MHT-hundeuni

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10/05/2026

🐶 Leckerli oder Leinenruck? Eine neue Studie zeigt: Trainingsmethoden bei Hunden sagen viel über die ethische Haltung ihrer Halter aus.

Forschende der Universität Kopenhagen und der Universität Edinburgh haben untersucht, warum Hundehalter bestimmte Trainingsmethoden wählen. Das Ergebnis: Wer großen Wert auf Tierwohl legt, setzt deutlich seltener auf strafbasierte Methoden und häufiger auf positive Verstärkung.

Die Studie zeigt damit, dass Hundetraining nicht nur eine Frage der Effektivität ist – sondern auch der persönlichen Werte und des Umgangs mit Tieren.

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👉 https://vet-magazin.at/wissenschaft/mensch-tier-beziehung/studie-hundetraining-leckerli-versus-verbale-korrektur.html

24/12/2025
16/12/2025

Der große Experten-Beitrag: Training & Stress
Titel: 🧠💥 Warum "Sitz!" nicht funktioniert, wenn im Kopf Panik herrscht: Das Paradoxon beim Training mit gestressten Tieren.

Liebe Patientenbesitzer,

wir hören diesen Satz in der Tierarztpraxis Ullmann fast täglich: „Zu Hause hört er perfekt. Aber sobald wir draußen sind und er einen anderen Hund sieht, schaltet er auf Durchzug. Er ignoriert mich komplett!“

Viele Besitzer fühlen sich dann hilflos, manche werden wütend, weil sie denken, der Hund sei stur. Heute möchten wir eine Lanze für Ihre Tiere brechen. Sie sind nicht stur. Sie können in diesem Moment einfach nicht anders.

Wir müssen darüber sprechen, was Stress im Gehirn anrichtet und warum herkömmliches Training ("Kommando geben und Gehorsam erwarten") in der Gefahrenzone zum Scheitern verurteilt ist.

🛑 Das Gehirn im Alarmzustand Stellen Sie sich vor, Sie stehen auf einem Bahngleis und ein Zug rast auf Sie zu. Ihr Herz hämmert, Sie haben Todesangst. Wenn jetzt jemand neben Ihnen steht und sagt: "Lös mal bitte diese Matheaufgabe: Was ist 17 mal 4?", würden Sie ihn verständnislos anstarren.

Genau das passiert in Ihrem Hund (oder Ihrer Katze), wenn der Stresspegel hochschießt (sei es durch Angst, Wut oder Frust):

Das "Denk-Hirn" (Cortex) meldet sich ab: Hier sitzen die gelernten Kommandos wie "Sitz", "Platz" oder "Hier". Dieser Bereich ist im Stress offline.

Das "Reptilien-Gehirn" (Amygdala) übernimmt das Steuer: Das ist das pure Überlebenszentrum. Es kennt nur vier Programme:

Fight (Angriff/Pöbeln an der Leine)

Flight (Flucht/Panik)

Freeze (Einfrieren/Erstarren)

Fiddle About (Herumkaspern/Übersprungshandlungen)

👉 Die wichtigste Regel der Verhaltensmedizin: Ein Gehirn im Überlebensmodus KANN nicht lernen und KANN keine komplexen Kommandos ausführen.

Der große Fehler: Training IN der Situation Wenn Ihr Hund bereits bellend in der Leine hängt, ist es zu spät für Training. Wenn Sie jetzt "Sitz!" brüllen oder an der Leine rucken, erhöhen Sie den Stresspegel nur noch mehr. Sie gießen Öl ins Feuer. Der Hund lernt dabei nur eines: Die Situation ist noch schlimmer als gedacht, denn jetzt wird Herrchen/Frauchen auch noch ungemütlich.

✅ Der richtige Weg: Training VOR der Situation & Management IN der Situation

Wenn wir Tieren helfen wollen, besser mit Stress umzugehen, brauchen wir einen Zweit-Fronten-Plan:

SCHRITT 1: Das Notfall-Management (Wenn das Kind im Brunnen liegt) Wenn die stressige Situation da ist, vergessen Sie "Erziehung". Jetzt geht es nur um Schadensbegrenzung.

Raus da! Vergrößern Sie den Abstand zum Auslöser (anderer Hund, Silvesterböller etc.), bis das Tier wieder ansprechbar ist.

Schützen Sie Ihr Tier: Stellen Sie sich vor Ihren Hund, bieten Sie der Katze ein Versteck an. Seien Sie der sichere Hafen, nicht der strenge Lehrer.

SCHRITT 2: Das eigentliche Training (Die "Trockenübung") Wir müssen das Gehirn in entspanntem Zustand darauf trainieren, bei Stress anders zu reagieren. Das passiert zu Hause, im Wohnzimmer, wenn alles ruhig ist.

Die "Insel der Ruhe" aufbauen: Trainieren Sie ein Entspannungssignal (ein Wort, eine Decke, ein bestimmter Duft), das IMMER mit absoluter Ruhe und Sicherheit verknüpft wird. Wenn dieses Signal sitzt, kann man es später vorsichtig in stressige Situationen einbringen, um den Pegel zu senken.

Gegenkonditionierung: Das gruselige Ding (z.B. der Staubsauger) wird in ganz kleinen Schritten mit etwas Tollem (Super-Leckerli) verknüpft. Aber nur in einer Distanz, wo das Tier noch entspannt ist!

Die Rolle der Tierarztpraxis Ullmann: Bevor Sie einen Hundetrainer verzweifelt anrufen, kommen Sie zu uns. ⚠️ Chronischer Stress hat oft körperliche Ursachen! Schmerzen (Zähne, Gelenke, Bauch) machen Tiere dünnhäutig und reizbar. Ein Hund mit Rückenschmerzen wird schneller aggressiv reagieren als ein gesunder.

Wir checken Ihr Tier durch. Erst wenn der Körper gesund ist, kann die Seele lernen.

Wir brauchen Ihre Hilfe für mehr Verständnis!

Es bricht uns das Herz, wenn wir sehen, wie gestresste Tiere für ihr Verhalten bestraft werden, obwohl sie nur Angst haben.

🐾 TEILEN Sie diesen Beitrag, damit mehr Menschen verstehen, wie das Hundegehirn (und Katzengehirn!) unter Stress funktioniert. 👍 LIKEN Sie, wenn Sie für faires, gewaltfreies Training sind. 💬 KOMMENTIEREN Sie: In welcher Situation schaltet das Gehirn Ihres Tieres auf "Durchzug"? Erzählen Sie uns davon!

Ihr Team der Tierarztpraxis Ullmann – für Gesundheit von Körper UND Geist. 🩺🐕🐈

27/10/2025

– Positives Hundetraining: Retrieverleinen als verbotene Erziehungsmaßnahme 🐾

Immer häufiger sieht man auf Social Media Hundetrainingsmethoden, bei denen sogenannte Retrieverleinen missbräuchlich als Erziehungsmaßnahme eingesetzt werden. 💢 Dabei wird der eigentliche Zweck – das schnelle An- und Ableinen z.B. beim Jagdhunde- oder Dummytraining – völlig ignoriert. Stattdessen werden Retrieverleinen dafür verwendet, um Hunde für bestimmtes Verhalten, wie etwa Leinenziehen oder das Anbellen anderer Hunde, zu bestrafen.

Trotz des gesetzlich vorgeschriebenen Zug-Stopps, der ein Zusammenziehen der Leine um den Hals verhindern soll, werden diese Leinen oft so eng angelegt, dass sie bereits bei minimalem Zug bzw. Ruck unangenehm bis schmerzhaft sind. 💔🐶 Der Hund unterbricht zwar vielleicht sein Verhalten sofort, doch auf Kosten seiner Gesundheit.

❌ 🐕 Der Hals eines Hundes ist besonders empfindlich: Luftröhre, Kehlkopf, Halswirbelsäule, Nerven, Blutgefäße und die Schilddrüse machen ihn zu einer schmerzempfindlichen und verletzungsanfälligen Zone. Zug, Druck, Leinenruck oder gar Würgen können hier nicht nur die Atmung beeinträchtigen, sondern auch erhebliche Schmerzen verursachen und zu schwerwiegenden Verletzungen wie diversen Quetschungen, Halswirbelschäden, Kehlkopfentzündungen oder sogar Bandscheibenvorfällen führen. 💥 Ein besorgniserregender Trend ist es, die Retrieverleine eng hinter den Ohren und somit am Kehlkopf anzulegen – eine Zone, die besonders verletzungsanfällig ist.

⚖️🐾 Das Tierschutzgesetz sagt klar: Die Verwendung von technischen Geräten, Hilfsmitteln oder Vorrichtungen, die darauf abzielen, das Verhalten eines Tieres durch Härte oder durch Strafreize zu beeinflussen, ist verboten. 🚫

🐶 Unsere Empfehlung: Meidet Trainer:innen, die diese illegale Art des Trainings verwenden! Setzt auf belohnungsbasierte Methoden, die auf die Ursachen von Verhaltensweisen und das gezielte Training von erwünschtem Verhalten ausgerichtet sind. Es gibt immer faire und schmerzfreie Alternativen, um eure Vierbeiner zu erziehen! 💚

Lest hier mehr über die Gefahren solch quälender Halsbänder und worauf ihr zusätzlich achten solltet ➡️ https://bit.ly/quaelende-halsbaender

❤️💪
27/10/2025

❤️💪

Ich bleibe laut, weil zu viele Hunde still geworden sind.

Ich kann einfach nicht mehr zusehen, wie Hunde leiden. Wie Vertrauen zerbricht. Wie ihre Augen leer werden, weil Menschen glauben, sie müssten stärker sein als ihr Hund.

In den letzten Jahren habe ich viele Hunde übernommen, die schon bei anderen Trainern waren. Hunde, die angeblich nicht mehr zu retten sind. Schwierig, stur, dominant – so nennt man sie, wenn man sie nicht versteht.

Aber ich sehe keine schwierigen Hunde. Ich sehe Hunde, die verletzt wurden – nicht körperlich, sondern im Herzen. Hunde, die gelernt haben, dass Lautstärke wichtiger ist als Verständnis. Dass Angst normal ist. Dass Nähe gefährlich werden kann.

Ich sehe, was Druck und Strafe aus ihnen machen. Hunde, die funktionieren, aber innerlich längst aufgegeben haben. Hunde, die gelernt haben, dass es sicherer ist, still zu bleiben.

Und das nennen manche noch Erziehung.
Das ist keine Erziehung.
Das ist Hilflosigkeit, verpackt als Dominanz.

Ich kann da nicht still bleiben. Ich will es auch gar nicht.
Weil ich jeden Tag mit den Folgen dieser Denkweise arbeite.
Weil ich die Hunde sehe, die bei mir landen – verunsichert, ängstlich, gebrochen.
Nicht, weil sie böse sind.
Sondern weil jemand geglaubt hat, Druck wäre Führung.

Ich bin nicht laut, um jemanden bloßzustellen.
Ich bin laut, weil ich Verantwortung trage.
Weil ich diese Hunde ansehe und in ihren Augen lese, was sie durchgemacht haben.
Weil sie keine Stimme haben.

Ich habe kein Problem damit, unbequem zu sein.
Ich habe ein Problem damit, wenn Menschen Leid schönreden, nur um sich selbst nicht verändern zu müssen.

Und wenn mich das zu einem schwierigen Kollegen macht, dann ist das so.
Denn Veränderung passiert nicht, wenn alle leise sind.
Sie passiert, wenn einer laut bleibt, auch wenn’s unbequem wird.
Wenn einer Haltung zeigt.
Wenn einer wirklich hinschaut.

Ich bleibe laut.
Für die Hunde, die wieder lernen müssen, zu vertrauen.
Für die, die schon aufgegeben haben.
Für die, die einfach nur verstanden werden wollen.

Ich bleibe laut,
bis keiner von ihnen mehr so bei mir ankommt.
Und bis endlich jeder versteht:
Ein Hund braucht keine Angst, um zu lernen.
Er braucht Sicherheit.
Er braucht Geduld.
Er braucht Liebe.
Und jemanden, der’s wirklich ernst mit ihm meint.

21/09/2025
04/09/2025

🍂 Herbstzeit ist Trainingszeit! 🍁

Ab dem 1. September 2025 starten wieder meine Herbstkurse für Mensch & Hund – und es sind noch ein paar Plätze frei!

Ob du die Bindung zu deinem Hund stärken, seine Alltagstauglichkeit verbessern oder ihm mit sinnvoller Beschäftigung mehr Ausgeglichenheit schenken möchtest – bei mir seid ihr genau richtig.

Gemeinsam trainieren wir individuell, alltagsnah und fair.
Ich freue mich darauf, euch durch den Herbst zu begleiten! 🐾

Jetzt anmelden unter: [email protected]

Genaue Infos (Termine) auf meiner Homepage www.bettys-tiertraining.at

Adresse

Höggenstraße 2
Hallein
5550

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