Golden Retriever vom Schlosspark

Golden Retriever vom Schlosspark Golden Retriever Zucht Ich Züchte Golden Retriever teils aus Arbeitsline (Dual-Linie) im Verein für ganzheitliches Hundewesen.

Mein Ziel ist es gesunde, sportliche Familienhunde mit viel "will to please" zu Züchten welche die besten Eigenschaften beider Linien vereinen. Die Gesundheit meiner Hunde und Nachzuchten ist mir ein besonderes Anliegen! Chemiefreie, artgerechte Ernährung, natürliche Parasitenabwehr und Prophylaxe sowie ein umsichtiger und kritischer Umgang mit Impfungen und Medikationen sind in meiner Zuchtphilos

ophie verankert. Der natürliche Hormonhaushalt unserer Hunde ist ebenfalls ein essentieller Teil zur Gesunderhaltung unserer Hunde.

13/12/2025

HD und ED sind polygenetisch UND multifaktoriell.

Die Forschung zeigt klar: Es gibt nicht ein einziges Gen und auch nicht eine Ursache. Stattdessen wirken viele genetische Faktoren zusammen, Hauptgene, Nebengene, modifizierende Gene und treffen im Wachstum auf Umwelteinflüsse, die darüber entscheiden, ob und wie stark sich eine Dysplasie ausprägt.

Genetik legt also die DISPOSITION. Die Umwelt entscheidet über den Verlauf.

Mehrere grosse Studien zeigen Erblichkeitswerte zwischen 20 - 40% bei vielen Rassen (Je nach Rasse Höher oder niedriger). Ein erheblicher Anteil der Variabilität entsteht nicht durch Genetik, sondern durch Faktoren wie:
> Wachstumsgeschwindigkeit
> Belastungsdosierung
> Muskuläre Entwicklung & Koordination
> Ernährung & Energiezufuhr
> Gewicht
> Untergründe & Alltagsumgebung
> frühe Mikrotraumen an Wachstumsfugen
> Management in der sensiblen Wachstumsphase

Besonders spannend ist, dass diese multifaktorielle Dynamik inzwischen breit anerkannt ist. Der Artikel „The complexity of hip dysplasia (HD) in dogs“ (Wayosi, 2025) fasst das sehr treffend zusammen: HD entsteht aus einem Zusammenspiel vieler kleiner Einflüsse, nicht aus einem einzelnen Auslöser. Die Autor:innen betonen, dass Gene lediglich die Bereitschaft erhöhen, ob sich diese Bereitschaft realisiert, hängt stark von Umweltreizen, Wachstum, Bewegung und Körpergewicht ab.

Diese Sicht deckt sich vollständig mit den Erkenntnissen der veterinärmedizinischen Forschung (Mäki et al., Malm et al., Oberbauer et al., Ginja et al.): Genetik ist relevant, aber nicht deterministisch. Ein Hund mit genetischer Veranlagung entwickelt keine HD, wenn die Umweltbedingungen günstig sind. Ein Hund ohne starke Veranlagung kann dennoch HD entwickeln, wenn Wachstum und Belastung ungünstig verlaufen.

Für die Prävention bedeutet das: Wir können über 50% der Risikofaktoren AKTIV beeinflussen. Durch kontrollierte Bewegung, muskuläre Führung, angemessene Ernährung, Gewichtskontrolle, gute Untergründe und frühzeitige funktionelle Diagnostik.

HD und ED sind also keine „Schicksalserkrankungen“. Sie sind auch entwicklungsBEDINGTE Erkrankungen, deren Verlauf wir im Wachstum massgeblich mitgestalten können.

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Kottingbrunn

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