Jil Seelbach- Hundetraining und Verhaltenstherapie für Hunde

Jil Seelbach- Hundetraining und Verhaltenstherapie für Hunde Hundetrainerin, Hundeverhaltenstherapeutin und Fachtrainerin für ängstliche Hunde.

26/11/2024

Immer was Neues… technische Katastrophe und wupp ist mein Zugang plötzlich weg bzw. sehr eingeschränkt. Es tut mir leid!

Facebook reagiert nicht, um das rückgängig machen zu können. Habe alles versucht. Und geschüttelt wie eine blöde (eine der sparsamen Optionen Fehler, zu melden). Laut Verbraucherschutz könnte da nur ein Fachanwalt für Medien helfen.

Also neue Seite.
Die ganze Arbeit von vorne 😔

Daher das ist meine (neue) Seite: https://www.facebook.com/share/19wyueUgQm/?mibextid=LQQJ4d

Ich hoffe das ich diese dann irgendwie deaktivieren kann, um nicht zu verwirren.

Ich freue mich wenn ihr mir auch da folgt, ich hoffe es ist ein letzter Umzug!

Ich werde schnell möglichst, die Silvester Thematik wieder aufnehmen.

Danke für eure Unterstützung.

Hundetraining
Verhaltenstherapie
Fachtrainerin für Hunde mit Angstverhalten
Zertifizierte Fear Free® Trainerin

Muthund statt Angsthund:
https://www.facebook.com/share/g/1AFTk2CPsS/?mibextid=wwXIfr


https://www.jilseelbach.de/impressum

22/11/2024

Ich habe leider gerade keinen Zugriff auf Facebook.
Liest sich merkwürdig, denn ich poste ja jetzt was. Das tue ich aber über meine Homepage, die ich zum Glück schon verknüpft habe.
Das ist leider funktional arg eingeschränkt, Facebook kontaktieren zu können offensichtlich unmöglich im Hilfebreich keine Hilfe gefunden und im schlimmsten Fall muss ich mir ein neues Profil mit einer Seite machen 😓

Vielleicht baue ich solange die Communityfunktionen auf meiner Homepage weiter aus. Ich möchte in Interaktion mit denen, die an meinem Content interessiert sind sein. Das fehlt mir in den sozialen Medien, wo überwiegend nur konsumiert wird, sehr oft. Jeder der Content betreibt weiß, wie aufwendig das ist und da wäre Austausch dazu einfach fantastisch 🤩

Daher komme gerne in meinen Mitgliederbereich. Sei mit gespannt, was wir da aufbauen werden.
Das ist natürlich kostenlos.
Die Anmeldung und Nutzung.
www.jilseelbach.de

Ggf. bin ich hier dann aktuell etwas stiller und entschuldige die Umstände.

PS: in der Gruppe geht derzeit auch die Reihe zur Silvester Thematik weiter 🧨

21/11/2024

Neuer Blog Beitrag 🤩

Ich habe mich sehr oft sehr alleine gefühlt, mit dem für mich unerwarteten Angstverhalten meiner Mika, sondern kenne das nur zu gut, dass man sich selber fragt "mache ich etwas falsch" oder Vorwürfe und Schuldzuweisungen eben durch Dritte erfährt.Ob hundehaltende Menschen oder nicht, alle wissen...

Geschneite Grüße von Mika ❤️❄️❤️(iPhone oben liegen gelassen, daher ein Bild aus dem letzten Jahr). Schneit es bei euch ...
20/11/2024

Geschneite Grüße von Mika ❤️❄️❤️
(iPhone oben liegen gelassen, daher ein Bild aus dem letzten Jahr).

Schneit es bei euch auch?
Egal, zeigt uns so oder so euer Schneebild 🥰

In der Thematik Angstbewältigung, dürfte einem selbst schon die Begrifflichkeit und Empfehlung „Desensibilisierung" bege...
20/11/2024

In der Thematik Angstbewältigung, dürfte einem selbst schon die Begrifflichkeit und Empfehlung „Desensibilisierung" begegnet sein.

Wenn wir das auf die Geräusche beziehen, ist häufig die Empfehlung, eine Geräusche CD oder Plattformen zu nutzen, wo diese Geräusche abgespielt werden können.

Noch viel häufiger im Zusammenhang mit dem Desensibilisieren begegnet einem dann aber die Aussage „schon probiert.
Hilft nicht, mein Hund reagiert da nicht drauf und hat keine Angst".
Das (ängstlich) reagieren ist jedoch nicht Sinn der Desensibilisierung.
Ich möchte keine (ängstliche) Reaktion, vor allem keine Angstreaktion, sondern das Gegenteil davon.
Bei der Desensibilisierung ist außerdem wichtig, dass es nicht um die Wucht geht. Bitte nicht laut und furchteinflößend sondern um das kleinschrittige Annähern an den angstauslösenden Reiz und an die Verknüpfung "Oh das kommt mir aber bekannt vor".

Wie alles spielt aber die Desensibilisierung keinen Solo-Akt, sondern gehört zu einem Netzwerk an therapeutischen Schritten, es gibt da noch viel mehr zu ergänzen damit das Desensibilisieren auch nachhaltigen Erfolg hat.
Verschiedene Teile kommen zusammen und das eine beeinflusst das andere.

Kontaktiere mich gerne, wenn du Unterstützung bei der Bewältigung von Angstverhalten bei deinem Hund benötigst.
Lasse dich auf meine derzeitige Warteliste setzen.

Ich freue mich wenn du meine Beiträge likest, kommentierst und teilst 🥰

Viele Hunde werden durch Erlebnisse, mit Silvesterböllern oder anderen Knall ähnlichen Situationen traumatisiert. Sehr h...
19/11/2024

Viele Hunde werden durch Erlebnisse, mit Silvesterböllern oder anderen Knall ähnlichen Situationen traumatisiert.
Sehr häufig passiert das gar nicht mal Silvester oder Neujahr, sondern bis zu Wochen vor oder bis zu Wochen nach Silvester.
Das Trauma lässt sich auch sehen: Hund hechelt, zittert, zeigt Meidung und leidet über Stunden, Tage und ggf. Wochen.

Und was dann sehr häufig passiert ist: nichts.

Hunde, die über ein solches Erlebnis traumatisiert werden, sollten schnell möglichst einem Tierarzt bzw. besser noch der Verhaltensmedizin (Tierärzte spezialisiert auf Verhalten) vorgestellt werden.
Wenn sich ein Hund beim Spaziergang körperlich verletzt, würden wir unsere Hunde tierärztlich versorgen lassen. Bei seelischen Verletzungen- ein solches Erlebnis ist eine seelische Verletzung, denken wir leider gar nicht an eine tiermedizinische Versorgung.
Das wäre aber eben wichtig.
Wichtig, damit sich der Organismus erholen kann.
Wichtig ist, je nach Erlebnis und Symptomen ggf. Medikamente zu verabreichen, die dieses Trauma nicht im Gehirn abspeichern und eben keinen im schlimmsten Fall lebenslangen Schaden für den Hund verursachen.

Leider werden diese "es hat geknallt und was jetzt" Szenarien nirgendwo ausreichend thematisiert, es wird dadurch leider viel zu lange abgewartet bzw. eben nichts getan.
Daher meine Empfehlung: habt wie auch eine Tierklinik, den tierärztlichen Notdienst, Giftzentrale usw. einen AnsprechpartnerIn bereit, wo sich das tiermedizinische Personal mit Ängsten auskennt.
Das ist eben keine Selbstverständlichkeit. Nicht jede Tierarztpraxis verfügt da über ausreichende Kenntnisstände im Bereich Emotionen und Verhalten.
Bei Sätzen wie "das ist halb so schlimm", "versteht/gewöhnt der Hund sich schon noch dran", „darauf zu reagieren verstärkt die Angst“, kann dann wahrscheinlich davon ausgegangen werden, dass kein geeignetes Fachwissen in der Thematik Angst vorliegt.
Fragt eure Tierarztpraxis wie und womit sie behandeln würden, wenn ein solches Szenario passiert.
Wendet euch an Menschen die sich auf Angstverhalten bei Hunden spezialisiert haben.

Jeder Hund kann jederzeit durch ein traumatisches Erlebnis Angstverhalten entwickeln.

Das ist im Übrigen uns persönlich genau so passiert, ich habe da damals selber nicht darüber nachgedacht.
Es gar nicht gewusst, damit zur Tierarztpraxis gehen zu können.
Unsere damalige Trainerin, (spezialisiert auf Verhalten) offensichtlich auch nicht.
Mika hätte nach diesen Erlebnissen tiermedizinische Versorgung erhalten „müssen“.
Heute weiß ich es und kann heute nur Mika in ihrer Angstbewältigung unterstützen und Aufklären in dieser Thematik.

Hello! Vielleicht kann mir jemand helfen? Ich suche einen kleinen Schnüffelteppich o.ä. In ca. ausgestreckter Handgröße,...
18/11/2024

Hello!
Vielleicht kann mir jemand helfen?
Ich suche einen kleinen Schnüffelteppich o.ä.
In ca. ausgestreckter Handgröße, so das er in z.B. eine Jackentasche/Futtertasche o.ä. passt.

Hat wer schon mal einen in so klein gesehen? Kennt jemand, jemanden der sowas anfertigt?

Bitte Links, keine Bildschirmfotos.
Kontakte die Auftragsarbeiten in dem Bereich annehmen.

Daaaanke!

Wir wünschen gute Nacht ❤️

Schon mal ganz gerne, wird Menschen, die einen ängstlichen Hund haben, die Schuld zu getragen: „Würdest du… hättest du… ...
18/11/2024

Schon mal ganz gerne, wird Menschen, die einen ängstlichen Hund haben, die Schuld zu getragen:
„Würdest du… hättest du… mach halt mal… Die Geschwister sind so ja auch nicht, also hast du was falsch gemacht… mein Hund aus dem Tierschutz ist nicht so.
Du musst eine schlechte Beziehung/Bindung, zu deinem Hund haben“.

Die Thematik Silvester und Angstverhalten, wird auch in Facebook-Gruppen gerade sehr viel thematisiert, mindestens eine Handvoll an Kommentaren mit Schuldzuweisungen an den hundehaltenden Menschen eines Hundes mit Angst und viel Meinung ist Minimum immer dabei vertreten.

Die Funktion Angst muss hinterfragt und verstanden werden, da diese im Körper "programmiert" ist, um die eigene Existenz zu sichern.
Das hat sich niemand aussuchen können.
Anhaltendes Angstverhalten, ist wiederum eine ganz andere Thematik.
Angstverhalten hat ebenso Funktion, auch das überleben zu sichern. Sich wohler und sicherer zu fühlen. Sucht sich auch niemand aus.
Für (anhaltendes) Angstverhalten kann es aber ganz unterschiedliche Ursachen und Auslöser geben.
Wie bei uns Menschen gibt es bei Hunden, „Typen“.
Unsicher- ängstlich- meidende Typen und eben die, die das Gegenteil davon sind, z.B. so Geräusche von Böllern wegstecken und ansonsten ziemlich taff durchs Leben gehen können.
Auch spielt die Genetik/ Epigentik ebenso eine Rolle wie auch der Ist- Zustand, Erfahrungen, Erlebnisse, Schmerzen usw.
Ich habe da nicht einen Grund für, sondern meistens ist es eine Mischung aus verschiedenen Faktoren, die Angstverhalten begünstigen und ggf. aufrecht erhalten.

Da Angst(verhalten) mein Herzens Thema ist, folge mir gerne wenn dich die Thematik Angst bei Hunden interessiert.

Einen ängstlichen Hund zu bekommen, kann eben passieren.
Auch dann, wenn die ersten 20 Jahre eben kein Hund mit Angst dabei war.
Es ist auch egal, ob der Hund dabei aus der Zucht, dem Tierschutz oder sonst woher kommt.

Was aber niemandem hilft:
weder den Menschen von ängstlichen Hunden, noch dem Hund selbst der Angst hat, von un- oder bekannten Menschen die Schuld für ängstliches Verhalten zu erhalten.
Besonders auch mit Aussagen, die mit einer schlechten Beziehung, Bindung zu tun haben sollen.
Das ist anmaßend. Empathielos. Angstverhalten kann bei einem Hund, auch bei einer guten Beziehung und Bindung existieren.

Ist dir ein solcher Vorwurf schon selbst, begegnet?

Ich freue mich wenn du meinen Beitrag likst, kommentierst und teilst, damit wir gemeinsam Wissen verbreiten können.

💯
17/11/2024

💯

𝗩𝗶𝗲𝗹 𝗠𝗲𝗶𝗻𝘂𝗻𝗴, 𝘄𝗲𝗻𝗶𝗴 𝗦𝘂𝗯𝘀𝘁𝗮𝗻𝘇:
𝗞𝗿𝗶𝘁𝗶𝗸 𝘇𝘂𝗺 𝗢𝗻𝗹𝗶𝗻𝗲 𝗛𝘂𝗻𝗱𝗲𝗸𝗼𝗻𝗴𝗿𝗲𝘀𝘀 – 𝗟𝗶𝘃𝗲 𝗗𝗶𝘀𝗸𝘂𝘀𝘀𝗶𝗼𝗻 „𝗚𝗲𝗹𝗮𝘀𝘀𝗲𝗻𝗵𝗲𝗶𝘁 𝘂𝗻𝗱 𝗙𝗿𝘂𝘀𝘁𝗿𝗮𝘁𝗶𝗼𝗻𝘀𝘁𝗼𝗹𝗲𝗿𝗮𝗻𝘇“

Wer den Online Hundekongress kennt, weiß, dass er mit geballtem, faktenbasiertem Wissen aufwartet. Jedes Jahr werden Expert*innen der verschiedensten Disziplinen rund um das Thema Hund angehört, die ihr wissenschaftlich basiertes Fachwissen mit uns teilen. Genau das macht seine Qualität aus und deshalb ist er so empfehlenswert.

Bei der gestrigen Live Diskussion zum Thema „Gelassenheit und Frustrationstoleranz“ konnte diese Qualität erstmals leider nicht aufrecht erhalten werden.

Ich war sehr gespannt auf die Diskussion, ging es doch eigentlich nicht nur ums Thema, sondern auch darum, Brücken zu bauen. Mit am Tisch neben Maria Rehberger und Sophie Strodtbeck, saß Maren Grote, die auch strafbasierte Methoden im Hundetraining anwendet. Der Kongress, der bisher nur eine Bühne für positives Hundetraining darstellte, öffnet nun also erstmals seine Tore für anders arbeitende Fachpersonen, mit dem Ziel, ins Gespräch zu kommen, Gräben zu überwinden und konstruktiv zu diskutieren.
Kein schlechter Gedanke, wie ich finde, ein wenig mehr Miteinander statt Gegeneinander kann gerade in schwierigen Zeiten wie diesen, nicht schaden. Meine Skepsis allerdings war hoch, denn bisher sind alle Versuche in der Vergangenheit gescheitert. Und zwar auch, weil es in der Philosophie des positiven Hundetrainings wenig Platz dafür gibt, für Strafmaßnahmen als das Mittel der Wahl zu werben. Es ist fast nur logisch, dass da am Ende meist nur wenige Gemeinsamkeiten stehenbleiben, außer vielleicht, dass wir alle unsere Tiere lieben und nur das Beste für sie wollen.

Um es gleich vorweg zu sagen: Ich ziehe meinen Hut vor den Diskussionsteilnehmerinnen und der Moderatorin, dass sie sich dieser durchaus schwierigen Situation gestellt haben. Sie haben ihre Sache auf der menschlichen Ebene sehr gut gemacht: Das Gespräch war ausgesprochen freundlich und wertschätzend. Es wurden keine Pfeile geschossen, Spitzen verteilt, es wurde nicht angeklagt, verurteilt oder in irgendeiner Form ausgeteilt. Im Gegenteil: In den meisten Punkten bis auf wenige – aber das waren die, die uns eben trennen –, waren sich alle einig und stark um Harmonie bemüht. Die kontroversen Meinungen wurden vorsichtig, sachlich, aber klar formuliert.

Aber damit kommen wir auch schon zum eigentlichen Qualitätsverlust: Es wurde sehr lange darüber philosophiert, was denn überhaupt Frustration oder Gelassenheit ist, was Frustrationstoleranz bedeuten könnte und was Impulskontrolle. „Ich glaube…“, „Ich bin der Meinung…“, „Da muss ich nochmal drüber nachdenken…“ waren vielgebrauchte Sätze in den knapp eineinhalb Stunden.
Dabei sollte man meinen, dass Begriffe aus der Naturwissenschaft bereits ausreichend definiert wurden und keinen Diskussionsbedarf mehr haben? Den Zuhörer*innen kurz und sachlich zu erläutern, was die Grundlage der Diskussion ist, ist natürlich wichtig. Aber tatsächlich hätte ich nicht damit gerechnet, dass selbst Fachleute unterschiedliche Auffassungen zu den Begrifflichkeiten haben können, so dass es leider sehr viel Meinung, aber nur sehr wenige Fakten auf allen Seiten gab. Und das ist extrem schade. Vor allem, wenn man sich vorstellt, dass potentielle 30.000 Teilnehmer*innen zugehört haben, die nicht alle Vorwissen haben und nun vielleicht falsche Schlüsse gezogen haben könnten.

So ließ sich auch im Chat, der die Nettiquette nicht so sehr beherzigte wie die professionellen Podiumsteilnehmerinnen, sehr gut verfolgen, dass es weniger um Fakten ging als vielmehr um Halbwissen, Nichtwissen und darum, welche Referentin die meisten Herzchen bekommt: Die Fan-Base der beteiligten Parteien war hoch aktiv. Aber leider hat sie dabei eben nicht bemerkt, was alles nicht angesprochen wurde:

Zum Beispiel – und das sind nur wenige Aufzählungen eines hochkomplexen Themas! –, dass Frustration Aggressionsverhalten auslösen kann, dass es konstruktives Lernen verhindert, dass ein Zusammenhang besteht zwischen einer niedrigen Frustrationstoleranz und einer geringen Fähigkeit zur Impulskontrolle und vor allem: Dass diese endlich ist! Es wurde nicht genügend herausgestellt bzw. eher heruntergespielt, dass der Alltag unserer Hunde sehr viel Frustpotential beinhaltet und dass enorm viel Impulskontrolle in allen möglichen Situationen eingefordert wird, so dass zusätzliche Impulskontrollübungen oder extra herbeigeführte frustrierende Situationen vollkommen überflüssig und schädlich sind: Wieso kann der Hund neun Hundebegegnungen super meistern, die Zehnte aber nicht? Weil, die Flasche leer ist und die Impulskontrolle vielleicht beim aufs zu lange Essen warten verbraten wurde! Dieser überaus wichtige Punkt wurde gar nicht angesprochen.

Es wurde leider auch nicht angemerkt, dass das Gehirn Glucose verbraucht, wenn es sich in Impulskontrolle üben soll. Und dass die Konzentrationsfähigkeit, die Gedächtnisbildung, das Erinnerungsvermögen sowie die Ausdauer bei frustrierenden Aufgaben massiv leidet, wenn keine mehr da ist – und das geht sehr schnell, je nach Reife und Alter des Hundes.
Ich hätte mir auch gewünscht, dass die Zuhörer*innen erfahren hätten, wie wichtig die Ernährung ist, um den Impulskontrollspeicher wieder aufzufüllen. Und das man nicht DIE Impulskontrolle üben kann, sondern sich jede einzelne Situation gesondert als Training herauspicken muss: An der Ampel warten, an lockerer Leine gehen, nicht Jagen gehen, in der Box warten, nicht Hochspringen, aufs Essen warten, Sitzen müssen, in der Bewegung eingeschränkt sein, etc. etc. Die Liste mit für Hunde frustrierende TÄGLICHE Ereignisse ist unendlich lang!

Als Quintessenz hätte herauskommen können, dass die Arbeit mit Frustration nichts anderes ist, als das Arbeiten über negative Strafe: Etwas Angenehmes zu entziehen.
Denn Frust entsteht, wenn aktiviertes Verhalten nicht ausgeübt werden kann oder eine erwartete Bedürfnisbefriedigung nicht eintritt, wenn Verstärkung ausbleibt. Frust hat evolutionär den Sinn, Lösungen für scheinbar ausweglose Situationen zu finden. Frust macht kreativ. 𝗗𝗼𝗰𝗵 𝘄𝗲𝗻𝗻 𝗙𝗿𝘂𝘀𝘁 𝘇𝘂 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁𝘀 𝗳ü𝗵𝗿𝘁 – 𝘄𝗶𝗲 𝘀𝗲𝗵𝗿 𝗵ä𝘂𝗳𝗶𝗴 𝗯𝗲𝗶 𝘂𝗻𝘀𝗲𝗿𝗲𝗻 𝗛𝘂𝗻𝗱𝗲𝗻, 𝘄𝗲𝗶𝗹 𝘄𝗶𝗿 𝗲𝘀 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝘇𝘂𝗹𝗮𝘀𝘀𝗲𝗻 – 𝗱𝗮𝗻𝗻 𝗵𝗮𝘁 𝗱𝗮𝘀 𝗔𝗴𝗴𝗿𝗲𝘀𝘀𝗶𝗼𝗻𝘀𝘃𝗲𝗿𝗵𝗮𝗹𝘁𝗲𝗻 𝗼𝗱𝗲𝗿 𝗿ü𝗰𝗸𝗴𝗲𝗿𝗶𝗰𝗵𝘁𝗲𝘁𝗲 𝗔𝗴𝗴𝗿𝗲𝘀𝘀𝗶𝗼𝗻 𝘇𝘂𝗿 𝗙𝗼𝗹𝗴𝗲. Dieser wirklich nicht unerhebliche Fakt wurde nicht erwähnt. Es wurde auch nicht klar dargestellt, dass das Ganze bei selbstbelohnendem Verhalten und bei Verstärkern aus der Umwelt nicht funktionieren wird. Und das sind gesicherte Erkenntnisse aus vielen Studien!

Es hätte klarer herausgestellt werden können, dass Impulskontrolle zwar erlernbar ist, aber in Minidosen, angepasst an das Lernniveau, den Stresslevel und die Impulsivität des einzelnen Hundes. Es hätte festgehalten werden müssen, dass je weniger Frust zusätzlich im Leben des Hundes auftritt – neben den sowieso unvermeidlichen vielen alltäglichen Situationen, die allein das Fass manchmal schon zum Überlaufen bringen –, desto besser für seine Entwicklung, sein Selbstbewusstsein, seine Erwartungssicherheit, seine Fähigkeit, sich selbst zu regulieren. Und dass positive Verstärkung von erwünschtem Verhalten in per se frustrierenden Situationen das nachhaltigste Instrument ist, überhaupt Impulskontrolle und Frustrationstoleranz zu schulen, hätte unbedingt herausgestellt werden müssen.

Ich bin also echt enttäuscht von der gestrigen Expertenrunde und sehe nun auch deutlich die Gefahr, die Bühne für andere Trainingsphilosophien frei zu machen. Was haben die Menschen gestern mitgenommen? Dass 10 Minuten oder mehr den Hund „co-reguliert“ aus Frust kreischen zu lassen irgendwie ein probates Mittel sein kann, „weil er dann lernen wird, dass am Ende alles gut wird“, und er dankbar sein wird, endlich Frustrationstoleranz gelernt zu haben? Es ist gestern nicht gelungen, die Folgen solcher Methoden für den einzelnen Hund klarzustellen, die Fakten herauszuarbeiten.

𝗗𝗲𝗿 𝗻𝗼𝗿𝗺𝗮𝗹𝗲 𝗛𝘂𝗻𝗱𝗲𝗵𝗮𝗹𝘁𝗲𝗻𝗱𝗲 𝗸𝗮𝗻𝗻 𝗮𝗹𝗹 𝗱𝗮𝘀 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝘄𝗶𝘀𝘀𝗲𝗻. 𝗘𝘀 𝗶𝘀𝘁 𝘂𝗻𝘀𝗲𝗿𝗲 𝗔𝘂𝗳𝗴𝗮𝗯𝗲 𝗮𝗹𝘀 𝗧𝗿𝗮𝗶𝗻𝗲𝗿*𝗶𝗻𝗻𝗲𝗻 𝘂𝗻𝗱 𝗩𝗲𝗿𝗵𝗮𝗹𝘁𝗲𝗻𝘀𝗯𝗲𝗿𝗮𝘁𝗲𝗿*𝗶𝗻𝗻𝗲𝗻 𝗳𝗮𝗸𝘁𝗲𝗻𝗯𝗮𝘀𝗶𝗲𝗿𝘁𝗲𝘀 𝗪𝗶𝘀𝘀𝗲𝗻 𝘇𝘂 𝘃𝗲𝗿𝗺𝗶𝘁𝘁𝗲𝗹𝗻. 𝗘𝘀 𝗴𝗲𝗵𝘁 𝘂𝗺 𝗪𝗶𝘀𝘀𝗲𝗻𝘀𝘁𝗿𝗮𝗻𝘀𝗳𝗲𝗿. 𝗡𝗶𝗰𝗵𝘁 𝘂𝗺 𝗠𝗲𝗶𝗻𝘂𝗻𝗴𝘀𝘁𝗿𝗮𝗻𝘀𝗳𝗲𝗿. 𝗗𝗮𝘀 𝗯𝗹𝗲𝗶𝗯𝘁 𝗱𝗲𝗻 𝗦𝘁𝗮𝗺𝗺𝘁𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲𝗻 ü𝗯𝗲𝗿𝗹𝗮𝘀𝘀𝗲𝗻.

Los geht es mit der Themenreihe, rund um Silvester. „Bloß ignorieren, sonst verstärkst du die Angst. Nicht streicheln od...
17/11/2024

Los geht es mit der Themenreihe, rund um Silvester.

„Bloß ignorieren, sonst verstärkst du die Angst.
Nicht streicheln oder reden, sonst fühlt sich dein Hund im Angstverhalten bestätigt“.
Schon einmal gehört?

Angst ist eine Emotion, kein Verhalten.
Es ist auch keine Entscheidung, Angst zu haben.
Emotionen sind subjektiv, für dich ist etwas klar, macht dir keine Angst. Für (m)ein Gegenüber wie meinem Hund, jedoch ja nicht.

Gerade bindungsuchendes Verhalten wie Kontaktaufnahme, dazu gehört auch das „verfolgen“ sollte nicht ignoriert und/oder anderweitig bestraft werden.
Mit dem ignorieren, könntest du jedoch tatsächlich den Angstzustand deines Hundes verstärken.
Denn sich mit einem Problem, welches die eigene Existenz bedroht (dabei an das subjektive Empfinden denken) sich alleine und schutzlos zu fühlen, ist maximal kontraproduktiv um Angst bewältigen zu können.
Ein emotionaler Zustand, also mit dem da sein, dem Anbieten von liebevollen Worten und Taten, kann nicht verschlimmert werden.
Alles, was dein Hund annimmt, was ihm hilft, ist erlaubt.
Ist richtig, wichtig und gut.

Zu Berücksichtigen ist immer die Sprache deines Hundes verstehen zu lernen, seine Bedürfnisse zu (er)kennen.
Ihm Nähe, Spielzeug, Futter aufzuzwingen ist damit also nicht gemeint.
Da sein bedeutet nicht gleich "tatschen" und sonstige körperliche Nähe, einem Hund fressbares vor die Nase zu drücken.
Biete es an, lege etwas zur Verfügung und wenn dein Hund kann, wird er es nehmen.

Hunde untereinander geben sich genauso wie wir Menschen untereinander Social Support.
Wenn es dir schlecht geht, ich biete dir ein nettes Gespräch bei einem Lieblingssnack von dir an, wird es dir dann schlechter gehen, weil du meine Aufmerksamkeit bekommst?
Möglicherweise je nach Emotion und Situation nicht besser, keineswegs aber schlechter.

Merke dir, also:
„Ein emotionaler Zustand wie bei einem Angstverhalten kann nicht durch das zufügen von angenehmen, nur durch das zufügen unangenehmer Konsequenz für den Hund verschlimmert werden”.

Ich freue mich, wenn ihr meine Beiträge zu dieser Serie des Themas Silvester teilen würdet.

16/11/2024

Es ist Zeit meinen Dank, zum Ausdruck zu bringen!

Ich bin dankbar für viele Menschen, die mich unterstützen und auf meinem Weg vom Mitglied einer „Angsthunde“ Gruppe, meiner eigenen Ausbildung und Zertifizierung und zeitgleichen Leitung einer eigenen „Angsthunde“ Gruppe bis hier begleiten.

Der lieben Andrea Kohnen und der lieben Mara muss ich jetzt aber mal explizit danken.
Weder habe ich euch gefragt oder aufgefordert und ihr teilt gerade fast alles was ich hier so hochlade.
Ihr versprecht nichts sondern „macht“ und dafür danke ich euch sehr!
Auch habt ihr mir wundervolle Feedbacks für meine Homepage zu gesendet. Schneller als ich gucken konnte.
Ihr reagiert, kommentiert auf meine Inhalte und unterstützt mich, somit Wissen über Hunde weiter zu verbreiten.
Ihr helft mir darin, das auch andere Menschen mit ängstlichen Hunden Unterstützung erhalten, sei es nur darin, richtige Informationen zu erhalten.
Ich war selber „nur“ Hundehalterin eines Hundes mit Angst, hätte ich damals die richtigen Infornationen unserer damaligen Trainerin erhalten, wäre die Entwicklung nicht so verlaufen.

Es ist daher meine Motivation gutes Hundetraining und Verhaltenstherapie für Hunde zu verbreiten, danke das ihr mich dabei unterstützt.

Danke!
Danke!
Danke!

Adresse

Cologne
51069KÖLN

Öffnungszeiten

Montag 10:00 - 16:00
Dienstag 10:00 - 16:00
Mittwoch 10:00 - 16:00
Donnerstag 10:00 - 16:00
Freitag 10:00 - 16:00

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Jil Seelbach- Hundetraining und Verhaltenstherapie für Hunde erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Service Kontaktieren

Nachricht an Jil Seelbach- Hundetraining und Verhaltenstherapie für Hunde senden:

Hervorgehoben

Teilen

Kategorie