18/02/2026
Ein aktueller Tollwutfall in Deutschland macht betroffen und nachdenklich:
Ende Januar ist in Deutschland ein aus Russland stammender Welpe an Tollwut verstorben. Das Tier war im November 2025 über einen Transport eines Tierschutzvereins aus Russland eingereist und lebte rund zwei Monate bei einer Familie, bevor die Krankheit ausbrach.
Die Folgen sind tragisch: Die Katze der Familie musste infolge des Tollwutausbruchs eingeschläfert werden. Alle weiteren Kontakttiere aus dem Transport stehen inzwischen unter Quarantäne. Zusätzlich belastet die betroffenen Tierhalter die große Sorge, sich selbst angesteckt zu haben.
Dieser Fall zeigt eindringlich, wie ernst das Thema Tollwut weiterhin ist. Zwar gilt Österreich als tollwutfrei, doch in einigen europäischen Ländern besteht weiterhin ein Risiko. So wurde beispielsweise in Ungarn im November 2025 ein Tollwutfall gemeldet. In Rumänien – von wo regelmäßig Hunde und Katzen nach Österreich vermittelt/mitgebracht werden – wurden in den letzten drei Monaten 30 Fälle registriert.
Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass bei aus dem Ausland eingeführten Hunden und Katzen Impfpässe leider nicht immer korrekt oder vollständig sind – sofern überhaupt ein Impfpass vorhanden ist. Das Risiko tragen am Ende die Tiere, ihre neuen Familien und alle Kontaktpersonen.
Daher mein eindringlicher Appell:
• Keine Hunde oder Katzen aus dem Ausland ohne nachweislich korrekte, gültige Tollwutimpfung übernehmen.
• Auch hierzulande die Tollwutimpfung konsequent und regelmäßig durchführen lassen.
• Bei der Anschaffung eines neuen Haustieres genau prüfen, woher das Tier stammt und ob Organisation oder Züchter seriös arbeiten.
Tollwut ist immer tödlich – für Tiere wie für Menschen. Umso wichtiger ist verantwortungsbewusstes Handeln.
Ich wünsche den betroffenen Hundebesitzern, allen Kontaktpersonen und den Tieren von Herzen, dass sie diese belastende Situation gut und gesund überstehen.
Ein Tollwutfall bei einem Welpen in Rheinland-Pfalz sorgt aktuell für große Besorgnis. Trotz dokumentierter Impfung bestand offenbar kein wirksamer Schutz oder der Nachweis war gefälscht.
Deutschland gilt seit 2008 als tollwutfrei – doch der Fall zeigt: Die tödliche Viruserkrankung kann jederzeit wieder eingeschleppt werden.
Die Bundestierärztekammer (BTK) mahnt zur Vorsicht bei der Aufnahme von Hunden aus dem Auslandstierschutz.
✔️ Impfstatus sorgfältig prüfen
✔️ Nur mit seriösen Organisationen zusammenarbeiten
✔️ Hunde und Katzen konsequent gegen Tollwut impfen lassen
Tollwut verläuft nach Ausbruch immer tödlich – für Tiere und Menschen. Prävention ist der einzige Schutz.
Mehr dazu in der aktuellen Pressemitteilung: https://bundestieraerztekammer.de/presse/2026/02/Auslandstierschutz-mit-Risiko.php
Foto: AdobeStock/TOPIC