammen. Er bezieht sich vermutlich auf die auffällige Schwanzspitze, die bei Todesottern wie oben beschrieben als Köder eingesetzt wird. Der Artname „rugosus“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „runzlig“, „rau“ oder „zerfurcht“. Damit wird direkt auf die charakteristisch rau wirkenden Schuppen der Art Bezug genommen.

Die Rauhnackige Todesotter zeigt eindrucksvoll, wie die Evolution unabhängig voneinander ähnliche Lösungen hervorbringen kann. Obwohl sie mit den Vipern anderer Kontinente nur sehr weit entfernt verwandt ist, hat sie einen nahezu identischen Lebensstil entwickelt: gut getarnt, geduldig lauernd und mit einem blitzschnellen Angriff ausgestattet. Damit gehört sie zu den faszinierendsten Schlangen Australiens und zu den eindrucksvollsten Beispielen konvergenter Evolution im Tierreich.

Selbst die sonst bei Giftnattern feststehenden Giftzähne (Stichwort „Proteroglyphe Giftzähne“ oder vorderständige, feststehende Furchenzähne) sind ähnlich wie die Giftzähne der Vipern („solenoglyphe Giftzähne“ oder Röhrenzähne) ein wenig beweglich und länger als es für eine Giftnatter vergleichbarer Größe üblich wäre. Die Betonung liegt dabei auf „ähnlich“, denn weder die Länge und schon gar nicht die Beweglichkeit sind mit den Giftzähnen der „echten“ Vipern vergleichbar.

Wie gefällt Euch unser Neuzugang? Habt Ihr eventuell Interesse an weiteren Arten des australischen Kontinents?

Und zum Schluss noch eine Vorankündigung: In der nächsten Woche wird es keine „Montagsschlange“ geben…

Nachdem wir uns in den vergangenen Wochen mit Klapperschlangen aus Nordamerika und Venezuela sowie Eurasischen Vipern be...
08/06/2026

Nachdem wir uns in den vergangenen Wochen mit Klapperschlangen aus Nordamerika und Venezuela sowie Eurasischen Vipern beschäftigt haben, reisen wir heute wieder nach Südamerika.

Dort lebt eine Klapperschlangen-Unterart, die zu den bekanntesten und medizinisch bedeutendsten Klapperschlangen des Kontinents gehört: Die Schauer-Klapperschlange (Crotalus durissus terrificus), lokal auch Cascabel genannt.

Wie der wissenschaftliche Name mit seinen drei Teilen schon zeigt, ist sie eine Unterart von Crotalus durissus, der Südamerikanischen oder Tropischen Klapperschlange. Ihr Verbreitungsgebiet umfasst vor allem große Teile von Brasilien südlich des Amazonas Regenwaldes, reicht aber auch in angrenzende Regionen von Nord-Argentinien über Bolivien, Paraguay und Uruguay bis nach Peru. Dabei handelt es sich nicht um ein durchgehendes Verbreitungsgebiet, da die Schlange die Regenwaldgebiete wie z.B. das Amazonasbecken meidet. Besonders häufig findet man sie in den offenen Landschaften des brasilianischen Cerrado, einer ausgedehnten Savannenregion im Landesinneren.

Anders als viele nordamerikanische Klapperschlangen, die häufig felsige Gebiete oder Wälder bewohnen, bevorzugt die Schauer-Klapperschlange überwiegend offene Savannen, Trockenwälder, Buschlandschaften, Grasländer und landwirtschaftlich geprägte Flächen. Ihre Färbung aus verschiedenen Braun-, Grau- und Beigetönen mit den charakteristischen dunklen Rhombenmustern sorgt für eine ausgezeichnete Tarnung zwischen trockenem Gras und Buschwerk.

Mit einer durchschnittlichen Länge von etwa 100 bis 150 cm, gelegentlich auch etwas mehr, gehört die Schauer-Klapperschlange zu den größeren Klapperschlangen Südamerikas. Der Körper ist kräftig gebaut, der Kopf deutlich vom Hals abgesetzt und die Schwanzrassel meist gut entwickelt. Besonders ältere Tiere können eine beeindruckende Erscheinung abgeben.

Die Nahrung besteht überwiegend aus kleinen Säugetieren, insbesondere Nagetieren. Daneben werden gelegentlich Vögel, Echsen oder andere kleine Wirbeltiere erbeutet. Wie andere Klapperschlangen ist auch diese Unterart ein klassischer Lauerjäger. Gut getarnt verharrt sie oft über längere Zeit an geeigneten Stellen und wartet auf vorbeiziehende Beute.

Mithilfe ihrer Grubenorgane, die wir Euch schon mehrfach bei verschiedenen anderen Grubenottern (neben Klapperschlangen vor allem bei der verschiedensten Bambusottern) näher vorgestellt haben, kann sie selbst bei Dunkelheit die Wärmestrahlung von Beutetieren wahrnehmen.

Zu ihren natürlichen Feinden gehören vor allem Greifvögel, Säugetiere wie Marderartige, Füchse oder Wildschweine und einige schlangenfressende Reptilienarten. Jungtiere sind deutlich stärker gefährdet als ausgewachsene Tiere. Gegenüber größeren Angreifern setzt die Schauer-Klapperschlange auf ihr typisches Warnverhalten: Sie hebt den Vorderkörper leicht an und erzeugt mit ihrer Rassel das charakteristische Rassel-Geräusch, das potenzielle Feinde auf Abstand halten soll.

Besonders bekannt ist die Art jedoch wegen ihres Giftes. Das Gift der Schauer-Klapperschlange unterscheidet sich deutlich von dem vieler nordamerikanischer Klapperschlangen. Während bei diesen häufig gewebeschädigende und hämotoxische Wirkungen im Vordergrund stehen, enthält das Gift der Schauer-Klapperschlange auch einen hohen Anteil an Neurotoxinen, insbesondere das sogenannte Crotoxin. Dieses wirkt auf das Nervensystem und kann zu Muskellähmungen, Sehstörungen bis zu kompletter Blindheit, Problemen des Hörapparates sowie schweren Atemproblemen führen. Zusätzlich treten auch das Myotoxin Crotamin Muskelschädigungen auf. Aber auch Veränderungen der Nierenfunktion können die Folgen eines Bisses sein.

Aufgrund dieser besonderen Zusammensetzung gilt die Art als eine der medizinisch bedeutendsten Giftschlangen Südamerikas. Die Sterblichkeit bei einem Biss liegt unbehandelt bei 75%. Das liegt zum einen an der Stärke des Giftes (für einen Mensch mit 80 kg soll der LD50 bei ca. 24 mg liegen, die Quellen sind sich da nicht so ganz einig), aber besonders auch an der abgegebenen Menge, die zwischen 20 und 137 mg betragen kann. Durchschnittlich werden 50 mg, in einer Quelle sogar 140 mg angegeben.
Da die Zusammensetzung aus den einzelnen Komponenten aber vor allem geographisch stark variiert, lässt sich nur eines mit Sicherheit sagen: Das Gift vom Crotalus durissus terrificus muss sehr, sehr Ernst genommen werden.

Interessanterweise ist das Gift für die Pharmakologie hochrelevant. Aufgrund seiner selektiven Eigenschaften wird das extrahierte Crotoxin in der Forschung für die Entwicklung von Schmerzmitteln, entzündungshemmenden Medikamenten und sogar in der Krebstherapie (zur Hemmung von Tumorwachstum) untersucht.

Der wissenschaftliche Name erzählt ebenfalls eine interessante Geschichte. Der Gattungsname „Crotalus“ stammt vom griechischen krotalon, einem antiken Klapper- oder Rasselinstrument, und bezieht sich direkt auf die Schwanzrassel. Der Artname „durissus“ wurde bereits von frühen Naturforschern verwendet. Er leitet sich vom lateinischen „durus = hart, rau“ ab und bedeutet sinngemäß „sehr hart“ oder „sehr rau“. Über die genaue Bedeutung wird bis heute diskutiert, vermutlich bezog er sich auf die kräftige Beschuppung oder das robuste Erscheinungsbild der Tiere.

Besonders spannend ist der Unterartname „terrificus“. Anders als man heute vielleicht vermuten würde, bedeutet er nicht einfach „furchtbar“. Das lateinische terrificus lässt sich eher mit „Furcht einflößend“, „ehrfurchtgebietend“ oder „Schrecken verbreitend“ übersetzen. Genau daraus entstand der deutsche Name Schauerklapperschlange, denn „Schauer“ wurde früher im Sinne von „Schauder“ oder „Erschrecken“ verwendet.

So vereint die Schauer-Klapperschlange viele Eigenschaften, die Klapperschlangen so faszinierend machen: eine perfekte Anpassung an offene Landschaften, eine hochentwickelte Sinneswahrnehmung, eine wirksame Warnvorrichtung und eines der außergewöhnlichsten Gifte innerhalb der gesamten Gattung. Als Bewohner der südamerikanischen Savannen gehört sie zu den eindrucksvollsten Vertretern der Neuen Welt.

03/06/2026

Morgen ist Feiertag, und auch wenn Google ungefragt und unaufgefordert Zweifel sät:
Ja, wir haben geöffnet, aus naheliegenden Gründen vor allem an Feiertagen.
10 - 17 Uhr, täglich, nur Montag ist im Juni noch Ruhetag, ab Juli gehts dann nonstop durch.
Wir freuen uns auf euren Besuch!

Diese Woche führt uns unsere Reise durch die Welt der Schlangen in die Gebirgslandschaften zwischen Europa und Asien. Do...
01/06/2026

Diese Woche führt uns unsere Reise durch die Welt der Schlangen in die Gebirgslandschaften zwischen Europa und Asien. Dort lebt eine ähnlich große Viper wie die Klapperschlange von letzter Woche (aber keine Grubenotter), die selbst unter Schlangenfreunden vergleichsweise wenig bekannt sein dürfte:

Die Transkaukasische Hornotter (Vipera transcaucasiana).

Die Art kommt im südlichen Kaukasus vor und besiedelt vor allem Regionen in Georgien, im Nordwesten Aserbaidschans sowie in Nordanatolien in der Türkei. Ihr Verbreitungsgebiet liegt neben der Schwarzmeerküste überwiegend in höheren Lagen, häufig zwischen 1.200 und über 2.000 Metern Höhe. Dadurch gehört sie zu den am stärksten an Gebirgslebensräume angepassten Vipern ihrer Region.

Ihr Habitat besteht vor allem aus alpinen und subalpinen Wiesen, steinigen Berghängen, Geröllfeldern und buschdurchsetzten Hochlagen. Anders als viele andere Vipern lebt sie nicht in trockenen Steppen oder Wäldern, sondern bevorzugt kühlere Gebirgsregionen mit einer vergleichsweise kurzen Aktivitätsperiode während der warmen Monate. Die Vegetation bietet ihr sowohl Deckung als auch günstige Jagdmöglichkeiten. Durch ihre oft grau-, braun- oder olivfarbenen Zeichnungen verschmilzt sie hervorragend mit den Steinen und Gräsern ihrer Umgebung.

Mit einer Länge von meist 40 bis 60 cm, gelegentlich bis ca. 75 cm, gehört Vipera transcaucasiana zu den kleineren bis mittelgroßen Vipern. Der Körperbau ist gedrungen und kräftig, wie für viele Vertreter der Gattung typisch. Auf dem Rücken findet sich häufig ein dunkles Zickzackband oder eine Reihe miteinander verbundener Flecken, deren Ausprägung individuell variieren kann.

Die Nahrung besteht vor allem aus kleinen Nagetieren, Eidechsen und größeren Insekten. Insbesondere Jungtiere ernähren sich häufig von Heuschrecken, Käfern und anderen Wirbellosen, während adulte Tiere verstärkt kleine Säugetiere (Mäuse, Wühlmäuse), aber auch Eidechsen und gelegentlich kleine Vögel erbeuten. Wie die meisten Vipern ist auch diese Art ein Lauerjäger, der sich auf Tarnung und einen schnellen Giftbiss verlässt.

Die Schlange ist überwiegend tag- und dämmerungsaktiv, insbesondere in den kühleren Morgen- und Abendstunden. Bei extremer Sommerhitze verlegt sie ihre Aktivität stärker in die Dämmerung.
Ab etwa Ende Oktober zieht sie sich zur Winterruhe zurück und kommt im März oder April wieder hervor. Große Mengen können sich an optimalen Überwinterungsplätzen gemeinsam sammeln.

Die Paarung findet im Frühjahr statt. Die Art ist ovovivipar (ei-lebendgebärend, siehe weiter unten). Im Spätsommer (August bis September) bringt das Weibchen etwa 4 bis 10 Jungschlangen zur Welt.

Zu ihren natürlichen Feinden gehören verschiedene Greifvögel, Rabenvögel sowie kleinere Raubsäuger. In den offenen Gebirgslandschaften sind Schlangen oft schon aus größerer Entfernung sichtbar, weshalb Tarnung und versteckte Lebensweise für das Überleben besonders wichtig sind. Gleichzeitig stellen intensive Beweidung, Lebensraumveränderungen und die zunehmende Nutzung von Hochlagen durch den Menschen in einigen Regionen eine Herausforderung für die Bestände dar.

Das Gift der Transkaukasischem Hornotter dient in erster Linie dem Beutefang und besitzt wie bei vielen Vipern überwiegend hämotoxische und gewebeschädigende Eigenschaften. Ein Biss kann Schmerzen, Schwellungen und lokale Gewebeschäden verursachen. Aufgrund der vergleichsweise geringen Körpergröße und der meist abgelegenen Lebensräume sind schwere Zwischenfälle beim Menschen jedoch selten. Obwohl Todesfälle bei medizinischer Versorgung selten sind, ist der Biss als potenziell lebensgefährlich einzustufen.

Der wissenschaftliche Name verrät bereits viel über die Herkunft der Art. Der Gattungsname Vipera stammt aus dem Lateinischen und bezeichnete bereits in der Antike verschiedene Giftschlangen. Er bildet die Grundlage für die wissenschaftliche Bezeichnung der europäischen und westasiatischen Vipern.

Der Begriff Vipera leitet sich historisch vermutlich von vivus (lebendig) und parere (gebären) ab, da die meisten Vipern „lebendgebärend“ sind. Aufmerksame und treue Leser unserer Montagsschlangen ist der Grund für die Anführungszeichen sicher gleich klar. Der richtige Begriff wäre natürlich ei-lebendgebärend (ovovivipar), denn im Unterschied zu den wirklich lebendgebärenden Tierarten handelt es sich bei „lebendgebärenden“ Schlangen trotzdem um Eier, in denen die Jungschlangen heranwachsen. Diese haben nur keine feste Schale und verbleiben bis direkt vor der Geburt im Körper des Muttertieres.

Der Artname „transcaucasiana“ bedeutet wörtlich „jenseits des Kaukasus“ beziehungsweise „transkaukasisch“. Er verweist auf die Region Transkaukasien, also das Gebiet südlich des Hauptkamms des Kaukasusgebirges. Der Name beschreibt damit direkt das geographische Zentrum ihres natürlichen Verbreitungsgebiets.

Auch wenn die Transkaukasische Hornotter nicht die Größe oder Bekanntheit mancher anderer Vipern erreicht, ist sie ein faszinierendes Beispiel für die Anpassung von Schlangen an das Leben in hochgelegenen Gebirgslandschaften. Mit ihrer robusten Erscheinung, ihrer hervorragenden Tarnung und ihrer Spezialisierung auf die rauen Bedingungen des Kaukasus gehört sie zu den bemerkenswerten Reptilien einer Region, die als Schnittstelle zwischen Europa und Asien eine außergewöhnlich vielfältige Tierwelt hervorgebracht hat.

Lange wurde Vipera transcaucasiana übrigens als Unterart der Europäischen Hornotter (Vipera ammodytes) angesehen, bevor sie in Teilen der Fachwelt als eigene Art eingestuft wurde. Bis heute ist dies aber weiterhin umstritten. Die Reptile Database führt sie aktuell sogar als Unterart der Südlichen Hornotter (Vipera meridionalis -> Vipera meridionalis transcaucasiana). Diese Art war lange Zeit ebenfalls eine Unterart von Vipera ammodytes und wenn man jetzt noch mit einbezieht, dass der gesamte Vipera ammodytes Komplex aktuell eine größere Revision durchläuft, bei der die absoluten Experten auf dem Gebiet sehr ausgiebig am diskutieren sind, bleibt für uns erstmal der einfachste Weg, sie als eigene Art anzusehen, bis sich „der Rauch verzogen hat“ ;-)

Wir finden Taxonomie und alles, was damit zu tun hat, äußerst spannend und verfolgen die Entwicklungen mit großem Interesse. Wie ist Eure Meinung dazu? Findet Ihr es eher spannend oder lästig, dass sich der Baum des Lebens kontinuierlich ändert oder besser gesagt verfeinert?

Wie versprochen zeigen wir Euch heute noch ein weiteres Bild von Crotalus vegrandis. Mehr über die Uracoa-Klapperschlang...
29/05/2026

Wie versprochen zeigen wir Euch heute noch ein weiteres Bild von Crotalus vegrandis. Mehr über die Uracoa-Klapperschlange, wie sie im Deutschen genannt wird, erfahrt Ihr in unserem "Montagsschlangen-Post", wenn Ihr ein Bild zurückblättert.

Nachdem wir uns in den letzten Wochen mit sehr unterschiedlichen Arten aus Wäldern, Halbwüsten und Gebirgsregionen besch...
28/05/2026

Nachdem wir uns in den letzten Wochen mit sehr unterschiedlichen Arten aus Wäldern, Halbwüsten und Gebirgsregionen beschäftigt haben, möchten wir Euch heute eine der kleinsten und zugleich geheimnisvollsten Klapperschlangen Südamerikas vorstellen: die Uracoa-Klapperschlange (Crotalus vegrandis).

Diese außergewöhnliche Art kommt ausschließlich in einem relativ kleinen Gebiet im Norden von Venezuela vor. Ihr Verbreitungsgebiet liegt vor allem in den trockeneren Regionen der Bundesstaaten Monagas und Anzoátegui.

Dort besiedelt sie überwiegend felsige Savannen, trockene Buschlandschaften und locker bewachsene Halboffenlandschaften mit sandigem oder steinigem Untergrund. Im Gegensatz zu vielen bekannteren Klapperschlangen lebt die Crotalus vegrandis nicht in klassischen Wüsten, sondern eher in mosaikartigen Übergangslandschaften mit dichterem Buschbewuchs und vereinzelten Grasflächen.

Mit einer durchschnittlichen Länge von meist nur 50 bis max. 70 cm zählt sie zu den kleinsten Vertretern der Gattung Crotalus. Genau auf diese geringe Größe spielt auch ihr wissenschaftlicher Name an: Das lateinische „vegrandis“ bedeutet sinngemäß „klein“, „verkümmert“ oder wenn man es wörtlicher nehmen möchte: „nicht groß“ („grandis“ = groß, „ve“ als Negierung). Der Name beschreibt also direkt eines der auffälligsten Merkmale der Art.

Trotz ihrer geringen Größe besitzt die Uracoa-Klapperschlange alle typischen Eigenschaften einer echten Klapperschlange. Dazu gehört natürlich auch die Rassel am Schwanzende, die allerdings im Vergleich zu größeren Arten deutlich kleiner und oft weniger auffällig ist. Die Grundfärbung besteht meist aus verschiedenen Braun-, Grau- oder Sandtönen mit dunkleren Flecken oder Querzeichnungen, wodurch die Tiere hervorragend mit ihrem trockenen Habitat verschmelzen.

Über die Lebensweise der Art ist bis heute vergleichsweise wenig bekannt, was unter anderem an ihrer versteckten Lebensweise und dem begrenzten Verbreitungsgebiet liegt. Wie viele kleine Klapperschlangen dürfte sie überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv sein und sich tagsüber in Felsspalten, unter Vegetation oder in lockeren Bodenspalten verstecken.

Die Nahrung besteht vermutlich hauptsächlich aus kleinen Echsen, Jungnagern und anderen kleinen Wirbeltieren. Die Hauptbeute stellen Rennechsen (Gattung Cnemidophorus) dar, auch weil Nager in ihrem Verbreitungsgebiet deutlich seltener vorkommen. Gerade kleinere Klapperschlangen ernähren sich auch auf Grund ihrer Größe oft stärker von Reptilien als ihre großen Verwandten. Die Jagd erfolgt dabei klassisch als Lauerjäger: Gut getarnt wartet die Schlange regungslos auf vorbeikommende Beute und setzt dann zu einem schnellen Giftbiss an.

Auch das Gift der Uracoa-Klapperschlange ist bislang vergleichsweise wenig untersucht. Es gilt jedoch als medizinisch relevant und besitzt – wie bei vielen Klapperschlangen – vor allem hämotoxische und gewebeschädigende Eigenschaften. Aber auch von neurologischen Komponenten (Nervengift) und einer myotoxischen (Muskeln zerstörend) Wirkung wird berichtet. Aufgrund der geringen Körpergröße ist die abgegebene Giftmenge meist kleiner als bei großen Arten, dennoch sollte die Gefahr eines Bisses keinesfalls unterschätzt werden.

Interessant ist die Stellung der Art innerhalb der Gattung Crotalus. Während viele nordamerikanische Klapperschlangen an trockene Wüsten oder offene Grasländer angepasst sind und oft recht groß werden, repräsentiert die Uracoa-Klapperschlange eher eine kleine, spezialisierte südamerikanische Form mit begrenztem Verbreitungsgebiet. Gerade solche lokal angepassten Arten zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig die Evolution innerhalb einer einzigen Schlangengattung verlaufen kann.

Der Gattungsname „Crotalus“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Klapper“ oder „Rassel“, eine direkte Anspielung auf das charakteristische Warnorgan der Tiere.

Der deutsche und der englische Trivialname (Uracoan rattlesnake) verweisen auf die Gemeinde Uracoa im Norden Venezuelas. Sie liegt inmitten der riesigen tropischen Graslandschaften, der sogenannten Maturín-Savanne und das Typusexemplar, an Hand dessen der renommierte amerikanische Herpetologe Laurence M. Klauber die Art erstbeschrieben hat, wurde in der Nähe von Uracoa gefunden.

Die Uracoa-Klapperschlange gehört trotz ihrer geringen Größe zu den faszinierendsten und zugleich am wenigsten bekannten Klapperschlangen Südamerikas – eine kleine, hervorragend angepasste Art, die zeigt, dass selbst innerhalb einer berühmten Gruppe wie den Klapperschlangen noch viele Besonderheiten verborgen liegen.

Morgen zeigen wir Euch mit einem weiteren Bild noch die besondere Musterung von Crotalus vegrandis.

Und eine Frage an die Nicht-Fachleute unter unseren LeserInnen: Kanntet Ihr diese Art schon? Oder geht es Euch wie mir? Denn bevor ich zum ersten Mal in den Reptilienzoo Nockalm kam, hatte ich von dieser faszinierenden Art noch nie etwas gehört.

Lesenswert!
26/05/2026

Lesenswert!

Wer bei der radikalen Tierrechtsorganisation PETA arbeitet, kann sich über saftige Gehälter freuen. Sechsstellige Jahresgehälter sind in den USA keine Seltenheit in der Tierrechtsindustrie. Vielmehr sieht man an den Jahresgehältern von PETA-Funktionären im Form 990 von 2021 zum Beispiel, dass es eine Seltenheit ist, wenn jemand unter 100.000$ im Jahr für die insgesamte Arbeitslast von 40-Stunden-Wochen verdient.

Das ist deshalb bemerkenswert, weil man sich in der Tierrechtsindustrie gerne als fast mittellose, selbstlose Kämpfer für eine angeblich gute Sache inszeniert. Die Sache ist aber weder gut, noch wird der Kampf darum selbstlos geführt. Eine Ex-PETA-Funktionärin, die jetzt in einem anderen Bereich der Tierrechtsindustrie arbeitet, erklärte einmal, dass die "meisten von uns" im "Tierschutz-Geschäft" seien, "weil wir Geld lieben".

PETA rettet keine Art. PETA macht auch keinen guten Job mit seinem Tierheim. Menschen, die wirklich Arten retten oder ein gut funktionierendes Tierheim betreiben, können von solchen Jahresgehältern allerdings oft nur träumen. Spender an PETA würden sich wahrscheinlich auch nicht träumen lassen, dass so viele Spenden in Personalkosten fließen könnten.

Lesenswert!Gedanken und Fakten zum ausgebrochenen und von unfähigen und arroganten Behörden getöteten Tiger in Deutschla...
20/05/2026

Lesenswert!
Gedanken und Fakten zum ausgebrochenen und von unfähigen und arroganten Behörden getöteten Tiger in Deutschland und zur "Kuhattacke" mit Todesfolge in Österreich.
https://zoos.media/medien-echo/carmen-zander-tiger-tod-sandokan-wildtierblick/?fbclid=IwY2xjawR64_dleHRuA2FlbQIxMABicmlkETBkVFBtQ1VRb2c3UTFZSm41c3J0YwZhcHBfaWQQMjIyMDM5MTc4ODIwMDg5MgABHg3UAK4fFgTm7S832-cqBQzk00dYa1ohYdCaou-49bI8e0C8ZC4L6sBwGe2O_aem_YVe547DFhSDjLC8fE6ICPA

Tiger Sandokan erschossen: Der "Angriff", der keiner war. Wie Bürokratie und Ideologie den Tod des Tieres provozierten, erklärt Dr. Dörnath in ihrer Kolumne.

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