16/03/2026
"Ich muss doch vermeiden, dass mein Hund im ersten Jahr schlechte Erfahrungen macht"
Schwierige These.
Sicherlich sollte dein Hund im Idealfall keine traumatisierenden Erlebnisse machen. Also solche, die seine Psyche nachhaltig stören.
Aber nicht jede "schlechte Erfahrung" führt zu einer nachhaltigen Störung.
Im Gegenteil. Manche können sogar hilfreich und wichtig sein, damit dein Junghund/Welpe sich sozial kompetent oder auch umweltkompetent entwickeln kann.
Zu einer gesunden Entwicklung gehört nuneinmal "hinzufallen und wieder aufzustehen". Wer keine Grenzen, keinen Rahmen erfährt, an dem er sich stoßen kann, wird grenzenlos und ignorant gegenüber den Bedürfnissen des anderen.
Euer Hund muss erfahren dürfen, daß man z.B. aus dem Weg geht, wenn ein anderer Hund angerannt kommt. Genauso muss er erfahren dürfen, dass es ungemütlich werden kann, wenn man einen anderen Hund überrennt.
Er muss lernen, dass menschliche Füße da stehen, wo sie stehen und nicht ausweichen. Es weh tut, wenn man in sie hinein rennt. Ihr mögt immer brav ausweichen, aber nicht jeder Passant wird zur Seite springen, wenn euer Hund seinen Weg entlang "pflügt". ...Die orthopädische Unfallchirugie freut sich über jeden Hundebesitzer, der seinen armen Welpen nicht traumatisieren wollte und immer ausgewichen ist, damit der arme Zwerg sich ja nicht weh tut.
Vorsicht, Ironie!
Kurz und ernst gesagt:
Es kann im Leben wichtig sein, gewisse Erfahrungen zu machen. Frühzeitig.
Und...
in der richtigen Form.