13/06/2026
Wenn ich mir Kuro so ansehe werde ich emotional.
Er verkörpert so viele Faktoren, die den Tierschutz so belastend machen.
Angefangen damit, dass das schiere Notwendigsein dieser Arbeit so frustrierend ist — denn ich sag‘s wie‘s ist: Dieses Leid ist menschengemacht.
Und es ist gar nicht mehr damit getan, dass man überall nach Katzenschutzverordnungen schreit, denn unkastrierte Freigängerkatzen sind schon lange nicht mehr das Kernproblem. Das hat sich verselbstständigt. Die Nachkommen der Nachkommen der Nachkommen dieser unkastrierten Feigängerkatzen, die seit Generationen keine menschliche Fürsorge mehr erfahren haben, sind die, die wir tagtäglich von den Straßen kratzen, weil sie eben nicht — entgegen des leider weit verbreiteten Irrglaubens — alleine zurechtkommen.
Schaut nur diesem einen Kater mal ins Gesicht. Augen, die nur erahnen lassen, wie sehr er gelitten hat. Und er ist kein Einzelfall. Alleine unser Feed verdeutlicht das. Und wir agieren als ein Verein von vielen mitten im wohlhabenden Deutschland.
Was mich direkt zum nächsten Faktor kommen lässt: In Deutschland steht Tierschutz im Grundgesetz. Fundtiere sind als Fundsachen eigentlich die Verantwortung der zuständigen Fundbehörde. Wie das in der praktischen Umsetzung dann oft für die Tiere läuft, kann dieser Fall beispielhaft sehr gut veranschaulichen. Ich sag‘s wie‘s ist: Kuro wäre jetzt tot, wenn wir nicht gesagt hätten, wir nehmen ihn, wir zahlen das. Denn das war der einzige Grund für die Euthanasieanordnung der Gemeinde: Geld. Geld, das eigentlich zu genüge da ist, aber für andere Dinge ausgegeben wird.
Womit wir bei einem weiteren Faktor angekommen sind, einem Dauerbrenner: Uns fehlt Geld. Uns allen. Keiner weiß noch, wie er irgendwas bezahlen soll. Und da stellt sich ganz unweigerlich die Frage, die sich niemand stellen möchte: Wie viel ist ein Leben wert? Retten wir einen oder zehn mit den paar Spenden, die sich heutzutage noch generieren lassen? Qualität oder Quantität? Und damit schließt sich der Kreis und wir stehen wieder am Anfang: Es sind zu viele. Tiere in Not.
Wenn wir nicht langsam wirklich mal systemisch was ändern, wird es für immer dies