See Dogs - Alexandra Lutz Hundetraining

See Dogs - Alexandra Lutz Hundetraining Kontaktinformationen, Karte und Wegbeschreibungen, Kontaktformulare, Öffnungszeiten, Dienstleistungen, Bewertungen, Fotos, Videos und Ankündigungen von See Dogs - Alexandra Lutz Hundetraining, Hundetrainer, Gondelsheim.

Mobile Hundeschule, Hundetraining,
Einzeltraining, Gruppentraining, Social Walks, Verhaltensberatung Tierschutzhunde, sensible bzw. ängstliche Hunde, Alltagstraining angelehnt an Hundeführerschein, Erlaubnis §11 Tierschutzgesetz

19/02/2026

In letzter Zeit bemerken wir verstärkt, dass wir bereits ganz tief in genau der "Scheiße" sitzen, die einige Vereine, Tierschützer, Trainer seinerzeit prophezeiten, bzw. erahnten.

Ein nicht unerheblicher Anteil der Hunde erlebt gerade Naivität, Verniedlichung, Selbstüberschätzung, Realitätsverweigerung, Trotz und fragwürdiges Halbwissen bei der Haltung und Anschaffung durch uns als Menschen.

Insbesondere bemerken wir aufgrund der Anzahl der steigenden und dringlichen Abgabeanfragen, dass es immer schlimmer wird. Pro Woche erhalten wir aktuell 10-15 Anrufe mit dem immer gleichen Inhalt. Der Hund muss so schnell wie möglich weg, er hat gebissen, man hat jetzt Angst, oder man ist völlig überfordert. Zu 80% handelt es sich bei unseren Anrufern um Halter von American Bully XL.
Dahinter reiht sich der Cane Corso ein und jüngst auch gelegentlich der Presa Canario. Alles Substitut-Rassen für die in NRW gelisteten Hunde. Die einst "üblichen Verdächtigen" Staff, Pit, Rottweiler, Dogo Argentino etc. werden immer weniger Inhalt unserer Telefonate.

Wir machen diesen Job jetzt seit über 20 Jahren. Wir hatten Hunde von15kg bis 75kg im Heim, wir hatten unfassbar nette und friedliche Hunde und wir hatten auch Hunde, die brandgefährlich waren/sind. Im Laufe der Zeit reden wir von 3.500 bis 4.000 Hunden, die durch uns gehalten, trainiert, eingeschätzt und denen geholfen wurde. Wir durften von und mit Hunden lernen.

Wir sind auch schonmal etwas "flappsig" und nennen unsere Hunde liebevoll die "Pitzi-Kinder". Sie sind uns halt anvertraut und somit ganz wichtige Persönlichkeiten in unserem Alltag. Dennoch würden wir niemals ihre Individualität, Herkunft, Historie Genetik und Epigenetik ausblenden.

Genau das passiert jedoch gerade immer häufiger in diesem Land und insbesondere in Socialmedia. Mit Erschrecken lesen wir täglich Aussagen wie:

- Das böse ist immer am anderen Ende der Leine
- Kein Hund kommt böse auf die Welt
- Das sind doch Nannydogs
- Alles nur Knutschkugeln und Kampfschmuser
- Genetik gibt es nicht, alles Erziehungssache

In Anbetracht dessen, dass immer mehr Menschen durch die von uns durchaus geschätzten Rassen zum Teil schwer und schwerst verletzt werden, sowie der Tatsache, dass stetig mehr Hunde in akuter Not sind, bzw. gar den Tod durch Euthanasie finden, hängen uns diese "Parolen" zum Hals raus.

Wir könnten jetzt zu etlichen Rassen unseren Senf einfließen lassen, jedoch würde das den Rahmen sprengen und außerdem sind unsere Expertisen einfach nicht auf alle Rassen ausgedehnt. Bezug nehmend auf die oben genannten Vertreter jedoch haben wir eine ganz klare Meinung und erkennen erschreckende Tendenzen. Sowohl der Cane Corso, als auch der Presa Canario sind ambitionierte Hunde mit sich ähnelnden Tendenzen im Wesen und sie benötigen ein stabiles, geeignetes Umfeld. Diese Hunde sind ganz sicher nicht für jeden geeignet, insbesondere i.d.R. nicht für Anfänger, Romantiker und "Ego-Rambos".

Besonders kritisch jedoch sehen wir den American Bully XL. Hier wurde in den vergangenen Jahren eine Rasse gehyped, die dem Staffordshire Terrier, oder dem Pitbullterrier ähnlich sieht, jedoch erheblich größer, massiger und schwerer ist, als der AmStaff, oder gar der Pitbull. Aufgrund der hohen Nachfrage durch willige Abnehmer werden diese Hunde immer häufiger "vermehrt" und nicht mehr fundiert und selektiert professionell gezüchtet. In Folge dessen haben wir recht viele Hunde mit äußerst fragwürdiger Genetik und Epigenetik, mit geringerer Reizschwelle und tendenziell erhöhtem Beutefangverhalten auf dem "Markt", welche ungefiltert auf anschaffende Personen stoßen, die sich charakteristisch im zweiten Absatz dieses Postes wiederfinden.

Es ist einfach gefährlich was hier bereits in vollem Gange ist und es ist unfassbar ernüchternd und traurig, dass wir mit großen Schritten auf britische und amerikanische Verhältnisse zusteuern könnten. Fähige Organisationen zur Aufnahme dieser Hunde sind hoffnungslos überfüllt und viele große Tierheime können das gleiche Leid klagen.

Rien ne va plus... Nichts geht mehr! Überlegt euch bitte sehr gut, ob und welche Hunde ihr euch anschafft. Kaum jemand wird euch und euren Hunden zukünftig mehr helfen können, wenn es nicht funktioniert wie erträumt!!!

Die Bilder dienen der Aufmerksamkeit, dennoch sind es Hunde, die aktuell bei uns im Heim sitzen, den erwähnten Rassen angehören und deren Vermittlungschancen aufgrund ihrer Historie und/oder Physis leider recht bescheiden sind.

ROCKY - American Bully, 10 Jahre, 46kg
SIGGI - Cane Corso Mix, 7 Jahre, 64kg
JOHNNY - Presa Canario, 5 Jahre, 55kg

18/02/2026

Brauchen GEBRAUCHSHUNDE tatsächlich spezielle Auslastung oder reicht eine gute soziale Struktur und das reine „Dabeisein“?
Heute Morgen bin ich über einen Post gestolpert, der mich doch ein wenig sprachlos macht.
Wenn Hundetrainer behaupten, Hunde bräuchten keine besondere Auslastung, wenn sie sich am Begriff Gebrauchshund stören oder genetische Anlagen als quasi nicht real darstellen, entsteht ein Bild vom Hund, das mit seiner Realität nur bedingt vereinbar ist.

Der Begriff Gebrauchshund ist kein Modewort, sondern beschreibt Hunde, die über viele Generationen hinweg gezielt für bestimmte Aufgaben selektiert wurden. Hütehunde, Jagdhunde, Schutz- und Diensthunde oder Zughunde tragen Eigenschaften in sich, die nicht zufällig entstanden sind.
Hohe Reizempfänglichkeit, ausgeprägter Arbeitswille, schnelle Erregbarkeit, Ausdauer und spezifische Verhaltenssequenzen wie Hüten, Jagen oder Bewachen.
Diese Anlagen verschwinden nicht dadurch, dass ein Hund heute als Familienhund lebt.
Natürlich ist eine stabile soziale Struktur essenziell. Bindung, klare Kommunikation und emotionale Sicherheit sind die Basis für jedes harmonische Zusammenleben. Doch soziale Stabilität ersetzt nicht automatisch die Befriedigung rassespezifischer Bedürfnisse. Interessant ist, welche Hunde besagte Trainer selber führen und natürlich habe ich deshalb auch ein wenig Verständnis für ihre Aussagen. Denn sie können es sich nicht im Ansatz vorstellen was so ein GEBRAUCHSHUND mitbringt.
Ein Hund kann eng eingebunden sein und dennoch unterfordert sein. Mentale Auslastung, kontrollierte körperliche Arbeit und Aufgaben, die an die genetischen Dispositionen anknüpfen, tragen wesentlich zur inneren Balance bei. Fehlen diese Elemente dauerhaft, zeigen sich nicht selten Übererregung, Frustration, stereotype Verhaltensweisen oder unerwünschte Selbstbeschäftigung.

Wenn zudem die Botschaft verbreitet wird, jeder Hund sei allein durch Nähe und soziale Einbindung glücklich, wird die Anschaffung bestimmter Rassen schnell unterschätzt. Gebrauchshunde werden nach Optik oder Trend gewählt, ohne die Konsequenzen zu bedenken. Treten dann ernsthafte Verhaltensprobleme auf, stehen Halter überfordert da und nicht selten endet dies in der Abgabe des Hundes. Dass gerade leistungsstarke Hunde überproportional häufig in Tierheimen landen, ist kein Zufall, sondern oft das Ergebnis fehlender Auseinandersetzung mit ihren spezifischen Bedürfnissen.

Das bedeutet nicht, dass jeder Hund aus einer Arbeitslinie täglich Hochleistungssport betreiben muss. Individuen unterscheiden sich, und es gibt durchaus Hunde, die mit moderater, aber sinnvoller Beschäftigung zufrieden sind. Entscheidend ist jedoch die Anerkennung, dass genetische Dispositionen real sind und Verhalten beeinflussen. Sie vollständig zu ignorieren oder als irrelevant darzustellen, wird weder dem Hund noch dem Halter gerecht.

Gebrauchshunde sind keine Problemhunde. Sie sind spezialisierte Hunde mit Eigenschaften, die ursprünglich gewollt und gefördert wurden. Wer diese Anlagen versteht und in angemessener Form berücksichtigt, schafft die Grundlage für ein stabiles Zusammenleben. Werden sie hingegen ignoriert, braucht man sich über die aktuellen Entwicklungen zunehmende Überforderung, wachsende Problemfälle und steigende Abgabezahlen nicht zu wundern.
Natürlich findet es viel Zustimmung, wenn man so etwas schreibt denn wie unkompliziert erscheint Hundehaltung plötzlich, wenn angeblich jeder Hund, unabhängig von Rasse, Linie oder Veranlagung, allein durch Nähe und eine gute soziale Struktur zufrieden ist. Dann spielt es scheinbar keine Rolle mehr, welchen Hund man sich anschafft. Alles wirkt einfach, niederschwellig und für jeden machbar.

Doch sich mit genau diesem einen Hund wirklich auseinanderzusetzen, ihn seiner Veranlagung entsprechend zu arbeiten, seine Anlagen zu erkennen, zu fordern und gezielt zu fördern, um ihm echte innere Zufriedenheit zu ermöglichen das setzt Wissen, Erfahrung und Können voraus und zwar nicht nur beim Hundehalter, sondern ebenso beim Trainer. Es erfordert Fachkenntnis über Rassemerkmale, Belastbarkeit, Erregungslagen und sinnvolle Auslastungsformen. Es bedeutet, genauer hinzusehen, differenziert zu denken und Verantwortung zu übernehmen.
Wenn man selbst noch nie mit einem echten Gebrauchshund gelebt oder gearbeitet hat, ist vieles davon schwer greifbar. Das ist nachvollziehbar. Bestimmte Dynamiken, Intensitäten und Bedürfnisse erschließen sich oft erst in der praktischen Erfahrung. Doch gerade deshalb sollte man vorsichtig sein, pauschale Botschaften in die Welt zu setzen, die genetische Anlagen relativieren oder negieren. Solche Aussagen können verheerende Auswirkungen haben, weil sie Erwartungen formen und Entscheidungen beeinflussen.

Wer zweifelt oder es nicht glauben kann, darf gerne den direkten Austausch mit mir suchen und erleben, was ein wirklicher Gebrauchshund ist und was ihn ausmacht. Vielleicht erweitert genau diese Erfahrung die Perspektive auf diese besonderen Hunde und führt zu mehr Differenzierung, Respekt und Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit ihnen.

14/02/2026
Herzlich willkommen im Februar 🍀
01/02/2026

Herzlich willkommen im Februar 🍀

Ich wünsche Euch allen von Herzen ein wunderschönes neues Jahr und ich hoffe, dass Eure Fellschätzchen die Silvesternach...
01/01/2026

Ich wünsche Euch allen von Herzen ein wunderschönes neues Jahr und ich hoffe, dass Eure Fellschätzchen die Silvesternacht gut überstanden haben. 🍀

Warum tragen meine Hunde Mäntelchen? Modischer Schnickschnack?  Die haben doch Fell? Sie haben Fell ABER: beide sind Sen...
29/12/2025

Warum tragen meine Hunde Mäntelchen? Modischer Schnickschnack? Die haben doch Fell? Sie haben Fell ABER: beide sind Seniorinnen, Lilly hat eine chronische Nierenerkrankung: Kälte würde schaden = warm halten!!! Lotte ist schon 12 und wie bei uns werden die Knochen im Alter steifer = wir halten die Wirbelsäule warm und die Knochen geschmeidiger!!!

In der Ruhe liegt die Kraft - und da ist sehr viel dran - genießt es. Eure Alexandra (www.see-dogs.de)
23/12/2025

In der Ruhe liegt die Kraft - und da ist sehr viel dran - genießt es. Eure Alexandra (www.see-dogs.de)

Gut kann man Leckerli auch in die übrig bleibenden Papprollen von WC-Papier oder Küchenrolle verpacken - wichtig: Dein H...
22/12/2025

Gut kann man Leckerli auch in die übrig bleibenden Papprollen von WC-Papier oder Küchenrolle verpacken - wichtig: Dein Hund frisst kein Verpackungsmaterial. Viel Spaß Eure Alexandra (www.see-dogs.de)

Das würde ich mit Vorsicht genießen - bitte immer in dem Abstand arbeiten, bei dem es dem Hund gut geht. Die meisten Hun...
21/12/2025

Das würde ich mit Vorsicht genießen - bitte immer in dem Abstand arbeiten, bei dem es dem Hund gut geht. Die meisten Hunde zeigen bei vollen Weihnachtsmärkten / im Getümmel deutliche Stresssymptome - an Reize gewöhnen sehr gerne aber je nach Hund wirklich lieber Zuhause lassen und achtsam üben! Eure Alexandra (www.see-dogs.de)

Das ist eine sehr gute Beschäftigung bei "Sauwetter" - kann auch toll ausgebaut werden. Viel Spaß Eure Alexandra (www.se...
20/12/2025

Das ist eine sehr gute Beschäftigung bei "Sauwetter" - kann auch toll ausgebaut werden. Viel Spaß Eure Alexandra (www.see-dogs.de)

Und es macht den Hunden so viel Spaß...Eure Alexandra (www.see-dogs.de)
19/12/2025

Und es macht den Hunden so viel Spaß...Eure Alexandra (www.see-dogs.de)

Ohhhh - schwere Impulskontrolle für verfressene Hunde aber die Belohnung naht ;o) - Eure Alexandra (www.see-dogs.de)
18/12/2025

Ohhhh - schwere Impulskontrolle für verfressene Hunde aber die Belohnung naht ;o) - Eure Alexandra (www.see-dogs.de)

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