17/07/2026
Hunde & Schmerzen – ein schwieriges Thema. 🐾
Hunde sind wahre Meister darin, Schmerzen zu verstecken. Umso wichtiger ist es, lieber einmal mehr genau hinzuschauen, als einmal zu wenig. Das heißt nicht, bei jedem kleinen Anzeichen in Panik zu verfallen oder sofort vom Schlimmsten auszugehen – sondern aufmerksam zu beobachten und dranzubleiben.
Bei Mila hat alles ganz unscheinbar begonnen. Seit zwei Tagen hat sie sich hin und wieder die Pfote geschleckt – etwas, das sie sonst kaum macht. Ich habe nachgesehen, Pfoten und Krallen kontrolliert und nichts gefunden.
Gestern hat sie sich beim Spaziergang mehrmals hingesetzt. Wegen der extremen Hitze habe ich sie schließlich getragen und auch ihr Verhalten den Temperaturen zugeschoben, weil sie das durchaus anzeigt und sitzen bliebt, wenns ihr zuviel ist.
☝🏻 Sie hat nicht gehumpelt, nichts deutete auf Schmerzen an der Pfote hin.
Am Abend dann der Moment, bei dem bei mir alle Alarmglocken läuteten: Ein kurzer Dreibein-Sprung, sie setzte sich abrupt hin und wollte nicht mehr weiterlaufen.
Also nochmal ganz genau das Mini-Pfötchen kontrolliert, mit Taschenlampe und Lupe – und diesmal wurde ich fündig. Zwischen den Ballen war eine kleine rote Stelle. Erst beim ganz genauen Hinsehen entdeckte ich einen winzigen schwarzen Punkt und ein minimales Loch. Als ich die Stelle vorsichtig abtastete, kam der Übeltäter zum Vorschein: Ein kleines Stück Holz hatte sich bereits tief in die Haut geschoben.
Da ich Hilfe brauchte, habe ich meinen Mann nochmal aufgeweckt🤷🏻♀️ – das ist nichts, was bis zum nächsten Tag warten sollte.
Zum Glück konnten wir das Holz vollständig entfernen, die Pfote desinfizieren und heute sieht alles schon deutlich besser aus. Sie nässt noch minimal, wird aber weiter sorgfältig kontrolliert und versorgt.
Diese Geschichte soll keine Angst machen. Sie soll zeigen, wie unglaublich tapfer unsere Hunde sind. Wir Menschen wären mit so einem Fremdkörper vermutlich längst keinen Meter mehr gegangen – Mila hat sich fast nichts anmerken lassen.
🫶🏻 Achtet auf kleine Veränderungen im Verhalten. Beobachtet, kontrolliert und hört auf euer Bauchgefühl. Oft sind es genau diese kleinen Signale, die den entscheidenden Unterschied machen. ❤️🐶
"Unsere Hunde können uns nicht sagen, wo es weh tut. Aber sie zeigen es uns – oft ganz leise. Wir müssen nur genau hinschauen."