Hühnologie

Hühnologie Hühner & Psychologie
Humor trifft Alltag, Bruteier die Realität. Was schlüpft bleibt offen. Gedanken, Küken, Erkenntnis. Lachen erlaubt. Denken empfohlen.

Verwirrung inklusive. Bist du bereit für dein inneres Huhn?

Ich weiß ja nicht, wie es anderen in meinem Alter geht.Aber inzwischen hört sich „Jahrgang 67“ irgendwie schlimmer an al...
04/06/2026

Ich weiß ja nicht, wie es anderen in meinem Alter geht.
Aber inzwischen hört sich „Jahrgang 67“ irgendwie schlimmer an als „ich bin 59“.

Eigentlich bin ich ja eine Nachteule. Aber heute ist nachts um 1:00 Uhr gefühlt eher das neue 23:00 Uhr.
Im Winter passiert es sogar, dass ich um 20:00 Uhr schon auf der Couch ratze. Ich sehe mich mit 89 schon um 16:00 Uhr im Ohrensessel schnarchen. Wobei sich „Jahrgang 67“ dann wieder richtig gut anhören dürfte.

Warum erzähle ich euch das?

Na, weil ich euch eigentlich etwas ganz anderes erzählen wollte. Aber mit 59 darf man schon mal abschweifen.

Heute Morgen um 8:00 Uhr schlich ich dann also wie ein Schluck Wasser in der Kurve über das Grundstück, um die Hühner aufzumachen.

Warum?

Abgabetermin für meine GeriCoach-Projektarbeit bei der Alzheimergesellschaft.
Wie immer blieb ein Rest für den letzten Drücker. Um 1:30 Uhr war es geschafft und das Ding auf dem Weg.
Danach noch schnell die Gassirunde von 22:00 Uhr nachgeholt, sodass ich dann um 2:30 Uhr endlich im Bette lag.

Und ich kann euch sagen: Das kannste in dem Alter einfach nicht mehr bringen.
Ich laufe immer noch schlafwandelnd durch die Gegend.

Aber die Projektarbeit ist weg und das Gefühl, auf „Senden“ geklickt zu haben, war heute Morgen fast besser als Schlaf.

Hildegard ist gerade inkognito unterwegs.Es ist ihr erster Undercovereinsatz.Ins Visier geraten sind die beiden vorn.Mal...
03/06/2026

Hildegard ist gerade inkognito unterwegs.

Es ist ihr erster Undercovereinsatz.

Ins Visier geraten sind die beiden vorn.
Mal schauen, ob sie heute wieder einen Regenwurm überfallen.

HenrySeit fünf Minuten in einer sehr privaten Unterhaltung mit sich selbst.
02/06/2026

Henry
Seit fünf Minuten in einer sehr privaten Unterhaltung mit sich selbst.

Es gibt so Sätze, die außerhalb eines Hühnerhofs einfach komisch klingen.Wie zum Beispiel:„Der Dicke frisst schon wieder...
01/06/2026

Es gibt so Sätze, die außerhalb eines Hühnerhofs einfach komisch klingen.

Wie zum Beispiel:

„Der Dicke frisst schon wieder den Kalk aus den Fugen.“

Blöd nur, wenn ausgerechnet in dem Moment der Nachbar hinter der Hecke steht.

Und du plötzlich im Dorf als die Frau bekannt bist, die ihren Mann von Fugenmörtel ernährt.

Wochen voller Leben: Eine kleine RückschauVor ein paar Wochen durfte ich mit unserem Kükenprojekt das DRK-Pflegeheim "Ha...
29/05/2026

Wochen voller Leben: Eine kleine Rückschau

Vor ein paar Wochen durfte ich mit unserem Kükenprojekt das DRK-Pflegeheim "Haus Sonnenhof" in Velgast begleiten.
Die Bewohner dort leben mit ganz unterschiedlichen geistigen und körperlichen Einschränkungen.
Durch meine Arbeit weiß ich, was Tiere und Natur im Menschen bewegen können.
Man plant die Wochen, bereitet alles vor und freut sich auf die gemeinsame Zeit.
Und trotzdem hat mich das, was vor Ort passiert ist, völlig überwältigt.
Es war noch so viel intensiver, als ich es mir je hätte ausmalen können.

Wir haben gemeinsam die Eier durchleuchtet, haben geschaut, ob sich darin Leben bewegt, gewartet, gehofft und gestaunt.
Ich hatte jedes Mal andere Dinge im Gepäck: ein riesiges Straußenei, tiefgrüne Emueier, bunte Eier von unserem Hof, Rasseleier, Holzlöffel für einen gemeinsamen Eierlauf... und die Federn.
Die Federn waren übrigens der absolute Hit. Allein das Anfassen und Fühlen hat Momente geschaffen, in denen plötzlich alles ruhig wurde und gleichzeitig viel gelacht wurde.
Und dann, natürlich, die Küken, die den Bewohnern so viel Freude gemacht haben.

Was mich aber am tiefsten berührt hat, waren nicht die Tiere oder die Requisiten. Es waren die Menschen dort.
Ich habe mich oft gefragt, warum mich das eigentlich emotional so tief berührt hat, dass es mir immer noch die Tränen in die Augen treibt. Ich glaube, es liegt daran, wie die Bewohner mir begegnet sind.
Sie leben einfach ganz anders als wir. Bei ihnen gibt es keine sozialen Masken, keinen Filter und vor allem...absolut keine Bewertung.
Im Alltag scannen wir uns ständig gegenseitig ab. Dort fiel das komplett weg. Sie haben mich einfach so genommen, wie ich bin.

Wenn sie Freude gefühlt haben, haben sie sie gezeigt. Wenn sie gestaunt haben, dann mit einer totalen Radikalität und Unmittelbarkeit. Diese Freiheit von jedem Urteil war für mich wie eine emotionale Dusche.
Es hat meine eigenen Schutzmauern komplett aufgebrochen.

Für mich war diese Zeit eine völlig neue, tiefgehende Erfahrung. Das Projekt ist nun schon einige Wochen vorbei, aber jedes Mal, wenn ich davon erzähle, merke ich, wie emotional mich diese Erinnerung immer noch macht. Es hallt unglaublich nach.

Ich bin einfach nur unglaublich dankbar, dass ich diese Wochen mit den Bewohnern teilen durfte. 🙏💞

Bilder DRK-Kreisverband Nordvorpommern e.V.

28/05/2026

Manche können selbst beim Essen einfach den Schnabel nicht halten.

Ich weiß bis heute nicht, ob sie die anderen Hühner zum Tzatzikibecher gerufen hat, sie warnen wollte fernzubleiben oder ob ihr plötzlich eingefallen ist, dass da ordentlich Knoblauch drin ist und sie später beim Tätäratä mit dem Hahn aus dem Schnabel riecht wie eine griechische Grillplatte.

Aber eins steht fest:
Ihr hat offensichtlich niemand beigebracht, dass man mit vollem Schnabel nicht gackert.

Wie die Zeiten sich doch ändern. Sogar meine Zähne gehen mit dem Fortschritt.
27/05/2026

Wie die Zeiten sich doch ändern. Sogar meine Zähne gehen mit dem Fortschritt.

Gestern...Pfingstmontag am Abend.Wir saßen gerade draußen beim Essen, als plötzlich unsere Hunde am Tor anschlugen.Günth...
26/05/2026

Gestern...Pfingstmontag am Abend.
Wir saßen gerade draußen beim Essen, als plötzlich unsere Hunde am Tor anschlugen.

Günther und ich gleichzeitig:
„Na, wer kommt denn jetzt noch?“

Ich gehe um die Ecke und da laufen die beiden aus dem Nachbardorf die Auffahrt hoch.
Er mit Stock und Hut.
Sie bei ihm untergehakt.

Ich musste direkt lachen:
„Je später der Abend, desto schöner der Besuch.“

„Wir haben dich telefonisch nicht erreicht“, sagte sie.
„Da haben wir uns einfach ins Auto gesetzt. Wir müssen dich unbedingt was fragen.“

Ich dachte schon, jetzt kommt sonstwas.

Und dann:
„Unsere Zwerghenne hat gegluckt und heute sind fünf Küken geschlüpft… was geben wir denen denn jetzt zu fressen?“

Also gab’s erstmal Kükenberatung an der Auffahrt:
Gehackte Brennnesseln, hart gekochtes Ei und natürlich habe ich ihnen noch Starterfutter mitgegeben.

Nach einem kleinen Plausch zogen die beiden wieder glücklich von dannen.

Er 95.
Sie 90.

Mein Essen war inzwischen kalt.
Aber das war mir in dem Moment vollkommen egal.
Dafür war mir warm ums Herz.

Hühnerschnack & Picknick-Glück – die zweite Runde 🐔🧺Ihr Lieben, das Treffen im letzten Jahr war einfach richtig gut.Wir ...
25/05/2026

Hühnerschnack & Picknick-Glück – die zweite Runde 🐔🧺

Ihr Lieben, das Treffen im letzten Jahr war einfach richtig gut.
Wir haben viel gelacht, viel geschnackt und irgendwann die Zeit komplett aus den Augen verloren. 👀
Davon will ich unbedingt mehr. Ihr auch? 😊

Also machen wir’s nochmal.

📅 Samstag, 06. Juni 2026 ab 14 Uhr
📍 bei uns im Garten

Das Prinzip bleibt wie gehabt.
Ich stell den Garten und die Hühner-Kulisse, ihr bringt euch selbst und euren Picknickkorb mit. 😉

Decke einpacken, was zu essen, was zu trinken....jeder so, wie er mag. Kein großes Tamtam, einfach zusammensitzen, quatschen, Ideen austauschen und einen entspannten Nachmittag haben.

Wer dabei sein möchte, schreibt mir kurzerhand ne PN...ich muss ja ungefähr wissen, wie viele Gartenstühle ich zusammensuche. 🪑

Ich freu mich auf bekannte Gesichter und neue dazu. 🤗

Und zur Sicherheit nochmal.
Wer ohne Korb kommt, muss mit den Hühnern picken. 🤣

20/05/2026

Tag 8 ohne Fuchs.

Die schärfste Waffe im Kampf gegen den Fuchs scheint tatsächlich gepflegte Kulturberieselung zu sein.

Wir haben ein Baustellenradio auf den Hühnerhof gestellt und den Klassiksender eingestellt.
Seitdem dudeln hier Wagner, Mozart und anderes Zeug über den Hof, bei dem ich selber manchmal nicht weiß, ob gleich einer stirbt oder heiratet.

Ich hatte ja erst die Vorstellung, ich komme eines Morgens zum Füttern und Frau Füchsin sitzt mit ihrer Familie im ersten Rang, alle mit Operngläsern in den Pfoten.

Aber bisher scheint der Kultursender für ein Wildtier die reinste Bedrohung zu sein.

Toi, toi, toi...
drückt uns die Daumen, dass die Primadonna des Waldes weiterhin fernbleibt.

Adresse

Velgast
18469

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