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Tierheilpraxis Freiburg

Tierheilpraxis Freiburg natürlich Tiere heilen mit: Homöopathie (akute & chronische Erkrankungen, Angst & Aggressionsverhalten), Stress- und Traumalösung,.... Hausbesuche, Akupunktur

Fühlen Sie sich auch manchmal so gehetzt ??Werden schnelle Entscheidungen von Ihnen erwartet? Oder Antworten? Sofort?! G...
19/04/2022

Fühlen Sie sich auch manchmal so gehetzt ??

Werden schnelle Entscheidungen von Ihnen erwartet? Oder Antworten? Sofort?! Gleich?! Hauptsache schnell ?!

Manchmal sind es ganz subtile, einfache Fragen, die mich echt aus der Fassung bringen können. So geschehen bei einem Besuch zusammen mit einer Freundin in einem superschönen Möbelhaus. Dort gab es eine Ausstellung über Elefanten. Sehr große Elefanten aus Porzellan und jeder war von einem Künstler anders gestaltet worden. Witzig, sehenswert und richtig gut. Beim Verlassen des Möbelhauses hatte man die Möglichkeit, einen solchen Porzellanelefanten in Kleinformat komplett mit einer Farbpalette zu erwerben und sich an einem Wettbewerb zu beteiligen.

Meine Freundin war sofort begeistert und fragte mich: willst Du auch einen? Und ich stand da und antwortete – nicht. Einerseits habe ich Spaß am gestalten und malen und hatte auch gleich ein Bild vor Augen, andrerseits fragte ich mich: brauch ich noch was, das nachher irgendwo rumsteht. Und könnte ich das Geld nicht besser für den Tierschutz spenden? Eigentlich eine einfache Frage, die ich leicht hätte mit ja oder nein beantworten können. Aber nicht zwischen Tür und Angel und unter Zeitdruck. Und das ist genau das Thema, das mich umtreibt. Immer drängt die Zeit. Ich muss noch schnell…. Ich sollte noch…Und so geht das auch vielfach mit unseren Tieren: ein neuer Hund kommt ins Haus. Hat schon eine Vergangenheit. Selbst wenn er ‚nur‘ aus einem scheinbar intakten Haushalt kommt und nicht aus übelster Tierhaltung, kann da schon einiges passiert sein.
Und wenn er älter ist und aus dem Tierschutz oder vorher bei einem anderen Menschen gelebt hat, der ihn nun nicht mehr behalten kann: es gibt immer eine Vorgeschichte. Und wir können nie wirklich beurteilen, ob die gut oder schlecht war.

Im besten (?) Fall hat sich der neue Tierhalter 2 Wochen Ferien genommen und kümmert sich in der Eingewöhnungszeit. Aber dann, wenn die Arbeit wieder ruft und der Alltag einkehrt, dann muss der ‚Neue‘ funktionieren.

Anzeigen, wenn er pinkeln muss, nicht bellen wenn es klingelt (aber ein Einbrecher sollte dann schon angezeigt werden), bei Fuß gehen beim Gassigang und natürlich nicht an der Leine ziehen. Sozial mit anderen Tieren und Menschen sein, freundlich und höflich. Schmusig, wenn Bedarf bei seinen Menschen besteht und ruhig in seinem Körbchen liegen, wenn nicht.

Und dann merken die Menschen plötzlich: dieses klappt noch nicht und jenes auch noch nicht. Und das, obwohl der Hund doch schon seit 2 Wochen da ist und wahrhaftig genügend Zeit hatte, sich anzupassen.

Und die neue Katze aus dem Tierheim? Sitzt auch nach 8 Tagen noch immer verschreckt unter dem Küchenschrank und wenn man ihr zu nahe kommt, verkriecht sie sich noch weiter oder faucht und schlägt mit der Tatze nach der wohlmeinenden Menschenhand. Warum tut sie das denn ? Sie hat es doch so gut hier. Eigentlich ja schon ein bisschen undankbar für so ein gerettetes Tier.

Vorgeschichte? Keine Ahnung! Hat niemand was genaues darüber erzählt. Vielleicht geschlagen oder getreten. Allein irgendwo zurückgelassen oder ausgesetzt. Oder all das nicht sondern vom Vorbesitzer heiß geliebt und behütet? Na dann braucht sie doch jetzt nicht so dumm rumzicken. Und könnte sich auch mal zeigen. Von ihrer besten Seite natürlich.

Die neue Stute ist auch nicht wirklich kooperativ. Schon seit 2 Wochen im Stall buckelt sie den neuen ‚Besitzer‘ immer wieder mal ab. Einfach so. Oder droht beim Striegeln. Gibt keinen Grund. Da müssen wir aber mal energisch dran gehen, das geht so aber nicht.So ist das häufig: wir sehen etwas von außen und bilden uns ein Urteil. Schnell und ohne Nachdenken und ohne Hinterfragen.

Was eigentlich, wenn der neue Welpe nun doch noch nie Auto gefahren ist oder noch nie alleine gelassen wurde? Ist es nicht ganz einfach denkbar, dass er seine Geschwister und seine Mama vermisst. Seine gewohnte Umgebung? Und jetzt nix kann und scheinbar nie etwas gelernt hat? Und auch nicht versteht, warum er alleine in einer Box oder seinem Korb schlafen und bleiben soll? Kein kuscheliges Neben- und Miteinander und Kontaktliegen mehr? Und der nicht begreift, warum er getadelt wird, wenn er fiept?

Und dann seine neuen Menschen gerade kennengelernt hat, sie 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche um ihn herum und für ihn da sind. Und dann: zack, sind alle plötzlich stundenlang weg und lassen den kleinen Welpen oder den erwachsenen neuen Hund alleine zurück. Er kann nicht wissen, dass die Ferien nun vorbei sind und alle wieder zum Arbeiten oder in die Schule müssen. Ist es nicht logisch, dass da Verlustängste hoch kommen? Dass sich dieser Hund alleine fühlt und die Welt nicht versteht, weil sich schon zum zweiten Mal innerhalb von 2-3 Wochen in seinem Hundeleben alles völlig verändert hat?

Was eigentlich, wenn die neue Katze ihr ganzes Leben mit einem von ihr sehr geliebten Menschen verbracht hat und auch von diesem Menschen über alles geliebt wurde. Wenn genau dieser Mensch dann plötzlich krank wurde oder dement. Und seine Katze nicht mehr versorgen konnte. Und diese Katze gar nicht versteht, warum sie plötzlich nicht mehr regelmäßig ihr Futter und Wasser, ihre Streicheleinheiten und Zuspruch bekommt? Was wenn dieser geliebte Mensch dann in ein Pflegeheim muss und niemand Zeit und Lust hat, sich um die inzwischen recht betagte Katze zu kümmern? Und diese in das Tierheim kommt, raus aus ihrer gewohnten Umgebung, weg von ihrer Bezugsperson. Mit anderen Katzen zusammen in einem Raum leben muss, mit fremden Gerüchen, Geräuschen und dauernd irgendwelche Fremden sie aufschrecken?

Und dann kommt tatsächlich jemand, der genau diese Katze mit nach Hause nimmt. Wieder eine neue Umgebung, wieder neue Geräusche und Gerüche. Ist es da nicht völlig normal und nachvollziehbar, dass sich die Katze erst einmal versteckt, versucht sich zu orientieren und wenn ihr jemand – auch in bester Absicht – zu nahe kommt, die Pfote hebt und faucht um sich gegen die vermeintliche Gefahr zu verteidigen?

Was eigentlich, wenn die neue Stute erst vor kurzem schon einmal ‚ihren‘ Menschen verloren hat? Wenn sie ihre Stutenfreundin oder den Wallachfreund aus dem alten Stall vermisst, wenn sie in der neuen Herde nicht zurecht kommt? Was, wenn sie sich beim Transport in den neuen Stall verletzt hat? Was wenn sie von einem anderen Pferd getreten wurde und nun eine Prellung davongetragen hat? Was, wenn Sie ganz einfach Schmerzen hat, aus welchen Gründen auch immer? Und sich unwohl fühlt, mit dem neuen Menschen an ihrer Seite, der vielleicht viel zu schnell viel zu hohe Ansprüche stellt, die sie nicht erfüllen kann?

Und da sind wir wieder beim Thema: alles muss schnell gehen, wir geben uns und unseren Tieren meistens nicht die Zeit, die wir alle dringend bräuchten.

Wir werden gefordert und fühlen uns unter Druck gesetzt von unserem Umfeld, unseren Vorgesetzten, von all denen, die sowieso viel besser wissen, wie man mit unserem Hund, unserer Katze oder unserem Pferd umgehen müsste.

Und dann kommt ja noch das ‚normale‘ Leben dazu, alles was um uns herum geschieht, uns scheinbar nicht unmittelbar betrifft aber eben doch belastet. Nach über 2 Jahren Leben in einer Pandemie sind die Nerven bei vielen dünner geworden. Nachdem ein skrupelloser russischer Diktator, Kriegsverbrecher und Mörder einen Krieg vom Zaun gebrochen hat, der Menschen und Tieren unfassbares Leid zufügt – nicht irgendwo weit weg, sondern quasi hier bei uns um die Ecke – nachdem uns gefühlt ständig nur noch negative Nachrichten erreichen, fällt es schwer, die guten Dinge nicht zu übersehen, Positives noch wahrzunehmen.trotz alledem wünsche ich uns, dass wir die Augen offen halten, für das, was schön ist und lebenswert. Und sich zu besinnen und hinter die Kulissen zu schauen, herauszufinden, was wirklich ist. Uns nicht von Ungeduld und Hass und Wut anstecken zu lassen und nicht zu vergessen, was Wertvoll ist in unserem Leben.

Und da gibt es noch immer so unfassbar vieles. Tiere gehören dazu. Und das Wort ‚gehören‘ bedeutet eben auch genau dies: Die Tiere wollen gehört werden, der kleine Welpe genauso wie die alte Katzendame und die neue Stute – und alle ihre Artgenossen. Dafür sollten wir uns Zeit nehmen, denn das haben sie sich so verdient. Gerade jetzt, gerade heute! Und das Schönste dran? Sie geben uns das alles zurück. Lebensfreude, Liebe, Glück und das alles, ohne dass wir die besten, schönsten, tollsten Menschen der Welt für sie sind. Was für ein Geschenk! Da kann man schon mal von Herzen Danke sagen, oder?

Und das ganz in Ruhe!

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Bemerkungen

Wissenswertes über Fische: Schmerzempfinden, Emotionen, Leben. Ein langer Film, etwas anstrengend aber super interessant und gibt einen ganz neuen Eindruck von Lebewesen unter Wasser...absolut sehenswert
Hallo Irene macht echt Spaß deine Beiträge zu lesen! Du gehst wieder nach Schwedisch Lappland viel Spaß dabei, würde am liebsten mit kommen, wie du schreibst, man hat echt das Gefühl mit dabei zu sein auch mit der Zeit und dem ganzen Weg.... sehr ergreifend, ich weiss wie es ist!!... Ich freue mich auf mehr! Liebe Grüße Ulrike