27/12/2025
Das Jahr 2026 ist das Jahr des Pferdes
Meine Kraft fühlt sich an wie ein Pferd, das spüren möchte, dass Liebe, Achtsamkeit und Wertschätzung erlebt werden darf
Raunächte & Pferd
Es gibt diese Tage „zwischen den Jahren“, die sich anders anfühlen als der Rest. Still. Dicht. Als würde die Zeit langsamer laufen. Genau das sind für viele die Raunächte.
Was ist eine Raunacht eigentlich?
Mit „Raunächten“ (auch „Rauhnächte“) bezeichnet man traditionell die Nächte rund um den Jahreswechsel – eine Schwellenzeit zwischen dem alten und dem neuen Jahr. In vielen Gegenden spricht man von 12 Nächten, die symbolisch für die 12 Monate des kommenden Jahres stehen.
Früher wurden diese Nächte als besonders „durchlässig“ erlebt: für Träume, Intuition, Zeichen, innere Bilder. Man hat geräuchert, gebetet, Geschichten erzählt, gelauscht – und sich bewusst gemacht:
Etwas endet. Etwas beginnt. Und dazwischen ist Raum.
Und genau in diesen Raum passt fĂĽr mich das Pferd wie kaum ein anderes Symbol.
Warum das Pferd in den Raunächten so kraftvoll ist
Pferde sind Meister der feinen Wahrnehmung. Sie reagieren nicht auf unsere Worte – sondern auf das, was darunter liegt: Spannung, Klarheit, Unsicherheit, Ruhe.
In den Raunächten, wenn es weniger um „Tun“ und mehr um „Spüren“ geht, erinnert mich das Pferd an drei Dinge:
1) Ăśbergang & Bewegung
Das Pferd steht für Reise und Veränderung. Nicht immer sichtbar im Außen – manchmal ist es eine innere Bewegung: ein Gedanke, der reift. Eine Entscheidung, die näherkommt. Ein Teil in uns, der sich endlich traut, loszugehen.
2) Intuition & Wahrheit
Pferde spüren, ob wir es ernst meinen. Ob wir präsent sind. Ob wir uns selbst glauben.
Raunächte laden genau dazu ein: weniger erklären, mehr wahrnehmen.
Was ist gerade wirklich los in mir?
3) Kraft & FĂĽhrung
Kraft ist nicht automatisch Tempo.
Und FĂĽhrung ist nicht Kontrolle.
In dieser Zeit dürfen wir uns fragen: Wie kann ich meine Energie klar führen, ohne sie zu unterdrücken – und ohne mich von ihr mitreißen zu lassen?
Raunachts-Fragen:
Wo will etwas in mir loslaufen – und was hält mich noch zurück?
Wo braucht es Ruhe statt Druck?
Wo darf ich „die Zügel lockern“ – und wo brauche ich klare Richtung?
Was spüre ich längst, aber rede es mir noch aus?
Mini-Ritual fĂĽr heute
Nimm dir 3 Minuten. Schreib einen Satz auf:
„Meine Kraft fühlt sich an wie ein Pferd, das …“
(… gerade Pause braucht. / … loswill. / … Vertrauen sucht. / … klare Führung möchte.)
Und dann lies den Satz noch einmal – ganz ruhig.
Nicht bewerten. Nur spĂĽren.
Vielleicht ist genau das das Geschenk der Raunächte:
Nicht sofort Antworten zu erzwingen – sondern den Raum zu halten, bis sie von selbst auftauchen.
Wenn du magst: Welches Bild kommt bei dir?
Ist deine Energie gerade eher Galopp oder Schritt?
Wie fĂĽhlst du in dieser Zeit?
Ich nehme diese Zeit auch erst seit wenigen Jahren bewusster wahr.