31/12/2025
Während wir feiern, geraten unzählige Tiere in Todesangst.
Nicht nur Haustiere.
Vor allem Wildtiere, über die kaum gesprochen wird.
Ich weiß, dass viele Menschen zu Silvester böllern möchten.
Ich weiß, dass es Tradition ist, Spaß macht, ein Gefühl von Neubeginn gibt.
Und ich sage das ganz ehrlich: Früher hatte ich selbst kein Bewusstsein dafür.
Ich habe nicht darüber nachgedacht, was das eigentlich mit Tieren macht.
Heute weiß ich es.
Und seitdem kann ich nicht mehr wegsehen.
Während wir feiern, geraten unzählige Tiere in blanke Todesangst.
Unsere Haustiere zittern, hecheln, verstecken sich –
aber sie haben wenigstens noch einen Rückzugsort.
Sie sind bei uns.
Wildtiere haben das nicht.
Sie sind draußen.
Mitten im Lärm.
Mitten in den Explosionen.
Mitten in der Panik.
Sie fliehen kopflos, verlieren Orientierung, rennen auf Straßen, prallen gegen Zäune oder Autos.
Vögel steigen panisch auf, kollidieren, stürzen ab.
Manche Tiere sterben sofort, andere später – an Verletzungen, Erschöpfung oder Stress.
Manche verlieren ihre Jungen.
Manche finden ihr Revier nie wieder.
Was für uns ein kurzer Knall ist, bedeutet für sie Stunden und Tage voller Angst.
Und genau hier wünsche ich mir ein Umdenken.
Nicht als Forderung, sondern als Bitte.
Eine Bitte, das Böllern zu zentralisieren:
an einem Ort,
zu einem klaren Zeitpunkt rund um den Jahreswechsel,
und danach wieder Ruhe.
Nicht zehn Tage lang.
Nicht überall.
Mir geht es nicht darum, jemandem den Spaß zu nehmen.
Mir geht es darum, Bewusstsein zu schaffen.
Vielleicht können wir Tradition leben –
und trotzdem Rücksicht nehmen.
Angst ist kein Spaß.
Was denkt ihr:
Wäre ein zentraler Ort und ein klarer Zeitpunkt ein fairer Kompromiss?