05/01/2026
„Positive oder negative Strafe“ klingt erstmal technisch.
Aber für deinen Hund fühlt sich beides gleich an: unangenehm.
In der Lerntheorie bedeutet Strafe nicht „böse gemeint“, sondern ganz nüchtern:
Entweder wird etwas Unangenehmes hinzugefügt oder etwas Angenehmes weggenommen.
Leinenruck, Anschreien, Ignorieren, Wegdrehen, Liebesentzug – für uns Menschen sind das unterschiedliche Werkzeuge. Für den Hund ist die Botschaft immer dieselbe:
„Das war falsch.“
Das Problem dabei: Dein Hund lernt dadurch nicht, was er stattdessen tun soll.
Er lernt nur, dass die Situation unsicher ist.
Und genau hier entsteht Reaktivität, Stress und Meideverhalten.
Nicht, weil der Hund „nicht hören will“, sondern weil ihm Orientierung fehlt.
Hunde lernen nicht besser, nur weil sie sich schlechter fühlen.
Was sie brauchen, ist Klarheit.
Eine echte Alternative.
Ein Verhalten, das sich lohnt und Sicherheit gibt.
Wenn ein Hund sitzt, schaut, wartet oder sich an dir orientiert,
weil er gelernt hat, dass genau dieses Verhalten Erfolg bringt,
entsteht etwas völlig anderes als durch Strafe:
Vertrauen. Kooperation. Beziehung.
Nicht aus Angst, etwas falsch zu machen –
sondern aus Motivation, etwas richtig zu machen.
Training darf fordern.
Training darf Grenzen haben.
Aber gutes Training gibt dem Hund Handlungsfähigkeit
statt ihn in Unsicherheit zu lassen.
Wenn du verstehen willst, wie fairer, strukturierter und nachhaltiger Aufbau wirklich aussieht,
schau dich auf meinem Profil um.
Hier geht es nicht um gut oder böse –
sondern um Verständlichkeit, Verantwortung und echte Veränderung.