01/11/2023
Ihr kennt das sicher alle: der Welpe, Junghund oder das Pubertier kam ein wenig zu kurz und Dich plagt das schlechte Gewissen.
Vielleicht war die Morgenrunde zu kurz, Überstunden bei der Arbeit oder beim Spaziergang war das Telefonat wichtiger, als Spaß und Spiel?
Ja: Doof. Im Umgang mit Menschen beruhigen wir unser schlechtes Gewissen mit kleinen Ausnahmen. Aber die können wir erklären und steuern.
Unseren Hunden tun wir aber mit Ausnahmen keinen Gefallen. Unabhängig davon, dass unsere Hunde nicht nachtragend sind und wir uns bei ihnen nicht frei“kaufen“ können oder gar müssen, verwirren sie Ausnahmen nur und stellen verlässliche Regeln in Frage.
Es ist kein Liebesbeweis, einem Hund „ausnahmsweise“ zu erlauben, quer über‘s Feld einem Hasen hinterher zu jagen, nur weil er so wenig Bewegung hatte. Für ihn ist stattdessen die sicher geglaubte Regel „Wir jagen keine Hasen“ ad acta gelegt und morgen wird er es wieder tun. Und zwar nicht, weil er ungehorsam ist, sondern weil Du ihm den Rahmen genommen hast, der für ihn galt.
Kriegt er „ausnahmsweise“ die Scheibe Schinken vom Tisch, wird er auch morgen nach ihr fragen, weil Du ihm gesagt hast, dass es sich lohnen kann, zu betteln.
Eine verlässliche Regelstruktur bietet Sicherheit und bildet den Rahmen, an dem sich Dein Hund orientieren kann, um von Dir erwünschte Entscheidungen, ausnahmslos, selbst zu treffen.
Definiere Euren Rahmen so, dass es Dir möglich ist, ihn konsequent einzufordern und ihn Deinem Hund in jeder Situation zu bieten. 💕
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