19/07/2026
Wenn wir an das Einreiten junger Pferde denken, entstehen oft Bilder von buckelnden Pferden, wilden Rodeo-Szenen oder dramatischen ersten Aufstiegen.
Aber was wäre, wenn gutes Anreiten genau das Gegenteil wäre?
Was wäre, wenn das erste Aufsteigen so unspektakulär verläuft, dass Außenstehende kaum bemerken, dass gerade etwas Besonderes passiert?
Genau darüber spreche ich in der neuen Podcastfolge.
Denn mein wichtigstes Learning aus vielen Jahren Jungpferdeausbildung lautet:
👉 Je besser die Vorbereitung, desto ruhiger das Ergebnis.
Bevor ich überhaupt auf ein junges Pferd steige, hat es bereits gelernt:
🐴 sich auszubalancieren
🐴 auf Hilfen zu reagieren
🐴 den Sattel und die Ausrüstung kennenzulernen
🐴 Vertrauen in die gemeinsame Arbeit zu entwickeln
🐴 Lösungen statt Stressreaktionen zu finden
Für mich bedeutet Anreiten nicht, ein Pferd dazu zu bringen, etwas auszuhalten.
Für mich bedeutet es, ein Pferd so vorzubereiten, dass es die neue Aufgabe bewältigen kann.
Und genau das verändert alles.
Denn wenn ein Pferd versteht, was von ihm erwartet wird, wenn es körperlich dazu in der Lage ist und sich dabei sicher fühlt, dann werden viele Dinge plötzlich erstaunlich unspektakulär.
Das erste Aufsteigen.
Das erste Losreiten.
Der erste Trab.
Der erste Galopp.
Nicht, weil das Pferd „funktioniert“.
Sondern weil es vorbereitet wurde.
In der Folge spreche ich außerdem darüber, warum ich die Darstellung von bockenden oder panischen Jungpferden auf Social Media kritisch sehe und weshalb ich glaube, dass wir in der Pferdeausbildung viel häufiger die ruhigen, unscheinbaren Erfolge feiern sollten.
Denn oft sind genau diese Momente die wertvollsten.
🎧 Die neue Podcastfolge ist jetzt online.
https://open.spotify.com/episode/7qxNraDwb2lL53oioP4WTq?si=qe3r7DYeQnyqE36hsi7Ysw
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Wie sah die erste Reiterfahrung deines Pferdes aus – oder wie würdest du sie dir wünschen?