31/07/2026
🇦🇹 Was macht den Unterschied zwischen diesen Bildern? Arbeit (viel davon 😉) und Wissen. - Auf dem ersten Bild dominiert noch klar die Vorhand. Die Hinterhand liefert etwas Schub, der Rücken trägt kaum, der Widerrist bleibt flacher und die Silhouette wirkt länger. Auf dem späteren Bildern zeigt sich bei Paqui eine andere Körpernutzung: Die Hinterbeine treten weiter unter den Schwerpunkt, der Brustkorb wird zwischen den Schulterblättern besser angehoben, der Widerrist kommt höher, der Rücken schließt sich mehr und die Schulter gewinnt an Freiheit. Der wichtigste Unterschied liegt für mich in der Silhouette der Stute. Sie wirkt kompakter, ausbalancierter und beginnt, den Reiter tatsächlich zu tragen. Ebenso wichtig: Die Nase bleibt vor der Senkrechten, der Hals behält seine Länge und die Anlehnung wirkt weich und ehrlich. Das spricht für eine Gymnastizierung, die von hinten nach vorne aufgebaut wurde – nicht für eine Form, die über die Vorderhand erzeugt wurde.
Natürlich ist ihre Entwicklung damit nicht abgeschlossen. Mit zunehmender Kraft werden Tragfähigkeit der Hinterhand, Schulterfreiheit, Widerristerhöhung und Selbsthaltung weiter reifen. Genau diese Art der Gymnastizierung ist die Grundlage für ein gesundes und langfristig haltbares Reitpferd.
🇺🇸 What makes the difference between these pictures? Work (lots of it 😉) and knowledge. - In the first picture, the forehand still dominates. The hindquarters provide some impulsion, but the back carries very little, the withers remain relatively flat, and the overall silhouette appears longer. In the later pictures, Paqui is using her body differently. Her hind legs step further underneath her center of gravity, the ribcage is lifted more effectively between the shoulder blades, the withers rise, the back becomes stronger and more connected, and the shoulders gain greater freedom of movement. To me, the biggest difference is the mare's silhouette. She looks more compact, better balanced, and is beginning to truly carry her rider. Just as importantly, her nose stays in front of the vertical, her neck retains its natural length, and the contact remains soft and honest. This is the hallmark of a horse developed from the hindquarters through the back into the bridle, rather than one shaped primarily from the front. Of course, her development is far from complete. As she gains strength, her carrying power, shoulder freedom, elevation of the withers, and self-carriage will continue to mature. This kind of systematic, biomechanically correct training lays the foundation for a sound, healthy horse that stays athletic for years to come.