16/05/2026
„Gewalt ist kein Training. Angst ist kein Vertrauen. Und Unterdrückung ist keine Erziehung.“
Aversives Hundetraining arbeitet mit Einschüchterung, Schmerz, Angst oder bewusstem Stress oft getarnt als „Konsequenz“, „Dominanz“ oder „klare Führung“. Dabei zeigen moderne verhaltensbiologische Erkenntnisse längst: Hunde lernen nachhaltiger über Sicherheit, Vertrauen und positive Verstärkung nicht über Angst.
Besonders problematisch: In Österreich ist Hundetrainer*in ein freies Gewerbe. Das bedeutet, dass man ohne verpflichtende, einheitliche Fachausbildung oder Qualitätskontrolle Hunde trainieren darf. Dadurch gibt es leider viele schwarze Schafe, die mit veralteten und tierschutzwidrigen Methoden arbeiten oft sogar öffentlich auf Social Media oder in Hundeschulen.
Die Folgen von aversivem Training können massiv sein:
• erhöhte Angst und Unsicherheit
• erlernte Hilflosigkeit
• aggressives Verhalten durch Stress oder Schmerz
• Vertrauensverlust gegenüber Menschen
• dauerhafte Stressbelastung
• Übersprungshandlungen oder Trauma-Reaktionen
• gesundheitliche Folgen durch chronischen Stress
• Hunde „funktionieren“ äußerlich sind innerlich aber im Dauerstress
Ein Hund, der aus Angst gehorcht, fühlt sich nicht sicher. Er hat nur gelernt, dass Widerstand Konsequenzen hat.
📍 Wenn du Trainer*innen siehst, die gegen das Tierschutzgesetz verstoßen, kannst du das melden bei:
• der zuständigen Bezirkshauptmannschaft / dem Magistrat
• dem Amtstierarzt / der Amtstierärztin
• der Tierschutzombudsstelle deines Bundeslandes
📖 Österreichisches Tierschutzgesetz – § 5 Verbot der Tierquälerei
„Es ist verboten, einem Tier ungerechtfertigt Schmerzen, Leiden, Schäden oder schwere Angst zuzufügen.“
Hunde brauchen keine Gewalt. Sie brauchen faire Kommunikation, Sicherheit und Menschen, die Verantwortung übernehmen.