Doghumens - Silke Ackermann

Doghumens - Silke Ackermann Klarheit statt Chaos. Hundetraining & Verhaltensberatung im Kreis Soest
Einzelcoaching • Gruppentraining • Mantrailing
Wissenschaftlich fundiert. Alltagsnah.

Individuell.

Die wichtigste Fähigkeit im Hundetraining ist oft die, über die am wenigsten gesprochen wird.Montag.Viele starten die Wo...
27/07/2026

Die wichtigste Fähigkeit im Hundetraining ist oft die, über die am wenigsten gesprochen wird.

Montag.
Viele starten die Woche mit einem Plan.
"Heute üben wir Leinenführigkeit. Rückruf. Begegnungen. Sitz. Platz..."

Ich starte meistens mit etwas anderem.

Ich beobachte.
Bewusst.

Ja, einfach nur beobachten.
Klingt unspektakulär.
Ist es auch – wenn man nicht weiß, worauf man achten muss.

Ich beobachte...
Nicht, weil ich gerade nichts tue.
Sondern weil genau dort viele gute Trainingsentscheidungen entstehen.

Bevor ich entscheide, wie ich trainiere, möchte ich verstehen, warum mein Hund gerade so handelt.

Wohin wandert sein Blick?
Wann verändert sich seine Körpersprache?
Welche Situationen bringen ihn aus der Balance?

Und wann trifft er vielleicht schon gute Entscheidungen – ganz ohne mein Zutun?

Ich verbringe im Training erstaunlich viel Zeit damit, bewusst hinzusehen.

Nicht, weil mir keine Übung einfällt.
Sondern weil der Hund mir in genau diesen Momenten oft zeigt, welcher nächste Schritt sinnvoll ist.
Ich muss nur bereit sein, hinzusehen.

Meine Teams wissen inzwischen:

„Wenn ich still werde, arbeite ich meistens gerade am meisten.“

Beobachten ist keine Pause vom Training.

Beobachten ist Training.

Manchmal sind diese kleinen Momente wertvoller als zehn perfekt ausgeführte Übungen.

Training beginnt oft lange vor dem ersten Signal.

Es beginnt mit einer Beobachtung.

Vielleicht entstehen genau dort die Momente, die den größten Unterschied machen – wenn wir aufhören, sofort etwas tun zu wollen.

Der Hund spricht ständig mit uns.
Manchmal nur ziemlich leise.

Die eigentliche Frage ist nicht, ob er etwas zeigt.
Sondern ob wir hinschauen.

💬 Gab es einen Moment, in dem das Beobachten dir mehr geholfen hat als jede Übung?

📷 Dieser Moment wurde von festgehalten. Danke für deinen Blick auf genau diese kleinen Augenblicke.

Es gibt Fotos von mir, die ohne Kontext wirklich erklärungsbedürftig sind. 😄Diese hier gehören definitiv dazu. ➡️Ich sta...
24/07/2026

Es gibt Fotos von mir, die ohne Kontext wirklich erklärungsbedürftig sind. 😄
Diese hier gehören definitiv dazu. ➡️

Ich stand.
Ich saß.
Ich kniete.
Ich lag sogar auf dem Boden.

Und Lilly sollte trotzdem auf dem Wackelbrett Positionswechsel zeigen.

Wer das beobachtet, denkt vielleicht:

„Warum macht sie es ihrem Hund so schwer?“

Die Antwort ist eigentlich ganz einfach.

Weil ich es ihr leichter machen möchte.
Nicht heute.
Sondern für alle Situationen, die noch kommen.

Denn Hunde lernen nicht nur ein Signal.
Sie verknüpfen gleichzeitig unzählige Informationen miteinander.

Zum Beispiel:
• den Winkel unserer Schultern
• unsere Handbewegung
• unsere Blickrichtung
• den Ort
• die Stimmung
• den gesamten Kontext

Und manchmal lernen sie dabei Dinge, die wir ihnen nie bewusst beibringen wollten.

Genau deshalb verändere ich im Training ganz bewusst immer wieder mal einzelne Bausteine.

Nicht, um Lilly zu verwirren.

Sondern damit sie versteht, worauf es wirklich ankommt.

Im Alltag arbeite ich häufig über Körpersprache und Sichtsignale.

Gerade deshalb sind diese Übungen ein bewusster Kontrast.

Denn für mich geht es nie darum, ob ein Hund nur auf Hörsignale oder nur auf Körpersprache reagiert.

Ich möchte, dass er verschiedene Wege kennt, Informationen zu verstehen.

Das Ergebnis: Der Hund bleibt flexibel
Wenn der Mensch anders steht.
Wenn die Umgebung neu ist.
Wenn sich eine Situation verändert.
Oder wenn das Leben plötzlich anders aussieht.

Die Übung war deshalb nie das eigentliche Ziel.

Sie war nur der Weg dorthin.

Training bedeutet für mich nicht, möglichst viele Signale zu sammeln.

Training bedeutet, einem Hund die Fähigkeit zu geben, sich auch in neuen Situationen sicher zurechtzufinden.

👉 Woran erkennst du, dass dein Hund wirklich verstanden hat, worauf es ankommt – und nicht nur den Kontext gelernt hat?



Manche Hunde verändern dein Leben zweimal.Einmal, wenn sie kommen.Ein zweites Mal, wenn sie gehen...Es gibt Tage, die ve...
21/07/2026

Manche Hunde verändern dein Leben zweimal.
Einmal, wenn sie kommen.
Ein zweites Mal, wenn sie gehen...

Es gibt Tage, die vergehen.

Und es gibt Tage, die bleiben.

Heute ist so ein Tag.
Heute ist es ein Jahr her, dass Stormy viel zu früh gegangen ist.

Ein Jahr, in dem ich vieles gelernt habe.

Nicht über Hunde.
Sondern über Menschen.
Und über mich selbst.

Seit diesem Tag hat sich etwas verändert.

Nicht laut.
Nicht von heute auf morgen.
Aber Stück für Stück.

Ich treffe Entscheidungen noch bewusster.

Gehe sorgfältiger mit meiner Zeit um.

Und frage mich öfter, was im Leben wirklich wichtig ist.

Viele sehen diese Veränderung.
Die wenigsten fragen nach dem Grund.

Stormy hat mich viele Jahre begleitet.

Sie hat mich gefordert und mir unendlich viel gegeben.

Und obwohl sie nicht mehr an meiner Seite läuft, hat sie mich nie wirklich verlassen.

Nicht nur, weil ich sie jeden Tag vermisse.
Sondern weil sie bis heute beeinflusst,
wie ich denke.
Wie ich lebe.
Wie ich arbeite.
Und welche Dinge heute wirklich Priorität haben.

Nicht alles, was sie mir hinterlassen hat, lässt sich in Worte fassen.

Aber eines weiß ich ganz sicher:
Mein Blick auf das Leben ist heute ein anderer.

Vielleicht etwas ruhiger.
Vielleicht noch klarer.
Und vielleicht auch konsequenter.

Nicht, weil ich ein anderer Mensch geworden bin.
Sondern weil manche Hunde Spuren hinterlassen, die ein Leben lang bleiben.

Manchmal sehe ich sie in Lilly.
In einem Blick.
In einer Bewegung.
Oder in diesem ganz besonderen Ausdruck, den wohl nur eine Tochter von ihrer Mutter erben konnte.

Dann ist sie für einen kleinen Moment wieder ganz nah.

Ich vermisse Stormy.
Nicht nur heute.
Sondern an jedem einzelnen Tag.

Vielleicht ist genau das Liebe.

Dass jemand nicht mehr neben dir läuft.

Und trotzdem jeden Tag bei dir ist.

🤍 Stormy 🕊️

Manche Bilder wirken unscheinbar. Bis man ihre Geschichte kennt.Ihr seht hier kleine Momente aus unserem Alltag – Freize...
17/07/2026

Manche Bilder wirken unscheinbar. Bis man ihre Geschichte kennt.

Ihr seht hier kleine Momente aus unserem Alltag – Freizeit, Arbeit, Sport und unser Mehrhundeleben.

Für viele sind das ganz normale Bilder.

Für mich erzählt jedes dieser Bilder ein Stück unserer Geschichte.

Diese Woche begann mit einem plötzlichen Abschied von jemandem, der einen festen Platz in meinem Herzen hatte 🕊️.

Zur gleichen Zeit jähren sich in diesen Tagen mein Trainingsunfall vom letzten Jahr, bei dem ich mir einen Halswirbel gebrochen habe,
und gleichzeitig die Woche, in der meine Stormy plötzlich schwer erkrankte und wir innerhalb weniger Tage für immer Abschied nehmen mussten.💔

Gerade diese Tage haben mir noch einmal vor Augen geführt, was ich damals lange nicht erkennen konnte.

Als ich körperlich und emotional so verletzlich war wie selten zuvor, zeigte sich, wer wirklich an meiner Seite stand. Manche Menschen blieben. Andere gingen. Und manche nutzten genau diese Zeit für ihre eigenen Interessen.

Damals hat mich das tief getroffen.

Gleichzeitig hat genau diese Zeit etwas in mir wieder aktiviert. Es begann mein Weg zurück zu mir selbst.

Diese Geschichte verlief anders, als ihr vielleicht vermutet.

➡️ weiter geht's: Swipe zum zweiten Bild.







Heute weiß ich:
Nicht jeder Verlust ist wirklich ein Verlust.

Manche Abschiede tun zunächst weh. Erst später erkennt man, dass sie Raum geschaffen haben – für Ruhe, Ehrlichkeit, neue Begegnungen und Menschen, die es wirklich gut mit einem meinen.
Manche gingen. Manche blieben. Und manche fanden ihren Weg mit der Zeit wieder zurück. Auch das gehört zu meiner Geschichte. Dafür bin ich heute genauso dankbar.

Nach meinem Unfall musste ich mir mein Vertrauen in meinen Körper, meinen Mut und meine Fitness Schritt für Schritt zurückholen.

Ich habe nicht auf den perfekten Zeitpunkt gewartet.
Ich habe einfach weitergemacht und mit Manchem langsam wieder angefangen.

Mit der Unterstützung meiner Hunde und wunderbarer Menschen, die an mich geglaubt haben, als ich es selbst manchmal kaum konnte. 🫶

Wenn ihr mich heute mit meinen Hunden unterwegs seht, dann seht ihr keinen perfekten Alltag.

Ihr seht einen Menschen, der sich Schritt für Schritt sein Leben zurückgeholt hat.

Deshalb teile ich diese kleinen Momente.

Nicht, weil mein Leben perfekt ist.

Sondern weil ich euch zeigen möchte, dass selbst nach den dunkelsten Zeiten wieder Licht entstehen kann.

Vielleicht steckt ihr selbst gerade in einer Zeit, in der ihr nicht wisst, wie es weitergehen soll.

Dann möchte ich euch eines mitgeben:

Gebt nicht auf.

Vertraut darauf, dass sich Wege verändern dürfen. Dass Verluste nicht immer nur etwas nehmen. Und dass selbst aus den schwersten Zeiten etwas Gutes entstehen kann.

Stormy fehlt mir jeden Tag. 💔
Manches wird mir mein Leben lang fehlen.

Und trotzdem habe ich gelernt, wieder zu lachen, zu genießen und nach vorne zu schauen.

Manchmal wird das Leben nicht wieder so, wie es einmal war.
Manchmal wird genau dieses Anders zu dem Leben, das ihr gebraucht habt.





💬 „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis er dich beißt.“Leider fallen solche Sätze im Hundetraining häufiger, als sie soll...
12/07/2026

💬 „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis er dich beißt.“

Leider fallen solche Sätze im Hundetraining häufiger, als sie sollten. Und genau deshalb sollten wir genauer hinhören.

Ein Satz, der sich einbrennt.

Vor allem dann, wenn er von jemandem kommt, dem man vertraut.

Von einem Hundetrainer.
Von jemandem, dem man fachlich vertraut.
Von jemandem, dessen Worte besonderes Gewicht haben.

Und genau darin liegt die Verantwortung.

Denn solche Aussagen machen nicht nur Angst.
Sie verändern den Blick auf den eigenen Hund.

Aus Unsicherheit wird Misstrauen.
Aus jedem Knurren wird eine Bestätigung.
Aus jedem Fehler ein vermeintlicher Beweis.

Plötzlich trainiert der Mensch nicht mehr mit Zuversicht, sondern mit Angst.

Natürlich gibt es Hunde mit ernst zu nehmenden Warnsignalen.
Natürlich müssen Risiken erkannt, ehrlich eingeordnet und verantwortungsvoll angesprochen werden.

Aber kein verantwortungsvoll arbeitender Hundetrainer wird mit Sicherheit behaupten, zu wissen, wie sich ein Hund in Zukunft verhalten wird.

Verhalten ist keine Kristallkugel.

Hunde entwickeln sich.
Menschen entwickeln sich.
Training verändert Verhalten.
Vertrauen verändert Beziehungen.

Manchmal ist es eben nicht nur eine Frage der Zeit.

Sondern eine Frage der richtigen Unterstützung.

Als Hundetrainer tragen wir Verantwortung – nicht nur für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir sagen.

Denn Worte können Brücken bauen.

Oder sie reißen sie ein.

Verantwortungsbewusste Hundetrainer geben Orientierung.
Sie nehmen Menschen nicht die Hoffnung.

Denn manchmal entscheidet genau das darüber, ob ein Mensch den Mut findet, seinem Hund wieder zu vertrauen.

〰️

Gab es einen Satz, der deinen Blick auf deinen Hund nachhaltig verändert hat?

〰️

Zu alt für kein Hobby...Oder anders gefragt: Wann haben wir eigentlich beschlossen, dass alte Hunde keine Aufgabe mehr b...
08/07/2026

Zu alt für kein Hobby...

Oder anders gefragt: Wann haben wir eigentlich beschlossen, dass alte Hunde keine Aufgabe mehr brauchen?

Irgendwann höre ich diesen Satz fast immer:

„Dafür ist er jetzt zu alt.“

Plötzlich endet das gemeinsame Hobby. Der Hund begleitet seinen Menschen nicht mehr. Seine Aufgaben fallen weg. Sein Alltag wird kleiner.

Natürlich verändern sich Hunde im Alter.

Sie werden langsamer. Sie brauchen mehr Pausen. Manche hören oder sehen schlechter. Die Belastbarkeit nimmt ab.

Aber alt zu werden bedeutet nicht, dass ein Hund keine Freude mehr an seinen Lieblingsbeschäftigungen hat.

Im Gegenteil.

Heute wissen wir, dass individuell angepasste Bewegung und geistige Beschäftigung helfen können, Muskulatur, Beweglichkeit und kognitive Fähigkeiten länger zu erhalten.
Vertraute Aufgaben, Erfolgserlebnisse und soziale Teilhabe tragen außerdem wesentlich zur Lebensqualität älterer Hunde bei.

Nicht Leistung ist das Ziel.

Lebensfreude ist das Ziel.

Und Lebensfreude kennt kein Alter.
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Seit elf Jahren begleitet Tara mich bei meiner Arbeit mit Menschen und Hunden.

Ja, sie arbeitet heute nicht mehr ganze Trainingstage.
Ja, sie braucht mehr Pausen. Ja, sie wird älter.

Aber jedes Mal, wenn sie merkt, dass sie wieder mitkommen darf, sehe ich dieses Leuchten in ihren Augen.

Sie kennt ihren Job. Sie liebt ihren Job. Und sie darf ihn – angepasst an ihre Möglichkeiten – weiterhin leben.
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Ich bin überzeugt, dass wir unseren Hunden manchmal mehr nehmen, als wir ihnen Gutes tun, wenn wir ihnen aus Fürsorge plötzlich Aufgaben entziehen.

Vielleicht ist die wichtigste Frage im Alter deshalb nicht:

„Was kann mein Hund nicht mehr?“

Sondern:

„Was gibt seinem Leben noch immer Freude, Sinn und das Gefühl, dazuzugehören?“

Ich glaube, Hunde altern nicht nur durch die Jahre.

Manchmal altern sie auch, weil wir ihnen nehmen, was ihrem Leben Freude, Aufgabe und Bedeutung gegeben hat.

🐾 Wie ist das bei deinem Senior? Hat er noch eine Lieblingsbeschäftigung, bei der man ihm die Freude sofort ansieht?

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Soest

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