18/06/2026
Übertreibungen? Warum sie häufig schädlich sind, auch wenn sie spektakulärer sind. Im Sport wird auf spektakuläre und exaltierte Bewegungen fokussiert, auch wenn diese bedeuten, dass die "Natur" des Pferdes nicht mehr respektiert wird. Die Show steht im Vordergrund. Was ist das Schädliche für das Reitpferd?
Der spanische Schritt ist als Beispiel geeignet, um zu zeigen, dass ein besonders hohes gestrecktes Bein für den Körper ungünstig und für die Tragfähigkeit kontraproduktiv ist. Betrachten wir auf dem ersten oberen Bild den Kladruber Saba, die hier eine angemessen hohe Aktion des rechten Vorderbeins zeigt. Er schafft es in dieser Aktion, den Rumpf aus dem Vorberbein hochzudrücken, ohne gleichzeitig ins Hohlkreuz oder in ungünstige Verkrampfungen der Hinterhand zu geraten, die herangeschlossen das Anheben der Schulter unterstützt.
Betrachten wir auf dem zweiten unteren Bild Saba, wie er selbt aus Übereifer das Bein so hoch nimmt, dass er sich verkrampft und den Hals zu weit anhebt und verkürzt, dass er leicht ins Hohlkreuz gerät. Die Hinterhand ist zwar auch herangeschlossen, zeigt aber deutliche Spannung und Überforderung an. Das hilft dem Pferd nicht die lockere Tragfähigkeit weiter zu verbessern. In seinem Fall hat ihn niemend zu dieser Überttreibung genötigt aber mir ist wichtig ihn nicht darin zu bestätigen.
Zusammenfassend gilt, dass eine extrem hohe und unnatürlich forcierte Aktion der Vorhand häufig zu einem Hohlkreuz führt, welches das Heranschließen der Hinterhand verhindert und damit für die Gesunderhaltung des Reitpferdes kontraproduktiv ist.
Mehr in meiner Filmreihe: https://www.sonja-weber-reitkunst.de/filme/
Fotos Sabine Grosser