21/12/2020
❗️Bitte keine Tiere als Weihnachtsgeschenke❗️
Die Anschaffung eines Hundes sollte man sich reiflich überlegen und wichtige Punkte hinterfragen!
Die meisten WelpeninteressentInnen lesen sich in die jeweilige Rasse ein, befassen sich mit Gesundheitsergebnissen, beschäftigen sich intensiv mit dem Thema „Hund“. Viele vergessen jedoch sich dabei mit dem Thema Papiere auseinanderzusetzen.
Papiere sind nämlich nicht gleich Papiere! Ahnentafeln sind offiziell, wenn sie das Logo der FCI tragen. Ahnentafeln (Pedigrees) des Österreichischen Retrieverclubs sind noch zusätzlich mit den Logos von ÖKV und ÖRC versehen.
Es ist im Grunde jedem Züchter möglich, sich selbst Papiere für seine Hunde auszustellen, diese haben nur keine offizielle Gültigkeit! Es bedeutet nicht zwangsläufig, dass dies eine schlechte Zuchtstätte ist, aber es stellt sich die Frage, warum züchten diese Personen nicht offiziell?
• Vermutlich sind es die strengen Auflagen der Zuchtordnung, die sie davon abhalten.
• Vielleicht ist es der geringere Gewinn, den man aufgrund von Gesundheitsuntersuchungen, Gentests etc. erzielt?
• Eventuell sind die Elterntiere nicht reinrassig und haben keine offiziellen Papiere.
• Möglicherweise gibt es diese Rasse gar nicht!
Labrador Retriever gibt es ausschließlich in den Farben schwarz, braun und gelb! Labrador in champagner, silber oä. sind nicht reinrassig! Hier wurde die Farbe mit anderen Rassen eingekreuzt. Mit Hunden dieser Farben darf offiziell nicht gezüchtet werden.
Jeder der sich einen Hund kaufen möchte, sollte sich auch mit der Frage der Herkunft beschäftigen. Gewissenlose Vermehrer haben mittlerweile den Weg vom Kofferraumverkauf zu vermeintlichen „Züchtern“ gefunden.
Der Vorstand des Österreichischen Retrieverclubs möchte sich auch im Namen seiner Züchterinnen und Züchter deutlich von solchen Machenschaften distanzieren und an alle WelpenkäuferInnen appellieren Retriever mit FCI/ÖKV/ÖRC-Papieren zu kaufen!
Welpenkauf ist Vertrauenssache und manche „Papiere“ sind das Geld nicht wert, auf dem sie gedruckt wurden. Es kommt auch vor, dass Welpenkäufer im Nachhinein plötzlich ausländische Papiere für einen in Österreich gekauften Hund bekommen. Bei dieser Vorgehensweise kann es sich um illegalen Welpenhandel handeln!
ZüchterInnen des ÖRC müssen sich an strenge Zuchtauflagen halten und jeder Wurf wird vor Ort kontrolliert, bevor die Welpen in ihre neuen Familien ziehen dürfen. Der ÖRC steht für die Qualität der Zuchtstätten und bietet Welpenkäufern die Sicherheit nicht Teil irgendwelcher krimineller Machenschaften zu sein.
Die hohen Zuchtauflagen gewährleisten leider nicht, erhöhen aber die Wahrscheinlichkeit, dass nur gesunde Welpen auf die Welt kommen. Jedenfalls ist gewährleistet, dass die Mutterhündin nicht ausgebeutet wird und dass Sie für Ihr Geld keinen Etikettenschwindel bekommen!