07/06/2022
Ein wundervoller Beitrag zum respekt- und rücksichtsvollen Umgang ❤️
Kannst du auch umdrehen?
Eine Bitte um Rücksicht, die das Miteinander verändert….
Gerade unter Hundehaltern, gibt es immer wieder ausweglose Situationen, in denen der eigene Hund eskaliert. Dieses Thema wird oft besprochen und es gibt viele tolle Wege daran zu trainieren.
Ich möchte heute die Sicht und die Handlungen desjenigen ansprechen, dessen Hund nicht oder nur sehr selten ein Problem mit Hundebegegnungen hat.
Kennt ihr das auch?
Ihr geht spazieren und seht einen anderen Hundehalter, der sehr schnell nervös wird, nach dem er euch gesehen hat.
Er zieht und zerrt seinen Hund zur Seite, während euer Hund zusieht und ihr eures Weges weitergeht.
Man sieht dem anderen Halter deutlich den Stress und die Hektik an.
Dann passiert es. Während die Distanz des anderen Hundes unterschritten wird, eskaliert er. Es passiert genau das, vor dem der andere Halter Angst hatte.
‼️JA! Es ist Angst.
Auch Menschen haben Angst und diese Angst ist nicht unbegründet.
Denn, die Angst vor einer Eskalation hat oft eine Vorgeschichte. Der Mensch weiß, dass sein Partner Hund ab einer gewissen Distanz nicht mehr gut mit der Nähe anderer Hunde umgehen kann.
In den meisten Fällen haben Menschen schon erfahren wie unangenehm, hilflos und verzweifelnd es sich anfühlt, dass ihr Hund in der Leine hängt und wie strafend die Blicke der anderen sind.
Ein Gefühl, dass Spaziergängen jeglichen Spaßfaktor nimmt.
Ein Gefühl, dass die Beziehung kaputt machen kann und Einfluss auf ein entspanntes Leben nehmen kann.
Wir können uns alle Hilfe bei erfahrenen tierschutzkonformen und gewaltfreien Trainern holen und es gibt viele positive Wege solche Probleme mehr oder weniger zu trainieren oder managen. Das tun auch viele dieser Menschen. Für Training gibt es nur keinen Zauberspruch und je nach Vorgeschichte braucht es Zeit.
Was wäre aber genauso wichtig wie Training?
RÜCKSICHT der anderen Halter.
Ich weiß es fällt uns oft schwer nachzugeben. Es fällt uns schwer unsere Routinen zu ändern und es fällt uns leicht zu präsentieren wie „gut erzogen“ doch unsere Hunde sind.
Wie kann Rücksicht nehmen denn aussehen?
✅ umdrehen und seinen Spazierweg ändern – wer weiß welche Inspiration auf euch wartet 🌻
✅ eine Kreuzung vorher abbiegen als sonst – das Ändern von Routinen hält geistig fit
✅ stehen bleiben und dem anderen Hund-Mensch Team Raum und Zeit geben sich zu sammeln – ein Lächeln dabei und winken kann das andere Team entspannen 🐶
✅ ein paar Schritte Rückwärts gehen um Distanz zu schaffen – ein nett zugerufenes „lasst euch ruhig Zeit, wir wollten eh gerade Pause machen“ kann Wunder wirken
✅ eurem Hund Leckerchen so streuen, dass ihr euch gemeinsam seitlich vom anderen Team abdreht um den Druck zu nehmen
Jede eurer Ideen ist eine gute Idee, wenn sie dem anderen Team hilft, die Situation entspannt zu meistern.
Ich drehe gerne und oft um, wenn ich bereits auf Entfernung sehe, dass jemand nervös ist.
Ich kann euch gar nicht sagen, wie schön es ist, aus der Entfernung zu sehen, wie das Mensch-Hund-Team durchatmet. Der Hund locker weiter geht und die Menschen dankend nicken oder winken.
Einen Hund zu haben, der an der Leine Probleme hat ist schon schwer genug. Rücksicht zu nehmen kann hingegen manchmal richtig einfach sein 🌞
Wer weiß welche Orte man entdeckt, wenn das Leben einem eine andere Route vorschlägt.
Danke für eure Rücksicht und euer Verständnis 🤩