Mensch-Hund-Partnercoach Marion Mannsberger

Mensch-Hund-Partnercoach Marion Mannsberger Kompetentes und einfühlsames Einzel- und Kleingruppen-Training für alle Alltags-Felle

11/08/2026

Was man wissen sollte, wenn man immer noch Bälle und Stöckchenwerfen als artgerechtes Hundespiel sieht 🫤

09/08/2026

Und wieder ein Trainer, der es klar anspricht und auch einen guten Vergleich zum Menschen zieht 👍 Dankeschön 🙏

Sehr gut beschrieben 👍 langsam sollte es bei immer mehr Hunde Haltern und Trainern ankommen 🙏
27/07/2026

Sehr gut beschrieben 👍 langsam sollte es bei immer mehr Hunde Haltern und Trainern ankommen 🙏

wie verhält man sich, wenn man häufig die erfahrung macht, dass das eigene verhalten unangenehme folgen hat?

wie verhält man sich, wenn man an jemandes seite lebt, der aggressionsverhalten zeigt, druck ausübt, um seine ziele durchzusetzen, und den man gelernt hat, besser nicht zu reizen?

man wird vorsichtig.
man beginnt in so einer "nein, wehe dir"-umgebung viele möglichkeiten, die eventuell doch ein "ja" sein kõnnten, nicht wahrzunehmen und zu vermeiden.
man beschränkt sich auf dinge und verhaltensweisen, die mit äußerst hoher wahrscheinlichkeit ein "ja" sind - auch wenn kaum je ein "ja, toll" kommt.

es muss genug sein, wenn das "nein, wehe dir" unterbleibt als sicherheit.
das trifft auf nicht allzu viele dinge zu, und deshalb müssen auch die genügen.

ein hundegehirn stellt - genauso wie unseres - ununterbrochen risiko-assessments an.
härte, strenge, druck und maßregelung sind risikofaktoren, und was das gehirn mit diesen verbindet, beginnt es zu meiden.

deshalb ist die story vom endlich glücklich -entspannten-verantwortungsbefreiten hund, dank jemandem, der ordentlich führt, zackig grenzen setzt, auch mal harsch korrigiert und einfach abdreht, was ihm nicht passt, eine einzige lügengeschichte.
ein konstruiertes märchen von sicherheit, wo keine ist.

denn ein hund, der weniger verhalten zeigt, weil er vorsichtig geworden ist, fühlt sich nicht sicher.
und: er ist auch keine sichere gesellschaft.

denn die vorsicht ist die unscheinbare schwester der angst - und sie ist es, die lebewesen gefährlich macht.

20/07/2026
Ich kann nur voll und ganz zustimmen - ein Tierschutzhund braucht viel mehr, als mit den Wunsch, zu helfen oder etwas Gu...
19/07/2026

Ich kann nur voll und ganz zustimmen - ein Tierschutzhund braucht viel mehr, als mit den Wunsch, zu helfen oder etwas Gutes zu tun. Er braucht Wissen, Verständnis, Bereitschaft zu lernen und sich mit dem Wesen Hund intensiv auseinander zu setzen und das über die eigenen Erwartungen zu stellen.

Ich kenne aus dem Training solche Menschen und ich selbst halte seit mittlerweile Jahrzehnten Tierschutz Hunde in der Gruppe und finde die Worte hier sollte jeder lesen, bevor er sich für einen Hund aus dem Tierschutz entscheidet 🙏🧡

‼️ Die meisten Menschen sollten sich keinen Tierschutzhund anschaffen. ‼️

Ja. Genau das habe ich geschrieben.

Und nein – ich habe nichts gegen Tierschutzhunde.

Im Gegenteil. Ich habe seit Jahren überwiegend mit solchen Hunden zu tun.
Ich liebe diese Hunde. Ich kenne ihre Geschichten. Ich kenne ihre Ängste.
Ich kenne ihre Entwicklung. Und genau deshalb sage ich diesen Satz.

Nicht jeder Mensch ist bereit für einen Tierschutzhund.

Und das eigentliche Problem ist:
Die meisten merken das erst, wenn der Hund längst bei ihnen eingezogen ist.

Dann höre ich Sätze wie:
"Wir haben ihn jetzt seit vier Tagen und er vertraut uns immer noch nicht."

"Er versteckt sich nur."

"Er knurrt meinen Mann an."

"Er geht nicht spazieren."

"Er zieht panisch an der Leine."

"Er macht in die Wohnung."

"Er erschrickt vor jedem Geräusch."

"Er möchte sich nicht anfassen lassen."

Oder mein persönlicher Favorit:

"Eigentlich müsste er doch dankbar sein."

Nein. Müsste er nicht.
Ein Hund empfindet keine Dankbarkeit dafür, dass du ihn "gerettet" hast.
Er weiß nicht, dass er jetzt in Deutschland ist.
Er weiß nicht, dass sein neues Körbchen 300 Euro gekostet hat.
Er weiß nicht, dass du dir extra Urlaub genommen hast.
Er weiß nicht einmal, warum plötzlich alles anders ist.

Er weiß nur eins: Seine komplette Welt ist verschwunden.
Alle Gerüche.
Alle Geräusche.
Alle Routinen.
Alle bekannten Hunde.
Alles.

Und jetzt steht da ein fremder Mensch, fasst ihn an, setzt ihm ein Geschirr auf, steigt mit ihm ins Auto, läuft durch Straßen voller Autos, Fahrräder, Kinder, Mülltonnen, Rasenmäher, Türklingeln und Nachbarn.

Für viele Hunde ist das keine Rettung.
Es ist zunächst einmal eine komplette Reizexplosion.

Und genau hier beginnt der erste große Fehler. Viele Menschen glauben: "Jetzt muss der Hund möglichst viel kennenlernen."

Also geht's los.
Hundeschule.
Hundewiese.
Familienbesuch.
Innenstadt.
Restaurant.
Café.
Freunde.
Spaziergänge mit Nachbarshunden.
Urlaub.
Und zwischendurch wird sich gewundert, warum der Hund immer unsicherer wird.

Dabei zeigt er die ganze Zeit, dass ihm alles zu viel ist. Nur erkennen viele Menschen diese Signale gar nicht.

Stattdessen heißt es:

"Der muss sich daran gewöhnen."

Nein!!! Muss er nicht.

Denn Gewöhnung funktioniert nicht dadurch, dass man einen Hund immer wieder überfordert.

Ein Nervensystem lernt Sicherheit nicht durch Dauerstress.
Es lernt Sicherheit durch Sicherheit.

Das klingt banal. Ist aber einer der größten Denkfehler überhaupt.

Viele Tierschutzhunde kommen aus einer Welt, in der sie ständig im Überlebensmodus waren.

Manche mussten um Futter kämpfen.
Andere wurden eingefangen.
Wieder andere kannten Menschen ausschließlich als Bedrohung.

Und jetzt erwarten wir innerhalb weniger Tage, dass dieser Hund völlig entspannt durch unsere Welt läuft.

Warum eigentlich?
Würdest du das von einem Menschen erwarten?
Würdest du jemanden, der gerade aus einem Kriegsgebiet geflüchtet ist, am dritten Tag in ein Einkaufszentrum schicken und sagen:

"Der muss sich jetzt einfach daran gewöhnen."

Natürlich nicht.

Beim Hund machen wir genau das. Und wundern uns anschließend über Angst, Unsicherheit, Aggression oder Rückzug.

Versteh mich bitte nicht falsch. Es gibt unglaublich viele Tierschutzhunde, die sich hervorragend entwickeln.

Jeden Tag.

Ich sehe das ständig. Aber weißt du, was diese Hunde fast immer gemeinsam haben?
Sie haben Menschen, die ihre Erwartungen zurückschrauben.

Die Geduld haben.
Die nicht jeden Tag Programm machen.
Die nicht glauben, Liebe allein würde reichen.

Liebe ist wichtig. Sehr wichtig.
Aber Liebe ersetzt kein Wissen.
Liebe ersetzt keine Verhaltensbiologie.
Liebe ersetzt keine Geduld.
Liebe ersetzt kein Verständnis für Stress.
Und Liebe ersetzt auch kein gutes Training.

Vielleicht ist genau das der Satz, den viele nicht hören möchten:
Ein Tierschutzhund braucht oft nicht mehr Liebe.
Er braucht mehr Verständnis.
Mehr Ruhe.
Mehr Schutz.
Mehr Vorhersehbarkeit.

Und vor allem einen Menschen, der bereit ist, seine eigenen Wünsche hinten anzustellen.
Nicht für eine Woche.
Nicht für einen Monat.
Sondern so lange, bis der Hund wirklich angekommen ist.

Deshalb bleibe ich bei meiner Aussage:
Nicht jeder Mensch sollte sich einen Tierschutzhund anschaffen.
Nicht weil diese Hunde schwieriger sind.
Sondern weil viele Menschen nicht bereit sind, ihr eigenes Leben für eine gewisse Zeit an die Bedürfnisse des Hundes anzupassen.

Und genau daran scheitern leider immer noch viel zu viele Vermittlungen.

Wie siehst du das?
Ist meine Aussage völlig überzogen?
Oder erlebst du ebenfalls, dass häufig nicht der Hund das Problem ist, sondern die falschen Erwartungen der Menschen?

Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen und Meinungen.

✅ Wenn du selbst mit deinem Tierschutzhund gerade an einem Punkt bist, an dem du nicht weiterkommst, dann melde dich gerne bei mir. Ganz egal, wo du wohnst. Ich begleite Mensch-Hund-Teams in ganz Deutschland und darüber hinaus – vor Ort und online. Das erste telefonische Erstgespräch ist selbstverständlich kostenlos.

✅ Kostenloses Erstgespräch buchen: https://hundepsychologe-sven.de/kostenloses-erstgespraech/

Teilen des Beitrages ausdrcklich erwünscht. Kopieren und / oder veröffentlichen unter eigenem Namen nicht gestattet. Copyright: Sven Dowiasch

19/07/2026

Seit 1. Juli brauchen zukünftige Hundehalterinnen und Hundehalter einen Sachkundenachweis, also eine Art Führerschein, um die Tiere halten zu können. Der theoretische Kurs dauert vier Stunden und soll grundlegendes Wissen vermitteln.

Schmerzen, chronisch oder akut (verursacht zb durch einen Leinen „Impuls“ 😠) sind in sehr vielen Fällen Ursache für auff...
26/04/2026

Schmerzen, chronisch oder akut (verursacht zb durch einen Leinen „Impuls“ 😠) sind in sehr vielen Fällen Ursache für auffälliges oder aggressives Verhalten oder plötzliche Verhaltensänderungen 😥 Schmerzen mit Strafe weg zu trainieren oder zu strafen ist so sinnvoll wie ein bei einem Auto, dem der Sprit ausgeht, Vollgas zu geben. Nur dem Auto tut es zum Glück nicht weh. Beim Hund zerstören wir Vertrauen, schädigen mitunter die Gesundheit noch mehr und schaden dem, was wir eigentlich lieben. In diesem Bericht hier ganz ganz wunderbar beschrieben 🤗

🐾Hat dein Hund Verhaltensweisen, die dich stören?
Er geht bei Begegnungen mit Menschen oder anderen Hunden in die Leine, reagiert mit Bellen oder knurren, schnappt vielleicht sogar?
Du beginnst, Grenzen zu setzen. Korrigierst, ruckst an der Leine, wirfst mit Rappeldosen oder Wurfschellen, nimmst eine Würgeleine? All solche Dinge halt, die Menschen mit Hunden so machen, wenn sie nicht so sind wie sie sollen.
Und plötzlich, mit genug Druck ist der Hund brav.
Fühlt sich nach Erfolg an?
Und dann kommt der Tag, an dem dir dein Tierarzt eine Diagnose nennt.
Was, wenn dein Hund all die Zeit nicht „schwierig“ war , sondern verzweifelt versucht hat, mit Schmerzen zu leben?
Was, wenn sein Knurren ein Hilferuf war?
Sein Bellen ein „Bitte geh auf Abstand“?
Und auf einmal musst du dir vielleicht die Frage stellen, waren es vielleicht Schmerzen und der Hund hat verzweifelt versucht damit zurechtzukommen. Vielleicht zu kommunizieren dass Artgenossen nicht näher kommen sollen.
Und du hast ihn genau dann korrigiert oder bestraft. Vielleicht ist ja sogar dein "Leine rucken" Mitursache für die Erkrankung deines Hundes? Kannst du dir denn sicher sein, dass es nicht so ist?
Wenn ein Hund knurrt, schnappt, unerwünschtes Verhalten auftritt, vielleicht nicht lernen kann, dann ist das in erster Linie immer ein Alarmzeichen. Der Hund zeigt uns etwas.
Die moderne Verhaltensmedizin formuliert es sinngemäß so:
Verhalten ist häufig ein klinisches Symptom.
Nicht jeder schwierige Hund ist unbedingt krank.
Aber sehr viele kranke Hunde gelten als „schwierig“.
Bevor wir also strenger werden, bevor wir beginnen, das Problem wegzutrainieren, bevor wir Druck erhöhen oder ungerecht werden, sollten wir uns immer fragen.
Könnte mein Hund krank sein...könnte er Schmerzen haben?
Steht er unter chronischem Stress?
Gibt es eine medizinische Ursache?
Eine ganzheitliche Diagnostik sollte immer die Basis sein. Unsere Hunde können uns nicht sagen, wo es weh tut.
Also sprechen sie mit ihrem Verhalten.
Und wir sollten zuhören. ❤️
Am Ende eines Hundelebens bleibt nämlich nur eine Frage. Wie viel gibt es, wofür man sich entschuldigen muss?

03/04/2026

🐾🐾Ob Hunde sich vor tausenden von Jahren freiwillig an uns Menschen angeschlossen hätten, hätten sie gewusst, was wir mit ihnen anstellen? Würden sie wie wir Menschen denken, würden sie es wohl bereuen. Angesichts all der absurden und oft grausamen Dinge, die wir ihnen antun, nur um sie in unsere Vorstellung von „perfekt funktionierenden Begleitern“ zu pressen, würde mich das kaum wundern. Der Irrsinn mit dem Gehorsam war nicht immer so. Richtig Fahrt aufgenommen hat es im 19. Jahrhundert.
Mit der Industrialisierung und der Entstehung von Rassezucht wurde der Hund zunehmend zum "gestaltbaren Objekt". Plötzlich ging es nicht nur darum, was ein Hund kann, sondern wie er aussieht und sich „zu benehmen“ hat. Standards wurden festgelegt. Abweichungen wurden unerwünscht.
Im 20. Jahrhundert kam die Idee vom „gehorsamen Begleiter“. Früher wollte man Hunde die kooperieren und trotzdem eigenständig handeln. Irgendwann wollte man dann absoluten Gehorsam.
Vor allem durch militärisches und polizeiliches Training wurde Gehorsam systematisiert. Hunde sollten zuverlässig funktionieren, Befehle ohne Zögern ausführen. Diese Denkweise schwappte später in den Alltag über. Der „gute Hund“ wurde der, der möglichst wenig stört.
Und heute?
Heute vermischt sich das alles mit gesellschaftlichem Druck. Ein Hund soll in Cafes ruhig liegen, nicht auffallen, jederzeit abrufbar sein, sich mit allem und jedem verstehen. Kurz gesagt. Er sollte besser sein als wir Menschen es vermögen.
Er soll perfekt in eine Welt passen, die nie für ihn gemacht wurde.
Das Problem ist nicht, dass Hunde mit uns leben und wir ihnen Orientierung geben sollten.
Das Problem ist, wie wir es tun.
Geht es um Verständnis und ein Miteinander?
Oder geht es darum, dass ein Hund uns nicht „peinlich“ ist, nicht stört, nicht auffällt? Dass wir uns über seinen Gehorsam brüsten wollen?
Der Wunsch nach einem perfekt funktionierenden Hund ist ziemlich "modern" und sagt viel übere unsere Gesellschaft aus.
Warum halten wir immer noch daran fest?
Wir gehen mit ihnen in Hundeschulen, um ihnen beizubringen, wie sie sich in unserer Welt zu verhalten haben. Fair wäre doch wenn auch jeder Hundehalter in eine Art "Schule" oder in Kurse gehen müsste, um zu lernen, sie besser zu verstehen und wie wir es ihnen leichter machen können, in unserer Welt zurechtzukommen. Wo Menschen lernen ihre Sprache zu verstehen, ihre Bedürfnisse, ihre Grenzen und ihr Ausdrucksverhalten.
Hunde haben sich uns angeschlossen.
Sie lieben uns selbst dann, wenn wir es vielleicht nicht verdient haben.
Und wir?
Wir adaptieren, modifizieren, formen und verändern sie nach unseren Vorstellungen. Wir züchten sie nach Idealen, die sie nie gewählt haben und die oft mit lebenslangem Leiden verbunden sind.Wir trainieren ihnen Verhaltensweisen an, die nicht ihrem natürlichen Ausdruck entsprechen. Wir brechen ihren Willen, alles unter dem Deckmantel von Sicherheit. Alles, weil ein „funktionierender“ Hund für uns scheinbar mehr wert ist als ein Lebewesen mit eigener Persönlichkeit.
Warum wurde Kontrolle wichtiger als Beziehung?
Ein Hund ist kein Gegenstand den wir optimieren müssen.
Er ist ein Begleiter. Ein Freund.💕💕 Freilich müssen wir schauen, dass wir mit unseren Hunden in dieser für Menschen gemachten Welt gut zurechtkommen.
Dass wir niemanden gefährden und ein konfliktfreies Zusammenleben möglich ist.
Aber das geht auch anders. Wir könnten ja mal damit anfangen, dass wir nette und faire "Lehrer " sind. 🙏🙏
Dass unser Zusammenleben von Wohlwollen und Verständnis geprägt ist. Lernen muss nicht unter Druck und Zwang stattfinden.
Es darf dem Hund ruhig auch Spaß machen 🤗

Adresse

Eisenstädterstrasse 26
Pöttsching
7033

Öffnungszeiten

Montag 09:00 - 17:00
Dienstag 09:00 - 17:00
Mittwoch 09:00 - 17:00
Donnerstag 09:00 - 17:00
Freitag 09:00 - 17:00
Samstag 09:00 - 14:00

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