Anke Recktenwald BKB Pferd & Mensch in Balance

Anke Recktenwald BKB Pferd & Mensch in Balance Pferdewirtschaftsmeisterin,
FELDENKRAIS & Tellington Lehrerin, TTouch for you Instruktorin

07/09/2026
07/09/2026

Eine natürliche Passage

06/09/2026

„Reiten kann man nicht durch Lesen lernen.“

Wir leben in einer Zeit, in der unglaublich viel über Reiten gesprochen, geschrieben und diskutiert wird.
Über Sitz, Hilfen, Biomechanik, Trainingsmethoden, die richtige innere Haltung und darüber, was richtig oder falsch ist.
Natürlich ist Wissen wertvoll. Ich liebe es, mich mit Zusammenhängen zu beschäftigen und Neues zu lernen.
Aber irgendwann kommt der entscheidende Moment:
Mach es.
Spür, was passiert.
Beobachte dein Pferd.
Filme dich. Schau dir an, was du wirklich tust.
Verändere eine Kleinigkeit.
Lass dich unterrichten – Feedback lenkt unsere Aufmerksamkeit auf das, was wir gerade übersehen.
Verbessere dein Körpergefühl und spüre danach noch einmal – unvoreingenommen.
Denn zwischen einer Theorie und dem, was tatsächlich geschieht, liegt manchmal eine ganze Welt.
Vielleicht sitzt du anders, als du dachtest.
Vielleicht verändert eine kleine Bewegung plötzlich ganz viel im ganzen Pferd.
Vielleicht funktioniert eine Hilfe nicht, weil etwas anderes stört, das du gerade noch gar nicht bemerkst.
Das können wir nicht allein aus Büchern, Videos oder Diskussionen lernen.
Wir müssen ins Experiment gehen.
Nicht alles glauben, was wir lesen. Aber auch nicht alles ablehnen, was wir noch nicht verstehen.
Neugierig sein. Ausprobieren. Fühlen. Beobachten. Lernen.
Für mich ist genau das ein wesentlicher Teil des Reitens:
nicht nur zu wissen, was ich tun soll oder tun möchte, sondern immer besser wahrzunehmen, wie ich es tue und wie das Pferd es umsetzen kann.
Einen Unterschied zu spüren, zu sehen und zu erkennen – das ist für mich der wahre Weg zu lernen.
Und dann können wir uns entscheiden:
Was davon passt für mich und mein Pferd?
Was möchte ich übernehmen?
Und was möchte ich vielleicht ganz anders machen als das, was „die anderen“ sagen?

05/09/2026

Am 18, 19, 20 September fahre ich voraussichtlich noch mal Unterrichtstour
Luxemburg, Eifel, Rheinland, Westerwald
Machst du mit?

Fortsetzung: Wie beginne ich eine ReiteinheitLeichtigkeit für den Pferderücken !Den Trab beginne ich gern im Entlastungs...
04/09/2026

Fortsetzung: Wie beginne ich eine Reiteinheit
Leichtigkeit für den Pferderücken !

Den Trab beginne ich gern im Entlastungssitz. Dafür nehme ich die Zügel etwas mehr auf, damit sie nicht zu stark schwingen. Ich lasse sie aber weiterhin lang – nur eben nicht hingegeben.
Der Entlastungssitz ist eine Sitzposition, bei der der Reiter den Oberkörper leicht nach vorne neigt und das Becken entsprechend nach hinten bringt. Man kann sich sogar vorstellen, man wolle sich hinter den Sattel setzen und dabei gerade so über dem Sattel schweben, damit man wirklich mit dem Schwerpunkt über dem des Pferdes bleibt.

Wie weit man sich nach vorne neigt oder ob man nahezu aufrecht bleibt, hängt sehr stark vom Pferd ab.
Bei einem Pferd mit wenig Rückenbewegung, wie einem Andalusier oder vielen Quarter Horses und Isländern, braucht es gegenüber dem Aussitzen nur eine geringe Veränderung. Reitet man dagegen ein Pferd mit viel Rückenbewegung, das gleichzeitig noch dazu neigt, auf der Vorhand zu laufen, muss man sich oftmals stärker einfalten, um die Bewegung durch den eigenen Körper schwingen zu lassen.
So verhindert man, nach vorne zu fallen und sich mit den Knien festzuhalten. Bleibt man selbst in der Mitte kommt auch schon so manches Pferd von der Vorhand ins Gleichgewicht.

Der Entlastungssitz wurde früher grundsätzlich zum Einreiten junger Pferde, der sogenannten Remonten, empfohlen und heißt deshalb auch Remontesitz.
Doch auch beim Traben über Stangen ist er grundlegend empfehlenswert oder beim Reiten in unwegsamem Gelände, um dem Pferd die Möglichkeit zu geben, seinen Rücken frei zu organisieren.
Und ebenso wie man damit den Rücken eines jungen, noch nicht trainierten Pferdes dazu bringen wollte, sich unter dem Reiter gut zu bewegen, kann man ihn auch bei Reitpferden einsetzen, deren Rückentätigkeit verbessert werden soll.

Außerdem ist es die Sitzart, die am schnellsten zu lernen ist, das Pferd am wenigsten stört und mit der man bereits sehr viel reiten kann – zumindest im Bereich der Grundlektionen.
Wenn Reitanfänger zu mir kommen, lernen sie diesen Sitz zuerst. Meist können sie schon am Ende der ersten Reitstunde damit locker und leicht durch die Bahn traben oder mit mir auf einem Handpferd ins Gelände reiten. Selbst wenn jemand mit 60 oder 70 Jahren zum ersten Mal auf dem Rücken eines Pferdes sitzt, kann das schnell und angenehm gehen – für alle Beteiligten.

Welche Lektion, aus der dt Reitlehre oder dem Westernreiten, reitet ihr am Liebsten.Und Warum?Und welche mögt ihr am Wen...
03/09/2026

Welche Lektion, aus der dt Reitlehre oder dem Westernreiten, reitet ihr am Liebsten.
Und Warum?
Und welche mögt ihr am Wenigsten?

Ich reite supergerne Kurzkehrt, das finde ich sogar beim Kutsche Fahren voll toll, weil es mich einfach fasziniert wie lässig sie das machen, obwohl ich finde das es gar nicht so einfach für sie ist.

Fortsetzung: Wie beginne ich eine ReiteinheitLet's make it easy - den Rücken lösen, Takt erhalten! Im Schritt, noch am h...
02/09/2026

Fortsetzung: Wie beginne ich eine Reiteinheit
Let's make it easy - den Rücken lösen, Takt erhalten!

Im Schritt, noch am hingegebenen Zügel, beginne ich, erste Wendungen zu reiten, um zu spüren, dass mein Pferd und ich eine Einheit sind und wie gut es meinen Wünschen folgen kann.
Dieses Schrittreiten, mit den Vorbereitungen die ich in den vorangegangenen Postings erklärte, ist also nicht nur ein Aufwärmen, sondern ich stelle unsere Grundbalance her und investiere in unsere physische Verbindung, während ich gleichzeitig prüfe, ob wir beide startklar sind, also im Gleichgewicht, verbunden und beweglich.

Dann beginne ich, in einer entlastenden Sitzart zu traben. Zu langes Schrittreiten macht Pferde oft fest im Rücken, der Trab lockert mit seiner diagonalen Bewegung und dem Schwung wieder auf.
Ich schätze den Entlastungssitz, da er meine Balance und Losgelassenheit zugleich prüft und fördert und dem Pferd die Möglichkeit gibt, den Rücken frei und ungestört nach oben zu bewegen. Ich stütze mich dabei allerdings nicht auf, sondern achte darauf zentriert zu bleiben, so dass wir weiterhin unsere Körperschwerpunkte übereinander haben.
Das Leichttraben muss balanciert sein, mit Füßen unterm Becken, sonst fällt man leicht etwas zurück in den Sattel und das taktet das Pferd, im negativen Sinne, d.h. man stört den Takt, wenn man den Sattel nicht nur sanft "küsst". Währe der Sattel ein weich gekochtes EI, sollte er das unbeschadet überstehen.

Zum Abwenden und zum Entlastungssitz folgen weitere Artikel, die ihr auch im Blog meiner Homepage finden könnt.

Foto: 17 jähriger Wallach, der wieder in die Freude beim Reiten und in die Rückentätigkeit finden durfte.

Online-Unterricht – flexibel, individuell und nah dran„Kann man wirklich online lernen, wenn es um Bewegung, Reiten oder...
01/09/2026

Online-Unterricht – flexibel, individuell und nah dran

„Kann man wirklich online lernen, wenn es um Bewegung, Reiten oder die Arbeit mit Pferden geht?“
Ja. Und nach fast 10 Jahren Online-Unterricht kann ich sagen: Es funktioniert erstaunlich gut.
Ob Tellington-Arbeit mit dem Pferd, Reitunterricht oder Feldenkrais & Bones for life – online gibt es viele Möglichkeiten, zwischen Kursen dranzubleiben, Inhalte zu vertiefen, Fragen zu klären und neue Impulse direkt im eigenen Alltag umzusetzen.
Gerade beim Reiten kann ich sehen, wie du dich bewegst, wie du mit deinem Pferd kommunizierst und wo kleine Veränderungen eine große Wirkung haben. Wir können gemeinsam ausprobieren, was sich verändert, und ich kann direkt anleiten und korrigieren.
Auch Feldenkrais/Bones for life lässt sich wunderbar online erleben. Du bist in deiner vertrauten Umgebung und kannst dich ganz auf deine eigene Wahrnehmung und Bewegung konzentrieren. Einfach im Wohnzimmer. Ohne umziehen oder Fahrtzeit
Und natürlich ist auch die Tellington-Methode online sehr gut vermittelbar. Bei der Arbeit mit dem Pferd entfällt der Transport, bei TTouch for You entsteht ein geschützter, persönlicher Raum, in dem TTouches und Körperbänder individuell angeleitet und direkt im eigenen Tempo ausprobiert werden können.
Natürlich fehlt die direkte Berührung. Gerade bei Tellington und auch bei mancher Sitzschulung lege ich gerne mal meine Hände an, um ein Gefühl herzustellen. Ich kann nicht unmittelbar zeigen, wie sich etwas anfühlen sollte. Doch vieles lässt sich durch genaues Erklären, innere Bilder und gemeinsames Üben erstaunlich gut vermitteln.
Und ein großer Vorteil bleibt: Du musst nicht erst irgendwohin fahren.
Kein Pferd transportieren, keine Unterbringung organisieren, keine langen Anfahrten. Wir arbeiten dort, wo du und dein Pferd zu Hause sind – oder du einfach auf deiner Matte liegst.
Die Methode selbst ist keineswegs neu im Online-Bereich: Linda Tellington-Jones arbeitet schon seit vielen Jahrzehnten erfolgreich damit – und auch ich gebe meine Erfahrungen inzwischen seit fast 10 Jahren regelmäßig online weiter.
Wie wertvoll diese Form des Lernens sein kann, zeigen die Rückmeldungen meiner Schüler:
„Seit ich von Dir für mein Miteinander mit meinem Pferdchen lerne, haben sich viele neue Räume für mich und uns eröffnet und unsere Verbindung zueinander wird immer feiner und tiefer.
Mein absolutes Lern-Highlight ist die ‚Denkmütze‘ mit dem Tellington-Körperband. Sie hilft uns stressfrei über Silvester, bei Guggemusik im Fasching, bei tierärztlichen Untersuchungen und bei Hubschrauberlandungen neben unserem Hof.
Ich habe Handlungsmöglichkeiten für die verschiedensten kritischen Situationen und Tools an der Hand, wie ich die gemeinsame Zeit mit meinem aus gesundheitlichen Gründen oft nicht mehr reitbaren Senior bereichern kann.
Ich sehe die Welt mit Dankbarkeit für die kleinen Dinge und mit Achtsamkeit für das, was mein Pferd mir sagen möchte. Die Herzumarmung stärkt mich in vielen Situationen – auch außerhalb der Pferdewelt. Herzlichen Dank dafür!“
Juliane
Und Laura sagt:
„‚Verbindung spüren‘ – ‚Der Klügere gibt nach‘ – ‚Achtsames und respektvolles Miteinander‘ – ‚Zuhören und Hinschauen‘ – das sind nur einige der Dinge, die ich dank der Lektionen lernen durfte.
Unser Miteinander ist so harmonisch und liebevoll geworden – kein Kampf, kein Beweisen von Stärke mehr. Ich konnte alte Denkmuster loslassen und gehe jetzt meinen eigenen Weg.
Auch meine Kinder haben gelernt, was es heißt, mit einem Pferd so umzugehen, dass es für Mensch und Tier eine Bereicherung ist.“
Online-Unterricht kann und soll den direkten Kontakt nicht vollständig ersetzen. Aber er eröffnet Möglichkeiten, die wir früher so nicht hatten.
Flexibel. Persönlich. Individuell.
Und oft erstaunlich nah dran. ❤️

Online-Unterricht mit mir:
🐴 Tellington Methode für Pferde & Menschen
🏇 Reitunterricht
🌿 Feldenkrais / Bones for life

Eine Online Stunde kann über Zoom, Pivo, Facetime, Watts App Videocall oder Ähnliches stattfinden
Wie findest du die Idee?
Möchtest du mehr erfahren, kommentiere mit "Miteinander" und ich schicke dir eine Nachricht.

Balance im Sattel prüfen und verbessern Teil 3Einseitigkeit ausgleichen Teil 2 Wichtig: Bevor du bei dir selbst beginnst...
30/08/2026

Balance im Sattel prüfen und verbessern Teil 3
Einseitigkeit ausgleichen Teil 2

Wichtig: Bevor du bei dir selbst beginnst, Schiefe zu korrigieren, stell sicher, dass dein Sattel mittig liegt. Vorne kannst du das, je nach Pferd, selbst recht gut sehen, indem du schaust, ob der Mähnenkamm genau in die Mitte des Sattels führt oder etwas seitlich. Bei Isländern oder anderen Rassen mit dicken Puschelmähnen ist das manchmal etwas schwieriger, aber auch möglich.
Manchmal rückt man den Sattel gerade und drei Schritte später ist er schon wieder schief. Das kann daran liegen, wie du sitzt. Der Sattel kann aber auch selbst schief sein und natürlich kann auch dein Pferd schief sein.

Am Einfachsten ist es erst mal, den Sattel wieder in die Mitte zu schieben und den eigenen Sitz zu optimieren. Manches Pferd beginnt gerader zu werden, wenn der Reiter darauf achtet, in der Mitte des Pferdes zu sein.
Wenn du immer wieder nach ein paar Schritten merkst, dass der Sattel und du rutschen, dann setz dich ein Stück weit zur andern Seite, neben die Mitte des Sattels.
Also: Wenn dein Sattel nach rechts rutscht, setzt du dich ein wenig weiter nach links. So, dass du zwar nicht in der Mitte des Sattels sitzt, aber mittig über der Wirbelsäule deines Pferdes. Manchmal braucht es nur wenige Minuten und das Pferd ändert die Orientierung um den Brustkorb und der Sattel und du bleiben mittig..

Manche Gangpferde, wie Isländer, haben schon mal besonders gute Fähigkeiten, ihren Brustkorb zu verdrehen und den Reiter nach der einen oder anderen Seite herunterzusetzen, selbst wenn sie gleichmäßig auf ihren vier Beinen stehen.
Bei solchen Pferden hilft das nicht unbedingt, da sie dann einfach zur anderen Seite wechseln. Es ist keine eigentliche Schiefe sondern eine Fähigkeit der Verdrehung, die sie zu beiden Seiten nutzen.
Da ist es dann besser, sich auf ein Geradeaus zu konzentrieren, also weniger in die Korrektur einer Seite zu denken als an ein klares Gerade.
So, als würden die Sitzbeine auf zwei Schienen laufen und auch die Beine des Pferdes. Die Wirbelsäule des Pferdes läuft dann vom Schweif bis zum Kopf genau zwischen diesen Schienen.
Diese deutliche Gerade gibt diesen Pferden die nötige Stabilität, lässt sie eine tragfähige Verbindung zwischen Hinterhand und Vorhand entwickeln und das lässt uns dann auch leichter mittig sitzen.
Korrekte Hufschlagfiguren sind hier auch ein großes Plus für diese Stabilität der Verbindung.
Kurzfristig mal ungeplantesAbwenden oder eine schlingernde Linie verstärken die Unbalancen..
Vorausschauendes Reiten mit überlegten Hilfen und geraden Linien, unterstützt die Balance des Pferdes und deine eigene.

Adresse

FriedhofStr. 31
Marpingen
66646

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Anke Recktenwald BKB Pferd & Mensch in Balance erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Service Kontaktieren

Nachricht an Anke Recktenwald BKB Pferd & Mensch in Balance senden:

Verknüpfungen

Teilen