Zentrum für Tiergesundheit Li-Ho

Zentrum für Tiergesundheit Li-Ho In unserem Zentrum für Tiergesundheit Linkenheim-Hochstetten behandeln wir unsere Patienten auf dem neusten Stand der modernen Tiermedizin und Technik.

Denn unser Ziel ist es, den uns anvertrauten Tieren stets die bestmögliche Behandlung zu bieten. Unsere moderne Ausstattung auf Klinik-Niveau bei Karlsruhe ermöglicht es uns, auch mit komplexen Krankheitsbildern umzugehen. Dabei legen wir großen Wert auf einen stressfreien Aufenthalt für Ihr Tier. Denn eine vertrauensvolle, ehrliche und kompetente Betreuung ist uns wichtig.

10/05/2026

Du kannst nicht sehen, was im OP passiert

– aber du solltest wissen, was dort passieren sollte.

Die eigentliche „Gefahr“ bei einer Kastration ist selten der Schnitt, sondern die Narkose dahinter.

Und da gibt es große Unterschiede, weil es in der Tiermedizin leider immer noch keine verpflichtenden Standards gibt.
Aus meiner Sicht gehören zu einer verantwortungsvollen Narkose mindestens:

• kontinuierliche Überwachung von Atmung, Kreislauf und Sauerstoff
• aktives Wärmemanagement (z.B. Bair Hugger), damit dein Tier nicht auskühlt
• ein venöser Zugang, um im Notfall in Sekunden handeln zu können
• eine überwachte Aufwachphase – nicht „allein in der Transportbox“ und auf keinen Fall zu Hause
• Narkose-geschultes Personal, das Narkosen nicht „nebenbei“ mitlaufen lässt, sondern aktiv im Blick behält

Eine Kastration kann sicher sein – oder sehr günstig.
Beides zusammen ist oft eine Illusion.
Was du als Tierhalter konkret tun kannst:

Frag deine Tierarztpraxis vor einer Narkose zum Beispiel:

– Wie wird mein Tier überwacht?
– Gibt es ein Wärmesystem / eine Wärmematte?
– Bekommt mein Tier einen venösen Zugang?
– Wer überwacht die Narkose und ist dafür speziell geschult?
– Wie läuft die Aufwachphase ab?

Wenn dir niemand diese Fragen verständlich beantworten kann, ist das für mich ein klares Warnsignal.
Narkosesicherheit ist kein „Extra“, sondern Grundlage guter Tiermedizin.

08/05/2026

Zahnschmerzen: Erkennst du sie?

Zahnschmerzen bei Katzen bleiben oft lange unentdeckt.
Viele Katzen haben schwere Zahnerkrankungen, ohne dass Halter es merken.

Typische Probleme sind FORL, Zahnstein, Zahnfleischentzündung und lockere Zähne – aber von außen sieht man häufig nichts.

Wichtige Anzeichen für Zahnschmerzen bei Katzen:
• Katze frisst schlecht, langsamer oder lässt Futter fallen
• Katze frisst nur noch weich oder nur noch auf einer Seite
• Katze putzt sich weniger oder gar nicht mehr richtig
• Katze riecht unangenehm aus dem Maul (Mundgeruch)
• Katze wirkt ruhiger, gereizt oder zieht sich zurück

Diese Symptome werden oft als „alt“, „mäkelig“ oder „Eigenart“ abgetan – dabei steckt dahinter nicht selten eine schmerzhafte Zahnerkrankung. Wenn dir beim Fressen, Putzen oder Verhalten deiner Katze etwas auffällt, lass die Zähne von einem zahnversierten Tierarzt gründlich untersuchen.
Das gilt übrigens auch für Hunde – auch sie zeigen Zahnschmerzen meist sehr unauffällig.

06/05/2026

Entwurmen: Schutz für dein Tier – und für dich
Unerwünschte Mitbewohner im Darm – und nein, die sind nicht harmlos.
Regelmäßiges Entwurmen schützt dein Tier vor:
Durchfall, Erbrechen und Gewichtsverlust
Blutarmut und Mangelzuständen
Organschäden (z. B. Darm, Lunge, Leber)
Belastung des Immunsystems
Ansteckung von Menschen im Haushalt (v. a. Kinder, ältere oder immungeschwächte Personen)
Wichtig: Eine Wurmkur ist keine klassische „Prophylaxe“, sondern immer eine Behandlung.
Viele Tiere infizieren sich immer wieder – oft ohne sichtbare Symptome.

Wie hoch das Risiko für einen Wurmbefall ist, hängt von den Lebensumständen Deines Tieres ab:
• Haltungsform (Wohnung, Freigang, Garten)
• Kontakt zu anderen Tieren (Hundeschule, Pension, Tierheim, Hundeplatz)
• Jagd- und Fressverhalten (Mäuse jagen, Aas oder Kot fressen)
• engem Kontakt zu Risikopersonen (Kinder, ältere Menschen, immungeschwächte Personen)

Je höher dieser sogenannte Infektionsdruck, desto wahrscheinlicher ist ein wiederkehrender Wurmbefall – auch wenn du nie einen Wurm im Kot siehst.
Hausmittel reichen dafür nicht aus. Sie können einen Wurmbefall nicht behandeln.
Die gängigen Präparate werden in der Regel sehr gut vertragen – der Schaden durch einen unbehandelten Wurmbefall ist meist deutlich größer als der mögliche Nachteil einer Wurmkur.

Unsere klare Empfehlung:
Dein Tier regelmäßig entwurmen – in einem Schema, das zu seinem individuellen Risiko passt.

Wie oft ist für dein Tier sinnvoll?
Über den Link kommst du zur ESCCAP-Webseite: https://www.esccap.de/entwurmungstest/
Dort kannst du einen kurzen Test machen und erfährst, welches Entwurmungsschema für deinen Hund oder deine Katze empfohlen wird.

03/05/2026

Diagnostik und Palliativmedizin

Nicht jede Erkrankung können wir heilen.
Trotzdem ist Diagnostik kein „Luxus“, den man sich sparen kann, wenn es ernst wird.
In diesem Fall spricht vieles für einen bösartigen Tumor im Kiefer einer jungen Katze.
Ohne CT und Gewebeprobe wissen wir aber nicht,
wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist,
welche Therapien überhaupt noch sinnvoll sind
und wie wir Schmerzen bestmöglich kontrollieren können.

Diagnostik ist nicht nur dafür da, Heilung zu ermöglichen.
Sie hilft uns auch, ein Tier palliativ so gut wie möglich zu begleiten,
Leid zu erkennen, bevor es von außen sichtbar wird,
und rechtzeitig gute Entscheidungen zu treffen – manchmal auch für ein würdiges Ende.

Ich weiß, dass solche Entscheidungen für Halter extrem schwer sind –
gerade, wenn man zu Hause ein Tier vor sich hat, das frisst, kuschelt und „ganz normal“ wirkt.
Genau hier braucht es Vertrauen in den behandelnden Tierarzt
und ein offenes Gespräch, in dem alle Fragen gestellt werden dürfen.

Nur weil eine Katze frisst, heißt das nicht, dass alles in Ordnung ist.
Katzen können Schmerzen lange verstecken.

01/05/2026

Narkoseeinleitung

Was viele Tierhalter nicht sehen, entscheidet maßgeblich über die Sicherheit einer Narkose. Hinter den Kulissen läuft ein klar strukturierter, eng überwachter Ablauf ab, der weit vor dem ersten Schnitt beginnt. Und genau hier unterscheiden sich Praxen und Kliniken teils deutlich.

Standards, Erfahrung und Teamarbeit beeinflussen das Narkoserisiko unmittelbar.

In diesem Reel zeigen wir die Narkoseeinleitung bei einem Hund. Die Phase, in der aus einer Sedierung eine kontrollierte Vollnarkose wird.

Der Patient ist vorbereitet, ein Venenzugang liegt, die Medikamente lassen sich exakt dosieren. Die Narkose wird schrittweise vertieft, bis Schutzreflexe wie der Schluckreflex gezielt ausgeschaltet sind.

Erst dann ist eine sichere Intubation möglich und der Anschluss an das Narkosegas. Jede Medikamentengabe erfolgt angepasst an das einzelne Tier. Reaktionen werden kontinuierlich beobachtet, Herzfrequenz, Kreislauf, Reflexe. Parallel stabilisiert eine Infusion den Kreislauf, Blutdruckabfälle gleichen wir direkt aus.

Zeigt der Körper eine Veränderung, reagieren wir sofort und kontrolliert. Nichts geschieht automatisch, jede Entscheidung basiert auf Beobachtung und Erfahrung.

Die Narkoseeinleitung ist Teamarbeit. Mehrere Hände, klare Aufgaben, ein gemeinsames Ziel. Maximale Sicherheit für den Patienten.
Genau deshalb lohnt es sich, hinter die Kulissen zu schauen und zu verstehen, wie viel Medizin in diesen wenigen Minuten steckt.

29/04/2026

So viel Motivation sieht man auch nicht alle Tage!

Ohne Umwege direkt auf den Tisch 😄

24/04/2026

Gelbsucht beim Tier wird oft erst erkannt, wenn es „fünf nach zwölf“ ist.

Die gelbe Verfärbung von Schleimhäuten und Augen ist kein Schönheitsfehler, sondern ein deutliches Warnsignal.
Ursachen können u. a. Erkrankungen von Blut, Leber oder Gallenwegen sein. Je früher ein Tier untersucht wird, desto besser sind die Chancen, die Ursache zu finden und zu behandeln.

Achte auf Warnzeichen wie:
– auffällige Müdigkeit und Rückzug
– Futterverweigerung, Gewichtsverlust
– vermehrtes Trinken
– Erbrechen oder Durchfall
– sehr heller oder sehr dunkler Kot
– dunkler Urin
– gelbliche Schleimhäute oder Augen

Bitte nicht abwarten und keine Hausmittel ausprobieren, wenn dir solche Veränderungen auffallen.

22/04/2026

Viele Katzenhalter denken, dass ein Ultraschall zwingend mit starkem Stress verbunden ist.

„Wird meine Katze dafür festgehalten oder sediert?“
Je nach Tier und Situation gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Untersuchung stressärmer zu gestalten:
• weiche Unterlage
• wir versuchen nicht zu fixieren, sondern eher begrenzend und stützend zu arbeiten
• Ablenkung mit Schlecki-Paste
• das Discolicht finden einige wirklich interessant
Wichtig:

Nicht jede Katze lässt das so entspannt über sich ergehen – und das ist völlig normal.

Ziel ist immer, einen guten Kompromiss aus medizinischer Qualität und möglichst wenig Stress für das einzelne Tier zu finden

19/04/2026

Teil 2 – „Sichere Narkose 15+“

Eine Narkose beim alten, kranken Hund wird nicht allein durch das Alter „gefährlich“, sondern durch das Zusammenspiel vieler Faktoren – und genau da setzt moderne Anästhesie an.

Für eine möglichst sichere Narkose bei einem 15+ -Hund mit Herz- und Nierenerkrankung reicht es nicht, „etwas zum Schlafen“ zu geben. Entscheidend sind unter anderem:

• eine gründliche Voranamnese und klinische Untersuchung
• aktuelle Laborwerte (v. a. Nieren, Leber, Elektrolyte)
• Einschätzung des kardiovaskulären Risikos
• ein stabiler Venenzugang für Medikamente und Infusionen
• ein angepasster Flüssigkeits- und Kreislaufplan

Und das alles ist nur die Basis.
Erst durch konsequentes Monitoring (z. B. Blutdruck, EKG, Sauerstoffsättigung, CO₂, Temperatur) und ein Team, das aktiv steuert statt nur zu reagieren, wird aus einer „Narkose“ eine möglichst kontrollierte und überwachbare Anästhesie.

Gerade bei alten und chronisch kranken Patienten ist das Ziel nicht „null Risiko“ – das gibt es nicht –, sondern ein transparentes, minimiertes und gesteuertes Risiko.

So kann eine notwendige Zahnsanierung häufig sicherer sein als das monatelange Aushalten von Schmerzen und Entzündungen.

17/04/2026

Team-Fotoshooting… leichter gesagt als getan

Irgendwer blinzelt immer, schaut weg oder ist einfach nicht ganz im richtigen Moment bereit.

Aber genau das macht es aus: echt, ungefiltert und einfach wir.

Perfekt unperfekt - so sieht unser Team aus 😄

15/04/2026

Bei der Zahnkontrolle brauche ich manchmal keine Worte –
ein bisschen Gebrumme, und mein Team weiß: Der Zahn ist fällig oder nicht.

Ich finde es großartig, dass wir uns so gut verstehen.

Immer noch die charmante Variante vom typischen „Chirurgen-Tourette“ –
das kommt gelegentlich auch mal vor.

Das filmen wir dann aber besser nicht. 😉

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