06/06/2026
Bullterrier lieben es zu spielen. ❤️🐾
Wer diese Rasse kennt, weiß: Viele Bullterrier bringen von Natur aus eine große Spielfreude mit. Sie lieben es zu verfolgen, zu packen, festzuhalten, zu zergeln und gemeinsam mit ihrem Menschen in die Interaktion zu gehen. Genau das sollten wir ihnen erfüllen.
Trotzdem erleben wir oft, dass viele Menschen sich vor dem Spielen scheuen..
Die Angst vor Erregung ist groß: „Was, wenn er das Spielzeug nicht mehr hergibt?“, „Was, wenn er zu aufgedreht wird?“ oder „Was, wenn er nur noch ans Jagen denkt?“
Dabei ist nicht das Spielen das Problem – sondern häufig der fehlende Aufbau.
Ein gutes Spiel beginnt ruhig, entwickelt sich langsam, erreicht seinen Höhepunkt und wird anschließend genauso bewusst wieder runtergefahren. Es verläuft in Wellen. Zwischendurch sollte der Hund immer wieder andere Verhaltensweisen zeigen, sich orientieren, loslassen, nachdenken und mit seinem Menschen im Kontakt bleiben. So lernt er nicht nur Erregung aufzubauen, sondern auch wieder abzubauen und das Spiel ruhig zu beenden.
Und noch etwas wird oft vergessen: Das Spiel ist für den Hund da!!!!
Das bedeutet, dass wir nicht entscheiden sollten, wie der Hund zu spielen hat, sondern herausfinden dürfen, was ihm wirklich Freude bereitet. Natürlich mit Regeln die er lernen sollte.
Nicht jeder Bullterrier möchte gleich spielen. Der eine liebt das Verfolgen, der nächste das Zergeln, ein anderer möchte lieber suchen, tragen oder gemeinsam rangeln. Unsere Aufgabe ist es, zuzuschauen, zuzuhören und herauszufinden, was ihm Spaß macht.
Wenn ein Hund ein geworfenes Spielzeug nicht sofort zurückbringt, sondern sich damit hinlegt, darauf herumkaut oder es erst einmal für sich genießt, dann ist das okay. Es ist Information. Der Hund zeigt uns gerade, was ihm gefällt. Statt dagegen anzukämpfen, können wir lernen, damit zu arbeiten, Alternativen anzubieten und das Spiel so zu gestalten, dass beide Seiten Freude daran haben.
Gerade Bullterrier profitieren enorm von gut aufgebautem Spiel. Sie sind intelligent, agil und häufig unglaublich motiviert, mit ihrem Menschen diesbezüglich zusammenzuarbeiten. Richtig eingesetztes Spiel stärkt die Bindung, sorgt für sinnvolle Auslastung, fördert soziale Kompetenzen und schafft gemeinsame Erfolgserlebnisse. Gleichzeitig werden Prozesse im Körper angestoßen, die Wohlbefinden und Zufriedenheit fördern.
Natürlich gehören auch Regeln dazu. Loslassen kann man lernen. Gemeinsames Spielen kann man lernen. Der Umgang mit Erregung kann man lernen. Und das ist gerade bei dieser Rasse auch ein tolles Tool es zu lernen.
Denn am Ende tragen wir die Verantwortung für das Leben unserer Hunde. Für ihre Sicherheit, ihre Bedürfnisse, ihre Entwicklung – und eben auch für ihre Freude.
Und was wäre ein Bullterrier-Leben ohne Spaß? Und unser Leben ohne Freude?
Lg Christin und Bärbel und vielen Dank an Manu und Nala💞